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ZDF Sport extra: Schwimm-WM 2019 live

Sonntag, den 28. Juli 2019
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FR 26.07.2019 | 12.55 Uhr | zdf info

Es ist Schwimm-WM und keinen interessiert’s.
Nun ja. Im Grunde müsste man es anders formulieren: Es ist Schwimm-WM, und keiner weiß es.

Die Sportart Schwimmen hatte in Deutschland mal einen ganz guten Stand. Die Sender haben übertragen, und viele Leute haben zugeschaut.
Heute ist das anders. Das hat offenbar das ZDF die Übertragungsrechte an der Schwimm-WM, strahlt sie jedoch nicht aus. Zumindest nicht im Fernsehen.
Wer die Schwimm-WM 2019 verfolgen möchte, muss ins Internet. Die Weltmeisterschaft wird allergrößtenteils nur im Livestream auf zdf.de übertragen.
Am Freitagmittag gab es dann aus Versehen mal eine Übertragung im Spartensender zdf info.

Damit tut sich keiner einen Gefallen. Denn was nicht breitenwirksam übertragen wird, kann auch nicht wahrgenommen werden. Offenbar hat das ZDF schlechte Einschaltquoten erwartet und auf eine Platzierung im Hauptprogramm verzichtet. Dabei liefen die Wettbewerbe aus Südkorea eh zu Zeiten in Deutschland, die weitab von der Primetime sind. Aber warum produziert man etwas nur für ein Livestream?
Die stiefmütterliche Behandlung hat der Schwimmsport echt nicht verdient. Immerhin hat Deutschland zwei Goldmedaillen gewonnen…

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ZDF-Sport extra: Handball-WM 2019 – Spiel um Platz 3

Montag, den 28. Januar 2019
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SO 27.01.2019 | 14.10 Uhr | ZDF

Handball ist ein unfassbarer Sport. In allerletzter Sekunde, genau mit der Schlusssirene erst, da entschied sich am Sonntagnachmittag, welche Mannschaft bei der Handball-WM 2019 auf dem 3. Platz landete. Das ZDF übertrug einen spannenden Handballkrimi.

Es sind noch 30 Sekunden zu spielen. Zwischen Deutschland und Frankreich steht es 25:25 – unentschieden. Die Deutschen haben es in der Hand, genauer gesagt: Sie haben den Ball und laufen auf das Tot der Franzosen zu. Aber es klappt nicht, kein Tor. Keine Führung. Stattdessen bekommen die anderen den Ball, Sturm auf das Tor, und der Ball fliegt ins Netz.

Ein Sport, bei dem es in der letzten halben Minute noch vollkommen unklar ist, wer am Ende gewinnt und wo sich innerhalb von Sekunden zweimal das Blatt komplett wendet – das kann nur ein toller, sehenswerter Sport sein.
Das deutsche Handball-Wintermärchen 2019 endete leider doch nur mit Platz 4. Es hat trotzdem Spaß gemacht, auch wenn wir am Ende geflucht haben.

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KeineWochenShow

#108 – Alarm auf dem Traumschiff!

Sonntag, den 27. Januar 2019
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Florian Silbereisen ist der neue Kapitän auf dem ZDF-Traumschiff. Dachten wir anfangs, dass es sich um die Meldung eines Satiremagazins handelt, müssen wir uns in KeineWochenShow eingestehen, dass das ein plüschiger Traum ist. Hoffentlich führt das nicht zum Alarm auf dem Traumschiff!

Auch die Handball-WM 2019 ist ein Thema, obwohl Deutschland ja leider nicht im Finale steht. Toll ist aber, dass hierzulande eine kleine Handball-Euphorie entstanden ist und dass die Spiele endlich einen relativ festen Platz in der Primetime der Fernsehsender haben.

Außerdem geht es um die Schockkälte, um das neue Leben von Cindy aus Marzahn, um Peter Orloff, dem Drittplatzierten im Dschungelcamp, der bald Oranienburg besuchen wird – und um viele weitere Themen. In KeineWochenShow #108 auf Youtube!

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Inforadio-Nachrichten

Freitag, den 25. Januar 2019
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MI 23.01.2019 | 21.00 Uhr | Inforadio

Deutschland ist im Handball-WM-Fieber. Auch im Radio werden die Spiele live übertragen. Kennt man ja vom Fußball.
Das Spiel Deutschland gegen Spanien gab es am Mittwochabend auch live im Inforadio – als so genannte Vollreportage.
Doch plötzlich, es ist 21 Uhr, der harte Schnitt: Das Spiel ist für die Nachrichten unterbrochen worden.

Das soll sich das Inforadio des rbb mal bei einem Fußball-WM-Spiel trauen. Da wäre der Protest sicherlich groß. Und warum die Vollreportage für die Nachrichten unterbrochen werden musste, war auch nicht klar. Die Nachrichtenlage war relativ ruhig, es waren keine Breaking News in Sicht. Man hätte auch auf die Nachrichten um 21 Uhr verzichten können.

Um 21.05 Uhr schaltete sich das Inforadio dann noch schnell zurück in die weitergelaufene ARD-Live-Reportage, wo noch drei Sekunden blieben bis zur Halbzeitpause.
Die wäre übrigens ein guter Zeitpunkt für Nachrichten gewesen.

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Sportschau live – Handball-WM 2019: Deutschland – Spanien

Mittwoch, den 23. Januar 2019
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MI 23.01.2019 | 20.15 Uhr | Das Erste

Deutschland steht im Halbfinale der Handball-WM 2019! Im gesamten Heim-Turnier haben die Männer noch kein Spiel verloren und für viele spannende Momente gesorgt.
Auch am Mittwochabend wieder: Mit nur einem Tor Vorsprung gewann die Deutschen, und selbst in der letzten Minute reicht ein Fehler, um den Vorsprung wieder einschmelzen zu lassen. Das macht den Handball eigentlich sogar attraktiver als den Fußball: Das Spiel ist schneller, es herrscht eine größere Dynamik.

Das weiß man inzwischen auch beim Fernsehen: Denn erstmals schafft es der Handball regelmäßig in die Primetime. Bislang war es meist so, dass Spiele der Handball-WM oder EM immer im Vorabendprogramm zu sehen waren. Aus wundersame Weise haute der Spielplan immer genauso hin hin, dass es bereits gegen 18 Uhr los ging.
Diesmal also 20.30 Uhr, und der Erfolg gibt dem Handball recht. Am Montag erreichte das ZDF bei der Live-Übertragung der WM mehr als zehn Millionen Zuschauer.
Schön, dass der Handball Sport-Fernseh-Deutschland mal aus dem Fußball-Einerlei rausholt.

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Das war 2018!

Montag, den 31. Dezember 2018
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Ein sonniger Winternachmittag auf dem Kudamm in Berlin. Die Lichter an den Bäumen sehen zum Träumen aus. Johannes B. Kerner und Marcus Lanz plaudern ein wenig, sie wollen auf den Weihnachtsmarkt, und Marcus freut sich schon auf das Mettbrot, das er sich kaufen will. Träumerisch blickt Johannes den Marcus an und greift nach seiner Hand, als… ähm…
Nein, nein, diese ausgedachten Geschichten sollte ich wirklich lassen. Das konnte Claas Relotius vom “Spiegel” sehr viel besser. Allerdings ist er damit im Dezember 2018 dann doch aufgeflogen. Peinliche Sache, auch für den “Spiegel”, der ja angeblich alles nachrecherchiert, was die Reporter so abliefern.

Der Skandal ist Futter für alle, die sowieso sagen, dass die Medien allesamt lügen, wenn es um brisante Themen geht. Dabei sind 2018 einige heikle Dinge aufgedeckt worden. Da ging es um die Football-Leaks und die Frage, wie sehr sich Fußballvereine von den Fans entfernen. Um den Steuer-Raubzug großer Banken bei den CumEx-Enthüllungen. Um nur zwei dieser Storys zu nennen.
Auch wenn es um die Flüchtlingskrise geht, haken die Journalisten inzwischen knallhart nach. Dass dabei andere, vielleicht sogar wichtigere Themen, untergehen, bemerken offenbar nur die Zuschauer. Bei den Sommerinterviews von ARD und ZDF ging es oft 18 Minuten um die Flüchtlingskrise und zwei um den Rest. Nur bei Alexander Gauland von der AfD ging es fast nur um den Rest – und Gauland schien ratlos.

Die AfD sitzt seit 2017 im Bundestag, und immer meinen die Blauen, Unrecht in den Medien aufgedeckt zu haben. Im Brennpunkt steht dabei die Band “Feine Sahne Fischfilet”. Dass sie mal vom Verfassungsschutz beobachtet worden ist, hängt ihr noch ewig nach, und die linke Band ist der rechten AfD ein Dorn im Auge. Andererseits wird aber auch jede Kleinigkeit über “Feine Sahne Fischfilet” in den Medien durchgekaut. Als die Band für das ZDF in Dessau ein Konzert aufzeichnen wollte, sagte der Veranstalter, die Bauhaus-Stiftung, den Veranstaltungsort ab. Eine Diskussion, die für die AfD ein voller Erfolg war.
Ebenso die Diskussion um eine KiKA-Doku über ein junges Mädchen, das einen Moslem liebt, wo die AfD der Meinung war, so etwas könne man nicht unkommentiert lassen. Als Deniz Yücel in der Türkei freigelassen worden ist, wollte die AfD wissen, ob der nicht vielleicht selber schuld war, dass er in Haft war. In den sozialen Netzwerken versuchen viele Parteimitglieder weiterhin, die Gesellschaft zu spalten.

In Cottbus hat das schon gut funktioniert. Die Rechten sind dort der Meinung, dass die Stadt überfremdet sei, dass es zu viele Straftaten von Flüchtlingen gebe. Der Hass bei den Demos, an denen Normalos mit den Rechtsextremen gemeinsam marschieren, richtet sich auch gegen die Medien. Der rbb wird ebenso angefeindet wie die Reporter der Lausitzer Rundschau. Da helfen auch Diskussionssendungen, die der rbb live aus Cottbus sendet, nur wenig. Aber wenigstens bleibt man im Gespräch. Irgendwie.

Das scheint auch das Ziel von CSU-Innenminister Horst Seehofer zu sein. Als er seinen Rücktritt, nun ja, androht, berichten die Nachrichtensender in Dauerschleife. Tritt er zurück? Oder doch nicht? Oder doch? Seehofer weiß nicht so recht, und ganz Deutschland wartet auf einen eventuellen Bruch der Großen Koalition. Als die Meldung bekannt wird, dass sich gar CSU und CDU trennen, schickt ntv die Breaking News gleich auf Sendung – um dann die nächste Breaking News hinterher zu schicken, dass man einer Ente aufgesessen sei. Aber es musste eben schnell gehen. Keiner hatte 2018 so viele Comebacks wie Seehofer.

Comeback ist sowieso ein gutes Stichwort. Fernsehmacher glauben, dass die Zuschauer darauf abfahren, wenn alte Serien wiederbelebt werden. In Deutschland floppte allerdings die Neuauflage von “Akte X” oder “Will & Grace”. Selbst Shows wie “Dingsda” im Ersten und “Die Montagsmaler” im SWR-Fernsehen laufen eher mau.
Die “Lindenstraße” dagegen wird nicht fortgesetzt. Im März 2020 wird nach fast 35 Jahren die letzte Folge laufen. Begründung: schlechte Quoten und inhaltliche Unzufriedenheit. Von einer Absetzung aus inhaltlichen Gründen von “In aller Freundschaft”, “Rote Rosen”, “Sturm der Liebe” oder “Rentnercops” ist allerdings noch nichts bekannt.
Auch an der Vormittagssendung “live nach neun” hält man im Ersten fest, obwohl die Zuschauerzahlen ein Desaster sind. Ähnlich sieht es am Vorabend in Sat.1 aus. Mit “Endlich Feierabend” versucht man da zum x-ten Mal das Frühstücksfernsehen zu kopieren – und scheitert zum x-ten Mal. In diesem miesen Sog läuft auch die neue Dailysoap “Alles oder nichts” ziemlich mies. Sie hatte nie eine wirkliche Chance.
Auch ProSieben hat Sorgen. Die neuen Folgen der “Simpsons” laufen richtig schlecht. Bei Sat.1 wird die Unternehmershow “Start up” abgesetzt, obwohl doch Jurymitglied Carsten Maschmeyer so doll dafür geworben hat. Aber vermutlich wollten gerade wegen ihm so wenige einschalten.
Bei Sky dachte man sich, es sei eine gute Idee, die Castingshow “X-Factor” aus der Versenkung zurückzuholen. Die Quoten waren kaum messbar, und wer gewonnen hat… ähm… Wer hat da eigentlich gewonnen? Eine weitere Staffel ist ausgeschlossen.

Es wird für das herkömmliche Fernsehen immer schwieriger, Aufmerksamkeit zu erregen. Die Mehrzahl der jungen Zuschauer schaut schon überwiegend online. Und dann eher Netflix oder Amazon Prime, auch Youtube ist ein echter Konkurrent.
Ein Opfer ist der Musiksender VIVA. Nach 25 Jahren wird Silvester der Stecker gezogen, MTV aus dem gleichen Senderkonzern lebt weiter, aber in der Nische. Immerhin noch wacker hält sich Deluxe Music. Musikclips schaut man an sich aber eher bei Youtube.

Immerhin: Man bemüht sich aber noch. Im Ersten läuft im Herbst “Babylon Berlin”, die teure Co-Produktion mit Sky. Auf dem “Tatort”-Sendeplatz werden etwa acht Millionen Zuschauer erreicht. Das Interesse am Berlin der 20er-Jahre schwindet jedoch, am Ende schauen weniger als vier Millionen zu. Allerdings stehen in den diversen Kritiken zur Serie, in denen es hieß, man müsse als Zuschauer drei Folgen durchhalten, bis man es eventuell verdammt gut fände, auch für sich. Allerdings sorgt die Serie auch für einen der magischsten Momente des Fernsehjahres – nämlich mit einer Szene in einem Tanzclub, die für Gänsehaut sorgt.
Im ZDF wird “Bad Banks” von der Kritik gelobt, ist aber dennoch langweilig. Amazon Prime dagegen trumpft mit einer neuen Staffel “Deutschland 86” auf und mit “Pastewka” auf.

Das Fernsehen steht aber immerhin noch für Events. In diesem Land lief es glücklicherweise für Deutschland auch mal gut beim Eurovision Song Contest in Lissabon. Michael Schulte schaffte den 4. Platz. Die Diskussionen darum, dass niemand Deutschland mag und wählt, finden nicht statt.
Bei der Fußball-WM dagegen, ach, lassen wir das. Immerhin sorgte das WM-Spiel von Deutschland gegen Schweden mit 27,48 Millionen Zuschauer für den 2018er-Quotenrekord.
Und auch als in Großbritannien Harry und Meghan heirateten, waren ein paar Millionen dabei – auch Ross Antony, der für RTL vor Ort und ausrastete, nur weil das Prinzenpaar in der Kutsche an ihm vorbeirauschte.

Aber nicht alle haben Glück mit Großereignissen. In letzter Minute hatte Eurosport für die Olympischen Winterspiele in Korea Sublizenzen an ARD und ZDF vergeben. Die Folge: Die meisten Zuschauer waren bei ARD und ZDF dabei, für Eurosport 1 und den Frauensender TLC blieben kaum Zuschauer übrig. Selbst die Abendshow “Zwanzig18” hatte auf zwei Sendern parallel gerade mal 200.000 Zuschauer. Dass man in Korea eventuell einen koreanischen Dolmetscher braucht, konnte man im Ersten allerdings echt nicht ahnen.
Und dann der Echo. Der Musikpreis gerät 2018 zum Debakel. Farid Bang und Kollegah rappten davon, dass sein Körper definierter sei als von Auschwitz-Insassen. Kam nicht überall gut an, Preise gab es dafür trotzdem, und Proteste auch. Selbst in der Show herrschte Unruhe. Danach geben diverse Promis ihre Echos zurück. Ende vom Lied: Der Echo ist tot.

2018 war wieder ein Jahr der Abschiede. Wir mussten uns von vielen Promis verabschieden. Die große Aretha Franklin lebt nicht mehr. Monserrat Caballé ist verstummt. Ebenso die Musiker Holger Biege, Jürgen Marcus, DJ Avicii, Lys Assia, France Gall, Ingo Insterburg, Abi Ofarim, Dolores Edwards (Cranberries) und Charles Aznavour. Auch nicht mehr da: die Schauspieler Rolf Hoppe, Morten Grunwald, Burt Reynolds, Rolf Zacher, Siegfried Rauch, Wolfgang Völz, Jochen Senf und Ulrich Pleitgen. Die Sportler Markus Beyer und Graciano Rocchigiani. Die Fernsehleute Dieter-Thomas Heck, Egon Hoegen, Wilfried Scharnagl, Gunther Witte, Friedrich Moll, Stefanie Tücking, Martin Haas, Thomas Leif und Dagobert Lindlau. Die Entertainer Jens Büchner und Daniel Küblböck, der am Jahresende nach einem Sturz vom Schiff immer noch als vermisst gilt. Die Politiker George Bush, seine Frau Barbara Bush, Philipp Jenninger und Kofi Annan. Wissenschaftler Stephen Hawking, Sternekoch Paul Bocuse, Kirchenmann Karl Kardinal Lehmann, Unternehmerin Käthe Wohlfahrt. Die Autorin Philip Roth und Christine Nöstlinger. Sie werden fehlen.

Auch Nachrichten fehlen. RTL II findet, dass die News zu wenige Zuschauer haben. Deshalb laufen die nun am Nachmittag und sind fünf Minuten kürzer. Und auch der rbb hat seine Spätnachrichten um die Hälfte auf 15 Minuten gekürzt. Damit um 22 Uhr gut abgehangene und preiswerte ARD-Degeto-Schnulzen laufen können. Bei N24 hat sich dagegen wenig geändert – bis auf den Namen: Welt.

Und sonst so? Sascha Hehn will nicht mehr Kapitän vom Traumschiff sein. Ist ihm vielleicht zu doof geworden. Kein Wunder.
Spiegel TV ist 30 geworden. Geschenk von RTL: Sendeplatzverschiebung auf den späten Montagabend. Glückwunsch.
Auf Sat.1 durfte im “Promi Big Brother”-Haus eine gewisse Katja Krasavice minutenlang in der Wanne mit dem Duschkopf masturbieren.
Die Chefs vom FC Bayern München teilten den Journalisten mit, dass die ein bisschen genervt von der ewigen Kritik seien. Bitte mal aufhören. Danke.
Dunja Hayali moderiert nun auch das “Aktuelle Sportstudio” im ZDF. Ihren Hatern bleibt aber auch gar nichts erspart.
Das SWR-Mega-Live-Event “Jäger der versunkenen Lok” musste ausfallen. Mangels versunkener Lok. Ist aber erst nach 25 Jahren Suche aufgefallen.
Und dann noch die Helene und der Flori. Es ist so traurig.

Kann man da eigentlich noch das Jahresende feiern? Darf man sich da noch auf 2019 freuen? Mit neuen Diskussionen und Hasskommentaren und den aktuellen Wasserstandsmeldungen von “Feine Sahne Fischfilet?” Und den neuen Schluckaufs der AfD? Wir bleiben dran und freuen uns auf 2019. Und Michelle ist auch dabei.

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Sportschau live: Nach der WM – Die DFB-Pressekonferenz

Donnerstag, den 30. August 2018
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MI 29.08.2018 | 12.00 Uhr | Das Erste

Manchmal braucht es Zeit, zu analysieren, was schief gelaufen ist. Man braucht Abstand. Die Wut muss verfliegen, die Trauer, die Depression. Man muss nachdenken, in sich gehen.
Neun Wochen nach dem Ausscheiden der Fußball-Nationalmannschaft äußerte sich Fußball-Bundestrainer Jogi Löw zu den Geschehnissen bei der WM in Russland. Das Erste übertrug die Pressekonferenz am Mittwochmittag live.

Es waren bemerkenswerte Worte, die Löw da sprach. Man sei arrogant gewesen, sagte er. Man habe geglaubt, dass man schon irgendwie durchkommt in der Vorrunde. Durch bloßen Ballbesitz. Weil es ja 2010 und 2014 bei den WM immer so gut lief. Man habe versäumt, die Mannschaft so zu formen, dass daraus eine Einheit wird. Man habe keine Schlüsselreize gesetzt.

Bemerkenswert, ja. Aber nicht neu. Was Löw sagt, ist in allen Medienanalysen so schon gesagt worden. Da gab es im Grunde wenig bis nichts Neues. Dass der Bundestrainer dafür neun Wochen gebraucht hat, ist dann doch verwunderlich. Wenn auch seine Offenheit gut ist und sein Wille, es nun besser zu machen (und dass man ihm das auch zubilligt) löblich ist – er hätte sich gern früher dazu äußern können.
Übrigens auch zum Fall Özil. Dass Löw bis heute keinen Kontakt zu Özil hatte, ist dann aber schon irritierend – seitens Özil. Auch kein guter Stil des Zurückgetretenen.

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