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Der alltägliche Medienwahnsinn

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Urteil oder Unsinn

Mittwoch, den 4. Dezember 2019
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DI 03.12.2019 | 22.00 Uhr | rbb

Ein Ehepaar bucht eine Reise in einem Haus mit Gartengrundstück. Der Schock: Es gibt nur ein Plumpsklo im Garten. Das Paar klagt. Mit Recht?
Um solche Fälle geht es in der neuen Comedyshow des rbb. “Urteil oder Unsinn” ist die Frage. Die erste Folge lief am Dienstagabend, Jürgen von der Lippe moderiert, er ist der Richter, auch wenn er gar nichts zum Urteilen hat, sondern die echten Urteile nur vorliest.

Im Panel sitzen Ilka Bessin, Markus Majowski, Kim Fisher und Matze Knop – sie diskutieren über die Fälle und müssen am Ende entscheiden, wie das Urteil gelautet haben könnte.
Das ist sehr interessant, aber technisch erstaunlich schlecht umgesetzt.

Die Fälle sind spannend. So geht es auch um einen Liebeszauber, der nicht geklappt hat, und wo die Kundin Geld wiederhaben will. Um einen Mann, der am Arbeitsplatz einnickt und sich dabei die Nase bricht – Arbeitsunfall?
An sich sind die Diskussionen darum spannend, weshalb “Urteil oder Unsinn” eigentlich ein schöner Einfall ist.

Schade ist, dass die Fälle sehr schnell abgehandelt werden, so wird nur an der Oberfläche gekratzt. Noch mehr Fachsimpelei wäre reizvoller gewesen. Auch wird danach gar nicht mehr über das Urteil gesprochen, ein paar Kommentare dazu würde es auch noch interessanter machen. Viel zu oft meint Jürgen von der Lippe nur, dass man jetzt zum nächsten Fall komme. Verschenktes Potenzial.
Das Studio wirkt wie ein Gerichtssaal – vielleicht ist es auch einer. Dass sich aber Richter und Panel nicht gegenübersitzen, ist nicht optimal. Das ganze Set ist viel zu weiträumig.
Der Ton wirkt gerade am Anfang sehr hallig, Lacher scheinen immer wieder nur reingeschnitten, und zwar so, dass auffällt. Der Applaus scheint manchmal auch zusammengeschnitten zu sein.
Vielleicht fallen diese technischen Mäkeleien dem normalen Zuschauer kaum auf, aber eine gute Studioatmosphäre ist für so eine Sendung nicht ganz unwichtig.

So ist “Urteil oder Unsinn” grundsätzlich ein tolles Konzept – an der Umsetzung müsste noch gearbeitet werden, die wirkt manchmal nicht professionell.

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Du & Ich – Unverbesserlich!?

Dienstag, den 3. Dezember 2019
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MO 02.12.2019 | 18.35 Uhr | zdf neo

Wie läuft’s denn so bei den Nachbarn? Wer macht denn da den Haushalt? Und wer ist der dominante Part? Und gibt es auch mal Zoff?
Das sind doch die Dinge, die wir neugierigen Menschen gern mal von unseren Nachbarn wissen wollen. Und zdf neo liefert jetzt im Vorabendprogramm den Komplettservice: Wir dürfen bei einer Familie hinter die Kulissen schauen, und die Kommentare von anderen Leuten – und natürlich die Lästereien – werden gleich mitgeliefert.

“Du & Ich – Unverbesserlich!?” funktioniert so: fünf Paare, fünf Tage. Jeden Tag tauchen wir ins das Leben eines anderen Paares ein, während die anderen vier Paare das Ganze beobachten und kommentieren.
Das ist erstaunlich kurzweilig, vielleicht auch, weil man so schön voyeuristisch sein kann. Und manchmal schadenfroh.

Am Montagabend ließ das Polizisten-Paar Katja (40) und Markus (44) die Zuschauer in ihren Alltag blicken. Und es war ein – soweit man das beurteilen kann – sehr offener Blick, den sie zuließen.
Wir gingen mit ihnen einkaufen und erlebten mit, wie sie sich stritten, weil er für Gäste eine Flasche Cola kaufen wollte. Sie jedoch ist Ernährungsberaterin und findet Cola übel. Er durfte sie nicht kaufen. Auch beim Kochen sagt sie ihm, was zu tun ist – und wenn er blöd fährt.
Klingt ein bisschen, nun ja, einseitig. Aber die beiden führen ganz offenbar ein schönes Familienleben, sie treiben gemeinsam Sport, essen gemeinsam mit der Tochter ihr Abendbrot und genießen das Leben.
Am Ende räumen sie ein, dass jeder seine Macken hat, aber jeder von beiden könne damit leben.
Das ist ein schönes Fazit, und ist auch für den Zuschauer eine interessante Lektion: Man kann sich noch so sehr wundern oder rumlästern. Aber es kommt drauf an, dass die beiden glücklich sind.

Deshalb ist “Ich & Du – Unverbesserlich!?” ein sehr schöner Format. Wobei es natürlich sein kann, dass an anderen Tagen Paare dabei sind, bei denen das Ganze sehr viel kritischer ist.

-> Die Sendung in der ZDF-Mediathek (bis 2. März 2020)

Hits: 57

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Programmstart VOXup

Montag, den 2. Dezember 2019
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SO 01.12.2019 | 20.15 Uhr | VOXup

Dem Privatfernsehen laufen die Zuschauer in Scharen davon. Streamingdienste, für die man zwar extra zahlen muss, wo man aber mit nur wenig Reklame behelligt wird, laufen dem herkömmlichen Fernsehen mehr und mehr den Rang ab. Gerade beim jungen Publikum schauen immer weniger lineares Fernsehen – und das betrifft vor allem die Privaten.
Um die Zuschauer irgendwie zu halten und ihren Zapp-Material zu bieten, hat die RTL-Gruppe am Sonntagabend einen neuen Sender gestartet: VOXup.

Klingt ein bisschen wie eine Cocktailsoße und erinnert an den Ketchup, nur ist VOXup lange nicht so lecker. Denn dort wird uralter Kram vom VOX-Hauptsender noch mal aufgewärmt.
Es scheint, als ob der Sender darauf baut, Leute, die zufällig durchzappen, zum Hängenbleiben zu bewegen. Oder die, die vorm Fernseher einpennen möglichst lange nicht zum Aufwachen zu bringen.

Am Sonntag um 20.15 Uhr war Programmstart. Gefeiert wurde der nicht – im Grunde gab es ja auch nichts zum Feiern. Der Trailer, der den Sender seit längerem auf dem Kanal ankündigte endete einfach, und die erste Sendung begann.
Und schon der Sonntagabend stand dafür, welche Innovationen man von VOXup zu erwarten hatte. Denn zum Start lief eine Folge von “Ally McBeal” von 1997. Gefolgt von einer Folge “Ally McBeal”. Im Anschluss wagte man was ganz Extremes und zeigte noch eine Folge “Ally McBeal”. Wer noch nicht genug hatte, bekam danach eine weitere Folge der Anwaltsserie “Ally McBeal” spendiert, und wer noch wach war, konnte sich dann noch eine Folge “Ally McBeal” ansehen.

Das nennt man wohl Programmteppich. Einfach mit fünf Folgen einer Serie den kompletten Abend bestreiten. Danach folgten übrigens fünf Folgen von “Shopping Queen”.

Und was läuft sonst so? Am Montagvormittag zwei Folgen “Menschen, Tiere & Doktoren”, dann drei Folgen “Mieten, kaufen, wohnen”, vier Folgen “Schmeckt nicht, gibt’s nicht” und erstaunlicherweise nur eine Folge vom “Perfekten Dinner”. Am Montagabend laufen dann ein paar Folgen von “Rizzoli & Isles” – also, genau genommen sechs. Bis 2 JUhr nachts.

Mit Einfallsreichtum oder gar gutem Fernsehen hat VOXup also rein gar nichts zu tun. VOXup dient scheinbar einfach nur der weiteren Flutung des sterbenden Free-TV-Marktes, um doch noch ein paar Marktanteile einzufangen.

-> Der Programmstart von VOXup auf Youtube

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Bundestag live: Haushalt 2020 – Generaldebatte

Sonntag, den 1. Dezember 2019
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MI 27.11.2019 | 9.00 Uhr | Parlamentsfernsehen

Die SPD hat einen Skandal ausgerufen, mal wieder. Und sie hat sie derselben Methoden bedient, wie es die AfD gern tut. Heißt: Propaganda, in dem man von einem Fakt einfach mal ein paar Sachen weglässt und das aus dem Zusammenhang Gerissene als ganz großes und schlimmes Ding darstellt.
Beatrix von Strolch hat im Bundestag während einer Debatte eine Kopf-ab-Geste gezeigt. Empörend. Findet die SPD.
Das wäre auch empörend, wenn es denn so gewesen wäre.

Es passierte am Mittwochvormittag. Im Parlamentsfernsehen ist live die Generaldebatte zum Haushalt 2020 aus dem Bundestag in Berlin übertragen worden. Es sprach Johannes Kahrs von der SPD, der gleich zu Beginn seiner Rede auf die AfD einging und seine Meinung dazu kundtat, dass er sie für rechtsextrem hält. Dazu sagte er: “Rechtsextreme wie Sie stehen mir bis hier.” Dazu machte er eine Geste, die zeigen, bis wohin es ihm steht – nämlich bis knapp unter den Hals.
Daraufhin teilte ihm auch Beatrix von Strolch von der AfD gestisch mit, bis wohin ihr alles stehe – auch bis unter den Hals. Sie bewegte dazu den Arm ein wenig, so dass es unter Umständen wirklich wie “Kopf ab” aussieht. Aber im Kontakt der Debatte ist davon auszugehen, dass sie direkt auf Kahrs’ Geste reagierte.

Die SPD veröffentliche jedoch nur die Geste selbst. Mit der Botschaft, wie schlimm die AfD sei.
Grundsätzlich liegt die SPD damit sicherlich nicht ganz falsch – dass sich die Sozialdemokraten aber denselben Methoden wie von denen bedient, die sie kritisiert und bekämpft, ist ziemlich armselig.
Ob man bei der SPD davon ausgeht, dass keiner merkt, wie die Begebenheit wirklich war? Auf ziemlich billige Weise sollte so wohl eine Empörungswelle ausgelöst werden. Aber so eine Welle kann ganz schnell auch mal zurückrollen.

-> Auf Youtube: Die entsprechende Stelle in der Haushaltsdebatte im Parlamentsfernsehen

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Prince Charming

Donnerstag, den 28. November 2019
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DI 26.11.2019 | 0.00 Uhr (Mi.) | TV Now

Dass die spannendste Datingshow des Jahres, von RTL produziert, gar nicht bei RTL läuft, ist bemerkenswert. Andererseits ist völlig verständlich, dass die RTL-Gruppe ihren Streamingdienst TV Now irgendwie nach vorn bringen muss und will. Das geht nur mit exclusiven Inhalten. Dennoch hätte “Prince Charming” ein größeres Publikum verdient.

“Prince Charming” wird von RTL als “Deutschlands erste schwule Datingshow” bezeichnet. Das kann ich mir zwar kaum vorstellen, dass es so was noch nicht gegeben haben soll, aber es klingt für die PR natürlich sehr gut.

Die achtteilige Reihe – immer in der Nacht zu Mittwoch kommt die neue Folge – funktioniert im Grunde wie der “Bachelor”. Nur eben ausschließlich mit Männern. Nicolas ist Prince Charming, und in Folge 1 hatte er es mit gleich 20 Männern zu tun, die um ihn buhlen. Wie bei “Big Brother” und anderen Formaten beobachten wir das Geschehen auf dem Gelände, es gibt Spiele und Einzeldates, und am Ende geht es nicht um Rosen, sondern um Krawatten. In Folge 1 wurden Krawatten verteilt, die müssen die Männer nun von Folge zu Folge verteidigen.

Inzwischen sind fünf Folgen gelaufen, und es ist erfreulich, wie sich die Reihe entwickelt. Nun ist “Prince Charming” natürlich kein intellektuelles Fernsehen, aber doch tiefgründiger, als man hätte denken können.
Wenn 20 schwule Männer aufeinandertreffen, dann sind das auch viele verschiedene Typen. Vom Macho und Proll, über Models bis zum “Jungen von nebenan”. In der Szene am bekanntesten ist wohl Lars aus Düsseldorf, der den Podcast “Schwanz & Ehrlich” betreibt.

Natürlich gibt es untereinander Zickereien und Zoff, aber auf die großen Gay-Klischees wird in der ganzen Reihe weitgehend verzichtet – zumal eventuelle Vorurteile gegenüber den Kandidaten auch beim Zuschauer abgebaut werden, und Prince Charming ist ebenfalls erfreulich vielschichtig. Er ist kein Proll, sondern erfreulich sympathisch und fast schon zurückhaltend.
Und natürlich macht RTL es auch spannend. Weniger und gar nicht durch ein Skript, aber es zeichnet sich auch nach Folge 5 noch nicht so richtig ab, für wen sich Prince Charming am Ende entscheiden könnte. Hat er ein romantisches Einzeldate, turtelt er wenig später mit anderen Kandidaten.
Ganz klar: Mit “Prince Charming” macht RTL viel richtig. Denn diese Datingshow ist viel weniger freakig und trashig als so manche Hetero-Datingshows.

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Sex Klinik: Bizarre Penisprobleme

Mittwoch, den 27. November 2019
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SO 24.11.2019 | 22.15 Uhr | TLC

Du musst dir deinen Penis waschen.
Falls dir das neu sein sollte, dann wäre vielleicht ein Besuch der “Sex Klinik” ratsam. Die ist am Sonntagabend bei TLC eröffnet worden, und dort wenden sich Menschen hin, die untenrum Probleme haben.

Wobei die Patienten dafür, dass sie Probleme haben, ziemlich crazy drauf sind. Sie kommen lächelnd in den Vorraum, in dem auf einer Couch lauter Leute sitzen, die über ihre mutmaßlichen Geschlechtskrankheiten plaudern. Wie man das eben so macht, wenn man zum Untenrum-Arzt geht.

Zach (23) zum Beispiel. Er macht sich Sorgen um seine Vorhaut. Die zieht sich einfach nicht mehr über die Eichel nach dem Sex. Oder sie lässt sich erst gar nicht zurückziehen. Zach will rausfinden, ob es sich um eine Vorhautverengung handelt und ob er eine OP braucht.
Eine andere Patienten hat zwar keinen Penis da unten, aber einen komischen Ausschlag nahe des Schambereichs. Ein anderer plaudert davon, dass er lieber ohne Kondom rummacht. Und wieder ein anderer zählt gerade auf, wie oft er in letzter Zeit Sex mit irgendwelchen Typen hatte.

Zac wird in den Behandlungsraum gerufen, und vor ihm sitzt eine Frau, die aussieht, als gehe sie gleich auf die nächste Party. Arztkittel gibt es in der Sex-Klinik auch nicht. Zach allerdings ist nicht hier, um ein Date klarzumachen, sondern um von seinem Untenrum-Problem zu reden.
Frau Doktor bittet ihn dann auch, blankzuziehen. Dankenswerterweise geht das Fernsehteam aber nicht raus, denn die “Sex Klinik” wäre ja nicht die “Sex Klinik”, wenn wir nicht auch alles zu sehen bekämen.
Also fummelt Zach an seiner Penisvorhaut rum und giggelt ein bisschen rum, weil er das ja noch nie gemacht habe. Also vor Frau Doktor und vor der Kamera.
Der Penis sieht seltsam aus, und das fällt nicht nur dem Zuschauer, sondern auch Frau Doktor auf. Und sie hat einen Verdacht, und fast schon möchte man sich, nun ja, die Nase zuhalten: Wie er sich den wasche?, will sie wissen. Er rubbele immer, und zeigt, wie er mit der Hand über den Körper rubbelt. Und weiter unten? Da ist Zac ratlos. Denn des Rätsels Lösung: Smegma. Unter der Vorhaut hat sich allerlei Kram gebildet, und wenn man den Penis nicht wasche, dann verklebt das Zeug. Die Diagnose: Alles nicht so schlimm, nur dreckig. Bitte mal waschen. Keine OP nötig.
Das nennt man dann wohl peinlich, dass ein 23-jähriger Mann nicht weiß, dass er sich da unten mal waschen muss.

Andererseits: So was soll es ja geben, und in der Hinsicht ist “Sex Klinik” fast eine Bildungssendung. Denn nun wissen es aus die Unwissenden.
Wie überhaupt diese Sendung pädagogisch erstaunlich wertvoll ist. Denn man kann es komisch finden, dass da Leute im Warteraum sitzen und sich über ihre intimen Sorgen austauschen. Aber andererseits soll uns das vielleicht sagen, dass man in dieser gesundheitlichen Hinsicht besser nicht so verklemmt sein sollten, mit niemandem drüber reden. Und dass man wirklich mal zum Arzt gehen sollte, wenn da unten was nicht stimmt. Dass man – wie einer der Männer praktizierte – auch einfach mal zur Vorsorge-Untersuchung gehen und sich auf Geschlechtskrankheiten testen lassen sollte, wenn man besonders aktiv ist. Vermutlich wird man dann allerdings nicht auf so coole und gutaussehende Ärztinnen und Ärzte treffen

Nur an der Übersetzung kann man hier und da noch ein bisschen arbeiten. Die US-Dokureihe ist zwar nicht synchronisiert worden, aber ist mit einem “Voice over” versehen. Als der Arzt einen jungen Mann fragte, der ganz offensichtlich schwul ist, ob er ein “Power Buttom” sei, lautete die deutsche Übersetzung, ob er eine wilde Hummel sei. Der junge Mann kreischte erfreut auf – ganz offenbar ist er wirklich eine, ähm, wilde Hummel.

-> Die Sendung in der TLC-Mediathek

Hits: 113

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Aktuelle Stunde: Abschied aus Düsseldorf

Dienstag, den 26. November 2019
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SA 23.11.2019 | 18.45 Uhr | WDR

Retro zum Abschied: Christine Westermann und Frank Plasberg haben gut 15 Jahre lang die “Aktuelle Stunde” im WDR moderiert. Los ging es 1982, die beiden stießen 1986 dazu.
In der “Aktuellen Stunde” wurde einst die Doppelmoderation erfunden, die inzwischen in den Abendmagazinen vieler Dritten Programme vollkommen normal zu sein scheint. Danit alles ein bisschen, nun ja, lockerer erscheint.
Am Sonnabend durften Westermann und Plasberg noch mal in der Funktion als Moderatoren der “Aktuellen Stunde” vor die Kamera. Es war die letzte Sendung aus dem Studio in Düsseldorf. Die WDR-Nachrichten ziehen nach Köln. Die Urgesteine machten das Licht aus.

Ganz am Ende entschuldigte sich Frank Plasberg. 1996 begann Christine Westermann ihre Moderation bei “Zimmer frei!”, einem Unterhaltungsformat. Und Frank Plasberg gab zu, dass ihn das wütend gemacht hat. Dass seine seriöse Moderationspartnerin plötzlich regelmäßig in einer Blödeltalkshow auftreten sollte, fand er doof. Zwar durfte schon in den 80ern “Tagesschau”-Sprecherin Dagmar Berghoff auch eine Unterhaltungsshow moderieren, aber natürlich war das “ARD-Wunschkonzert” viel seriöser als “Zimmer frei!” Aber die Show wurde zum Erfolg, und Christine Westermann durfte weiter auch in der “Aktuellen Stunde” moderieren.
Schön, dass Plasberg 23 Jahre danach endlich eingesehen hat, dass er damals Stuss geredet hat.

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