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Mein Tag mit mir

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Ein Hoch auf die Technik (62): Um den Strom müssen Sie sich schon selbst kümmern!

Samstag, den 24. Oktober 2020
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(61) -> 25.8.2020

Sich Technik über Amazon zu bestellen, hat seine Tücken. Man weiß nie so genau, was da letztlich zu Hause ankommt, weil man mal wieder das Kleingedruckte nicht gelesen oder nicht richtig verstanden hat.
Für Videoaufnahmen brauchte ich mehr Licht.

Erste Idee: ein Ringlicht. Ich bestellte mir eines über Amazon, doch die böse Überraschung kam beim Auspacken. Erstens fehlte eine Gebrauchsanweisung, wie man die verschiedenen Teile zusammenbaut. Das hat man gefälligst selbst rauszufinden – vielleicht gibt es ja ein Youtube-Tutorial. Zweitens fehlte die Möglichkeit, das Ding an den Strom anzuschließen. Stattdessen gab es ein USB-Kabel, das man ans Handy anschließen kann.
Nur will ich meistens nicht mit dem Handy filmen, sondern mit der Fotokamera. Mir war das alles zu umständlich, zu blöd, zu ärgerlich, ich schickte das Zeug zurück.

Zweite Idee: ein Scheinwerfer. Ich fand bei Amazon auch etwas, was mir gefiel und bestellte es. Zunächst kamen auch tatsächlich die beiden Scheinwerfer, nur das Stativ dazu – das kam nicht an. Erst zwei Tage danach.
Und ich hatte schon beim Auspacken festgestellt: Es gibt zwar Stromkabel, aber keinen Stecker. Ich würde die Scheinwerfer so nicht in Betrieb bekommen. Später las ich, dass das auch so in der Beschreibung steht, aber dennoch frage ich mich, was das soll. Das ist reine Schikane für den Kunden.
Also fuhr ich zum Elektronikhändler in Oranienburg, um dort zu erfahren, dass ich da nicht bekomme, was ich suche. Was mich wundert, dass es im Elektronikmarkt keinen Stecker und keine Kabel geben sollte. Vielleicht war es Lustlosigkeit.
Stattdessen ging es in den Baumarkt nach Germendorf. Am Infoschalter erzählte ich, was ich wollte, und nachdem wir das Missverständnis geklärt haben, dass es nicht um einen Autoscheinwerfer geht, habe ich auch bekommen, was ich brauchte.
Mein Bruder baute mir alles zusammen, ich hätte das nicht hinbekommen.
Aber das muss man sich mal vorstellen: Man bestellt sich unfertige Teile, bezahlt dafür und muss das ganze auch noch – wenn man es nicht selbst kann – zusammenbauen lassen.
Toll, diese schöne Online-Bestellwelt.

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Schon wieder kein Klopapier in Zeiten des Coronavirus

Montag, den 19. Oktober 2020
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Jetzt können wir uns sicher sein. Die zweite Welle der Coronapandemie ist da. Und wer das an den Rekord-Fallzahlen noch nicht erkannt hat, bekommt das jetzt auch wieder beim Gang in den Supermarkt zu spüren.
Das Klopapier ist alle.
Während am Donnerstag im Oranienburger Kaufland das Klopapier noch ganz gut verfügbar war, sah das am Sonnabend beim Rewe schon ganz anders aus. Nur noch klägliche Reste, und das schon am Nachmittag.
In den diversen Facebook-Gruppen gibt es entsprechende Fotos aus Glienicke und Hennigsdorf.

Was soll der Quatsch? Die Klopapier-Hamsterkäufe waren schon zu Beginn der Pandemie unsinnig, warum aber haben die Leute nichts gelernt und kaufen das Zeug schon wieder bergeweise? Sie durften jederzeit einkaufen gehen, und man kann davon ausgehen, dass das so bleibt.
Sorgt bei einigen Leuten der Coronavirus dafür, dass sie öfter aufs Klo müssen als sonst? Handeln die mit dem Zeug? Oder wollen die sich schon für Weihnachten eindecken, also 2020 bis 2022?
Ein echtes Rätsel.

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Kaputte Hände in Zeiten des Coronavirus

Freitag, den 16. Oktober 2020
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Wenn man draußen unterwegs ist und einen Supermarkt betritt oder eine andere öffentliche Einrichtung besucht, dann kann man sich am Eingang oft die Hände desinfizieren.

Ein Kollege meinte neulich, dass er massive Probleme mit den Händen habe. Rote Stellen, regelrechte Hautbläschen, Haut die sich ablöst. Das läge, meinte er, an dem Desinfektionszeug, das er mehrmals benutzt habe. Es sei besonders aggressiv, und er habe sehr lange Probleme damit gehabt.

In den vergangenen Tagen fällt mir auf, dass ich auch solche rötlichen Stellen an den Händen habe. Haut löst sich ab, teilweise sind die Stellen sogar leicht entzündet. Ich wusste lange nicht, woher das kommt. Da fielen mir die Worte des Kollegen ein – und dass ich am Sonntag in Berlin in einem Museum war, wo ich mir mehrfach die Hände mit Desinfektionsmittel eingerieben habe.
Man sollte sich wahrscheinlich wieder (oder eher immer weiter) darauf besinnen, einfach öfter die Hände zu waschen. Mit Wasser und Seife. Da gehen auch die Hände nicht kaputt.

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Das wird doch der Mann von der Bahn wohl noch sagen dürfen!

Donnerstag, den 15. Oktober 2020
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Da musste sich aber mal jemand Luft machen. Der RE6 in Berlin-Spandau konnte wohl am Dienstagabend nicht rechtzeitig den Bahnhof verlassen. Fahrgäste haben wohl gemeckert.
Das passte dem Kevin aber gar nicht. Kevin heißt nicht Kevin, aber das soll ja hier kein echter Pranger werden.
Kevin jedenfalls arbeitet offenbar im Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn.

Und in einer Facebook-Gruppe regte sich Kevin darüber auf, dass sich die Fahrgäste über die Bahner aufgeregt haben, ob sie vielleicht den Kaffeeautomaten leergetrunken haben.
“Klar, wir von der Deutschen Bahn haben auch nichts Besseres zu tun”, mokierte sich der Kevin. “Aber dass Frau Merkels Gäste (drei an der Zahl) für diesen Bundespolizei-Einsatz verantwortlich waren, interessiert keinen.” Die Leute hätten eine große Klappe, “aber nie wissen, was dahinter steht.”

Interessiert, wie sich “wir von der Deutschen Bahn” so ausdrücken. Ich wusste gar nicht, dass “wir von der Deutschen Bahn” so über bestimmte Menschen sprechen. Und dabei dachte ich, dass nur Wenignachdenkende, Rassisten und Neonazis von “Merkels Gästen” sprechen. Ich dachte immer, dass “wir von der Deutschen Bahn” so nicht sind.
Das teilte ich dem Kevin in der Facebook-Gruppe auch mit.

Das nahm sich der Kevin auch gleich zu Herzen. Er löschte seinen liebevollen Post, schmiss mich aus der Gruppe und blockierte sie für mich. Das nenne ich mal konsequent. Aber wahrscheinlich denkt sich der Kevin: Das wird man doch mal sagen dürfen!

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Herbstfeste in Zeiten des Coronavirus

Mittwoch, den 14. Oktober 2020
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Die Lichternacht in Oranienburg. Für mich ist sie immer der Start für den Vorweihnachtscountdown. Das erste Mal im Herbst, dass Buden aufgebaut werden, dass ich mir gebrannte Mandeln kaufe, vielleicht auch die erste weiße Schokobanane der Wintersaison. Wir sind draußen, es ist kühl, es ist dunkel, und die Stimmung ist gut.
Weiter geht es mit dem Martinimarkt in Neuruppin. Wir laufen zu den verschiedenen Buden, es gibt heiße Schokolade mit Schuss (Amaretto!), wieder eine weiße Schokobanane, und auf das Riesenrad geht es auch.
Dann ist schon November, und der Beginn der Weihnachtsmarkt-Saison rückt nahe.

Dieses Jahr: hm. Mal gucken. Die Lichternacht in Oranienburg fällt aus. Der Martinimarkt fällt aus. In Neuruppin gibt es diesmal vor der eigentlichen Marktzeit einen abgespeckten Rummel. Welcher Weihnachtsmarkt in Berlin stattfinden wird, ist noch offen. In Oranienburg und den allermeisten anderen Orten in der Region fällt er aus.
Das wird ein trauriger Herbst – aber andererseits kann ich mir momentan ein Gedrängel auf solchen Märkten aus guten Gründen beim besten Willen nicht vorstellen.

In der Adventszeit müssen wir uns wohl was anderes einfallen lassen. Am besten machen wir es uns zu Hause besonders gemütlich und festlich. Nur das mit den gebrannten Mandeln und der Schokobanane dürfte schwierig werden. Und warum werden nicht wenigstens ein paar länger stehende Buden in der Oranienburger City zugelassen?

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Überraschungsevent (42): Voll das Leben!

Montag, den 12. Oktober 2020
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(41) -> 19.9.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, beim nächsten Mal bin ich dran.

Es hätte passieren können, dass wir gar nicht reingekommen wären. Unser Ziel war das “C/O Berlin” im Amerikahaus an der Hardenbergstraße in Berlin-Charlottenburg. Wenn man in die Ausstellungen will, muss man normalerweise vorher ein Onlineticket kaufen, und dann hat man ein bestimmtes Zeitfenster für den Besuch.
Wir hatten kein Ticket, aber zum Glück gab es noch Spontankontingente.
So konnten wir uns die Ausstellung “Voll das Leben!” anschauen. Es ging um den Fotografen Harald Hauswald. Er ist 1954 in Radebeul geboren worden. 1977 geriet er ins Visier der Stasi, die wegen seines “alternativen Aussehens” auf ihn aufmerksam geworden ist. Später auch, weil er auch in westlichen Medien seine Fotos veröffentlichte.

In der Ausstellung sind etwa 250 seiner Fotografien zu sehen. Sie zeigen das Alltagsleben in der DDR, aber auch etwas andere Blinkwinkel auf Demos der damaligen Zeit.
Man sieht Jugendliche, die sich treffen, triste Straßenzüge, leere Schaufenster, Menschen auf den Straßen.
Die Bilder sind durchaus interessant, wenn ich auch zugeben muss, dass sie mir wenig Neues zeigten. Aus eigener Erfahrung ist mir der DDR-Alltag noch bekannt, und in der Hinsicht zeigen die Bilder wenig Außergewöhnliches, was nicht schon bekannt sein dürfte.
Auffallend ist, dass die Menschen auf den Fotos fast ausnahmslos traurig oder teilnahmslos gucken. Das ist etwas, was auch der Stasi aufgefallen war. In der Tat finde ich zwar, dass das Leben in der DDR viele Widrigkeiten hatte, aber dennoch gab es für die Menschen im Alltag ja auch viele gute Momente.
Für mich ist es eine interessante Erfahrung, so eine Art der DDR-Schau zu sehen – Bilder von damals. Es ist wieder der Gedanke, wie alt man doch schon ist, dass das alles zwar 35 Jahre her ist, man es aber selbst schon erlebt hat. Da ist es fast spannender, zu sehen, wie sich jüngere Leute die Schau ansehen, und was sie denn aus diesen Bildern mitnehmen.

Krass sind die dort ausgestellten Stasi-Akten, die zeigen, wie umfassend Hauswald beobachtet worden ist. Seien es die Beobachtungsprotokolle oder die IM-Berichte von seinem Geburtstag. Rund 40 Inoffizielle Mitarbeiter waren auf ihn bis 1989 angesetzt.

Noch bis 23. Januar 2021 ist die Ausstellung im C/O Berlin, direkt am Bahnhof Zoo, zu sehen. Der Eintritt kostet 10 Euro, dafür kann man in alle Ausstellungen des Hauses.

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Retour

Samstag, den 10. Oktober 2020
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Ich hatte heute mein erstes Mal. Zum ersten Mal habe ich ein Amazon-Paket zurückgeschickt.
Für die RTest-Videos und für KeineWochenShow habe ich ein Ringlicht gekauft, damit die Bildqualität besser wird und wir unterm Carport auch in der dunklen Jahreszeit KeineWochenShow produzieren zu können.

Doch beim Auspacken die Ernüchertung: Das Ding war unbrauchbar, da es kein Netzteil gab. Zwar gab es einen Stick, den hätte ich aber weder an die Kamera noch ans Handy anschließen können, nur an den Laptop. Bringt mir nichts. Kann ich nicht gebrauchen.
Eine Gebrauchsanweisung lag den Ding übrigens auch nicht bei. So dass ich das den Ständer aufstellen konnte, aber wie Licht und Ständer zusammenpassen – keine Ahnung.

Zum Glück macht es Amazon den Kunden einfach. Es gibt einen Button für Rücksendungen, dann kann man angeben, wie man es zurücksenden will. In Oranienburg gibt es diverse Hermes-Shops, ich brachte das Paket zur Tankstelle, hatte einen QR-Code, der gescannt worden ist – und schon ging das Paket zurück auf die Reise.

Weil das letztlich so einfach ist, bestellen viele Leute besonders Klamotten in verschiedenen Größen, und sie wissen schon vorher, dass sie die Klamotten, die sie am Ende nicht brauchen, zurückschicken werden. Was ich allerdings für vorsätzlich halte und nicht kostenlos sein sollte.

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