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Mein Tag mit mir

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Angeblich unverpackt

Dienstag, den 15. Oktober 2019
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Immerhin: Wir denken inzwischen öfter mal an die Umwelt. Selbst wenn wir unsere guten Vorsätze nicht immer umsetzen (können) – das Thema ist im Hinterkopf. Und auch in der Wirtschaft.
Bei Netto in Oranienburg stand ich in der kleinen Gemüseabteilung. Ein riesiges Schild wies darauf hin: “Bis zu 100 unverpackte Obst- und Gemüse-Artikel”. Ja, die denken auch an die Umwelt. Das ist sehr löblich. Allerdings: Blick man sich dann in der Abteilung um, stellt man ernüchtert fest: Eigentlich hat sich nichts geändert. Also, außer das große Schild.

Direkt davor liegt Rosenkohl. In großen Plastiktüten verpackt. Links daneben sind die Bohnen. In großen Plastiktüten verpackt. Darunter die Möhren. Unverpackt, immerhin. Die Tomaten: verpackt, mit viel Plastik. Daneben der Rettich, unverpackt. Auf der anderen Seite liegen die Eisbergsalate – in Plastik verpackt. Darüber Weintrauben – in einer Plastikkiste. Links daneben Johannisbeeren, auch in Plastikbehältern. Immerhin: Um die Gurken war keine Plastikhülle, daneben lagen auch lose Tomaten.
Fazit: Einzig bei den Gurken sah ich eine Veränderung, denn auch die waren sonst immer eingepackt.

Im Großen und Ganzen ist die Werbebotschaft aber durchaus eine Blendung der Kunden. Denn in Wirklichkeit scheint sich in der Obst- und Gemüseabteilung kaum was verändert zu haben.

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21-mal Hustensaft

Sonntag, den 13. Oktober 2019
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Es hat mich mal wieder erwischt: Erst war es ein Kratzen im Hals, dann kam der starke Husten, und erst ganz zum Schluss der Husten und die komplette Erkältung. Ich habe vermutlich den Herbst nicht allzu ernst genommen und bin zu luftig rumgelaufen.
In der Oranienburger Apotheke meines Vertrauens wollte ich mir dementsprechend Hustensaft kaufen. Ich bin ja da eher ahnungslos, und so empfahl mir die Verkäuferin etwas, und ich kaufte das Zeug.

Zu Hause die Überraschung. In der Verpackung war gar keine Flasche. Normalerweise kenne ich Hustensaft in der Flasche, und dazu gibt es immer eine Kappe, in die man den Saft füllt.
Diesmal war alles anders: In der Verpackung befanden sich 21 (!) weitere Verpackungen. Der Hustensaft befand sich in 21 Portionen in ebenso vielen Plastikverpackungen.

Das ist natürlich einerseits gut, weil die Hustensaft-Portionen genau feststehen. Aber andererseits ist es der Wahnsinn. Sobald man das Zeug auspackt und die 21 Packungen steht, meldet sich dann doch das Umweltgewissen. Wenn man so was kauft und unterstützt, muss man sich nicht über den Plastikmüll überall wundern. Nächstes Mal frage ich explizit nach Saft in Flaschen. Gibt es nämlich auch noch.

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Dann lieber nichts zu trinken

Dienstag, den 8. Oktober 2019
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Schon seit einiger Zeit spart das Cinemaxx-Kino am Potsdamer Platz in Berlin am Verkaufspersonal. Wobei ich natürlich nicht weiß, ob es an fehlendem Personal oder an Geldmangel liegt.
Jedenfalls ist es schon länger so, dass der Verkauf von Speisen und Getränken nur noch im Untergeschoss erfolgt. Die Theke im 1. Obergeschoss ist verwaist.

Meistens stört das nicht wirklich. Es gibt scheinbar nicht mehr so viele Tage, an denen es im Kino mit den 19 Sälen so richtig voll ist.
Aber am Sonnabend. Da war es voll, und die Schlange reichte bis zur Treppe hoch. Was bedeutet, dass sich die Schlange bis zur Treppe durch diverse Reihen schlängelte, die mit Sperrbändern aufgebaut ist, wie auf dem Flughafen vor der Abfertigung.

Spontan hatte ich keine Lust mehr, mir noch etwas zu trinken zu kaufen.

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Zeitraub

Montag, den 7. Oktober 2019
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Ein paar Tage noch. Dann ist endlich die Baustellen-Vollsperrung in der Stralsunder Straße in Oranienburg Geschichte. Keine andere Baustelle hat mir in letzter Zeit so viel Zeit gestohlen.
Dazu muss man wissen, dass das Bahnhofsviertel in Oranienburg mit dem Auto in Richtung Innenstadt nur über eine einzige Straße zu verlassen hat. Die beiden anderen Straßen führen zwar rein ins Viertel, sind aber Einbahnstraßen – und sind es auch während der Vollsperrung.

Nun hat man mehrere Möglichkeiten: Entweder parke ich mein Auto im Quartier auf der anderen Seite der Benauer Straße. Ich fahre mit dem Rad in der Stadt (wobei ich ja meistens mit dem Auto die Stadt verlasse). Ich fahre vom Bahnhof in die entgegengesetzte Richtung zur Bykstraße und zur André-Pican-Straße. Da wartet man an den Kreuzungen gern mal mal länger, und so kommen gern mal zehn Minuten hinzu. Oder man nutzt die Umleitung, mit der man Oranienburg ganz verlässt – über Lehnitz und Havelhausen.
Egal wie: Es sind riesige Umwege.

Und wenn man dann noch sieht, dass auch die Bauarbeiter offenbar einen Brückentag bekommen, dann ist das doppelt ärgerlich. Immerhin zahle die Mehrkosten für Benzin nur ich. Und die vertane Zeit gibt mir auch keiner wieder.

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25! Glückwunsch, Louise!

Freitag, den 4. Oktober 2019
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Am 22. August 1994 war unser erster Tag am Neuen Gymnasium in Oranienburg. Mit der Klasse 10 wechselten wir vom Runge-Gymnasium in die neu eröffnete Schule. Im Jahr danach bekam sie den Namen Louise-Henriette-Gymnasium. 1998 machten wir dort unser Abitur.
Jetzt, 2019, feiert das LHG den 25. Geburtstag.

Zu so einem Geburtstag gehört natürlich auch ein anständiger Ehemaligenball, eine Jubiläumsgala. Beides haben wir am Mittwochabend gefeiert, und es war eine gute Sause.
Als wir mit der Planung begonnen haben, war noch vollkommen unklar, ob wir überhaupt genug Stoff beisammen haben, um eine Stunde Programm zu bieten. Am Ende hatten wir mehrere sehr schöne Musikacts – auch von Ehemaligen der Schule.

Die eigentliche Idee kam mir aber beim Schreiben und Zusammenstellen des Ablaufs der Gala. Eine Zeitreise. Wir gingen im Laufe des Abends einfach sämtliche Abijahrgänge durch. Die entsprechenden Fotos wurden an die Wand geworfen. Und immer fragten wir: Wer aus dem Jahrgang ist da? Und erstaunlicherweise gab es nur einen oder zwei Jahrgänge, die gar nicht vertreten waren. Wir gingen spontan zu den Leuten, die sich meldeten und pickten uns jemanden raus, der uns kurz erzählte, was aus ihm/ihr geworden ist.
Das Schöne ist: Es hat funktioniert, weil niemand ein kurzes Gespräch ins Mikro abgelehnt hat. Viele Lehrer sind dabei, Biochemiker, PR-Fachleute und vieles mehr. Spannende Lebensläufe.

So war der Abend für alle interessant, auch für uns, die die Gala gestaltet haben. Da wir nichts geprobt hatten, kannten wir die Musikstücke nicht, und was bei der Zeitreise rauskommen würde, war sowieso unklar.
Und das alles ohne technische Pannen. Das muss man erst mal hinkriegen.
Danke allen, die an diesem Abend mitgearbeitet haben, dass es schön wurde.

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Überraschungsevent (32): Kontakte 19

Dienstag, den 1. Oktober 2019
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(31) -> 29.7.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, im nächsten Monat ist sie dran.

Zwar handelte es sich um mein Event, aber dennoch wusste ich auch mal wieder nicht, was uns erwartet. Auf dem Ticket stand “Studio für Elektroakustische Musik der Musikhochschule Shanghai”. Das klang erst mal spannend, und anhand von Youtube-Videos wusste ich, dass das Ensemble KNM Berlin spannende Musik macht. Klangkunst. Aber was genau hinter dem steckte, was uns erwartete, blieb unklar.
Rausgefunden hatte ich vorher, dass unser Konzert Teil der Biennale für Elektroakustische Musik und Klangkunst sein würde. Titel: Kontakte 19.
Rausgefunden hatte ich auch, dass das Ensemble KNM Werke von Xiaojiao Dong, Tiantian Wang, Yuan Zhou, Yin Yang und Changbi An spielen würden. Bei Youtube fand ich von denen nichts.
Wir ließen uns also beide überraschen.

Das Ganze fand in der Akademie der Künste in Charlottenburg statt. Auch eine Premiere für mich, dort war ich bislang nicht. Die Überraschungsevents brachten mich mal wieder an einen für mich unbekannten Ort zu einem außergewöhnlichen Konzert.
Um 20 Uhr, als es längst losgehen sollte, war allerdings gerade mal Zutritt zum Saal. Ansonsten wuselten überall Leute rum, an diversen Stellen in der Akademie gab es Veranstaltungen.
Wir liefen durch einen Konzertsaal, rechts an der Bühne vorbei. Dahinter befand sich ein weiterer, kleinerer Saal. Dort würde unser Konzert stattfinden. Nach und nach nahmen alle Platz.

Und dann ging es auch schon los. Das Ganze funktionierte so: Immer ein Musiker aus dem Ensemble KNM kam auf die Bühne. Erst eine Geige. Zum live gespielten Musik kam noch je eine Klangkomposition hinzu. Unterstützende Geigenklänge, wabernde Töne, Bässe, Klopfen. Das klang toll, zumal im Surround-Ton.
Dann ging es weiter mit einer Trompete, Cello, einer Flöte und einem Flügel.

Es begann toll. Man machte am besten die Augen zu, um diese Klangkunst zu genießen. Die Trompete klang leider ein bisschen nervig, bei der Flöte hatte ich das Gefühl, dasselbe Stück wie bei der Trompete zu hören.
Spannend war der Mann am Flügel, der nicht Klavier spielte, sondern den Flügel als Resonanzraum nutze. Er schlug auf die Saiten, warf den Schwengel auf die Saiten, schlug an die Seiten aufs Holz – und so weiter.

Nach einer Stunde war alles vorbei. Und wir erlebten mal wieder etwas ganz Neues, ziemlich Spannendes. Schade war, dass bei diesem Konzert nicht ein Wort verloren wurde. Ich hätte schon gern was über die Künstler und Komponisten gewusst, die fast alle da waren. Das war durchaus ein Versäumnis – aber vielleicht ja auf solchen Konzerten schlicht nicht üblich. Da sind wir ja keine Experten…

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Die Umleitung der Umleitung

Montag, den 30. September 2019
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Von Beetz nach Berlin-Prenzlauer Berg. Eigentlich ist das relativ simpel. Denn von Beetz führt die Landesstraße direkt zur B96, dort kann man bei Sachsenhausen gleich auf die Schnellstraße und weiter zur Autobahn.
Blöd nur: Die Auffahrt in Richtung Berlin ist gesperrt.

Alternative: Von Beetz über Kremmen und Vehlefanz zur Anschlussstelle Oberkrämer. Ist ein bisschen umständlicher, aber funktioniert auch.
Blöd nur: Die Auffahrt in Richtung Berliner Osten ist gesperrt.

Stattdessen ging es über Kremmen und Staffelde zur Anschlussstelle Kremmen auf die A24. Man könnte sagen, das ist ein ziemlicher Umweg. Gleich zwei wichtige Strecken sind gesperrt.
Immerhin: In Staffelde ist die Auffahrt nicht gesperrt.

Aber das Ärgerliche: In Sachsenhausen passiert seit Wochen nichts, weil man zwar die Straße gesperrt hat, aber dennoch nicht weiterkommt im Bau der Auffahrt.
Ganz schön blöd.

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