RTelenovela

Mein Tag mit mir

RTelenovela

Klamotten aus!

Samstag, den 18. Januar 2020
Tags: ,

Normalerweise verlaufen berufliche Begegnungen relativ gleich. Man trifft sich, man redet miteinander, Fragen und Antworten, dann noch ein Foto und Auf Wiedersehen.
Neulich war das ein bisschen anders. Treffpunkt war nämlich die Sana-Klinik für operative Orthopädie. Es ging darum, dass dort ein Roboter für den OP-Raum angeschafft worden ist. Dieser Roboter wird bei Operationen eingesetzt, um Knochen zu bearbeiten. Mehr dazu gibt es hier.

Damit wir uns diesen Roboter ansehen konnten, mussten wir natürlich in den OP-Raum, aber das ist gar nicht so einfach. Denn vor dieser kompletten Abteilung steht die Schleuse, durch die wir wussten.
Wir wurden vor die Schleuse gebracht, und als ein Mitarbeiter gerade rein wollte, meinte unsere Begleiterin: “Sie können die beiden Herren ja gleich mal mitnehmen, oder?”
Da wussten wir aber immer noch nicht, was dort passiert.

Bis der Oberarzt uns begrüßte und meinte: So, jetzt müssen wir uns ausziehen.
Oh.
Ausziehen, bis auf die Unterhose, und die Socken konnten wir auch anlassen.
Gesagt, getan. Wir bekamen eine Überzieherhose und ein Oberteil. Dazu noch ein Mützchen für die Haare. Ein netter Anblick. Ein bisschen sahen wir aus wie echte Ärzte. Oder: Pfleger.

In dieser Montur standen wir uns alle gegenüber, während wir uns unterhielten. Und das war dann mal was ganz anderes, so dass ich auch gleich noch ein Foto von mir machen ließ.
Am Ende zogen wir uns wieder in der Schleuse um, und wir verließen den Klinikalltag wieder.

Hits: 56

RTelenovela

Traumtagebuch (146): Tanz!

Donnerstag, den 16. Januar 2020
Tags: ,

(145) -> 8.11.2019

Edvard Griegs Peer Gynt, Suite 1, Ased Tot.
Diese unter die Haut gehende Komposition ist der Soundtrack zu diesem Traum.
Denn ich habe gleich meinen großen Auftritt. Ich stehe am Bühnenrand und beobachte die beiden Tänzer vor mir. Sie machen Tanztheater und sollen eine Choreographie zu Griegs “Peer Gynt” darstellen.
Ich bin fasziniert. Auch deshalb, weil ich mir vorher gar keine großen Gedanken gemacht habe. Ich will mich einfach spontan bewegen, und ganz am Ende sterbe ich. Also, in der Choreografie.
Die anderen bekommen Applaus, und dann bin ich und mein Tanzpartner dran – den ich aber im Traum nicht näher kenne.

Ich sehe im Traum alles aus meiner Perspektive.
Die Musik setzt ein, ich beginne mich zu bewegen. Ich wedele mich den Armen, laufe, nein, tänzele nach links und nach rechts. Aber eigentlich weiß ich nicht genau, was ich machen soll. Ich sehe den anderen tanzen, und der macht das gut.
Die Musik wird lauter, fordernder, die Bewegungen werden kraftvoller.

Aber das Ende des Tanzes erlebe ich nicht, weil ich wach werde.

Hits: 67

RTelenovela

Kentucky schreit endlich wieder ficken!

Mittwoch, den 15. Januar 2020
Tags: , ,

Gerade laufen spätabends bei RTLplus wieder die kurzen Clips aus “RTL Samstag Nacht”, wo es immer hieß: “Kentucky schreit ficken”. Und diesen Satz wird die Hühnchen-Imbiss-Kette Kentucky Fried Chicken auch so schnell nicht los. Jedenfalls nicht, so lange es Leute gibt, die 1993 schon ferngesehen haben.

Aber es gibt eine gute Nachricht. KFC gibt es auch wieder an der Prenzlauer Promenade in Berlin-Pankow. Viele Monate war der Laden geschlossen, wohl weil es irgendwelche Baumängel gab. Lange schien unklar, ob KFC dort überhaupt wieder öffnet, denn das Haus lag recht lange im Dornröschenschlaf.
Nun aber sieht drinnen alles schick aus, alles nach den aktuellen Standards.
Allerdings: Irgendwelche werden die Portionen kleiner. Wer ein Menü kauft, bekommt plötzlich nur noch einen 0,3-Liter-Becher statt eines 0,4- oder 0,5-Liter-Bechers. Zwar kann man sich das Getränk immer wieder nachfüllen, aber man muss halt öfter gehen, und das nervt.
Quasi um die Hälfte geschrumpft ist auch die Portion Kartoffelbrei. In Pankow liegt nur noch ein kleines Häuflein im Becher. Gleicher Preis, weniger Inhalt.
Ein Rätsel ist auch immer noch, warum es in Pankow und in Reinickendorf unterschiedliche Coleslaw-Salate gibt, also offenbar von unterschiedlichen Herstellern. Der in Reinickendorf schmeckt besser, er kommt dem früheren nicht abgepackten Salat sehr viel näher als der in Pankow.

Aber dass McDonald’s an der Prenzlauer Promenade nicht mehr alleine ist, kann nur gut sein. Und auch im alten Burger King scheint sich was zu tun. Zwar scheint Burger King dort weiterhin Geschichte zu sein, aber es scheint ein anderer Burgerladen einzuziehen.
Ich bin gespannt!

Hits: 70

RTelenovela

Überraschungsevent (36): Golden Gospel

Dienstag, den 14. Januar 2020
Tags: , , ,

(35) -> 15.12.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, im nächsten Monat bin ich dran.

Diesmal ging es in den Berliner Bezirk Tiergarten – in die Philharmonie. Im kleineren Kammermusiksaal fand die Golden-Gospel-Gala mit Donna Brown & Friends statt.
Dazu muss man wissen, dass der Saal rund um die Bühne bestuhlt ist. Deshalb gibt es bei Konzerten, je nachdem wie die Bands sich gruppieren, auch viele Plätze, bei denen man die Leute von hinten sieht.
Bei uns war das so halb der Fall. Alle Singenden sangen von uns weg. Die kleine Band stand seitlich von uns, nur die Pianistin sah mit Blick zu uns.
Das hat auch Folgen für die Akustik. Wer von einem weg singt, klingt natürlich anders, als wenn er zu einem singt. So fühlte man sich ein wenig wie Zaungäste.
Aber natürlich weiß man das vorher, und wegen unserer Preisgrenze war kein anderes Ticket drin.

Das Konzert hatte dennoch sehr schöne Momente. Einer der Sänger hatte einen phantastischen Solopart, der völlig zurecht bejubelt und betanzt worden ist. Auch andere Songs waren toll. Aber es gab auch die Momente, wo der Gospel ein wenig eintönig wirkte, als ob man eine Viertelstunde dasselbe Lied hört.

Interessant war der Abend aber auch, weil wir etwas beobachtet haben. Während der ersten Konzertminuten setzte plötzlich eine Völkerwanderunhg ein. Das Konzert war längst nicht ausverkauft, und nach und nach standen Gruppen plötzlich auf, um auf bessere Plätze zu wandern.
Ich habe in einem klassischen Konzertsaal selten etwas Respektloseres erlebt. Denn es stört, wenn Leute im Saal rumlatschen, während in der Mitte die Musiker ihr Bestes geben. Das wäre was anderes in riesigen Konzerthallen, wo das eh wurscht ist, aber nicht im kleinen Kammermusiksaal.
Manieren sind halt nicht mehr so gefragt.

Hits: 76

RTelenovela

Wie funktioniert Schrottwichteln?

Montag, den 13. Januar 2020
Tags:

Schrottwichteln kann man eigentlich immer machen. Da muss nicht zwingend Weihnachten. Neulich traf ich mich mit alten Schulfreunden in einem Germendorfer Restaurant, und wir hatten uns vorher abgesprochen, dass wir alle ein Geschenk mitbringen. Und erstaunlicherweise hat das sogar funktioniert.

Allerdings: die Regeln. Wie funktioniert eigentlich Schrottwichteln genau?
Der Anfang war klar: Jeder, der eine 6 würfelt, darf sich ein Geschenk aussuchen.
Am Ende packten wir alles aus.
Danach aber herrschte Uneinigkeit: Fünf Minuten haben wir weitergewürfelt. Wer eine 16 gewürfelt hat, durfte sich das Geschenk von jemand anderem klauen. Wer eine 1 gewürfelt hat, musste sein Geschenk abgeben.
Die Unklarheit bestand darin, ob das immer ein Tausch sein muss. Denn das hieße ja, dass bei der 1 und der 6 getauscht werden muss.

Kennt sich jemand damit aus? Haben wir was falsch gemacht? Haben wir alles richtig gemacht.
Was ich erwichtelt habe, gibt es bald in einem RTest auf Youtube zu sehen.

Hits: 95

RTelenovela

Wenn sich Falschparker über Falschparker aufregen

Sonntag, den 12. Januar 2020
Tags: ,

​An der Oranienburger Willy-Brandt-Straße stritten sich am Sonnabend eine Passantin und zwei Taxifahrer. Streitpunkt: Ein parkendes „Fremdauto“ im Bereich der dortigen provisorischen Taxistellplätze. Es steckte sogar schon ein Knöllchen am Falschparker-Auto. 
Die Taxifahrer waren pikiert, dass die Passantin – ob auch sie in dem Bereich verbotenerweise geparkt hat, war nicht zu sehen – das alles nicht so eng sah. Es gab einen Disput.

Ich gebe zu, dass ich mich auch oft über die Autos aufrege, die an der Oranienburger Schulstraße auf dem Gehweg parken. Aber ich habe es aufgegeben, die Leute dezent auf ihren Fehler hinzuweisen.

Und den Taxifahrern kann man nur zurufen: Packt euch an die eigene Nase. Am Abend stehen die Taxis nämlich nicht auf ihren Stellplätzen, sondern weiter vorne auf dem Radweg, näher am Bahnhof dran. Vermutlich, damit die Kunden nicht so weit laufen müssen oder damit sie nicht denken, es gebe gar keine Taxis in Oranienburg. Und angeblich sei das geduldet, sagte einer der Taxler zu mir. Von wem auch immer. Vielleicht geigt ihnen ja auch mal ein Radler seine Meinung. Aber das ist ja dann sicherlich was ganz anderes.

Hits: 60

RTelenovela

Unser gefährliches Leben als Kinder in den 80ern

Freitag, den 10. Januar 2020
Tags: ,

Neulich habe ich mal wieder von Helikoptereltern gehört, die sich übermäßig Sorgen um den Nachwuchs machen. Überall könnte was passieren.
Dazu fällt mir mal wieder eine “Der Alte erzählt von früher”-Geschichte ein. Denn wenn ich mir überlege, was wir als Kinder damals alles angestellt haben, da werden sich Helikoptereltern von heute voller Grausen abwenden. Da muss ich heute feststellen: Wir hatten eine gefährliche Kindheit.

Wir sind im Oranienburger Ärzteviertel aufgewachsen, damals in den 80ern. Wenn ich mit meinen Freunden unterwegs war, dann wussten meine Eltern mitunter stundenlang nicht, wo genau wir eigentlich waren. Ob sie wussten, dass wir damals nahe des Bahndamms einen Kletterbaum hatten, auf den wir regelmäßig raufkraxelten, war uns damals relativ egal. Dass wir hätten abstürzen könne, zogen wir gar nicht in Betracht. Neulich ist mir aufgefallen, dass es den Baum gar nicht mehr gibt.
Und, jetzt haltet euch bitte fest: Damals sind wir auch immer wieder über den Bahndamm geklettert. Über die Gleise gelaufen! Hin und wieder fuhren damals dort noch Güterzüge, aber die haben wir ja rechtzeitig gehört. Aber wir hatten eben unsere Bude, einen weitläufigen Busch auf der anderen Bahndammseite.

Ob das heute auch noch möglich wäre? Und ob die Kinder so was heute noch machen? Es heißt ja immer wieder, sie würden nur noch am Computer oder am Handy kleben und mit ihren Freunden chatten statt live reden.
Tja, gefährlich war’s damals. Sehr gefährlich. Aber auch schön.

Hits: 70