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Mein Tag mit mir

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Irrwege in der A10-Baustelle

Freitag, den 6. Dezember 2019
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Der Autobahnbau auf dem nördlichen Berliner Ring kommt voran. Teilweise sind die Autofahrer schon auf der neuen Fahrbahn unterwegs. Wer auf der Anschlussstelle Oberkrämer in Richtung Oranienburg auf die A10 will, der bekommt gewissermaßen schon eine Preview. Denn einen guten Kilometer geht es zwischen Warnbaken auf der neuen Fahrbahn voran. Erst vor vor Bärenklau wird der Verkehr von der Auffahrt in den fließenden A10-Verkehr geleitet. Fährt sich übrigens gut.

Am Donnerstagvormittag aber, da sorgten die Bauarbeiter für ein merkwürdiges Verwirrspiel. Weil gerade die Baken umgestellt wurden, wusste der Fahrer vor mir nicht so genau, wo es denn nun lang gehen sollte. Der Bauarbeiter in der orangen Warnweste zeigte den Weg. Einen Kilometer weiter zeigte ein anderer Bauarbeiter zur Seite, wir sollten rechts an ihm vorbeidüsen. Die Kolonne blieb also auf der neuen Fahrbahn. Offenbar sollte wieder eine neue Fahrbahnführung kommen.
Die Kolonne stoppte aber in einer Sackgasse. Irgendwann war einfach Schluss, da standen Baufahrzeuge, keiner kam mehr vorbei. Ratlosigkeit. Um dann: umdrehen. So ging es wieder zurück, bis zur der Stelle, wo wir dann alle doch noch in den A10-Verkehr aufschließen konnten. Fast ein bisschen Anarchie, aber wieso uns die Bauarbeiter in die Sackgasse geleitet haben, wissen vermutlich nicht mal sie selbst. Dass da plötzlich Autos in der Baustelle stoppten, hat eigentlich auch keinen interessiert…

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Unfallschwerpunkt B96 – Selber schuld?

Mittwoch, den 4. Dezember 2019
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Kürzlich ist über den Unfallschwerpunkt B96 berichtet worden. Sieben Unfalltote gab es bislang 2019 zwischen Oranienburg und Fürstenberg, mehr als 400 Unfälle. Besonders schlimm ist es im Bereich ab Nassenheide, wo die Bundesstraße zweispurig und mitunter eng wird.

Nun könnte man natürlich sagen: Reißt die Bäume weg, baut die Straße aus – macht was! Aber sind es nicht die Menschen, die die Straße benutzen, die einfach nur leichtsinnig fahren, die Unfälle verursachen?

Neulich war ich mal wieder auf dem Weg entlang der B96 Richtung Norden. Ich will in Löwenberg gerade die Tankstelle verlassen, als ich fast einen Radfahrer anfahre. Er kommt von rechts, auf der falschen Straßenseite, seine Funzel ist im Dunkeln kaum zu sehen, die dunklen Klamotten machen es nicht besser.
Gleich hinter der Löwenberg muss die ganze Kolonne relativ hart bremsen. Voraus ist ein Radler auf der B96. Das ist waghalsig, aber es gibt keinen Radweg. Im Dunkeln hat er ein recht dünnes Rücklicht, und eigentlich trägt er sogar eine Warnweste. Weil die aber offen rumschlabbert, warnt die nicht, die Reflektoren werden nicht angeleuchtet. Hochgradig gefährlich.

Vor mir dann zwei Lkw und zwei weitere Autos. Die Lkw halten keinen Abstand, man kann sie schlecht oder gar nicht überholen, hinter mir ein weiterer Lkw und eine Pkw-Kolonne. Hinter Gransee schert hinten plötzlich jemand aus. Auf der Überholspur donnert er an Lkw, an mir, zwei Pkw und zwei weiteren Lkw vorbei. Die Rechtskurve vor Altlüdersdorf nimmt er mit – und er kann nicht gesehen haben, ob von vorn was kommt.
Da stockt einem der Atem, denn wir wollen doch mal festhalten: Kommt es zum Crash, bringt der Verursacher alle anderen mit in Gefahr. Zumal der Lkw vorn mehr als Tempo 80 drauf hatte, und Tempo 80 war dort sowieso nur erlaubt.
Diese waghalsigen Überholmanöver sind kein Einzelfall, ich habe sie dort schon oft erlebt.

Das Fahren auf der B96 ist anstrengend. Und das weniger wegen der schmalen Strecke. Sondern wegen denen, die meinen, keine Zeit zu haben und drängeln und überholen zu müssen.

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Ein Kloß im Hals – aber wirklich nur einen!

Montag, den 2. Dezember 2019
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Gutes Essen muss einem auch was wert sein. Aber oft hat man ja den Eindruck, umso teuer ein Essen oder ein Menü ist, umso weniger befindet sich auf dem Teller. Das sieht ja übersichtlich aus – ein Ausdruck, den Loriot mal in einem Film dafür gebraucht hat.

Unser vorweihnachtlicher Ausflug führte aus auf ein Gut bei Fürstenberg. Ein gemütlicher Abend und ein gutes Essen. Ich kam ein bisschen später, und wenn man in dieses Haus kommt, ist man erst mal ein wenig ratlos. Keiner, der am Empfangstresen steht und kein Hinweis darauf, wo man denn jetzt hin muss.
Irgendwann bekomme ich dann aber doch einen Tipp, wo es hingehen soll.

Es gibt mehrere Räume, in denen man sitzen kann, in der Ecke steht ein Kamin, und eigentlich ist es ziemlich gemütlich.
Wir wissen schon, dass unser Menü 45,50 Euro pro Person kostet. Das ist nicht wenig, und wir sind gespannt, was es dafür gibt. Los geht es entweder mit einem Salat oder einer Suppe. Für den Preis hätte es auch gern beides sein können, zumal der Salat auf dem Teller schön angerichtet, aber auch nicht üppig ist. In der Suppe war irgendwas mit Sellerie, und die war wirklich lecker.

Der Hauptgang: Brust und Keule von der Gans, dazu Rotkohl, eine Creme und ein Kloß. Als der Teller auf den Tisch kam, fehlte darauf die Gans, und ich begann ganz ernsthaft, das Fleisch zu suchen. Vor meinem Auge waberte die 45,50 Euro, und mich macht so was eher aggressiv, dass etwas unfassbar teuer ist, schön aussieht, aber auch ganz schön wenig ist.
Ganz so schlimm kam es nicht, denn es kamen noch Teller und Schüsseln mit Brust und Keule, weiterem Rotkohl und Creme (dessen Name mir entfallen ist).
Aber es gab jeweils nur genau einen Kloß, der auch nicht sonderlich groß war. Der wurde im Laufe des Abend zum Running-Gag.
Ich finde, für diesen Preis sollte …. aber na ja, davon hat man ja als Kunde eh keine Ahnung. Auch wenn man die Gans als Sologericht bestellt, zahlt man fast atemstockende 35 Euro.
Zum Schluss gab es ein Küchlein und einem warmflüssigen Schokokern – lecker!

Am Ende hat das alles sehr gut geschmeckt – die Sache mit dem Kloß wird am Ende dennoch von diesem Abend in Erinnerung bleiben.

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Zahnarzt (42): Schleim!

Sonntag, den 1. Dezember 2019
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(41) -> 25.5.2018

Mal wieder beim Zahnarzt. Die neue Methode bei der Behandlung scheint zu sein, Schäden im Gebiss zu entdecken und sie erst mal beim nächsten Termin beheben zu wollen.
Aber fertig waren wir diesmal trotzdem noch nicht. Erst zum Röntgen, und dann brauchen wir auch noch einen Abdruck vom Gebiss.

Ich saß auf dem Zahnarztstuhl, ahnte nichts Böses, im Hintergrund wurde irgendwas vorbereitet. Und plötzlich steht die Ärztin neben mir und schiebt mir irgendwas in den Mund.
Leichte Panik ergreift mich, weil ich erstens einen Schreck bekommen habe, zweitens nicht weiß, was ich tun soll. Ich beiße zu und beiße in etwas relativ hart Schleimiges. Die Paste für den Abdruck.
Ich muss würgen. Ich reiße mir das Zeug wieder raus, muss weiter würgen. Das Zeug ist überall in meinem Mund, ich spucke aus und würge immer noch.

Tja, ist wohl kommunikativ etwas schiefgelaufen. Der Ärztin ist das durchaus peinlich. Sie meint, da sei man wohl etwas unkonzentriert gewesen. Kurz herrscht Ratlosigkeit, aber dann beschließen wir, es mal beim unteren Gebiss mit dem Abdruck zu versuchen. Diesmal erklärt sie mir, was zu tun ist. Nämlich nicht zuzubeißen, durch die Nase atmen und warten. Das klappt. Und auch den oberen Abdruck bekommen wir dann noch hin.
Aber noch auf dem Nachhauseweg schmiere ich mir die Paste aus dem Gesicht.

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Nassenheide auf Usedom

Samstag, den 30. November 2019
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Ich habe soeben meinen nächsten Urlaub geplant. Er führt mich ins schöne Nassenheide. Ich habe gehört, das soll es so schön sein wie auf Usedom an der Ostsee. Neulich ist dort nämlich für den “Usedom-Krimi” der ARD gedreht worden. Und das, so sagte es der Produktionsleiter der MAZ, weil Nassenheide an der Liebenwalder Chaussee viel Ähnlichkeit mit den Gegebenheiten auf Usedom habe.

Da frage ich mich natürlich, warum ich mir jedes Jahr teure Urlaube an der Ostsee leiste, wenn ich Nassenheide-Usedom direkt vor der Tür habe. Es sind nur ein paar Kilometer dorthin.
Ich freue mich schon auf die Stunden im Liegestuhl – mit Blick auf die vierspurige B96, die mitten durch den Ort führt. Ich werde mich auf besonders schöne Wanderungen begeben, denn ich habe gehört, der Bahnübergang soll besonders malerisch sein. Der Soldatengraben ersetzt auch auf wunderbare Weise die Ostsee. Dort werde ich meine Strandmatte ausbreiten, direkt am Tunnel unter der B96, der mit schöner Graffitikunst beschmi… bemalt worden ist. Dass der Wellengang im Soldatengraben nicht ganz so schön ist wie in der Ostsee – ja, das kann ich verschmerzen.

Ich glaube, ich werde mich gleich drei oder vielleicht sogar vier Wochen in Nassenheide einbuchen. Wenn die ARD dort den Usedom-Krimi dreht, dann muss da ja einfach Ostseefeeling herrschen.

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Countdown: Geschichten zur Vorweihnachtszeit

Donnerstag, den 28. November 2019
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Heute mal wieder Werbung in eigener Sache. Am heutigen Donnerstag, 28. November 2019, lese ich beim Heimatverein Vehlefanz vorweihnachtliche Geschichten. Los geht es um 19 Uhr im “Haus der Generationen” in der Vehlefanzer Lindenallee 11.

Mit diesem Abend will der Heimatverein die Vorweihnachtszeit in Vehlefanz einläuten. Ich lese dazu Geschichten über seltsame Begegnungen zum Fest, die vorfristige Weihnachtsmann-Ankunft, dazu Gedichte – und dazu noch RT Zappers ganz besondere Geschenktipps.
Dazwischen können Weihnachtslieder gesungen werden!

Der Eintritt kostet nichts!

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Straße blockieren? Gerne! Aber nur, wenn ich derselben Meinung bin

Mittwoch, den 27. November 2019
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Klimaaktivisten von Extinction Rebellion blockieren in Berlin eine wichtige Straßenkreuzung und andere neuralgische Punkte der Stadt.
Das Echo: Die Leute regen sich auf. Wie kann man nur? Und wie kann man das nur zulassen? Und ob man nichts dagegen machen kann? Und dann noch der Müll der angeblichen Klimaaktivisten. Und die sind ja überhaupt nur doof. Die wollen uns ja alles verbieten. Das Gemecker war groß.

Tausende Traktoren rollen nach Berlin und blockieren die Innenstadt und zeitweise sämtliche Zufahrtsstraßen. Stundenlang war Nassenheide wegen der Traktoren blockiert, die sich dort gesammelt haben.
Das Echo: Die Leute finden es super. Ganz großartig! Und warum die das nur heute machen? Und können nicht noch mehr Leute mitmachen, nicht nur die Landwirte? Und so sauber waren ja auch alle. Die kann man nur unterstützen. Das ist alles sehr gut. Die Unterstützung war groß.

Man könnte sagen: Rebellion ist okay, aber nur, wenn ich derselben Meinung bin. Vertritt jemand andere Meinungen und blockieren alles und kommen mir damit in den Weg, dann ist das alles das Letzte. Finde ich es aber dufte, dann setze ich mich gern noch dazu.

Das ist natürlich alles legitim. Jeder darf seine Meinung sagen, und jeder darf sie auch auf mehr oder weniger aufwendige Art allen mitteilen.
Heuchlerisch ist es aber, sich über blockierte Straßen wegen einer Demo aufzuregen. Aber eben nur bei den einen. Heißt: Man regt sich eigentlich gar nicht über die blockierten Straßen auf, sondern über die Meinung, dir dort vertreten wird. Heißt auch: Die Klimaaktivisten machen alles richtig. Und die Landwirte natürlich auch.
Vielleicht sollten die Leute von “Fridays for Future” das nächste Mal auch mit Traktoren zur Demo rollen.

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