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Mein Tag mit mir

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Abzocke beim Bouletten-König?

Dienstag, den 25. Januar 2022
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Immer mal wieder was Neues in den Fast-Food-Läden, und man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus.
Am Montagabend bei Burger King in Vehlefanz. Es ist zur Normalität geworden, dass man am Automaten bestellt. Dazu gehört, dass ich das Getränk ganz gerne ohne Eiswürfel bestelle, so auch diesmal.

Als ich mit dem Tablett und meinem Menü am Platz ankomme, stutze ich: Zum großen Menü gehört ein 0,5-Liter-Getränk. Vor mir steht aber ein 0,4-Liter-Becher. Ich denke mir meinen Teil und gehe damit zurück zum Tresen.
Dort hat man eine sehr interessante Erklärung: Das soll so sein. Wenn man ein 0,5-Liter-Getränk ohne Eiswürfel bestellt, bekommt man einen 0,4-Liter-Becher, der aber höher abgefüllt ist als es die 0,4-Liter-Markierung anzeige. Ahja. Das sei doch trotzdem Beschiss, meine ich. Und der Mann hinterm Tresen antwortet, dass er ja am Automaten die 0,5-Liter-Taste drücke, und außerdem habe man Lieferengpässe.
Keine Ahnung, worauf sich nun die Engpässe beziehen, aber angeblich hat Burger King alles richtig gemacht. Was aber gegenüber dem Kunden trotzdem nicht okay ist, ihm nun einen 0,4-Liter-Becher zu geben – es macht auf jeden Fall einen falschen Eindruck.
Ich hätte mir, weil der Tresenmann mir die Abfüllung gezeigt hat, diese zweiten Becher sogar noch mitnehmen können, aber ich verzichtete, etwas bockig.

Aber ich nahm den Becher mit nach Hause. Ich wollte das mit eigenen Augen sehen. Ich füllte also den Becher mit Wasser fast ganz voll und leerte den Inhalt dann in einem Messbecher. Und tatsächlich: Es sind 0,5 Liter in diesem 0,4-Liter-Becher.
Ich gebe zu, fast war ich ein bisschen enttäuscht. Unclever in Sachen Marketing ist es dennoch, die 0,5-Liter-Bestellung in einem Becher rauszugeben, in dem 0,4 Liter draufstehen.

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Zahnarzt (48): Rohbau

Donnerstag, den 20. Januar 2022
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(47) -> 16.9.2021

Eine Füllung im Backenzahn muss erneuert werden, und die Betäubung ist ein wenig komplizierter. Auch ein Teil der Zunge könnte taub sein. Deshalb wurde die Behandlung meiner diesmal ausnahmsweise auf die Feierabendzeit gelegt.
Rauf auf den Stuhl und Spritzen rein. Und dann warten. Und warten. Ist die Zunge schon taub? Ist sie nicht. Also weiterwarten. Immer noch nicht?
Am Ende wird dann noch mal der Zahn selbst betäubt, da es an einigen Stellen immer noch piekte, wo es nicht hätte pieken sollen.

Und dann ging es los. Es tat nicht weh, aber dieses Geräusch. Dieses laute zirrende Geräusch. Es nahm auch kein Ende.
Als sie fertig war, musste ich mich erst mal kurz entspannen, und ich ließ meine Zunge über den Zahn gleiten – von dem irgendwie nicht mehr so viel übrig blieb. “Fühlt sich an, als würde nur noch der Rohbau stehen”, meinte ich.
Womit ich nicht falsch lag, der Zahnschaden sei größer gewesen als gedacht.
Dementsprechend hat das mit der Füllung auch noch mal eine Weile gedauert, plus schleifen, trocknen und so weiter.
Gut, dass danach Feierabend war…

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Überraschungsevent (49): Cosmic Movie Melodies

Sonntag, den 16. Januar 2022
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(48) -> 12.12.2021

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte sie das Event planen, beim nächsten Mal bin ich dran.

Zum zweiten Mal waren wir im Rahmen unserer Überraschungsevents im Zeiss-Großplanetarium in Berlin-Prenzlauer Berg. Während wir aber beim ersten Mal im dortigen Kinosaal waren, ging es diesmal in die Kuppel mit dem Sternenhimmel.
In einem großen Saal befindet sich ein Projektor, mit dem in die Kuppel der Sternenhimmel projiziert wird. Dazu gibt es beispielsweise Hörspiel – oder Hörkonzerte.

Eine Premiere war “Cosmic Movie Melodies”. Während wir in den Sternenhimmel schauten, wurden Hits aus Kinofilmen gespielt, vor allem klassische Musik. So ab es musikalische Ausschnitte aus “Der mit dem Wolf tanzt”, “Harry Potter”, “Der weiße Hai” und viele mehr. Verzichtbar in dem Zusammenhang war allerdings der Ausschnitt aus “Schindlers Liste”, weil das in dem Rahmen irgendwie unpassend schien.
Der Sternenhimmel stand aber nicht starr am Himmel, er bewegte sich. Es ging nahe ran an den Mars, der Mond sauste vorbei, es ging in andere Sphären.

Es ist ein schönes Erlebnis. Denn wenn man so in diesen Sternenhimmel schaut, fällt erstmal auf, wie selten es eigentlich geworden ist, dass man ihn so klar sieht – Stichwort: Lichtverschmutzung. Da hätte ich sehr lange einfach drauf schauen können.
Schade war, dass ich im Laufe des Sternenhimmelfilms den Eindruck hatte, dass alles irgendwie unscharf wurde. Die Sterne waren leicht verschwommen, was nicht an meiner Brille gelegen hat. Auch einige Schnitte in der Projektion fand ich störend sowie im Verlauf auch einige der Motive. Denn plötzlich befanden wir uns mutmaßlich in einer Wüstenlandschaft, was aber nicht so richtig erkennbar war und irgendwie – nun ja, doof.
Aber dennoch: Die Idee ist sehr schön, an der Umsetzung kann noch gearbeitet werden.

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Ups, die Brücke ist zu groß!

Freitag, den 14. Januar 2022
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Es gibt Geschichten, die kann man sich nicht ausdenken. Am Ortsrand von Hennigsdorf sollte in der vergangenen Woche die alte Eisenbahnbrücke über der Veltener Straße ausgehoben werden. Tage vorher begannen die Vorbereitungen wegen der entsprechenden Straßensperrung.
Am Tag der Arbeiten kam ein Kran, die Brücke wurde zum Aushub vorbereitet. Blöde Sache: Die Brücke war für den Kran zu schwer.
Konnte ja echt keiner ahnen, wie schwer so ein Ding ist.
Ende vom Lied: Die Brücke wurde wieder befestigt, alle Arbeiten abgebrochen, und auf Wiedersehen.

Aber natürlich wollte nun niemand aufgeben. Eine Woche später folgte der zweite Versuch. Wieder eine Sperrung, wieder ein Kran – und diesmal war es sogar einer, der die Brücke rausheben konnte.
Aber blöde Sache: Die Brücke war zu lang für den Tieflader.
Kurz schien es so, als müsste die Aktion ein zweites Mal abgebrochen werden.
Aber dann wurde die Brücke auf dem Tieflader so platziert, dass sie leicht versetzt drauf lag. Mit ein paar Stützen ging es dann.
Alles andere wäre dann aber auch preisverdächtig gewesen.

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Junge Frau!

Mittwoch, den 12. Januar 2022
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Ich weiß ja, dass Verkaufspersonal immer freundlich zu den Menschen im Laden sein will. Aber manchmal wirkt das dann doch etwas übertrieben oder sogar albern oder fast beleidigend.

Am Mittwochmittag in einer Oranienburger Bäckerei: Neben mir am Tresen steht eine (ja, das muss man so sagen) sehr alte Dame, die mit einer Krücke unterwegs ist, auf die sie sich stützen muss. Während ich bestelle, was ich brauche, macht sie das auch.
Sie hat bezahlt und will gehen, da ruft ihr die Verkäuferin hinterher: “Ihr Wechselgeld, junge Frau!”
Die Frau sagt nichts dazu, aber vermutlich ist es ein paar Tage her, dass ihr gegenüber jemand von einer jungen Dame gesprochen hat. Irgendwie fand ich das unangebracht, denn die Frau war ganz offensichtlich nicht jung, und irgendwann ist so was aus meiner Sicht auch kein höfliches Kompliment mehr.

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SPD Oranienburg: Wenn der Diss zum Bumerang wird

Dienstag, den 11. Januar 2022
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Bei der SPD in Oranienburg sind sie auf Bürgermeister Alexander Laesicke nicht gut zu sprechen. War ja auch irgendwie unangenehm, dass die SPD-Kandidatin, die sich schon als Siegerin gewähnt hat, es dann nicht mal in die Stichwahl schaffte.

Nun wird immer wieder geätzt, Laesicke habe kaum eigene Themen, keine Ideen. Womit sie vielleicht nicht mal ganz unrecht hat.
In der wöchentlichen Kolumne auf der eigenen Internetseite ist das – neben vielen Lobhudeleien in eigener Sache – immer wieder Thema. Neulich wurde dort sogar mal ein Amtsenthebungsverfahren ins Spiel gebracht – wo dann aber am Ende keiner der Oranienburger Parteien die Eier in der Hose hatte, das auch durchzuziehen. Stattdessen immer nur große Reden, die geschwungen werden.

In der vergangenen Woche machte sich „Henriette von Oranienburg“ in der Kolumne erneut über Laesicke lustig. Das einzige ihm wichtige Thema, die Städtepartnerschaft mit Kfar Jona in Israel, sei nicht mal ein Thema im Jahresrückblick der Presse gewesen, höchstens eine Randnotiz. „Ich weiß nicht, ob es Ihnen aufgefallen ist“, so beginnt der Abschnitt.
Dabei scheint dieser Henriette auch etwas nicht aufgefallen zu sein: Zumindest im zweiseitigen MAZ-Jahresrückblick war die Vertragsunterzeichnung auf der zweiten Seite das größte Foto. Also weder nichts noch eine kleine Randnotiz.

Nachdem ich auf diesen, nun ja, Fehler – oder kann man es schlicht auch als Lüge bezeichnen? – hingewiesen habe, wollte man an den Text noch mal rangehen. Zunächst wurde aber nur die Überschrift geändert. Später erst – nach nochmaliger Nachfrage – auch der Text. Dass das Thema nun so gar keinen Sinn mehr macht, wollte man bei der SPD nicht einsehen. Stattdessen wird nun ein bisschen rumgeschwurbelt.
“Ich weiß nicht, ob es Ihnen aufgefallen ist. In den Oranienburger Tageszeitungen wurde sehr ausführlich über das vergangene Jahr in und aus Oranienburg berichtet. (…) Ein Ereignis war dabei die Unterzeichnung der Städtepartnerschaft mit Kfar Jona. Unter anderem bei der MAZ gab es im Rückblick ein großes Foto dazu. So richtig viele große Geschichten gibt es für den Oranienburger Bürgermeisters Alexander Laesicke in seiner jetzt vierjährigen Amtszeit nicht – dabei gibt es so viele Themen, um die man sich in der Stadt kümmern sollte.”
Leider kann man sich ja an der Stelle nun nicht mehr drüber lustig machen, dass sich die Presse angeblich nicht über das einzige Laesicke-Thema interessiert habe. Also labert man ein bisschen allgemein rum, bevor man zum nächsten Thema übergeht, wo sich die Sozis wieder selbst feiern können.

Ganz klar: Kritik an Bürgermeister Alexander Laesicke ist erlaubt und an vielen Stellen berechtigt. Aber doch bitte nicht mit falschen Behauptungen, die schnell als Fake entlarvt werden. Das ist einfach nur peinlich.

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Berliner Neuigkeiten

Mittwoch, den 5. Januar 2022
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Als ich vor einem Jahr zum ersten Mal mit der U5 in Berlin zwischen dem Hauptbahnhof und Alexanderplatz unterwegs war, da war einer der Bahnhöfe noch gar nicht im Betrieb: die Museumsinsel. Erst im Sommer ist die Eröffnung nachgeholt worden.

Der U-Bahnhof Museumsinsel ist in mehrerer Hinsicht spannend. So weit ich weiß, liegt er zwar nicht auf der Museumsinsel (man hätte den Bahnhof auch Stadtschloss nennen können), aber von dort ist es nicht weit. Der Bau des unterirdisch liegenden Bahnhofes war deshalb so aufwendig, weil er unter der Spree liegt. Geht man die Treppen runter, sieht man links gleich das Spreeufer. Der Boden unter dem Fluss musste in einem besonderen Verfahren gefroren werden. Auch gilt die Station als einer der schönsten Bahnhöfe in Berlin. Der gewölbte Tunnel ist oben dunkelblau mit lauter kleinen Lichtern – wie ein Sternenhimmel. In der Tat: sehr schön. Aber der schönste Bahnhof nun auch nicht.

Es war leider schon dunkel, aber wenn ich schon dort war, dann wollte ich doch wenigstens einen kurzen Blick aufs Stadtschloss werfen. Merkwürdigerweise habe ich von dem Bau nie wirklich was mitbekommen – also, mit eigenen Augen. Es ist der Platz, wo einst der Palast der Republik stand, und ich als Autofahrer bin dort in den letzten Jahren nie vorbeigefahren, weil meine Wege durch die Stadt immer anders führen. Und nun stand ich vor dem riesigen Gebäude mit seinen verzierten Wänden und Säulen – nächstes Mal gehe ich dann auch rein…

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