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Mein Tag mit mir

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Rügen 2019 (7): Torten!

Samstag, den 17. August 2019
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(6) -> 16.8.2019

Wenn ich in Binz bin, ist mein Bewegungsradius ja an sich relativ klein. Er befindet sich in der Regel zwischen der Wylichstraße und der Kirche. Dort weiß ich, was es alles gibt und registriere, was es Neues gibt.
Dann aber gibt es glücklicherweise Menschen, die einem auch mal was Neues zeigen. Das “Torteneck” zum Beispiel.

Das “Torteneck” befindet sich in der Proraer Straße, wo ich tatsächlich sonst nie bin. Kommt man in das Café, erblickt man einen sehr freundlich eingerichten Raum. Schöne Bilder und Malereien an der Wand, dazu Tische und Stühle in dem hellen Raum.

Entsprechend dem Namen gibt es viele verschiedene Torten, und wenn man vor dem Tresen steht, und die Kellnerin fragt, was für eine Torte es denn sein soll – dann müsste man eigentlich “alle” antworten. Ich entschied mich dann aber doch für eine Zitronensahnetorte, die sich als sehr lecker herausstellte.

Das “Torteneck” gibt es – wie ich scjon vorher festgestellt hatte – neuerdings auch an der Hauptstraße. Dort stand ziemlich lange Zeit eines der Bäckergeschäfte leer und ist nun wieder mit Leben gefüllt worden.

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Rügen 2019 (6): Fernlüttkevitz

Freitag, den 16. August 2019
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(5) -> 14.8.2019

Im Norden von Rügen geht alles ein bisschen gemächlicher zu. Ein Ausflug führte mich nach Fernlüttkevitz. Der Ort gehört zu Putgarten, und Putgarten wiederum gehört zum Amt Nord-Rügen in Sagard.
Wenn man durch das Dorf fährt, dann kann man ahnen, dass dort früher ein bisschen mehr los war als heute. Das flache Haus, in dem sich früher die Gemeindeverwaltung befand, steht leer. Das Gutshaus dahinter ist verwunschen und fast vollkommen zugewachsen. Wobei ich weiß, dass sich da irgendwann was tun könnte.

Am Ortsausgang befindet sich ein landwirtschaftlicher Hof, auf dem tatsächlich noch was los ist. Mir wird erzählt, dass gerade die Ernte laufe, aber dass darüber hinaus auch dort nicht mehr allzu viel los sei.

Das Dorf hat einen Vorteil. Von dort sind es vielleicht 1500 Meter bis zur Ostsee. Ein Plattenweg führt zu einem Parkplatz. Von dort aus geht es eine lange Treppe runter, und dort angekommen ist ein sehr schöner, relativ ruhiger Strand. Im Gegensatz zu den überlaufenen Orten herrscht hier eine wunderschöne Idylle.
Wer es ruhig mag und wirklich mal raus will und abschalten will, für den könnte das alles genau das richtige sein.

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Rügen 2019 (5): Salat und Huhn

Mittwoch, den 14. August 2019
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(4) -> 4.3.2019

Manchmal fragt man sich ja, was die Namen von Restaurants zu bedeuten haben. Strandlücke zum Beispiel. So heißt ein Restaurant direkt am Binzer Strand. Der dort allerdings keine Lücke aufweist. Strandlücke klingt irgendwie seltsam negativ, wie eine kleine Enttäuschung.
Dabei sitzt man man sehr schön in diesem Lokal. Gerade auf der Terrasse hat man einen wunderschönen Blick auf den lückenlosen Strand, und im Hintergrund ist die Ostsee.
Heißt natürlich auch, dass man als Kunde für diesen Blick zahlt.

Und ich war auch ein bisschen blauäugig. Ich bestellte einen Caesarsalat für 12,90 Euro, was ja schon mal ein ordentlicher Preis ist, und die Kellnerin fragte, ob ich denn auch Hühnchen dazu haben wolle. Ich wollte.
Als der Salat dann kam, herrschte meinerseits ein bisschen Ernüchterung. Die Croutons waren getoastete Schwarzbrot-Ecken. Die waren allerdings viel zu groß und einfach nur trocken. Vertrocknete Brotwürfel kann man schlicht vergessen. Die Hühnchenbrocken war auch ziemlich groß, irgendwie muss da ein ganzes Hühnchenteil reingeraten sein. Wie einfach noch reingeschmissen, ohne dass der Koch damit was gemacht hat.
Der Salat selbst war gut, aber die Zusätze sehr mau.

Und kennst du diesen Moment, wo es auf einmal einen Moment ja vollkommen still ist und dir die Spucke wegbliebt? Das passierte, als die Rechnung kam: Der Salat mit dem Hühnchen kostet knapp 20 Euro.
Für die wirklich maue Qualität ist das ein unverschämter Preis, der durch nichts zu rechtfertigen ist. Immerhin bekomme ich für das Geld ein gutes Fischgericht – Scholle oder so. Aber richtige Fleischgerichte gibt es für die 20 Euro auch in Binz.
Salat esse ich wohl künftig woanders.

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Möwen und die Sehnsucht nach Mehr

Freitag, den 9. August 2019
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Das ist definitiv ein Zeichen: In dieser Woche hörte ich öfter Möwengeschrei über der Oranienburger Innenstadt. Ein Geräusch, das ich kenne und gern habe. Es erinnert mich an das Meer.

Ich liebe das Meer, und bald werde ich auch wieder am Meer sein. Binz ruft. Und dort werden sie wieder jeden Tag kreischen. Die Möwen werden über den Ort fliegen, und sie werden sich am Ostseestrand aufhalten.
Diesen Flash hatte ich, als die Möwengeräusche durch das offene Fenster drangen.

Einen Tag danach lief ich gerade über den Bahnhofsplatz, und da sah ich sie dann auch. Die Möwen flogen über den Platz, sie kreischten, und für einen kurzen Momente wirkte es, als befinde sich auch Oranienburg am Meer.

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Ein Hoch auf die Technik (55): Computer. Ein Ansichtsexemplar.

Donnerstag, den 8. August 2019
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(54) -> 11.7.2019

Wenn man zu McDonald’s geht, dann kann man seit einiger Zeit seine Bestellung an modernen Terminals eingeben, mit der Karte bezahlen, und dann wird das Bestellte an den Tisch gebracht.
Auch in Berlin-Pankow, an der Prenzlauer Promenade, stehen solche Terminals. Nur leider sind sie offenbar zu nichts zu gebrauchen.

Ich stelle mich an das Terminal und gebe ein, was ich essen möchte. Das dauert recht lange, weil man das ja in den umfangreichen Menüs und Unterpunkten erst mal alles finden muss. Am Ende gebe ich an, mit Karte zahlen zu wollen und das Essen an den Tisch gebracht haben zu wollen.
Letzteres funktioniert schon mal nicht: Man muss dazu einen dreistelligen Code eingeben, entsprechende Nummern liegen an den Terminal bereit. Also, normalerweise, in Pankow nicht.
Ich frage einen Angestellten, was man denn nun für eine Nummer eingeben müsse. Er kommt heran, drückt an die Stele, wo man sagt, dass man das Essen vom Tresen holen will. Meine Anmerkung, dass ich das aber nicht wollte, ignoriert er.

Ich will nun aber mit der Bankkarte zahlen. Das Gerät sagt mir, dass ich den Anweisungen auf dem Lesegerät folgen solle. Das sagt mir das Gerät ziemlich lange. Nur kommen leider keine Anweisungen. Es passiert einfach nichts.
Ich frage wieder den schon leicht genervten Angestellten, der dann meint, ich müsse einfach am Tresen bestellen.

Tut mir Leid, dass ich da ein bisschen pissig werde. Aber wozu stellen die sich da die Computer hin, preisen den Bringservice an den Tisch an, wenn es eben diesen Service gar nicht gibt. Und dann funktioniert auch der Rest nicht. Das funktioniert in anderen Filialen von McDonald’s aber sehr viel besser. In Pankow scheint es niemanden zu interessieren.

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Der Dreck anderer Leute

Mittwoch, den 7. August 2019
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Ich bin ja dafür, das Rauchen komplett zu verbieten. Und dabei geht es nicht mal so sehr um die Gesundheit der Raucher selbst. Auch nicht um die Gesundheit und die Freiheit der Leute, die von dem Rauch belästigt werden. Es geht um den Dreck. Neulich bin ich über den Oranienburger Bahnhofsplatz gelaufen, und der war übersät von Zigarettenkippen. Auf der kompletten gepflasterten Wegfläche lagen Zigarettenreste. Das ist einfach mal Mist und sieht eklig aus. Von der Gefahr der weggeworfenen Kippen – gerne mal während der Fahrt in Waldgebieten – mal abgesehen.

Überhaupt: Der Dreck anderer Leute. Gerade gründet sich in Oranienburg eine Initiative zum Putzen von Spielplätzen. Das Traurige daran ist ja, dass wir so was brauchen. Dass Leute den Dreck anderer Leute wegmachen müssen.
Dass sich Leute an den Rand von Spielplätzen setzen, ihre Kippen weghauen, ihre (auch mal kaputten) Flaschen liegenlassen, Verpackungsreste und sonstiger Müll.
Oder die Leute, die vor der Oranienburger Post ihren McDonald’s-Dreck liegenlassen. Da findet man auf der Treppe Plastik-Eisbecher, Verpackungsreste und sonstigen Müll.
Sorry, aber was sind das für Asis, die ihren Dreck nicht wegräumen? Wie ignorant und beschissen erzogen kann man eigentlich sein? Obwohl Mülleimer in Sichtweite sind. Und in diesem Fall können es keine Vögel gewesen sein, die den Dreck aus den Mülleimern holen, wie es ja manchmal passiert.
Wir müssen bei uns ansetzen, bevor wir auf andere zeigen.

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Stop! Die Tussy kommt!

Montag, den 5. August 2019
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Wer Caputh besucht, der lernt in der Regel auch die Tussy kennen. Denn ohne die Tussy kommt man eventuell gar nicht so einfach nach Caputh.
Auf der Havel, fährt die Tussy II hin und her. Tussy II ist eine kleine Autofähre. Sie verbindet Geltow mit Caputh, es geht über das Gemünde.

Aber wie ist das eigentlich, wenn diese Wagenseilfähre von einer zur anderen Seite fährt? Woher wissen die anderen Schiffsführer, dass sie warten müssen? Eine Ampel oder etwas Ähnliches gibt es nicht.
Wir waren am Gemünde in Caputh unterwegs, trafen dort Bekannte, und bis auf mir wohnen sie alle in Caputh. Und mit Blick auf die Havel, fragte ich dann, wie dann denn dort funktioniert. Denn normalerweise ist ja hierzulande alles geregelt und genormt. Da muss es doch auch eine Regelung geben.

Gibt es scheinbar nicht. Der Kapitän der Tussy II fährt auf Sicht, wurde mir erzählt. Also er schaut, ob gerade der Fluss frei ist. Ist er es nicht, dann hupt er laut.
So einfach kann es manchmal sein. Dass es dort offenbar dennoch keinen Zusammenstoß gab, finde ich dennoch fast schon erstaunlich.

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