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Mein Tag mit mir

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Die Liberalen haben die Größten

Mittwoch, den 24. April 2019
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Bald sind Wahlen. Die Europawahl und in Brandenburg auch Kommunalwahl.
Wer auf der B96 in Hohen Neuendorf unterwegs ist, könnte das eventuell schon mitbekommen haben. Denn dort sind vor lauter Plakaten die Laternenpfähle gar nicht mehr zu sehen. An allen Laternen sind auf der kompletten Pfhallänge Poster aufgehangen. Da herrscht ein echtes Gedrängel.

Vermutlich wird es auf der Strecke bald ein Tempolimit geben, weil der Autofahrer mit dem Lesen der Informationen (wenn denn nennenswerte drauf stehen) überfordert sein könnte.
Richtig nötig hat es offenbar die FDP im Ort. Deren Wahlplakate sind mit Abstand die Größten. Im Vergleich zu den anderen riesig. Und weil das eine Riesige (zigmal im Laufe der Strecke) nicht reicht, gibt es weitere FDP-Plakate.

Mit vier solchen Pappen ist der Pfahl voll. Und meistens sind schon welche kaputt, zerknickt, weil sie runterrutschen. Sieht dann nur leider aus wie ein großer Müllhaufen. Vielleicht kann ja ab und zu mal jemand vorbeifahren und den Kram einsammeln, der da teilweise schon unter der Laterne liegt.

Die Schlacht geht Ende Mai zu Ende. Dann haben wir einen guten Monat Ruhe – und im Juli geht es von vorn los. Dann beginnt schon der Countdown zur Landtagswahl.

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Theaterlücke

Dienstag, den 23. April 2019
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Wer momentan über den Kurfürstendamm in Berlin fährt, wird nahe der Knesebeckstraße auf ein großes Loch treffen. Die Häuserzeile ist dort unterbrochen. In der Lücke liegt stattdessen ein großer Schutthaufen.

Wo jetzt die Lücke klafft, befanden sich noch im vergangenen Jahre bei beiden Kudamm-Bühnen. Es ist inzwischen fast ein Jahr her, dass wir dort die letzten Vorführungen in der Komödie und im Theater am Kurfürstendamm erlebten. Das Theater ist tot, die Komödie ist im Schillertheater untergebracht.
Da ist viel Wehmut dabei, wenn man nun vor dieser Lücke steht und den Schutt sieht, der da vor sich hinstaubt.

Aber immerhin wird dort etwas Neues gebaut, und immerhin wird dort auch die Komödie wieder ein Zuhause finden. Ein Jahr Jahre wird es aber wohl noch dauern…

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Traumtagebuch (141): Schiffsmanöver

Montag, den 22. April 2019
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(140) -> 3.1.2019

Wir machen einen Schiffsausflug. Vermutlich ist es in Berlin, auf jeden Fall ein überschaubar breiter Fluss, der aber immer breiter wird.
Das Wetter ist ganz okay. Die meisten interessieren sich aber nicht dafür, was man denn so sieht und unterhalten sich.

Ich sehe, dass das Schiff mit relativ hohem Tempo in eine Kurve steuert. Woher die Welle kommt, weiß ich nicht. Aber sie rollt unter uns hinweg und sorgt dafür, dass das Schiff gehörig wackelt. Eine zweite Welle rollt durch, und es schaukelt noch mehr. Plötzlich zieht das Schiff nach links, immer weiter nach links. Das ganze Schiff dreht sich. Ich muss mich festhalten. Ein paar Leute rufen aufgeregt umher.
Nach einer kompletten Drehung kommt das Schiff zum Stehen.

Nachdem kurz Stille auf dem Schiff herrschte, setzt der Lärm wieder ein, die Leute reden laut. Das Schiff setzt sich wieder in Bewegung – in die Richtung, aus der wir kamen.
Das Schiff wird immer schneller, vorn ist wieder die Kurve zu sehen, aus der wir schon gerauscht kamen. Ich rufe, dass das ja wieder viel zu schnell sei. Das Schiff rast in der Kurve auf das Ufer zu. Gerade noch so kommen wir rum. Aber das Schiff rast auf einen großen Steg zu, auf dem ein Auto geparkt ist. Ohne zu bremsen donnert das Schiff durch das Auto, das in zwei Teile zerfällt. Ungebremst rast das Schiff weiter.

… und ich werde wach.

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(N)DR 2

Sonntag, den 21. April 2019
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Wenn man in der Nacht mit dem Auto unterwegs ist, wenn der Himmel frei und die Luft klar ist, dann hat das Autoradio gern mal einige Überraschungen parat.
Spielt also das Wetter mit, dann kann man Ukw-Sender empfangen, die eigentlich sonst nicht bis in die Region strahlt. Das sind so genannte Überreichweiten.

Am späten Sonnabendabend empfing ich auf diese Weise diverse Sender aus Mecklenburg-Vorpommern wie NDR Kultur, die Ostseewelle, Antenne MV, aber auch polnische Sender waren vertreten.
Aber dann die wirkliche Überraschung. Ich düse gerade durch Schmachtenhagen, da zeigt das Radio-Display “DR 2” an. DR ist das dänische Radio. Radio aus Dänemark, das bis nach Oberhavel strahlt? Es läuft gerade Musik, ob wirklich Dänisch gesprochen wird, weiß ich nicht.
Ich habe mein Erstaunen gerade laut ausgerufen (“Dänisches Radio??!!”), da ploppt auf dem Radio-Display plötzlich noch ein N auf. Aus DR 2 wurde NDR 2.
Das war dann schon weniger spektakulär.

Mit der Ostseewelle rollt ich dann in Oranienburg ein. Der Empfang war glockenklar – bis ich die engen Häuserschluchten des Zentrums erreichte. Da begann es zu rauschen.

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Vanille zuckerfrei

Freitag, den 19. April 2019
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Ich bin schon neulich im Oranienburger Filmpalast drauf gestoßen worden. Ich wollte am Tresen eine Vanille-Coke, aber die Verkäuferin wies mich darauf hin, dass sie die nur zuckerfrei habe. Und dass es die sowieso nur noch zuckerfrei gebe.
Ein bisschen angewidert, lehnte ich ab und nahm stattdessen eine normale Cola. Wenn schon Cola, dann auch mit Zucker.

Beim Einkauf im Supermarkt ist es mir dann aufgefallen, und ich staune eigentlich, dass die Sache so geräuschlos vor sich geht. Zumindest habe ich nicht wirklich etwas davon gehört: Coca Cola hat bis auf das Hauptprodukt alle Sorten auf Zuckerfrei umgestellt. Die Vanilla-Coke ist ebenso zuckerfrei wie die Cherry-Coke.
Ebenso bei der Fanta. Nur die Originalversion gibt es noch mit Zucker, alle anderen sind zuckerfrei.

Seltsam. Denn eigentlich ist das eine echte Revolution, die da vor sich geht. Dafür ist es aber auch echt ruhig. Keine Berichte, keine Proteste. Vielleicht will Coca Cola diese Nicht-PR auch, weil es den Leuten dann vielleicht erst recht auffällt.
Ich werde die zuckerfreie Coca Cola demnächst mal testen.

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Schnell mal eine kleine Spende für Notre-Dame

Mittwoch, den 17. April 2019
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Einen Tag nach dem schweren Brand in der Kathedrale Notre-Dame in Paris wird das Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Aber immerhin: Das historische Bauwerk ist nicht völlig zerstört.

Es dauerte auch nicht lange, da kamen schon die Mutmach-Reden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte, man wolle die Kathedrale in fünf Jahren wieder aufgebaut haben, und sie solle noch viel schöner sein als vorher.
Das ist eine große Ankündigung, und wenn man bedenkt, wie lange an solchen Bauwerken gearbeitet worden ist, und wie lange heute an anderen Bauwerken gearbeitet wird, darf man gespannt sein, ob diese fünf Jahre machbar sind.

Und, Respekt: Schon 24 Stunden danach heißt es, es seien Spenden in Höhe von 700 Millionen Euro versprochen worden. Eine Milliardärsfamilie gab mal schnell 100 Millionen, eine andere 200 Millionen.
Man hat’s ja.
Das haben sie wirklich, und es ist auch toll, dass sie von ihrem wahnsinnigen Vermögen ein bisschen was abgeben. Und in der Tat ist die Kathedrale etwas, was erhalten werden muss.
Aber es wäre ja schön, wenn man solche Meldungen auch zu anderen Gelegenheiten hört – vielleicht wenn es wirklich mal um Armut geht.

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Ab nach Henningsdorf!

Montag, den 15. April 2019
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Vielleicht hätte man doch noch mal nachschauen sollen. Auf der Landstraße zwischen Vehlefanz und Eichstädt ist in der dortigen Baustelle ein neuer, provisorischer Wegweiser aufgestellt worden. Da fiel mir am Sonnabend etwas sofort ins Auge. Denn ganz oben und ganz groß stand der Hinweis auf die Stadt “Henningsdorf”.
Mir ist das sofort aufgefallen, aber diversen Leuten, die sich sicherlich mit der Aufstellung eines solchen Schildes beschäftigt haben, scheinbar nicht.

Viele Leute sprechen von “Henningsdorf”, wenn sie von der sogenannten Stahlstadt an der Havel sprechen. Kein Wunder, dass da öfter mal ein N zu viel im Ortsnamen auftaucht. Denn natürlich heißt die Stadt Hennigsdorf.
Ob wir uns den “Henningsdorf”-Schriftzug nun monatelang ansehen müssen?

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