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Mein Tag mit mir

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Investiert bei Sanifair

Freitag, den 19. Januar 2018
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Dass man an Autobahnraststätten für den Toilettengang zahlen muss, kann man doof finden – aber immerhin gehe ich dann auch davon aus, eine saubere Anlage vorzufinden.

Neulich an der A20-Raststätte Demminer Land in Völschow. Was man für 70 Cent bei Sanifair bekommt: einen kaputten Einlassautomaten und eine lange Schlange vor dem, der noch funktioniert. Eine kaputte Toilette und zwei kaputte Automaten für Papierhandtücher.
Gute Investion.

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Vor 20 Jahren (117): Der König der Welt ertrinkt

Mittwoch, den 17. Januar 2018
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(116) -> 27.12.2017

Sonnabend, 17. Januar 1998.
Als “Titanic” 1998 in die deutschen Kinos kam, da war das eines dieser Events, auf das man sich schon wochenlang gefreut hat. So was gibt es heute nur noch sehr selten.
Schon Tage zuvor war ich im “CinemaxX-Colosseum” in Berlin-Prenzlauer Berg und kaufte die Tickets für den Sonnabend nach dem Kinostart. es sollte nicht irgendein Kino sein – wir wollten in den großen Saal des Colosseums, das damals nach der Restaurierung neu eröffnet war.

Die Spannung war groß, denn das Epos um das sinkende Kreuzfahrtschiff versprach, großes Kino zu sein. Und tatsächlich: James Cameron hat großes Kino abgeliefert. Eine tolle Bestandsaufnahme des Kreuzfahrtlebens, eine schöne Liebesstory. Rose verliebt sich in Jack (”Ich bin der König der Welt!”) – und dann: die Katastrophe, die einem den Atem nahm. Die fast minutiös den Untergang des Megapotts zelebrierte. Den Wassereinbruch, die Panik, die Rettungsaktionen, die Angst, die Resignation. Der Untergang. Der König der Welt ertrinkt.
Als der Film zu Ende heulten zwar nicht alle – aber viele, sehr viele hatten feuchte Augen. Auch die Männer.

“Titanic” war der erste und bislang einzige Film, den ich dreimal im Kino gesehen habe. Mitte Mai – nach den schriftlichen Abiprüfungen – gönnten wir uns die zweite Schau, ebenfalls im Colosseum. Das dritte Mal im Urlaub, in St. Peter-Ording – dort allerdings auch mangels größerer Alternativen.

Genau 20 Jahre danach, 2018, sehe ich den Film wieder einmal. Und er ist immer noch phasenweise sehr fesselnd. Er erfüllt alle Kriterien eine guten Katastrophendramas und gehört zu den Alltime-Favorites. Eigentlich schade, dass es zum 20. Jubiläum keine Kinoaufführungen gibt.

Originalbeitrag -> 18.1.1998

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Ein Hoch auf die Technik (42): Vom Parken nach 18 Uhr

Dienstag, den 16. Januar 2018
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(41) -> 7.12.2017

Die schöne neue Technikwelt ist schon lange auch bei den Parkautomaten angekommen – dort kann man auch bargeldlos bezahlen.
Also, nein, nicht im in der Hinsicht verschlafenen Oranienburg, sondern in Berlin.
Ich hatte das in Prenzlauer Berg schon mal ausprobiert. Da konnte ich an eine bestimmte Nummer eine SMS schicken, ich bekam eine Bestätigung – und fertig war der Parkvorgang.

Neulich in Charlottenburg. Erstaunlich fix habe ich einen Parkplatz nahe der Bleibtreustraße gefunden. Leider hatte ich kein Kleingeld bei, aber es gibt ja die supermodernen Automaten.
Auf einem Aufkleber habe ich dann erfahren, dass ich mir entweder eine Park-App runterladen oder eine Telefonnummer anrufen kann. Das mit der App ist ohne W-Lan doof – immerhin erfährt man ja nicht, wie umfangreich die App ist, was also an Datenvolumen flöten geht, wenn man sie runterlädt.

Also rief ich die Telefonnummer an – um zu erfahren, dass nach 18 Uhr niemand mehr zu erreichen sei. Und es war nach 18.30 Uhr. Das gleiche Spiel bei der Nummer eines anderen Parkplatzanbieters.
Heißt also, nach 18 Uhr gibt es keine Parkplätze mehr am Telefon. Gewisse Öffnungszeiten muss man eben einhalten, wen man kein Geld und keine App hat.

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Überraschungsevent (17): Funky Beats

Montag, den 15. Januar 2018
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(16) -> 26.11.2017

Der Startschuss fiel im April 2016: Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte sie das Event planen, im Februar bin ich dran.

Wir parkten unweit der Deutschen Oper in Berlin-Charlottenburg. Oper? ist eigentlich nicht so meins. Aber die Deutsche oper war gar nicht direkt unser Ziel. Wir liefen zur Tischlerei hinter der Oper. Sie gehört auch zu dieser Einrichtung, und dort gibt es ergänzende oder andere kleine Programme.
Am Sonntagabend war dort die Veranstaltung “Jazz & Lyrics” angekündigt, diesmal aber mit Funky Beats. Denn die Funk-Musik gehört ebenfalls zum Jazz. Eine Live-Band spielte, und das Motto lautete “Be funky, be Berlin!”

Nun ist allerdings Funk ganz und gar nicht meine Musikrichtung. Auf radioeins gibt es am Sonnabend eine Musiksendung mit Funk – die schalte ich immer weg. So war der Abend ganz in Ordnung, traf aber nicht ganz meinen (und unseren) Geschmack. Aber immerhin bestand der zweite Teil des Abends aus Live-Musik mit der Erlaubnis zu Tanzen. Und wir tanzten.

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Bundesstraßen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren

Mittwoch, den 10. Januar 2018
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Die B109 war früher eine der großen Verbindungen von Berlin zur Ostsee. Sie begann (und beginnt) in Berlin-Prenzlauer Berg und führte bis nach Greifswald, inzwischen bis zur A-20-Anschlussstelle Greifswald.
Aber führten Bundesstraßen früher auf dem möglichst schnellsten Wege von A nach B, ist inzwischen eine Wurstigkeit eingetreten.

Zwischen Berlin-Pankow und Zerpenschleuse gibt es die B109 inzwischen gar nicht mehr, sie wurde runtergestuft zur L100, einer Landesstraße. Es heißt, wegen der parallel führenden Autobahn sei die Bedeutung der Bundesstraße nicht mehr da. Was seltsam ist, weil es die Autobahn ja nicht erst seit gestern gibt.

Irrsinnig wird es aber, wenn man aus Prenzlau Richtung Berlin fährt. Hinter Mittenwalde verlässt die B109 nämlich die frühere gerade durch die Schorfheide führende Strecke nach Berlin. Stattdessen geht es rechts raus in Richtung Templin. Welchen Sinn es haben soll, über relativ schmale Waldstrecken eine Bundesstraße zu führen, will sich mir nicht erschließen. Zumal es keine konkrete Ausschilderung dieser B109 mehr gibt. Erst in Zehdenick gibt es wieder den Hinweis auf die Bundesstraße, die von der Havelstadt aus aber erneut einen Umweg über Falkenthal macht und nicht den direkten Weg über die Siedlung II und Krewelin.
In Falkenthal hat man eher den Eindruck einer engen Dorfstraße.

Dass Bundesstraßen unsinnigerweise umgeleitet werden, kommt selten vor. Dass sie unterbrochen werden, weil es ja Autobahnparallelen gibt (die irgendjemandem gaaanz plötzlich aufgefallen ist), passiert dagegen immer öfter. Wer aus Berlin auf der B2 unterwegs ist, landet plötzlich auf der A11. Wer von Oranienburg Richtung Westen auf der B273 fährt, landet auf der L170. Die B273 beginnt irgendwann später wieder. Wer auf der B96 nach Norden reist, wird hinter Neubrandenburg zur A20 geführt.
Es scheint eher, dass der Bund sparen will. Stattdessen werden die Pisten an das Land runtergereicht. Sollen die sich doch drum kümmern. So werden die Kompetenzen immer schön nach unten gedrückt.

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Bürgermeister Laesicke

Dienstag, den 9. Januar 2018
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Arps, Semper, Busse. Das sind Namen, die mir im Zusammenhang mit dem Oranienburger Bürgermeisterposten durchaus noch geläufig sind. Wobei ich beim Namen Arps fast schon nachschlagen musste. Ein Name aber hat die Stadt nun ein Vierteljahrhundert geprägt: Hans-Joachim Laesicke.

Wer heute 25 Jahre alt ist, kennt kein anderes Stadtoberhaupt – diese lange Distanz muss man erst mal schaffen.
Angela Merkel, von vielen ja nicht so gemocht, müsste ihre bisherige Amtszeit quasi verdoppeln, um das hinzukriegen.

Insofern war das schon ein ganz besonderer Augenblick, als am Montagnachmittag auf der Facebookseite der MAZ Oberhavel die Amtsübergabe aus dem Schloss live übertragen worden ist. Ein Laesicke geht, der andere kommt.
Für uns Oranienburger hat dieser Wechsel ja zumindest einen Vorteil: Wir müssen uns nicht umgewöhnen, es bleibt beim „Bürgermeister Laesicke“, auch wenn er anders und jünger aussieht. Der Neue muss nun beweisen, dass er es wirklich drauf hat, und dabei werden wir Oranienburger ihn sicher kritisch begleiten.

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Bismarckstraße: Polizisten statt Ampeln

Montag, den 8. Januar 2018
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Die Kreuzung Bismarckstraße/Kaiser-Friedrich-Straße in Berlin-Charlottenburg hat es in sich. Eine Straße – die B5 – ist achtspurig, die andere vierspurig. Da die Übersicht zu behalten, kann schwierig werden.
Neulich fuhr ich vom Schloss Charlottenburg aus auf der Kaiser-Friedrich-Straße. An der B5-Kreuzung fiel mir auf: Die Ampel war aus. Ich musste aber nicht verzweifeln, denn zwei Polizisten standen da, um den Verkehr zu regeln.

Man lernt das ja in der Fahrschule, wie es aussieht, wenn Polizisten statt Ampeln den Verkehr regeln. Um so spannender ist es, zu beobachten, wie die Autofahrer im wahren Leben damit umgehen.
Links neben mir stoppte ein Auto. Der jüngere Mann stutzte sichtbar, immer wieder fuhr er ein kleines Stück vor, offenbar überlegte er, ob er selbst auf die Kreuzung fahren sollte, um zu sehen, ob er rüber kommt.

Lange ließen die beiden Polizisten den Bismarckstraßenverkehr passieren. Dann schienen sie sich mit Blicken abzusprechen, sie hoben den Arm (”Achtung!” / Ampel-Gelb) und wechselten die Richtung.
Das war ein heikler Moment, denn ob wirklich alle Autofahrer auf der vielspurigen Hauptstraße mitbekommen würden, dass sie durch die beiden Männer quasi Rot sahen, war fraglich. Und tatsächlich legte ein Auto eine Vollbremsung hin, kam aber noch rechtzeitig zum Stehen.
Wir konnten fahren, und danach habe ich gemerkt, dass eine solche Regelung eine echte Konzentrationsfrage für alle Beteiligten ist. Was ja nicht das Schlechteste ist.