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Mein Tag mit mir

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So viele Bücher und Verlage

Mittwoch, den 17. Oktober 2018
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Die meist gestellte Frage nach dem Besuch der Frankfurter Buchmesse: Und, hast du Bücher gekauft? Die Antwort: Nein. Man kann nämlich in der Regel auf der Buchmesse keine Bücher kaufen. Auch wenn das eigentlich ziemlich merkwürdig ist.

Das ist in der Tat ein Mysterium: Warum kann man erst am Sonntag Bücher auf der Buchmesse kaufen? Immerhin ist ja auch schon am Sonnabend Publikumstag, und die Verlage könnten doch gleich mal testen, wie bestimmte Bücher bei den Leuten ankommen. Zumal sie ja von einigen Büchern zig Exemplare da haben. Dass man auf der Buchmesse Bücher billiger abstauben kann, wäre natürlich auch ein Schmankerl, das die Messe sicherlich noch mal aufwerten würde. Aber erstens ist die Messe so oder so voll und zweitens steht verbilligten Büchern die Buchpreisbindung im Weg.

Dennoch ist es immer wieder spannend, was es so für neue Bücher gibt. Aber vor allem: wie viele es sind, und wie viele große und kleine Verlage es gibt.
Da wird einem auch klar, welche Mega-Aufgabe eigentlich die Buchhändler haben. Sie müssen sichten. Sie müssen entscheiden, was sie in ihrem Laden verkaufen wollen und was sich nicht eignet. Die Buchhändler haben eine große Macht, und ich frage mich, wie die kleinen Verlage eigentlich auf sich aufmerksam machen, wenn sie nicht gerade auf der Messe für sich werben.

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Staubtrocken

Dienstag, den 16. Oktober 2018
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Ich höre in den letzten Tagen immer wieder: Was das doch für ein phantastischer Oktober ist. Sonne! Wärme!
Ja, das mag sein.
Aber erstens habe ich den Sommer dann doch irgendwie satt. Ich möchte jetzt ein bisschen Herbst erleben, und eigentlich freue ich mich inzwischen auf den Winter. Mit Schnee.
Aber diese nicht enden wollende Hitze hat auch Nachteile, und die konnten wir am Sonntag bei einem Spaziergang sehr gut beobachten.

Wer sich nämlich mal auf den Feldern umsieht, der wird sehen: Die sind staubtrocken. Zwischen Altlußheim und Neulußheim in Baden befinden sich lauter eigentlich bewirtschaftete Felder. Teilweise sind da noch die Spargelhügel zu sehen und die Pflanzen, die darauswachsen. Aber eben auch die leeren Felder. Vielleicht ist die Wintersaat schon in der Erde. Aber oben ist nur noch reiner Zuckersand zu sehen. Wie in einer Wüste, die nach und nach entsteht. Es staubt bei jedem Schritt, den man macht. Der Sand liegt locker obenauf. Es hat seit langem nicht mehr richtig und lange geregnet.
Der für die Landwirtschaft so katastrophale Sommer setzt sich im Herbst, der keiner ist, fort.

Im April fiel Schnee. Mitte April begann der Sommer. Er dauert bis jetzt, mit kleinen Unterbrechungen. Kommt bald ohne Übergang der Winter?

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Kommt die A5-Bahnstrecke?

Sonntag, den 14. Oktober 2018
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Wer auf der A5 zwischen Frankfurt und Darmstadt unterwegs ist, wird sich wundern. Ab Zeppelinheim steht an beiden Fahrbahnrändern eine Strom-Oberleitung. Fast sieht es so aus, als würde direkt an der Autobahn eine Bahnstrecke entstehen. Fehlt eigentlich nur noch das Gleis. Wer ganz rechts fährt, ist unter der Oberleitung unterwegs.

Aber: Kein Zug. Sondern Elektro-Lkw. Ab Anfang 2019 ist das eine 6 Kilometer lange Teststrecke für Lkw mit Elektroantrieb – der eHighway. Die Wagen sollen an die Leitung “andocken”, wie auch eine Lok, und dann während der Fahrt Strom tanken – zum Beispiel, bevor sie in die Stadt fahren.

Einerseits sieht das Gebilde sehr hässlich aus. Andererseits wird es wohl nicht so sein, dass alle Autobahnen und überall irgendwann mal mit solchen Oberleitungen versehen sind. Und natürlich kann es aber auch nur gut sein, wenn es Ideen gibt, wie man die Innenstädte sauberer bekommt – indem die Lkw vor der Stadteinfahrt eben Strom aufladen können.
Immerhin handelt es sich auf der A5 um die größte derartige Teststrecke der Welt.

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Raststättenfraß

Samstag, den 13. Oktober 2018
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Ja, okay, ich bin eigentlich selbst schuld. Denn ich hätte es wissen müssen. Aber wenn man eine Autobahnraststätte anfährt, weiß man ja, dass das Essen überteuert und nicht sehr gut ist.
Aber ich hatte eben Appetit.

So lief ich in die Raststätte Osterfeld an der A9. In der Auslage lag ein ganzer Keller mit Würsten. Eine Currywurst wäre doch was, ging es mir durch den Kopf.
Ich bestellte also Currywurst, ohne Bratkartoffel und auch ohne Kartoffelbrei. Worüber der Mann hinter der Theke fast ein bisschen erstaunt war. Und was denn für eine Soße ich denn haben wolle. “Currysoße”, sagte ich. Immerhin wollte ich ja eine Currywurst.
Er legte das Ding auf den Teller, klatschte eine Currysoße drauf, und ich ging damit zur Kasse. Ein Getränk konnte ich nicht zapfen, der Automat war kaputt. Nicht schlimm, Geld gespart. Ich hatte im Auto eh was dabei.

4,30 Euro kostete die Wurst. Was sogar die Kassiererin wunderte, die sei wohl schon wieder teurer geworden, murmelte sie. Der Preis steht übrigens nirgendwo an irgendeiner Tafel oder ist so versteckt, dass man sie nicht findet. So von wegen Transparenz. Ich hatte noch drei 50-Cent-Bons von Sanifair dabei, so wurde die Wurst noch mal 1,50 Euro billiger. Wobei “billig” in diesem Zusammenhang ein Hohn ist.

Ich schnitt die Wurst an, biss rein. Sie war kalt. 4,30 Euro und kalt.
Zurück! Ich lief zur Theke zurück und sagte, dass die Wurst kalt sei. Was er erst gar nicht glauben wollte, wo er doch gerade mit einem Thermometer in irgendeinem Fleisch rumstocherte.
Wer weiß, wie lange die Würste schon auf dem Teller lagen. Er nahm also die nächste Wurst und schmiss sie in die Friteuse. Damit dackelte ich wieder zum Platz, schnitt sie auf. Immerhin: Sie war warm.
Schmeckte allerdings: bescheiden. Sie schmeckte wie dreimal aufgewärmt, dazu viel zu sehr gewürzt und fettig. In der Soße schwammen irgendwelche Gemüsebrocken rum.
Ich verzichtete, da ich ein bisschen Angst um mein Wohlbefinden hatte.
Nun ja, 4,30 Euro zum Fenster rausgeschmissen. Inklusive Klobons.
Irgendwie ist das ja schon rundum frech, was die uns an den Autobahnraststätten anbieten.

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Wenn die halbe Innenstadt bebt

Freitag, den 12. Oktober 2018
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Plötzlich klappert es. Ein ganz leises Geräusch, aber dennoch nicht zu überhören. Meistens spät abends oder in der Nacht. Spuk? Nein!
Spätestens wenn ich den Ton vom Fernseher leise stelle, weiß ich, woher das Geräusch kommt: Die Tür vom gläsernen Bücherschrank klappert.
Und nicht nur das: Ich spüre leichte Schwingungen. Und das ist immer noch kein Spuk – sondern ein Güterzug.

Wenn abends oder nachts die Güterzüge durch Oranienburg donnern, dann beginnt die halbe Innenstadt zu beben, und ich habe den Eindruck, dass es schlimmer geworden ist. Obwohl ich nicht mal direkt am Damm wohne. Wenn ich mir die Risse im Haus ansehe, die inzwischen entstanden sind, frage ich mich, ob das alles so sein muss.

Als wegen der Bomben der Verkehr in zig Straßen auf Tempo 30 abgesenkt worden ist, haben wir das hingenommen. Aber was ist mit den schweren und lauten (!) Güterzügen? Ich werde den Riss in der Hausmauer jedenfalls weiter beobachten.

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Weihnachten naht: Endlich wieder Domino!

Samstag, den 6. Oktober 2018
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Bald nun ist Weihnachtszeit, fröhliche Zeit! Mist. Dieser Ohrwurm hat sich am Freitag irgendwie in mein Hirn gehackt. Dabei sind es bis zum Advent noch acht Wochen. Eigentlich.

Im Büro haben wir am Nachmittag schon die Vorweihnachtszeit eingeläutet – mit riesigen Dominosteinen. Die kaufte eine Kollegin in einer Oranienburger Bäckerei. Überraschend lecker, wenn man nur die kleinen Dominodinger aus dem Supermarkt kennt.

Ich gebe ja zu, dass ich neulich erst im Supermarkt meines Vertrauens um die Marzipanbrote und Lebkuchen rumgeschlichen bin, und ein bisschen habe ich mich gewundert, dass es noch keine Adventskalender zu kaufen gibt. Andererseits kaufe ich die meist eh erst in letzter Minute.

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Blindflug auf dem Ernst-Reuter-Platz

Mittwoch, den 3. Oktober 2018
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Ich habe eigentlich keine Probleme, bei schwierigen Wetterlagen Auto zu fahren. Eines aber ist in Berlin schwierig: im Dunkeln im Regen zu fahren. Dann nämlich sind die Fahrbahnmarkierungen auf den allermeisten Straßen schlicht nicht mehr zu erkennen. In Berlin bekommt man es offenbar einfach nicht hin, die Linien ab und zu mal zu erneuern.

Auf dem Spandauer Damm werden die Spuren ein paar mal verschwenkt, und man kann nur hoffen, den davor Fahrenden folgen zu können, denn Linien sind nicht mehr zu erkennen.

Katastrophal wird es dann auf dem Ernst-Reuter-Platz. Da macht man als Autofahrer den absoluten Blindflug. Im Normalfall wird man dort ganz gut durchgeleitet, aber momentan gibt es dort eine Baustelle, und die Spuren verlaufen anders als normalerweise.
Im Dunkeln und im Regen sind die Spurlinien nicht zu erkennen. Man fährt einfach und hofft, dass nebenan niemand ist, den man wegkachelt.

Ebenso in der Budapester Straße, in der ich irgendwann gemerkt habe, dass ich auf der Busspur unterwegs bin – und die Autos vor mir auch. Man konnte es schlicht nicht erkennen.

Was passiert eigentlich, wenn man da einen Unfall baut? Wenn die schlecht zu erkennenden Linien daran schuld sind? Kann man dann Berlin verklagen.
Ich tippe mal: nein.