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Mein Tag mit mir

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Fast vom Bus überrollt

Dienstag, den 21. August 2018
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Ich muss mich entschuldigen! Ich habe einen schweren Fehler begangen.
Es passierte an der Autobahnauffahrt Mühlenbeck. Ich fuhr auf die A10 in Richtung Pankow. Ich gab Gas und zog von der Beschleunigungsspur links rüber.
Von hinten sah ich, dass sich ein Bus näherte. Er war noch ziemlich weit weg, und dennoch: Er gab Lichthupe. Und noch mal. Und noch mal. Tatsächlich näherte er sich rasant, und kurz dachte ich, ich hätte vielleicht doch lieber warten sollen, wenn ich denn schon einen Bus in Gefahr bringe.

Dann fiel mir aber auf. Ich hatte schon so beschleunigt, dass ich etwas mehr als 60 gefahren bin. Und der Bus näherte sich weiter und klemmte plötzlich an meiner Stoßstange. Allerdings: Erlaubt ist dort Tempo 60. Klar war: Der Bus war sehr viel schneller unterwegs. Der Fahrer dieses Fernbusses machte noch ein Handzeichen, ich war mir nun aber sicher, alles richtig gemacht zu haben.
Der Bus war der Raser. Bis was passiert.

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Einschulung: 33 Jahre danach

Montag, den 20. August 2018
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Meine Einschulung ist schon 33 Jahre her. Anfang September 1985 stand ich mit meiner Schultüte auf der Treppe der Oranienburger Pablo-Neruda-Oberschule. Das Foto ist mir neulich mal wieder in die Hände gefallen.

Am Sonnabend erlebte ich die Atmosphäre einer Einschulung wieder – diesmal in der Grundschule Niederheide in Hohen Neuendorf.
Ganz klar: Für die Kinder war das ein wahnsinnig wichtiger Tag. Endlich Schule! Endlich zu den Großen – oder, na ja, zu den Größeren gehören!

Viel wichtiger als der Unterricht war aber natürlich der Inhalt der Schultüte. Und die scheint bei einigen der Kinder verdammt schwer gewesen zu sein. Immerhin mussten sie das Teil aus der Turnhalle zum Fototermin mit mir und weiter in den Unterrichtsraum schleppen. Ein Junge schien zwischenzeitlich ganz froh gewesen zu sein, sie mal ablegen zu können. Hoffentlich war das Auspacken nach dem ersten Schultag auch so ein schöner Moment.

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Clevere Oma (2): Kinder raus!

Sonntag, den 19. August 2018
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(1) -> 8.4.2017

Respekt! “Oma’s Küche” aus Binz auf Rügen ist deutschlandweit bekannt geworden. Überall wird über den Laden geredet, geschrieben, gelästert und gemosert.
Wie aber haben die das geschafft?

Seit einiger Zeit ist “Oma’s Küche” (mit dem Apostroph, das da nicht hingehört) ab 17 Uhr ein kinderfreies Restaurant. Kinder unter 14 müssen draußen bleiben – oder eher: zu Hause.

Ich will das gar nicht bewerten, denn mir persönlich ist da relativ wurscht. Klar ist aber, dass die machen können, was sie wollen. Und wenn sie sagen, dass sie nach 17 Uhr keine Kinder mehr im Laden möchten, dann ist das ihnen überlassen. Sie können es sich leisten, denn der Laden ist gerade im Sommer jeden Tag gerammelt voll.
Eigentlich brauchen die gar keine PR.
Oder doch?

Erst stand es in den regionalen Medien? Dann in deutschlandweiten Zeitungen, in diversen Fernsehmagazinen – überall. Und selbst wenn die PR mies ist – es ist PR. Nun weiß man, es gibt in Binz “Oma’s Küche”.
Ich fand bei meinem Besuch im Frühjahr 2017 schon, dass die ganz schön blenden und dass das ganz schön clever ist. In diesem Fall hat es auch hervorragend funktioniert.

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Überraschungsevent (22): Spontan

Samstag, den 18. August 2018
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(21) -> 5.6.2018

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte ich das Event planen, im September ist sie dran.

Diesmal waren wir in Barbaras Bar. Also, eigentlich waren wir im Ratibor-Theater mitten in Berlin-Kreuzberg. Wieder mal ein Ort, den ich im Rahmen unserer Überraschungsevent kennenlernen durfte. Und dabei war es mein Event. Ich hatte einen Abend zur Verfügung, und den galt es, zu füllen. Ich wusste selbst nicht genau, was uns erwartet.
Das Ratibor liegt im Wrangelkiez in einem Hinterhof. Der Raum ist relativ klein, aber da ist ja immer ganz reizvoll.

Das Stück war reine Improvisation. In einer Bar treffen sich vier Leute und eine Art Barfrau (oder eher: Moderatorin oder Spielleiterin). Das Publikum kann bestimmen, was sie zusammenführt.
In Runde 1 spielt jeder der seinen zugewiesenen Charakter. Das ist ganz interessant, wobei die Sachen vom Publikum eher so lala waren. Was ich reinrief, nahmen sie nicht.
Nur ein Thema war außergewöhnlich. Eine der Schauspielerinnen sollte spielen, dass sie nur noch ein Ding besitzt. Sie milderte es ab auf: nur noch einen Rucksack. Das war ein bisschen schade, denn auch damit ist sie nicht so richtig klargekommen.
In Runde 2 wurden diese vier Figuren dann zusammengeführt.

Das war ganz amüsant und relativ kurzweilig. Nicht mehr, nicht weniger. Es war alles spontan, aber irgendwie nicht mitreißend. Manchmal kann man das selber gar nicht genau erklären, warum das so ist. Vielleicht war es nicht abgedreht genug oder im Detail dann doch nicht so außergewöhnlich umgesetzt.
Schwierig ist, dass die Klimaanlage so laut ist, dass es manchmal schwer ist, den Schauspielern ohne Mikro zu folgen.

Und eines fällt auf: Die Jugendlichen im Raum wollten immer, wenn es etwas zu bestimmen gab, irgendwelche sexuellen oder erotischen Dinge haben. Ermüdend. Aber so sind Kids wohl nun mal…

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Die Umleitung sperren? Ach, warum eigentlich nicht?

Freitag, den 17. August 2018
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Wieder mal ein Fall von: Geht’s noch?! Da wird am Dienstag fix mal die Willy-Brandt-Straße in Oranienburg dicht gemacht. Nicht irgendeine Straße, sondern eine wichtige Umleitungsstrecke wegen des Fahrradhausbaus am Bahnhof.

Ein Sackgassenschild in Höhe der Lindenstraße reicht angeblich aus, um diese Baustelle zu kennzeichnen. Das stand Dienstag aber auch erst später, als die Lehnitzstraße schon im Chaos versank, weil zig Autos dort umdrehen mussten. Ansonsten wird komplett auf Umleitungsschilder verzichtet.
Wer aus der Bernauer Straße in die Lehnitzstraße einbiegt, erfährt nicht, dass er von dort aus gar nicht zum Bahnhof kommt und stattdessen eine Rundreise über Byk-, Pican- und Bernauer Straße machen darf. Ebenso aus Richtung Süd. Wenn so etwas erstaunlicherweise schon erlaubt wird, wieso ist es dann in der Zeit nicht möglich, die Einbahnstraßenregelung an der Baustelle Stralsunder Straße umzudrehen? Das hätte die Situation entschärft. Aber genau genommen, hätte diese Sperrung gar nicht genehmigt werden dürfen.

Und wenn schon: Warum wird vorher nicht informiert? Vergessen? Sonst wird durch die Stadtverwaltung über jede Parkplatztasche informiert, wenn da mal nach Bomben gesucht wird. Aber über so eine Sperrung nicht. Auf Facebook hieß es, man könne ja mal auf der Baustellenseite der Stadt nachsehen, da stünde es doch. Angeblich seit einer Woche, aber da sagt offenbar auch jeder was anderes. Und man informiere ja nun mal nicht über alle Sperrungen auf Facebook. Ahja.

Als Bürger fasst man sich nur noch an den Kopf und fragt sich, ob da eigentlich wirkliche alle Personen an den richtigen Hebeln sitzen.

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Leute, konzentriert euch!

Montag, den 13. August 2018
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Auf meinem Weg von Oranienburg nach Staffelde musste ich am Vormittag gleich dreimal die Luft anhalten. Dreimal gab es kritische Momente, und dreimal waren die Beteiligten schlicht unkonzentriert.

Nummer 1: Im Rückspiegel sah ich ein Auto aus der Oranienburger Lehnitzstraße rechts in die Saarlandstraße abbiegen. Dabei übersah er den Radfahrer hinter sich, der einen Zusammenstoß aber verhindern konnte. Das Auto hätte warten müssen.

Nummer 2: Am Kreisel in Oranienburg-Süd bog ein Auto von der Geradeaus-Spur rechts in die Saarlandstraße ein. Vermutlich wegen Faulheit, den rechten, richtigen Fahrstreifen zu benutzen, für den er hätte mehr einlenken müssen. Ein Fußgänger konnte gerade noch stoppen.

Nummer 3: Im Kreisverkehr an der Autobahnausfahrt Kremmen bei Staffelde fuhr ein Wagen seelenruhig in den Kreisel, obwohl von links ein anderes Auto kam. Gepennt? Zum Glück ist auch da wohl nichts passiert.

Leute, konzentriert euch!

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Mittelstraße – Die Soap

Montag, den 13. August 2018
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Ein ganz normaler Nachmittag in der Oranienburger Mittelstraße. Ab und zu fährt mal ein Auto durch. Der Mann von gegenüber schaut mal wieder kurz aus dem Fenster.

Von irgendwoher dringen plötzlich Flötentöne auf die Straße. Jemand übt mal wieder, nicht das erste Mal. Zwischendurch ist ein Stück von ABBA dabei, wir versuchen, zu raten, um welche Songs es sich handelt. Nicht alle erkennen wir.
Dann aber werden die Flötentöne von hartem Rock gestört. Aus einem anderen Fenster kommt laute Metalmusik. Eine Reaktion auf die Flötentöne?
Beide machen unverdrossen weiter. Zwischenzeitlich wirkt, als ob sich die Flötenmusik dem Metal anpasst, als ob der- oder diejenige versucht, mitzuspielen. Und wir fragen uns, wer zuerst aufgibt.
Der Mann vom Fenster gegenüber ruft: “Muss das sein?” und verschwindet wieder.
Am Ende beenden beide Parteien relativ gleichzeitig ihre Sessions.

Einige Minuten später. Aus einem der Fenster dringt ein Stöhnen. Eine Frau hat Spaß, vermutlich mit einem Mann. Ihr Stöhnen wird immer lauter, heftiger. Es scheint bald so weit zu sein. Sie muss ordentlich gestoßen werden, ab abgehackt klingt ihr Stöhnen zwischenzeitlich. Immer wieder gibt es Pausen, sie lacht auch mal. Dann geht es weiter.
Der Mann von gegenüber steht wieder kurz am Fenster, aber offenbar bekommt er vom Treiben nichts mit. Das Treiben wird noch mal heftiger – und hört plötzlich auf.
Es wird wieder still in der Mittelstraße. Ab und zu fährt ein Auto durch.