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Mein Tag mit mir

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Wiederaufbau am 22. November

Montag, den 11. Januar 2021
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Ich habe es diesmal ein bisschen schleifen lassen. Normalerweise baue ich den Weihnachtskram in meiner Wohnung am Montag vor dem 1. Advent auf. Und am 6. Januar wieder ab. Wie man das eben so macht.

Aber dieses Jahr ist ja bekanntlich alles anders, und da will man es zu Hause besonders kuschelig haben. Und da ich sowieso noch bis einschließlich Sonntag frei hatte, ließ ich auch den Weihnachtskram noch stehen und machte am Sonnabendabend noch das große Kerzenabbrennen.
Zudem war ich mir auch mit den Nachbarn vom Haus gegenüber einig, dass wir die Weihnachtzeit noch ein bisschen verlängern. Dort war auch am Sonntagabend noch die Beleuchtung im Fenster. Und auch ansonsten habe ich am Wochenende in Oranienburg noch hier und da ein paar Lichter gesehen.

Ich beendete die Weihnachtszeit am Sonntagnachmittag. Das kleine Bäumchen und der anderen Kram kommt in die Türe und die in die Abstellkammer. Alles, was dekotechnisch winterlich ist, darf noch stehenbleiben.
Am 22. November 2021 werde ich mich dann freuen, wieder weihnachtlich zu dekorieren.

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Mit der U5 unter die Spree

Sonntag, den 10. Januar 2021
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Als Kind bin ich öfter mit der U5 in Berlin unterwegs gewesen. Meine Oma hat in Lichtenberg gewohnt, und deshalb ging es, wenn ich bei ihr war, öfter mit der U-Bahn zum Alex oder zum Tierpark, wo nicht nur der Park selbst war, sondern auch eine Freundin von ihr wohnte.
1989 wurde die U5 bis nach Hönow verlängert, und als großer Fan von Bahnen und Bahnstrecken schleppte ich meine Oma natürlich in den Zug, um einfach mal so nach Hönow zu fahren. Weil wir es konnten. Einfach so. Und ich fand es aufregend.

Schon 1995 war Baubeginn für den Abschnitt zwischen Brandenburger Tor und Hauptbahnhof, 2006 sollte der Teil, dann erst mal als U55 in Betrieb gehen. Doch wegen diverser Probleme kam es nicht dazu, und erst 2009 war Eröffnung. Zwei Wochen nach dem Start, fuhr auch ich erstmals mit.
Schon damals war klar, dass es noch zehn Jahre dauern würde, bis auch der Abschnitt zwischen dem Alexanderplatz und dem Brandenburger Tor fertig sein würde.
2010 war Baubeginn, und die größte Hürde war die Untertunnelung der Spree.

Anfang Dezember 2020 war dann schließlich Eröffnung, und gute fünf Wochen danach erlebte ich dann meine U5-Premiere. Vom Hauptbahnhof aus fuhr ich erst mal durch zum Alex.
Hinter dem Bahnhof Unter den Linden geht es bergab, damit die U-Bahn unter der Spree fahren kann, der Bahnhof Museumsinsel ist noch nicht geöffnet.
Am Alex stieg ich aus, um wieder zurückzufahren und an den neuen Stationen auszusteigen.

Der Stationsname Rotes Rathaus verspricht nicht zu viel. Kommt man mit der Rolltreppe nach draußen, steht man direkt vor eben jenem Roten Rathaus, und der Fernsehturm ist auch nicht weit.
Unter den Linden ist der Kreuzungsbahnhof mit der U6, er ist komplett neu gebaut worden. Tatsächlich ist dort auch schon recht viel los, und wenn die Coronakrise mal überstanden ist, könnte es dort richtig voll werden. Dort füllt sich dann auch die neue U5.

Oft ist kritisiert worden, die neue U5 sei in dem Abschnitt überflüssig. Ist sie nicht. Vor allem vom Friedrichshain aus kommt nun nun noch viel besser in Richtung Hauptbahnhof, es gibt bessere Anschlüsse in Richtung Nord-Süd-S-Bahn. Und wenn wir hoffentlich im Dezember 2021 wieder zum Weihnachtsmarkt am Roten Rathaus können, bietet sich die U5 auch an.

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Bahnbekanntschaften (92): Nasenfrei in Zeiten des Coronavirus

Freitag, den 8. Januar 2021
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(91) -> 6.7.2020

Für einen Donnerstagnachmittag ist der Regionalbahnsteig in Oranienburg überraschend leer. Aber vermutlich fahren um diese Zeit mehr Menschen aus Berlin raus als nach Berlin rein. Der RE5 kommt pünktlich, und drinnen ist es ebenfalls erstaunlich leer. Ich finde einen Platz, und es ist so wenig los, dass ich nicht das Gefühl habe, ich komme irgend jemandem zu nah.

Die wenigen Leute im Abteil tragen eine Maske. Allerdings haben manche Leute immer noch nicht verstanden, wie sie denn die Maske zu tragen haben – nämlich auch über der Nase. Eine Frau in meinem Blickfeld trägt die Maske nur über dem Mund, und auch ein intensiver Blickkontakt vermag daran nichts zu ändern.
Später kommt der Schaffner, um die Tickets zu kontrollieren. Dass die Frau die Maske nicht richtig trägt, scheint er zu registrieren, aber nicht ändern zu wollen – wie übrigens bei einem ähnlichen Fall auf dem Rückweg auch. Der Schaffner scheint Ärger aus dem Weg gehen zu wollen. Aber vielleicht auch nur leer, weil es nicht so voll ist.

In Berlin-Gesundbrunnen wird der RE5 sogar noch leerer. Es steigen viele Leute aus, aber kaum Leute ein. Als der Zug zum Hauptbahnhof rollt, sind wir noch eine gute Handvoll im Waggon.

Der Hauptbahnhof in Berlin ist an diesem Donnerstagnachmittag auch eher schwach frequentiert. Alle Läden, die keine Waren des täglichen Bedarfs verkaufen, sind geschlossen. Im Imbiss bieten ihre Speisen nur zum Mitnehmen an. Wo ich allerdings die McDonald’s verputzen darf, ohne von den Gelbwestlern aufgegabelt zu werden, weiß ich nicht. Also ziehe ich den Fischimbiss vor, kaufe mir eine Backfischbox und spieße sie etwas abseits auf dem Bahnsteig auf. Alles gerade ein bisschen umständlich. Aber wenn’s hilft…

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Impf-Telefonate in Zeiten des Coronavirus

Mittwoch, den 6. Januar 2021
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Die Politik möchte, dass wir uns gegen das Coronavirus impfen lassen. Blöd nur, wenn es den Leuten besonders schwer gemacht wird.
Es geht um die Frage, wie man denn an einen Impftermin kommt. In Berlin läuft das so, dass per Post Einladungen verschickt werden. So ist dann auch gleich klar, welche Risikogruppen oder Altersklassen dran sind. Man muss sich nicht kümmern, sondern wird irgendwann per Post mit der Nase drauf gestoßen.
So muss das laufen.

Und in Brandenburg? Da gibt es eine Hotline, und die ist – welch Überraschung! – von Tag 1 an überlastet. Leute, die sich impfen lassen wollen, müssen jetzt also stundenlang am Telefon hocken und darauf hoffen, dass irgendjemand mal drangeht. Oder Oma Erna setzt sich ans Internet und besorgt sich da irgendwo einen Termin.
So sollte das nicht laufen.

Berlins Regierender Bürgermeister Müller sagt, dass man das alles nicht mehr ändern kann. Die Abläufe seien angestoßen. Klar, die Hotline in Brandenburg ist nun geschaltet, und deshalb kann man das mit den Briefen keinesfalls machen.
Die Methode, dass man sich selbst zu kümmern hat, kann man so machen. Wenn man aber will, dass sich möglichst viele Leute impfen lassen und sich nicht erst überwinden müssen, einfach mal so eine Hotline anzurufen – und dann nicht durchzukommen -, dann muss man mehr auf die Leute zugehen und nicht darauf hoffen, dass sie sich schon melden werden.

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Fast schneefrei

Dienstag, den 5. Januar 2021
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In vielen Gegenden hat es in den vergangenen Tagen geschneit. In meiner Instagram-Timeline sehe ich beispielsweise Fotos aus dem Süden Brandenburgs, wo wohl ordentlich Schnee liegt. Selbst aus Mecklenburg-Vorpommern liest man Nachrichten von schneebedingten Unfällen auf der Autobahn.

Nur an Oranienburg scheint der Schnee mal wieder vorbeigezogen zu sein. Am Sonntagnachmittag bildete sich eine leichte Schneedecke immerhin auf Wiesen, Dächern und Autoscheiben. Die Straßen selbst blieben weiterhin schneefrei und grau, und selbst das bisschen Schnee auf den Wiesen hat sich nicht gehalten.
Aber das ist so eine Eigenheit von Oranienburg, dass gewisse Wetterlagen um die Gegend herumziehen, weil es gerade hier einen Grad zu warm ist oder wenig Niederschlag runterkommt.

Wie schön wäre es doch, wenn Normalität herrschen würde und man überall hin reisen könnte – um zum Beispiel ein bisschen Schnee erleben zu können…

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Silvester in Zeiten des Coronavirus

Sonntag, den 3. Januar 2021
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Auf einer richtig großen Silvesterparty war ich sowieso seit vielen Jahren nicht. Allerdings war ich in den vergangenen Jahren immer irgendwo anders – an der Ostsee oder in anderen Orten, und das mit zwei bis vier Freunden. Also eh immer eher kuschelig.
Aber Silvester 2020 war keine Reise möglich. Große Partys schon gar nicht. Die Regeln zur Eindämmung des Coronavirus sahen vor, dass sich höchstens fünf Leute aus zwei Haushalten zusammenfinden durften. Raus auf die Straße darf man in Berlin nur aus triftigen Gründen, und Feuerwerke gehörten nicht dazu.

Und so hatten wir ein ruhiges Silvester zu dritt. Ein bisschen Raclette, ein kleines Jahresrückblick-Spiel, wir schauten noch das “Album 2020”, wir wählten das Überraschungsevent des Jahres, und um 23.59 Uhr schalteten wir schnell noch zum ZDF, um den Countdown mitzubekommen.
Vom Balkon aus sahen wir dann, dass sich in Berlin-Prenzlauer Berg die Knallerei erfreulicherweise in Grenzen hielt. In unserer Straße war schlicht überhaupt nichts los – auf auf die Leute, die sich von Balkon zu Balkon ein gesundes neues Jahr wünschten. In der Ferne gab es ein paar Böller und Raketen – aber da haben wir in dem Viertel schon ganz andere Kriegserlebnisse gehabt.

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Wahl zum Überraschungsevent 2020

Samstag, den 2. Januar 2021
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2019 -> 20.12.2019
(43) -> 30.11.2020

Die Überraschungsevent-Szene aus Berlin und Brandenburg traf sich am Silvesterabend zur großen Wahl des Top-Überraschungsevents 2020. Die Abstimmung fand aufgrund der aktuellen Regelungen in Bezug auf die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie im privaten Rahmen statt und stand unter dem Eindruck eines Raclette-Grills.

Im März 2016 ist die Idee der Überraschungsevents geboren worden. Sie funktioniert so: Bei zwei Teilnehmern ist jeder abwechselnd dran, ein Event zu planen. Der andere bekommt nur den Termin und den Treffpunkt mitgeteilt. Bedingung: Es muss etwas Kulturelles sein. Was genau, ist egal. Bis zu 30 Euro darf es ungefragt kosten.
In der 2020er-Stafel fanden acht Überraschungsevents statt, davon gehen aber nur sechs in die Wertung ein. Eines war wegen der Pandemie und fehlender Events ein Best of, ein weiteres war ein spontanes Spiel aufgrund eines kurzfristig ausgefallenen Events. Der Dezember ist der Monat des Fazits und der Preisverleihung.
Jede Wertung von 1 bis 10 Punkte musste einmal vergeben werden.

Und das Top-Überraschungsevent 2020 iiiiiiiiiist: ein Novum! Erstmals gab es bei der Abstimmung ein Patt – und somit gibt es 2020 ZWEI Top-Überraschungsevents! Zum Einen der Kabarett-Abend bei den Stachelschweinen – “Viel Tunnel am Ende des Lichts” -, zum anderen das Konzert mit MAXI in Kremmen.
Beide Events lagen jeweils auf Platz 1 oder 2 in den Bewertungen.
Auch der 3. Platz ist zweimal vergeben worden: die Ausstellung “Like You” im Museum für Kommunikation und der Junior Eurovision Song Contest 2020 im KiKA.

Für 2021 ist eine 6. Staffel der Überraschungsevents vorgesehen – inklusive der Jubiläumsfeierlichkeiten zum fünften Geburtstag der Kultur-Event-Reihe.

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