RTelenovela

Mein Tag mit mir

RTelenovela

Verabredungen in Zeiten des Coronavirus

Montag, den 4. Juli 2022
Tags:

Nein, es ist noch längst nicht vorbei. Die aktuelle Variante des Coronavirus breit sich gerade aus, und sie ist wohl noch ansteckender. Die Impfung schützt kaum vor einer Infektion, wohl aber (oder hoffentlich?) gegen die Schwere der Krankheit.
So kommt es auch, dass man von immer mehr Menschen auch im engeren Umkreis mitbekommt, dass Corona auch dort zugeschlagen hat.

Verabredungen trifft man in der Regel nur noch unter Vorbehalt. Am Vortag einer Verabredung meldete sich die Freundin bei mir, es habe Coronafälle in ihrem Umkreis gegeben, und sie hatte Kontakt mit den Personen. Sie selbst sei zwar negativ, aber…
Tja. Was macht man da? Treffen und hoffen? Es drauf ankommen lassen?
In diesem Fall haben wir von einem Treffen abgesehen. Wir haben uns neu verabredet, natürlich nur unter Vorbehalt…

Hits: 54

RTelenovela

Frischer Split

Donnerstag, den 30. Juni 2022
Tags: ,

Langsam rollte am Mittwochmittag eine große Maschine durch Bärenklau. Ich war gerade in einem Interview, als die Maschine sehr langsam am Fenster vorbeifuhr – und wir waren etwas ratlos, was das sein könnte.

Draußen löste sich dann das Rätsel. Auf der Vehlefanzer Straße und der Alten Dorfstraße wurde Split aufgebracht. Was ja an sich gut ist, dass man sich um den Zustand der Straßen kümmert.
Dennoch herrschte Verwunderung. Meine Gesprächspartnerin traute nämlich ihren Augen nicht. Zwar führte eine schöne Splitlinie die Straße entlang, aber die eigentliche Schadstelle wurde ausgelassen. Rund um einen kleinen Gully ist die Straßendecke kaputt, und immer wieder würden Busse und Lkw durch das Loch donnern, was im Haus schon seit längerer Zeit zu unschönen Erschütterungen führe, erzählte sie. Ausgebessert wurde das Loch schon mal: Aber es habe keinen Tag gedauert, bis die Füllung wieder hinfällig gewesen sei.

Gestern fuhren übrigens die Autos über die frische Splitstrecke. Das knisterte ordentlich, aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung gab es nicht.
Und hoffentlich hat man die Doppelkurve am Remontehof gefegt, denn für Motorradfahrer könnte der Split dort sehr gefährlich werden.

Hits: 76

RTelenovela

29o oder: 15. Jubiläum für die 29

Mittwoch, den 29. Juni 2022
Tags: , ,

Klingt eigentlich 29o besser als 44?
Also, auf jeden Fall klingt 44 schon ziemlich alt. Aber auf die 29 zu setzen, funktioniert einfach nicht mehr. Stattdessen wurde in diesem Jahr das 15. Jubiläum meines 29. Geburtstages gefeiert. Was man ja so oder so deuten kann.
44 jedenfalls.

Es ist der dritte Geburtstag in der Pandemie, und während in den vergangenen beiden Jahren die Feier immer relativ normal über die Bühne gehen konnte, wäre sie diesmal fast dem Virus zum Opfer gefallen. Es gibt im nahen Umfeld positive Fälle, und unter Umständen hätte das auch zu einer Absage der Feier führen können. Aber dazu ist es dann doch nicht gekommen.

Dafür kämpften wir mit der Megahitze. Bei um die 35 Grad bauten wir Tische und Bänke auf, zum Glück knallte die Sonne unterm Dach nicht ganz so sehr. Und wie so oft: Der Blick aufs Wetter. Kommt das Unwetter oder kommt es nicht? Laut Tagesschau vom Vorabend war Regen angesagt, laute Wetter online vom Vorabend sollte erst gegen 23 Uhr eventuell Regen kommen. Schließlich tröpfelte es um 19.30 Uhr und später noch mal kurz – und dann kam es weit nach Mitternacht etwas mehr Regen runter, da hatten wir aber schon alles wieder abgebaut.
Und wie immer: Der Dank an alle, die da waren und aus dem Abend einen sehr schönen gemacht haben.

Hits: 81

RTelenovela

Überraschungsevent (53): 3 Schwestern #VollerLiebeImKampfmodus

Montag, den 27. Juni 2022
Tags: , ,

(52) -> 8.6.2022

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, beim nächsten Mal ist sie dran.

Erstmals führte uns das Event zur Brotfabrik auf dem Caligariplatz in Berlin-Prenzlauer Berg. Dort gibt es nicht nur ein schönes Café, sondern auch ein Kino und ein Theater.
Im Theater sahen wir das Zwei-Frau-Stück “3 Schwestern #VollerLiebeImKampfmodus”. Komischerweise habe ich mir vorher gar keine Gedanken darüber gemacht, warum von drei Schwestern die Rede ist, obwohl doch nur zwei Frauen mitspielen.
Es geht um zwei Schwestern, die sich am Morgen unterhalten, sich anzicken, sich erinnern. An damals. An Familienrituale. Und dann kommen sie auf den Tag zu sprechen, genau vor 30 Jahren, als ihre große Schwester in einem Freibad ertrunken ist.
Es sind berührende Momente, wie sie sich an diesen Tag in scheinbar jeder Einzelheit erinnern.

Das Stück ist sehenswert. Anfangs wirkt alles ziemlich harmlos, sorglos, ein nettes Familienstück, und man selbst besinnt sich in der Zeit auch an ein paar Familienrituale und -verbindungen.
Doch dann dreht sich alles. Das große Drama, das große Nachdenken. Am Ende scheint nur noch Erschütterung zu herrschen, die beiden Frauen liegen am Boden.
Da fehlte ein bisschen der Kreis, der sich vielleicht schließen könnte. Ich wusste nicht genau, welche Botschaft uns das Stück am Ende eventuell mitgeben wollte. Ich war ein wenig ratlos, zumal mir das Stück zum Ende ein wenig zu verkopft vorkam. Aber dennoch: Es hat sich gelohnt, das gut 70 Minuten lange Stück gesehen zu haben.

Nur heiß war es. So richtig heiß. Das Brotfabrik-Theater ist sehr klein, scheint unter dem Dach zu sein, man muss zwei Treppen hochlaufen. Gerade mal drei Stuhlreihen gab es. Wir mussten uns hin und wieder Luft zufächern…

Hits: 106

RTelenovela

Wenn sich die Supermarkt-Regale leeren

Samstag, den 25. Juni 2022
Tags:

Normalerweise ist im Supermarkt die Auswahl quasi unbegrenzt. Die Regale sind voll. Joghurts so weit das Auge reicht. Getränke ohne Ende. Doch im Rewe-Markt an der Oranienburger Lehnitzstraße war in den vergangenen beiden Wochen alles anders.

Heute Nachmittag um 16 Uhr schließt der Supermarkt. Er bekommt einen Anbau, in dem Zuge wird das ganze Gebäude modernisiert. Bis November kann man dort nicht einkaufen.

Und deshalb gab es in vielen Abteilungen in den Tagen davor keine Neuware mehr – nur noch Obst und Co. blieben frisch. Brot gab es auch noch.
Als Kunde konnte man also beobachten, wie sich Tag für Tag die Regale leerten. Und vor allem, was Kunden verschmähen, was am längsten in den Regalen liegenbleibt. Und plötzlich herrschte Ebbe in der Getränkeabteilung. Die Kirsch-Coca-Cola stand bis zuletzt an seinem Platz. Das Suppenregal hatte kaum noch Auswahl.
Am Freitag waren schon die ersten Regale abgebaut.

Eine interessante Erfahrung, mal keinen Überfluss im Supermarkt zu erleben. Sesam-Knäckebrot ist alle? Dann halt mal eine andere Sorte. Bier war übrigens bis zum Schluss zu haben. Ohne Ende…

Hits: 105

RTelenovela

McMüllmassen

Dienstag, den 21. Juni 2022
Tags: ,

Was geht da vor, bei McDonald’s? Ein paar Kunden stehen in Sachsenhausen an der Eingangstür. Sie ist geschlossen, man sieht aber, dass drinnen Betrieb herrscht.
Auch auf der Terrasse sitzen Leute, und jemand deutet zum Hintereingang, der sei geöffnet. Also laufen wir dort rein, und, nun ja, blicken auf ein Schlachtfeld.
Auf so ziemlich jedem Schild stehen Müllhaufen. Tüten, Tabletts, Verpackungen, Essensreste. Neben dem Eingang stehen die beiden großen Tablettständer, und beide sind voll. Alle Fächer sind belegt, und auf dem Ständer liegt bergeweise Müll. Auf dem Tisch dahinter stapeln sich die Reste ebenfalls.
Echte McMüllmassen.

Leute, die ihr Essen bekommen haben, stöhnen, sie hätten eine halbe Ewigkeit warten müssen. Zwei der vier Bestellautomaten sind außer Betrieb. Will man etwas bestellen, gehe das nur Außer-Haus, obwohl das Restaurant geöffnet ist. Als ich mit Karte bezahlt habe, bekomme ich keinen Beleg – das ist Papier ist alle.
Es scheint ein kleiner Notstand bei McDonald’s zu herrschen.

Die Frage ist: Woraus besteht der Notstand? Es wuseln ziemlich viele Menschen in der Küche rum. Alle haben sie sehr gut zu tun. Aber es scheint eindeutig ein Personalnotstand zu sein. Ob wegen Krankheit oder weil sich niemand für die Stellen findet – vermutlich trifft beides zu. Es ist aus Gesprächen zu hören, dass einige der Küchen- oder Bedienungsleute schon dabei sind, eine Überstunde zu machen. Aber angesichts des Ansturms von Leuten – nein, eigentlich ist es gar kein Ansturm, es herrscht eigentlich relativ normaler Betrieb – kommen sie nicht klar.

Immerhin ist die Stimmung unter den Leuten gut. Alle helfen sich, eine junge Frau versucht, die Situation zu ordnen, was ihr auch irgendwann gelingt. Die Mitarbeitenden scheinen sich der Lage bewusst zu sein, aber dass sie sich dabei nicht ankeifen – zumindest nicht in diesem Moment – ist ja schon mal gut.

Aber grundsätzlich: Die Fast-Food-Ketten scheinen auf einem absteigenden Ast zu sein. Nicht nur, dass das Personal knapp und das Essen immer teurer wird (wie momentan überall).
Oft sind die Burger kalt oder das Fleisch selbst nicht mehr heiß. Die Pommes sind oft labbrig und auch schon kalt. Bestellungen werden gern mal falsch ausgeführt. Dazu die oft nicht sehr sauberen Läden an sich. Dass da immer weniger Leute dorthin kommen, verwundert nicht. Und ich sage das als ausgesprochener Fan von McDonald’s – immer öfter wird man bitter von der schlechten Qualität enttäuscht. Man muss aber auch sagen: Bei Burger King ist das alles noch viel schlimmer.

Hits: 110

RTelenovela

Krank sein muss man sich auch leisten können – aber…

Montag, den 20. Juni 2022
Tags:

Krank zu sein, geht ganz schön ins Geld.
Zwar hatte mir meine Hausärztin gesagt, ich solle einfach mal Halstabletten lutschen, es also locker nehmen, aber der Hals hatte eine andere Meinung und entzündete sich weiter.
Meine andere Ärztin untersuchte mich dann mal richtig und kam zu dem Schluss, dass da eventuell doch mehr ist – Verlängerung der Krankschreibung und Überweisung zum HNO. Und Rezepte.

Und es ist ja erstaunlich, wie sehr ins Geld solche Rezepte gehen. Krank zu sein, ist teuer. Krank zu sein – oder besser: Gesund zu werden, das geht ins Geld.
IBU-Filmtabletten. Zuzahlung 5 Euro.
Paracetamol. Zuzahlung 1,98 Euro.
Halsspray. Zuzahlung: 11,94 Euro. (wenn das nicht mal der Komplettpreis ist.)
Magentabletten wegen der Verträglichkeit des anderen Zeugs. Zuzahlung: 5 Euro.
Plus: Kamillenblüten zum Inhalieren: 5,50 Euro. Kassenkasse zahlt nicht.
Plus: Erkältungstee. 1 Euro.
Macht 30,42 Euro, die man da fix mal ausgegeben hat.

Jetzt kommt das Aber: Dass ich IBU und Paracetamol verschrieben bekommen habe, ist eigentlich blödsinnig. Ich sollte die IBU nehmen, wenn die andere nicht ausreicht. Dennoch: 5 Euro Verschwendung, denn natürlich half die Paracetamol schon, um die Schmerzen zu lindern.
Das Halsspray hätte ich mir auch schenken können, weil es im Grunde auch überflüssig war. Erstens weil es mir nicht gelungen ist, das Zeug wirklich in den Hals zu sprühen, sondern auf die hintere Zunge. Und wegen der Schmerztabletten hatte ich auch den Eindruck, als sei das Spray überflüssig. 11,94 Euro für nix.
Inhalieren gut und schön, aber letztlich hat der HNO-Arzt dazu dann doch nicht geraten, auch weil Hitze nicht so angebracht war. Ich sollte nichts Heißes zu mir nehmen, nur kalte Getränke. 5,50 Euro für nix. Und der Tee hatte sich damit auch erledigt: 1 Euro.

Halten wir fest: 30,42 Euro sind eine Menge Geld. Davon hätte ich mir aber 23,44 Euro sparen können. Und das finde ich dann doch irgendwie erschreckend.
Das letzte Medikament – das wichtigste! -, das Antibiotikum, gab es übrigens gratis, dank Krankenkasse. Immerhin.

Hits: 114