KeineWochenShow

#205 – Auto-Date mit Adrian

Sonntag, den 6. Dezember 2020
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Im Juli hatten wir das letzte Mal einen Gast, mit dem wir eine ganze Sendung lang gesprochen haben. Und nun wird es mal wieder Zeit für ein längeres Gespräch.

Treffpunkt: Bahnhof Mühlenbeck-Mönchmühle. Adrian steigt dort aus der S-Bahn, er hat seine Familie im Ort, ist dort auch aufgewachsen. Adrian Saraç war einer von 20 Kandidaten der 2. Staffel von “Prince Charming” bei TV Now und VOX. In der 5. Folge ist er ausgeschieden, hat vom Prinzen Alexander seine Krawatte abgenommen bekommen.
Im Gespräch erzählt er, warum er bei der Datingshow mitgemacht hat, ob er zufrieden ist mit dem, was er dort erreicht hat. Auch darüber, wie er die Dreharbeiten erlebt und welchen Eindruck er vom Schnitt der Folgen hat.
Es geht aber auch um seine Jugend in Mühlenbeck, sein Engagement in der Musicalgruppe Glienicke, und gesungen hat er auch mal.

MetalMewes ist unterdessen immer noch in häuslicher Quarantäne, er präsentiert aus dem Studiokeller ein Bier und eine CD.
Das Auto-Date und mehr in KeineWochenShow #205 auf Youtube.

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aRTikel

Interview der Woche: Prince Charming ist nicht sein Typ

Dienstag, den 24. November 2020
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Adrian Sarac (25) aus Mühlenbeck ist zwar bei der Datingshow ausgeschieden, aber trotzdem glücklich

MAZ Oberhavel, 24.11.2020

Mühlenbeck.
Der 25-jährige Adrian Sarac war einer von 20 Männern, die in der Datingshow „Prince Charming“ auf TV Now und Vox um die große Liebe von Alexander Schäfer buhlten. In Folge 5, die am Montagabend bei Vox lief, ist der in Mühlenbeck aufgewachsene Adrian ausgeschieden. Er musste am Ende seine Krawatte abgeben.

Bist du enttäuscht gewesen?
Adrian Sarac: Klar ist man ein bisschen desillusioniert, wenn man gehen muss. Ich muss aber sagen, dass meine Enttäuschung nicht darin liegt, dass ich meine große Liebe nicht gefunden habe, sondern dass ich mich von der Gruppe im Haus trennen musste.

Ich hatte den Eindruck, dass du kaum stattgefunden hast.
Wahrscheinlich war ich nicht ordinär genug. Vielleicht war ich auch den Redakteuren gegenüber zu diplomatisch und haben es ihnen zu schwer gemacht, mir Böses zu entlocken.

Was haben wir denn von dir durch den Schnitt verpasst?
Ich würde sagen, dass ich auch sehr schöne Messages und Botschaften an die Welt adressiert habe. Es ging mir ja um die Problematik, die viele türkische Homosexuelle haben.

Ist das heutzutage immer noch ein Problem?
Auf jeden Fall! Ich weiß ja, wie es bei den anderen läuft, ich stehe ja auch im Austausch mit türkischen Homosexuellen und mit vielen schwulen Muslimen. Ich bin nicht religiös, aber ich habe viele Berührungspunkte mit der Szene. Ich möchte, dass sie eine gewisse Sichtbarkeit bekommen. Viele wissen nicht, was es heißt, Türke und schwul zu sein.

Was heißt es denn?
Das heißt, dass man automatisch an den Pranger gestellt wird. Meine Eltern haben eine gute Intuition und merken, in welche Richtung sich ihr Kind entwickelt. Bei anderen wird es totgeschwiegen und nicht thematisiert. Außer, du bringst es selbst zur Sprache. In vielen Familien ist es so, dass du Drohungen bekommst und du musst in Kauf nehmen, deine Familie zu verlieren.

Wie ist es bei dir?
Bei mir war es entspannter, da ich ja auch nur Halbtürke bin, habe ich auch deutsche Einflüsse. Deshalb zog mein Vater ganz gut mit. Aber ich weiß, dass es bei anderen ganz anders aussieht.

Seit wann war klar, dass du bei der zweiten Staffel von „Prince Charming“ dabei bist?
Beworben habe ich mich im Januar, Mitte März kam die Zusage. Eigentlich sollte es Ende April losgehen, das hat dann aber wegen der Pandemie nicht geklappt. Gedreht wurde dann erst im August auf Kreta.

Und wie hast du dich vorbereitet?
Ab Ende Juli habe ich mir Gedanken gemacht. Man weiß ja, was man so alles gefragt wird. So Fragen wie: Wie war dein Outing? Obwohl ich ja der Meinung bin, dass ein Outing eigentlich nicht mehr vonstatten gehen müsste. Ich habe mich aber auch mit viel Sport vorbereitet. Ich wollte Vorreiter sein mit meinem Körper.

Was hast du gedacht, als du das erste Mal Alex, den „Prince Charming“, gesehen hast?
Ich dachte mir: ein lieber, netter Mann. Ich fand es schön, dass er auch so ein bisschen eingeschüchtert war. Das hat ihn nahbar gemacht. Er war allerdings nicht mein Typ. Was aber auch nichts zu heißen hat, mein Ex-Freund war anfangs auch nicht mein Typ. Aber ich war neugierig auf ihn.

Was war der schönste Moment beim Dreh auf Kreta?
Wo wir in Folge 3 alle zusammen Party gemacht haben. Wir standen ja deutlich unter Musikentzug. Aber es war ein toller Moment, wo wir alle tanzten, und auch, dass wir über Community-relevante Dinge gesprochen haben. Wir hatten Botschaften an die Menschen da draußen, das war ein intimer Moment. Leider hat man vieles davon nicht sehen können.

Es gibt Kritik am Schnitt.
Ich muss sagen, dass ich den Schnitt etwas gewöhnungsbedürftig finde, etwas überradikalisiert. Viele Zusammenhänge wurden nur oberflächlich angeschnitten, vieles wurde nicht zu Ende erzählt. Das macht es den Zuschauern schwer, in die Staffel reinzukommen. Viele schöne Szenen wurden komplett weggelassen. Botschaften und Messages wurden hintenan gestellt, das ist vielleicht ein bisschen missglückt.

Wie ist es für dich, plötzlich mehr Aufmerksamkeit zu bekommen?
Auf Instagram hatte ich vorher gut 8000 Follower, jetzt sind es knapp 11 000. Der eine oder andere hatte da durchaus mehr Resonanz. Aber ich muss auch sagen, dass ich da manchmal noch überfordert bin. Manchmal habe ich mehr als 100 Anfragen, zum Teil machen sich die Leute ganz viel Mühe, schreiben ganz lange Texte, erstellen Fanseiten. Das finde ich zwar schön, aber ich würde so was niemals machen, da bin ich nicht der Typ für. Also damit komme ich kaum hinterher. Ich bin ja immer noch Student, arbeite in Teilzeit, und in dieser Woche fange ich an, für ein paar Dinge Werbung zu machen.

Wenn schon nicht in den Prinzen, hast du dich ansonsten verliebt in der Show?
Verlieben, nein. Aber ich habe Leute kennengelernt, die ich sympathisch finde und mit denen ich teilweise noch im Austausch bin. Ich bin da vorsichtig, ich brauche lange, bis ich eine Freundschaft entwickele. Aber es gibt da Leute, die definitiv das Potenzial dazu haben. Ich suche auch nicht die große Liebe, das habe ich ja auch in der Show gesagt. Weil ich das doof finde, verkrampft nach der „großen Liebe“ zu suchen. Man sollte aber für die Liebe bereit sein. Sollte es der Fall sein, dass ich beim Einkaufen jemanden treffe und eine gewisse Chemie da ist, bin ich der letzte, der das verwehrt.

Wie ist es, sich selbst im Fernsehen zu beobachten?
Schrecklich! Ich kriege da immer eine Art Schamgefühl. Man sieht sich da gestikulieren. Es ist ungewohnt. Man muss sich da echt dran gewöhnen.

Und wirst du auf der Straße erkannt?
Ich arbeite ja Teilzeit beim Bäcker, da kommt das schon mal vor. Neulich war ich in einem Shop, da trug ich Maske und Basecap, es waren außer mir noch zwei Leute da, und genau die haben mich angesprochen.

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RTelenovela

Häme statt Hilfe

Samstag, den 8. August 2020
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Die Hitze wird uns jetzt wohl ein paar Tage begleiten. Für die Bäume könnte es nun eine harte Zeit werden. Ihnen fehlt das Wasser, und deshalb machen sich einige Leute darüber Gedanken.

In der Facebook-Gruppe im Mühlenbecker Land bat eine Frau am Donnerstag um Wasser für die Bäume, gerade für die Jungbäume. Eigentlich ein gutes Anliegen. Einer der Kommentatoren nutzte es aber gleich wieder für einen Rundumschlag und eine Generalkritik – der Umweltverein könnte doch mal, und auch der Bürgermeister wurde ins Spiel gebracht. Dabei war es doch nur eine ganz höfliche Bitte. Aber selbst bei solchen Dingen sind offenbar einige Leute auf Streit aus. Das ist wirklich schade, unverständlich und unnötig.

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KeineWochenShow

#175 – Fußball ist nicht ansteckend

Sonntag, den 10. Mai 2020
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Auch in Ausgabe 175 steht das Coronavirus an erster Stelle. Wir fragen uns, wie hoch die Dunkelziffer der Fälle aussehen könnte. Es geht darum, wie Kinder mit der Krise klarkommen. Wir sprechen über die Bundesliga und über den Hertha-Skandal. Und über Deutschlands Hobby-Virologen, die alles besser wissen als die Professoren.

Im Interview mit Niko Schicketanz aus Mühlenbeck sprechen wir über die Kreuzfahrtbranche in der Coronakrise, darüber wie DJs jetzt leiden und über seinen ersten eigenen Song.

Abseits von Corona geht es um das 8.-Mai-Gedenken, um Klöckner und Kaufland, “Sing meinen Song” und Max Giesinger, und wir testen einen Kräuterlikör, den ein Schauspieler bewirbt.
Das und mehr in KeineWochenShow #175 auf Youtube.

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RTelenovela

Wie traurig wird 2020?

Donnerstag, den 12. März 2020
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Jeden Tag neue Nachrichten zum Coronavirus. Stündlich neue Nachrichten darüber, welche Veranstaltungen abgesagt werden.

Ich bin diese und nächste Woche auf zwei größeren Veranstaltungen in Berlin. Eine Comedyshow und ein Konzert mit elektronischer Musik. Ich muss sagen, ich habe derzeit keine sehr große Lust auf solche Veranstaltungen. Die steigen Fallzahlen in Sachen Corona und die Ungewissheit, wie das alles weitergeht, spielen da eine große Rolle.
Die Zahlen sind klein. Relativ. Und noch. Bei der Grippe ist’s schlimmer. Einerseits. Und noch. Das Problem ist aber nun mal, dass über diese Art des Coronavirus noch nicht viel oder genug bekannt ist. Von einem Impfstoff ganz zu schweigen.
Und es geht jetzt darum, dass die Zahl der Ansteckungen niedrig gehalten wird. Steigen die Zahlen schnell in die Höhe, dann wird es kritisch in den Krankenhäusern. Also noch mehr als sonst.
Auch geht es darum, die Alten und chronisch Kranken zu schützen.

Der Gedanke, dass man es in den nächsten Wochen ruhiger angeht, ist schon seltsam. Am Morgen kam dann aber die Nachricht, dass die Gemeinde Mühlenbecker Land schon mal alle Sommerfeste abgesagt hat. Sommer! Und ich frage mich, wann die anderen nachziehen.
Mich beschleicht nun der Gedanke, dass 2020 ganz schön traurig und depressiv werden könnte. Keine Volksfeste, kaum Veranstaltungen. Und ständig in die Sauna rennen will man ja auch nicht.
Ich kann nicht verhehlen, dass meine Stimmung durch diese ganzen Nachrichten gedrückt ist. Aber vielleicht – nein, ganz sicher – muss man weiter ruhig bleiben.

Berlin und Brandenburg haben inzwischen bis Mitte April Events mit mehr als 1000 Leuten untersagt. Das müsste bedeuten, dass das Elektromusik-Konzert ausfallen müsste, noch gibt es da aber keine Infos. Der Comedyabend findet wohl trotzdem statt. Ich würde wohl mit gemischten Gefühlen hingehen.

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RT liest

Dieter Bührig: Mauerriss

Dienstag, den 24. September 2019
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Wismar und die Insel Poel, 1989: Es ist das Jahr, in dem die Ära DDR zu Ende gehen wird. Im Frühjahr weiß das aber noch niemand. Noch immer versucht die Staatsmacht zu sichern, was sie meint, sichern zu müssen.
Die Geschichte beginnt jedoch zehn Jahre zuvor in Gotha: Aus einem Museum werden teure Gemälde gestohlen. Von Wismar aus sollen sie in alle Welt verkauft werden – für harte Devisen.
Doch die Zahlen scheinen sich zu ändern. 1989 wird der Wind rau, und die Bilder liegen immer noch in einem Lagerhäuschen auf Poel. Dort wächst der Widerstand gegen die SED, besonders als nach der Kommunalwahl im Mai, als klar war, dass die Ergebnisse manipuliert worden sind.
Es beginnt eine Jagd auf die Bilder, der Schriftsteller Christian und seine Frau suchen nach ihnen. Er führt auch nach Mühlenbeck, wo die Kunst und Antiquitäten GmbH, ein Außenhandelsbetrieb der DDR, ein großes Lagerhaus hatte. Aber auch der Kampf um die Meinungsherrschaft in der DDR spielt eine immer größere Rolle.

Der Roman “Mauerriss” wird leider erst in der zweiten Hälfte wirklich interessant. Der Anfang ist seltsam dröge, auch wird überhaupt nicht klar, worin eigentlich genau der Kriminalfall bestehen soll. Der Roman ist auf dem Cover als “Kriminalroman” angekündigt – aber eigentlich ist er das gar nicht.
Viel mehr beleuchtet der Roman das Wendejahr 1989 rund um Wismar. So ist der Roman zwar keine Dokumentation, er hat aber dokumentarische Momente. So wird durchaus realistisch erzählt, wie die DDR-Polizei einschritt, wenn es “Zwischenfälle” gab, wie die Kommunalwahlen abliefen und wie die ersten Friedensgebete abliefen. Es geht um Korruption und das Ende der Stasi.
Wenn auch der Krimi-Aspekt stark zu vernachlässigen ist, so ist “Mauerriss” aber ein ziemlich interessanter Wende-Roman.

Dieter Bührig: Mauerriss
Gmeiner, 273 Seiten
7/10

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RTelenovela

Lasst die Retter in Ruhe!

Dienstag, den 23. Juli 2019
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Wieder sind Rettungssanitäter angegriffen worden, diesmal in Mühlenbeck. Zwei Besoffene gingen auf die Retter los, die in ihren Wagen flüchten mussten.

Leute, was ist da eigentlich los? Was geht da bloß in den Köpfen vor, dass man ausgerechnet die Menschen attackiert, die uns jeden Tag helfen, die Leben retten und manchmal dafür ihr eigenes Leben riskieren? Und dann kommen irgendwelche Betrunkene oder Frustrierte und sind der Meinung, dass man es diesen Menschen jetzt mal zeigen müsse. Da sind Strafen fällig – und das am besten in Form von Diensten im sozialen Bereich.

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