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1993: Sanierungsfall Pinnower Brücke

Mai/Juni 1993 -> 13.7.2013

Vor 20 Jahren: Holzfahrbahn muss im Juli 1993 gesperrt werden / Erster Rohbau im Wohnpark Sommerfeld ist fertig / Alle warten auf das Atrium

MAZ Oranienburg, 27.7.2013

Was passierte vor 20 Jahren im damaligen Kreis Oranienburg? Diesmal der Juli 1993.

OBERHAVEL
Das Geheimnis wird am 1. Juli 1993 gelüftet: Das Abfallunternehmen Alba übernimmt das Schloss in Sommerswalde. Darin soll ein Schulungszentrum etabliert werden.

Die Badelustigen in Kremmen können aufatmen. Das Seebad „Kremmener Luch“ öffnet. Die gleichnamige Gaststätte ist schon seit Frühjahr in Betrieb, nun ist auch der zweite Anziehungspunkt fertiggestellt.

In Lehnitz finden Kampfmittelräumer am 5. Juli 1993 gleich zwei Bomben. Fast schon Alltagsgeschäft. Sie liegen unweit von der Stelle entfernt, wo im Dezember 1991 ein Blindgänger aus heiterem Himmel explodiert war. Am nächsten Tag gibt es einen Fund in Hohenbruch zu vermelden.

Im Wohnpark Sommerfeld sind die ersten Häuser rohbaufertig. Die Parzellengrößen liegen zwischen 550 und 1500 Quadratmetern. Im Frühherbst sollen die ersten Bewohner einziehen. Der Bau könnte im Jahre 1995 abgeschlossen sein.

Die Oranienburger erhalten am 8. Juli 1993 eine sehr überraschende Nachricht. Von einem Baubeginn für das Atrium-Einkaufszentrum am Schloss kann keine Rede sein. Außerdem kommt heraus: In der Stadtverwaltung in Oranienburg liegt zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal ein Bauantrag vor. Niemand weiß etwas Genaueres, es herrscht Ratlosigkeit.

Auf der Liebenwalder Chaussee in Nassenheide prallt ein Trabant gegen einen Straßenbaum. Darufhin fängt das Auto Feuer. Von den vier jungen Leuten zwischen 16 und 20 Jahren überlebt der Beifahrer den Unfall nicht.

Die Pinnower Brücke in Borgsdorf muss saniert werden. Die Autos dürfen die Oder-Havel-Kanal-Querung schon jetzt nur noch mit Tempo 10 befahren. Immer wieder heben sich die Holzplanken von der Brücke. Am 12. Juli 1993 kann es endlich losgehen, da kommt die Vollsperrung.

In der Turnhalle in Bötzow laufen Bauarbeiten. Das Gebäude war zuvor noch zu zwei Dritteln mit Klassenräumen belegt. Die werden nicht mehr gebraucht, die Zwischenwände kommen weg. Laut Bürgermeister Gerd Eickenhorst kann der Sportbetrieb noch vor dem Winter wieder losgehen.

Carola und Michael Labahn eröffnen am 17. Juli 1993 den „Gasthof Bärenklau“ im ehemaligen Dorfkrug. Künftig können im Saal auch die Zusammenkünfte der Gemeindevertretung stattfinden.

Die Gemeinde Beetz kommt mit der Wiederbelebung des Gutshauses in Ludwigsaue nicht voran. Das Anwesen ist inzwischen nahezu abrissreif. Im Weg steht der Rückübertragungsanspruch der Alteigentümerin. Eigentlich hatte die Gemeinde bereits einen Investor aus Berlin, doch das Landratsamt stoppt den geplanten Verkauf.

Im Oberkrämer-Verwaltungssitz in Eichstädt herrscht der blanke „Telefon-Horror“. Noch immer hat die Behörde nur zwei öffentliche Anschlüsse – und von denen ist einer regelmäßig gestört. Dennoch hören die Anrufer in solchen Fällen ein Freizeichen. Doch die Telekom winkt ab. Es gibt keine Zusage für weitere Verbdinungen nach Eichstädt. Funktelefone anzuschaffen, ist für die Gemeinde zu teuer.

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Ein Kommentar zu “1993: Sanierungsfall Pinnower Brücke”

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