aRTikel

1992: Anschlag auf Bimmel und Bommel

September 1992 II -> 29.9.2012

Vor 20 Jahren: Unbekannte quälen Hennigsdorfer Kita-Tiere / Harald Juhnke dreht im alten Stahlwerk-Klubhaus

MAZ Oranienburg, 12.10.2012

Was passierte vor 20 Jahren in der Region? Diesmal die erste Hälfte im Oktober 1992.

OBERHAVEL
Etwa 5000 Menschen kommen am 4. Oktober 1992 in die Gedenkstätte Sachsenhausen, um gegen die Anschläge auf die jüdische Baracke eine Woche zuvor zu demonstrieren. Die Resonanz ist groß, doch Campino, Sänger der Toten Hosen, ärgert sich trotzdem: Noch immer würden Millionen Menschen zu den Taten schweigen.

Eine von der Granseer Stadtverwaltung in Auftrag gegebene Studie besagt, dass der Sitz der Kreisverwaltung des künftigen Landkreises Oberhavel in Gransee sein solle. Oranienburgs Landrat Karl-Heinz Schröter ist befremdet und benutzt das Wort „Sandkastenspiele“.

Unbekannte quälen Anfang Oktober 1992 Bimmel und Bommel. Dabei handelt es sich um Haustiere der Hennigsdorfer Kita „Pünktchen“. Immer am Wochenende brechen Unbekannte ein, um den Tieren Schaden zuzufügen.

In der Borgsdorfer Gemeindeverwaltung werden am 6. Oktober 1992 die letzten Schränke ausgeräumt. Im Rathaus in Hohen Neuendorf sitzt nun die zuständige Behörde für die Bewohner von Borgsdorf.

Harald Juhnke dreht für seine neue Serie „Harry und Sunny“ im Stahlwerk-Klubhaus in Hennigsdorf. Der Saal ist der Umkleide-, Masken- und Essenraum. Unterdessen steht den Stadtverordneten eine wichtige Entscheidung bevor. Sie müssen darüber befinden, ob das Klubhaus ein Filmstudio oder eine Großraumdiskothek wird.

Im „Wohnanger Germendorf“ ist das erste Wohnhaus fertig. Bis Ende 1993 sollen dort 129 Einfamilien- und Reihenhäuser entstehen. Walter Momper, Bevollmächtigter der Firmengruppe, die dort baut, sagt, dass das Dorf im ländlichen Siedlungstyp entstehen soll – zu bezahlbaren Preisen.

Das Scheunenviertel in Kremmen ist in einem miesen Zustand. Die meisten der 52 Gebäude sind ungenutzt. Doch der Geisterstadt soll neues Leben eingehaucht werden. So sieht es ein Konzept vor, das die Stadtverordneten abgesegnet haben: Ateliers, Galerien und Kunstmärkte sind geplant.

Hits: 1735

Ein Kommentar zu “1992: Anschlag auf Bimmel und Bommel”

  1. RTiesler.de » Blog Archive » 1992: Zühlsdorfer für Oranienburg

    […] Oktober 1992 I -> 12.10.2012 […]

Einen Kommentar schreiben: