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1992: Unternehmer schmeißt Sondermüll in den Wald

März 1992 II -> 3.4.2012

Vor 20 Jahren: Reifen und Teer illegal bei Teerofen abgelegt / Neuer Bürgermeister in Flatow

MAZ Oranienburg, 17.4.2012

Was passierte vor 20 Jahren im Altkreis Oranienburg? Diesmal: die erste Hälfte im April 1992.

OBERHAVEL
Im Oranienburger Stadtverkehr soll sich Anfang April 1992 einiges ändern: Die Einbahnstraßenregelung in der Otto-Nuschke-Straße (Lehnitzstraße) soll umgekehrt werden. Die Zufahrt wäre im Zentrum nur in Richtung Lehnitz möglich. Die Bahnhofstraße (Willy-Brandt-Straße) soll eine Einbahnstraße in Richtung Bahnhof werden.

Nach der Abwahl des Flatower Bürgermeisters Klaus Hildebrandt führt Hermann Maecker die Geschäfte. Vorher gab es Streit um fehlende Infos durch den Bürgermeister, außerdem sollen Postunterlagen verschwunden sein. Pikant: Dass Flatow einen neuen Ortschef hat, kommt erst zehn Tage später heraus.

Der Zusammenschluss der Dörfer rund um die Autobahn hat nun einen Namen: Am 3. April 1992 einigt man sich auf das „Märkische Amt Oberkrämer“. Die Einwohner haben vorher noch diverse andere Vorschläge gemacht: Groß-Eichstädt, Land Glien oder Glien-Eiche. Der Name gilt ab Mitte 1992.

Für den neuen Landkreis, den Oranienburg und Gransee bilden wollen, gibt es noch keinen Namen. Als besonders chancenreich gilt „Oberhavel“. Die Gemeinden im Altkreis Gransee sprechen sich dafür aus.

Die Germendorfer Mülldeponie entwickelt sich zum Reizthema. 1991 werden dort 500 000 Kubikmeter Müll gelagert, mehr als doppelt so viel wie 1990. Schlüssige Antworten, wie es weitergehen soll, fehlen im Frühjahr 1992. Awu-Geschäftsführer Gerhard Bringmann wehrt sich gegen Vorwürfe, dass in Germendorf auch Fremdmüll gelagert werde.

Ein Berliner Unternehmer schafft von seinem Grundstück in der Oranienburger Kanalstraße eine große Sammlung Altreifen und Sondermüll in den Wald bei Teerofen. Dazu gehören Teer, Farbreste, Metall, Glas, Holzschutzmittel, sogar Müll aus Berlin. Nun muss er 6000 Mark Strafe bezahlen.

Die Schulsituation in Kremmen ist kritisch. Es ist zu eng. Im ehemaligen Kindergarten am alten Wall müssen zwei zusätzliche Räume hergerichtet werden.

Ein Kommentar zu “1992: Unternehmer schmeißt Sondermüll in den Wald”

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