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Umwege, Umwege und Umwege

Freitag, den 6. August 2021
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Als Autofahrer braucht man in und um Oranienburg mal wieder viel Geduld, und Umwege stehen immer wieder auf der Tagesordnung.

Wer in die Schulstraße will, muss von der City kommend über die Lehnitz-, Linden- und Stralsunder Straße. Einmal um den Block. Wer von dort in Richtung City zurück will, muss ebenfalls über diese Strecke fahren. Immer wierder die große Schleife.
Wer zur Autobahn möchte, kann momentan nicht mehr über die Saarlandstraße zum Anschluss Oranienburg-Süd fahren. Dort wird der Kreisel gebaut. Wieder müsste ich durch die oft zugestaute City – wieder die große Runde.
Neulich bin ich ausgewichen über Lehnitz und die Anschlussstelle Birkenwerder. Aber auch das ist ab 11. August nicht mehr möglich, weil die Anschlussstelle in Richtung Hamburg gesperrt wird. Ich müsste also entweder nach Oranienburg zurückfahren, durch Borgsdorf zum Anschluss Velten oder über Hohen Neuendorf nach Stolpe (bald auch gesperrt).

Momentan geht es in Richtung Wandlitz wenig, weil die B273 zwischen Wensickendorf und dem Kreisel vor Wandlitz vollgesperrt ist. Da widerum muss man über Lehnitz, Zühlslake und Zühlsdorf.
In Richtung Summt wird’s bald nicht besser. Ende Oktober soll auch der Mühlenbecker Weg in Lehnitz gesperrt werden. Also ich in Richtung der Anschlussstelle Mühlenbeck geht es dann nur mit Umwegen.

Geht’s noch? Ich werde mir wohl bald mal einen Hubschrauber mieten müssen.

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Vier Jahre danach

Samstag, den 3. Juli 2021
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Es waren die Minuten, in denen der Fußball und das Abschneiden der deutschen Mannschaft bei der EM am Dienstagabend plötzlich zur Nebensache gerieten.
Bevor der Regensturm losbrach, hatte sich der Satellitenempfang sowieso schon erledigt, aber zum Glück gab es den Livestream in der Mediathek.

Aber dann: Die Oranienburger erinnern sich noch genau an den Jahrhundertregen am 29. Juni 2017. Und genau vier Jahre danach stürzten die Fluten erneut vom Himmel. Dazu der heftige Sturm. Wieder stand das Wasser zentimeterhoch auf den Wegen und Wiesen, und bald ertönte draußen auch schon die erste Sirene.
Mit den Bildern von vor vier Jahren vor Augen, blickten wir raus und dachten: Jetzt kann es auch bitte wieder aufhören. Am Ende erwischte es die Oranienburger meist „nur“ mit zeitweise überschwemmten Straßen.
So richtig schlimm erwischte es diesmal die Leute in Wensickendorf. Reihenweise kippten dort Bäume um. Kein schöner Abend.

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Vorbei an der Sonntagsruhe

Dienstag, den 15. Juni 2021
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Warten an der Baustellenampel. Das ist nicht schön, das kostet Zeit, aber die Bauerei muss ja sein. Gerade wenn es um Radwege geht, die neu entstehen.
Gerade wird einer auf der B273 zwischen Wandlitz und Wensickendorf gebaut. Das Stück zwischen Wandlitz und Rahmersee ist bereits fertig. In Rahmersee allerdings gibt es derzeit wegen der Baustelle eine halbseitige Straßensperrung. Ebenso am Ortseingang von Wensickendorf.

Und so schleppte sich der Verkehr am Sonntagnachmittag von Ampel zu Ampel. Erst Warten an der Rahmersee-Ampel, dann an der in Wensickendorf. Blöd nur: Es hat da gar keiner gearbeitet, was am Sonntag natürlich nicht verwunderlich ist. Allerdings gab es auch gar keinen Grund für die Straßenblockade. Die war intakt, man hätte nur über das Wochenende die Baken zum Straßenrand umstellen müssen. Ja, gut, das ist vielleicht ein mehrminütiger Aufwand, auf den Bauarbeiter keinen Bock haben.

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Vereinsleben: “Louise” ist eine Herzensangelegenheit

Montag, den 20. Oktober 2014
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Förderverein des Louise-Henriette-Gymnasiums hat 65 Mitglieder. In diesem Jahr ist er 20 Jahre alt geworden und hofft auf neue Mitstreiter.

MAZ Oranienburg, 20.10.2014

ORANIENBURG
Das Louise-Henriette-Gymnasium in Oranienburg war im September 1994 noch nicht mal offiziell eröffnet und hatte auch noch nicht den heutigen Namen – da gründete sich bereits ein Förderverein. Damals war Monika Schumacher, die zu dieser Zeit ein Kind auf der Schule hatte, die treibende Kraft.

Heute, genau 20 Jahre später, hat der Verein 65 Mitglieder und ist im Schulhaus recht oft präsent. „Wir sind an vielen Stellen der Ansprechpartner für Lehrer und Schüler“, sagt der heutige Vereinsvorsitzende Daniel Langhoff. Der 35-jährige Finanzwirt aus Wensickendorf steht seit etwa fünf Jahren an der Spitze des Vereins. „Man könnte auch sagen: Wir sind der Klebstoff an der Schule“, sagt er und lächelt. So kommt aus dessen Kasse das Geld für so manches Lehrmittel oder spezielle Veranstaltungen. Entsprechende Anträge können Schüler und Lehrer jederzeit stellen. „Bei uns sind die Aufgaben auf viele Schultern verteilt“, so Langhoff. „Wir entlasten die Eltern, die ansonsten noch viel öfter irgendwelche Aktionen organisieren müssten.“ Über den Förderverein werden auch finanzielle Transaktionen geleitet.

Ein- bis zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder zur Vereinssitzung. Dann beraten sie darüber, welche Klassen oder Gruppen für bestimmte Aktionen Geld bekommen. Auch sammeln sie die Vorschläge für den Louise-Henriette-Förderpreis, der jährlich an einen der Abiturienten vergeben wird. Die Vereinsmitglieder stimmen über den Preisträger ab. Christian Heinrich war im Jahre 1997 der erste Preisträger, der bislang letzte war im Juni 2014 Lukas Degenhardt. Auch Gruppen sind mit dem Preis schon geehrt worden.

Die Arbeit im Verein werde jedoch schwieriger. Die Mitglieder müssen ordentlich dafür trommeln, Zuwachs zu bekommen. „Viele Eltern wollen spenden, aber nicht Mitglied im Verein werden“, sagt Gritt Thiemrodt. Die Lehrerin ist die stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Auch nur wenige ehemalige Schüler können sich zu einer Mitgliedschaft entscheiden. Was aber nicht heißt, dass der Verein akute finanzielle Probleme hat. Er ist Veranstalter der Frühlings- und Weihnachtskonzerte mit jeweils mehreren Hundert Besuchern.

Daniel Langhoff gehört zu den wenigen ehemaligen Schülern, die im Verein sind. Er machte 1998 am LHG sein Abitur. Dass er die Gruppe leitet, war sowohl ihm als auch seiner Stellvertreterin Gritt Thiemrodt, die ihn einst auch unterrichtet hat, eine Herzensangelegenheit. „Sie hat mich gefragt“, so Langhoff. „Es ist schön, wenn ein Ehemaliger diese Aufgabe übernimmt“, sagt die Lehrerin.

Kontakt: Mehr Infos gibt es unter www.LHG-Oranienburg.de/foerderverein. Die nächste Sitzung ist am 17. November ab 19 Uhr in der Schule.

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Sorry, Wahlvolk und auf Wiedersehen!

Samstag, den 21. Juni 2014
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Wo fängt eigentlich Wählertäuschung an?
Eberhardt Schmidt war lange Ortsvorsteher von Wensickendorf. Dass er den Job abgeben wird, war klar. Zur Kommunalwahl trat er trotzdem an, die Wensickendorfer konnten ihn in den Ortsbeirat wählen. Er bekam die zweitmeisten Stimmen, ist also gewählt worden.
Nun aber ist ihm ganz plötzlich eingefallen, dass er gerne eine Verjüngung des Gremiums hätte. Er nahm das Mandat nicht an, es gibt nun einen Nachrücker.
Das ist natürlich clever: Ein bekanntes Mitglied der Dorfgemeinschaft sammelt noch mal ordentlich Wählerstimmen, um danach den Abgang zu machen und irgend jemand anderes ranzulassen, der von den Leuten aber gar nicht gewählt worden ist.
Ich finde: Das ist Wahlbetrug.
Laut einem Bericht des “Oranienburger Generalanzeigers” ist das einigen Wensickendorfern – völlig zurecht – sauer aufgestoßen. Schmidt saß im Publikum und schwieg.

Aber auch anderswo in Oberhavel sind Wähler getäuscht worden. In Hennigsdorf stellte sich Bürgermeister Andreas Schulz zur Wahl für das Stadtparlament und kassierte für die SPD viele Stimmen. Dabei darf er das Mandat gar nicht antreten. Als Bürgermeister ist er sowieso Teil des Stadtparlamentes.
Ich finde: Das ist Wählerbetrug.

In Liebenwalde trat Landrat Karl-Heinz Schröter für die SPD und den Kreistag an. Auch er sammelte viele Wählerstimmen, aber auch er darf sein Mandat als amtierender Landrat nicht antreten. Schröter sagt, er wolle mal testen, wie er so ankomme im Volk. Aha.
Ich finde: Das ist Wählerbetrug.

Aber wen interessiert das schon?!

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Mein BMW und ich (21): Ein ! – in Rot!!

Montag, den 26. August 2013
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(20) -> 1.6.2012

Wir haben Oranienburg noch nicht ganz verlassen, als an der Stelle, wo sonst Uhrzeit und Temperatur angezeigt werden, plötzlich ein rotes Ausrufezeichen auftaucht. Ein richtig fettes Ausrufezeichen. Darum ein Halbkreis, das ein wenig wie ein Hufeisen aussieht.
Was könnte das sein?
Ich lausche. Am Motor ist nichts. Das Auto fährt normal, das wäre dann auch eine andere Leuchte.
Seit einiger Zeit müsste ich das Scheibenwasser nachfüllen. Ist der Tank dafür so leer, dass nun das fette Ausrufezeichen zu sehen ist? Aber wäre das nicht zu übertrieben?

Ich halte an, laufe einmal ums Auto. Aber es ist nichts zu sehen. Kein Reifen ist platt, auch ist nichts Ungewöhnliches zu hören.
Unser Ziel ist Wensickendorf. Dort angekommen laufe ich nochmal ums Auto, ohne was zu entdecken. Dafür beginne ich, zu googlen. Es könnte was mit der Bremsflüssigkeit zu tun haben, und das wäre nicht so angenehm.
Ich rufe meinen Bruder an, schicke ihm ein Foto vom Ausrufezeichen. Seine recherchen ergeben: Der Reifendruck ist’s. Nicht schön, aber auch erst mal nicht so ganz dramatisch.

Am Tag danach: Ich fahre zur Tankstelle. Da ich vermute, dass der Reifen vorn rechts das Problem ist, fange ich dort an, zu pumpen. Und tatsächlich, der Bedarf ist nicht so ganz klein. Dort waren nur noch etwa 1,5 Bar drauf – 2,0 sind das mindeste. Also pumpe ich auf, und kontrolliere gleich noch die anderen Reifen.
Alles wieder okay.
Nurdas rote Ausrufezeichen – das ist immer noch da. Das muss man wohl extra abstellen (lassen), habe ich mir sagen lassen. Verflixte Technik.

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1993: Regine Hildebrandt lobt neue Sommerfelder Rehaklinik

Dienstag, den 25. Juni 2013
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April/Mai 1993 -> 11.5.2013

Vor 20 Jahren: Ausbau des Hellmuth-Ulrici-Geländes kommt voran / Zoff um Schildower Amtsdirektor / Racheakt in Friedrichsthal

MAZ Oranienburg, 25.6.2013

Was passierte vor 20 Jahren im damaligen Kreis Oranienburg? Diesmal der Mai und Juni 1993.

OBERHAVEL
An der B 96 bei Nassenheide soll ein Motel gebaut werden. Entsprechende Pläne werden am 21. Mai 1993 bekannt. Entstehen soll es in rustikaler Blockbauweise mit mehr als 30 Betten, einer Gaststätte, Sauna und einem Fitnessbereich.

Der Löwenberger SV gewinnt das Fußball-Kreispokalfinale. Gegen den 1. FC Kremmen gewinnt die Mannschaft mit 3:2.

Die SPD ist die große Siegerin bei der Wahl zum Gemeindeparlament in Stolpe-Süd. Am 23. Mai 1993 bekommt sie mehr als 50 Prozent der Stimmen. Werner Ebert wird neuer Bürgermeister. Nach heftigen Streitigkeiten und dem Rücktritt fast aller Gemeindevertreter ist die Wahl notwendig geworden.

Sprengmeister Horst Reinhardt steht am 25. Mai 1993 vor seinem bis dahin schwierigsten Fall. Am Bachstelzenweg in Lehnitz muss eine 500-Kilo-Bombe entschärft werden. Sie liegt in sechs Metern Tiefe, lange muss erst das Grundwasser abgepumpt werden. Am Ende ist eine Sprengung aber doch nicht notwendig, Reinhardt gelingt es, sie zu entschärfen.
Nur 24 Stunden später ist wieder Bombenalarm, diesmal auf dem Gutsplatz in Lehnitz.

Peter Ihloff soll nicht mehr Amtsdirektor in Schildow sein. Sieben von acht Mitgliedern des Amtsausschusses sind am 26. Mai 1993 für seine Abberufung. Die Unzufriedenheit über die Arbeitsweise Ihloffs im Amt Schildow ist groß. Mühlenbecks Bürgermeister Helmut Woggon bemängelt vor allem das Finanzchaos, aber das bringt ihm Ärger ein. Auch Waggon sieht sich Rücktrittsforderungen ausgesetzt, denn die Mühlenbecker Gemeindevertretung hatte eigentlich gegen die Abwahl Ihloffs gestimmt. Die Mühlenbecker wollen Einspruch gegen die Entscheidung einlegen. Woggon bleibt zunächst Ortschef.

Am Birkengrund in Wensickendorf sollen auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern drei Tennisplätze entstehen. Zum Komplex gehört ein Klubhaus. Die Gemeindevertreter erhoffen sich auch Impulse für die Jugendlichen im Dorf.

Nach dem Brandanschlag von Solingen, bei dem Ende Mai 1993 fünf türkische Bewohner sterben, demonstrieren Schüler des Oranienburger Runge-Gymnasiums am 3. Juni gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass.

Die Liebenwalder Marktschule platzt aus allen Nähten. Die Konsequenz: Die 3. Klasse wird im kommenden Schuljahr 1993/94 in Räumen der Schule in Neuholland unterrichtet.

Erstmals wird der Kulturpreis des Kreises Oranienburg vergeben. Er geht 1993 an die Marwitzer Keramikerin Hedwig Bollhagen, die für ihre jahrzehntelange Arbeit geehrt wird.

Brandenburgs Sozialministerin Regine Hildebrandt (SPD) kommt am 9. Juni zur Eröffnung der Sommerfelder Rehaklinik. Es handelt sich um die erste Stufe des Ausbaus der Hellmuth-Ulrici-Kliniken. Hildebrandt versprach, sich um den Landtausch zu kümmern, denn das Gelände in Sommerfeld gehört immer noch dem Land Berlin.

Racheakt in Friedrichsthal. Vier Männer verwüsten ein Haus am Ortsrand, die Polizei kann sie am 9. Juni 1993 bei einer Verfolgungsjagd schnell festnehmen. Der Tat ging ein Vorfall voraus, bei dem der Hund der betreffenden Familie von einem anderen Hund gebissen worden ist. Daraufhin kam es zu einer brutalen Schlägerei unter den Besitzern.

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