KeineWochenShow

#275 – Sylter Traumhochzeit

Donnerstag, den 14. Juli 2022
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Es ist die Promi-Hochzeit des Jahres, das ganz große Spektakel auf Sylt. Christian Lindner und Franca Lehfeldt sagen Ja, und natürlich sind alle Medien vor Ort.
Wir auch. Also, fast. In unserem großen Special berichten wir auch von der Sylter Traumhochzeit. Welche Promis sind vor Ort? Welches Kleid trägt Franca Lehfeldt? Und musste das alles überhaupt sein?

Es bleibt aber auch Zeit für andere wichtige Themen. Wir reden über die Abschaltung von Nordstream 1, über die baldige Abdankung von Jürgen Drews als König von Mallorca, über “Rave the Planet” in Berlin und die Love Parade 1995. Außerdem über das drohende Aus für die Wildtierrettung in Wensickendorf. Und wir nehmen Abschied von William Cohn.
Das und mehr in KeineWochenShow #275 auf Youtube!

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aRTikel

Wenn plötzlich ein ganz neuer Ort entsteht

Samstag, den 11. Juni 2022
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Auf der B273 steht hinter Wensickendorf neuerdings ein gelbes Schild mit der Aufschrift „Siedlung am Rahmer See“

MAZ Oberhavel, 11.6.2022

Siedlung am Rahmer See.
Die B 73 führt neuerdings durch einen Ort namens „Siedlung am Rahmer See“, ein Ortsname, der in Oberhavel bislang nirgendwo aufgetaucht ist. Stand kurz vor der Einmündung zum Birkengrund bislang eine grüne Ortstafel „Wensickendorf“, so steht dort nun ein gelbes Ortsschild mit dem neuen Namen und dem Hinweis „Stadt Oranienburg“. Sind die dort lebenden Menschen nun also keine Wensickendorfer mehr, sondern „Siedlung am Rahmer Seer“? Und hat das Folgen, zum Beispiel beim Rettungsdienst-Notruf?

„Nein, das ist kein neuer Ortsteil von Wensickendorf“, sagte Ortsvorsteher Heinz Ließke am Freitag. „Das ist die Bezeichnung des Wohngebietes.“ Hintergrund ist, dass die Siedlung sich über die Kreisgrenze zum Barnim hinwegzieht. Die Gemeinde Wandlitz hat schon vor einigen Jahren in ihrem Teil der Siedlung das gelbe Ortsschild „Rahmersee“ aufstellen lassen. Im Oberhavel-Teil der Siedlung galt aber Tempo 70, und es habe der Wunsch bestanden, auch dort ein Tempo-50-Limit einzuführen.

„Dies ist mit dem Status ,Innerorts’ möglich“, sagt Sebastian Welzel, der Pressesprecher der Stadt Oranienburg. „Die grünen Tafeln haben verkehrsrechtlich keine Auswirkungen. Durch die Ansiedlung läuft die Gemarkungsgrenze zwischen Oranienburg und Wandlitz. Die Initiative zur nun bestehenden neuen Benennung geht von der Wandlitzer Seite aus, hier hat Oranienburg reagiert.“

Warum stattdessen nicht einfach der Ort Wensickendorf bis zur Stadt- und Kreisgrenze ausgedehnt werden konnte, erklärt Constanze Gatzke, die Pressesprecherin des Landkreises: „Im Zuge des Radwegebaus wurde die gesamte Verkehrsbeschilderung entlang der B 273 im Bereich Wensickendorf überprüft“, teilte sie am Freitag mit. „In diesem Zusammenhang haben der Straßenbaulastträger – der Landesbetrieb Straßenwesen –, die Stadt Oranienburg und die Verkehrsbehörde des Landkreises sich auf diese Lösung verständigt, weil die Lücke zwischen der Siedlung am Rahmer See und dem Ortsteil Wensickendorf mit 550 Metern zu lang ist, um sie gänzlich als innerorts gelten zu lassen.“ Allerdings gilt innerhalb dieser 550 Meter auch nicht Tempo 100, sondern nur Tempo 70. Sebastian Welzel ergänzte für die Stadt Oranienburg: „Ein Ausdehnen Wensickendorfs hätte einen Übergang der Baulastträgerschaft für die dazwischen verlaufende Straße vom Landesbetrieb auf die Stadt Oranienburg bedeutet, dies hätte unter anderem hohe Kosten für die Stadt Oranienburg verursacht.“

Steffen Streu, der Sprecher des Landesbetriebes Straßenwesen, verweist darauf, dass der Landesbetrieb nur entsprechende Anordnungen umsetze und die Schilder dann aufstelle. Er sagt aber auch: „Im Straßennetzviewer / Brandenburg Viewer des LGB Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg steht im übrigen ,Siedlung am Rahmer See’. Ganz aus der Luft gegriffen scheint der neue Ortsname somit also nicht. Warum aber der kleine Ort, der unmittelbar hinter der Kreisgrenze liegt, „Rahmersee“ heißt und bei der „Siedlung am Rahmer See“ eine andere Schreibweise angewendet wird, konnte niemand der Befragten so genau beantworten.

Scherzhafterweise könnte man über die dort lebenden Leute nun sagen: Sie wohnen in einem neuen Ort, ohne umgezogen zu sein. „Die Leute bleiben selbstverständlich Wensickendorfer“, sagt Ortsvorsteher Heinz Ließke. „Für sie ändert sich gar nichts.“ Das Schild mit dem Ortsnamen habe ein rein verkehrsrechtlichen Grund. „Sonst müssten wir überall Tempo-50-Schilder aufstellen.“ So äußert sich auch Constanze Gatzke vom Landkreis: „Auswirkungen hat dies auf, zum Beispiel die Erreichbarkeit des Notrufes, keine. Es bleibt unverändert ein Wohnplatz im Ortsteil Wensickendorf der Stadt Oranienburg.
Wensickendorfs Ortsvorsteher Hinz Ließke ist mit der getroffenen Lösung offenbar zufrieden. Der Ortsbeirat habe dafür zugearbeitet.

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RTelenovela

Bahnbekanntschaften (94): Nach 25 Jahren wieder nach Kreuzbruch!

Freitag, den 3. Juni 2022
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(93) -> 12.3.2021

Ich bin einmal in meinem Leben mit der Heidekrautbahn gefahren. Es war im Sommer 1996, ich bin mit einem Freund in Zehlendorf in die Ferkeltaxe gestiegen. Wir fuhren bis zur Endstation nach Liebenwalde, wo wir eine Freundin besuchten. Ein Jahr später ist die Strecke stillgelegt worden.
Die Regionalbahn fährt jetzt nur noch bis Wensickendorf, und am Wochenende nach Schmachtenhagen – das allerdings erstens gar nicht auf der eigentlichen Strecke liegt und zweitens fährt der Zug noch, obwohl der Anlass – der Oberhavel-Bauernmarkt – seit Ewigkeiten nicht mehr existiert.
Vor einigen Jahren gab es mal einen Testbetrieb, während dem die Bahn weiter bis Zehlendorf fuhr – allerdings war der Zuspruch zu gering.
Dennoch soll nun ein neuer Vorstoß gewagt werden, um die Bahn irgendwann mal wieder bis Liebenwalde fahren zu lassen.

Am Donnerstag fuhr ein Sonderzug von Basdorf nach Kreuzbruch. Vertreter der Politik, der Bahn und viele Interessierte fuhren mit diesem Zug, stiegen in Basdorf zu.

Besonders Wensickendorf erlebte an diesem Tag ein ungewöhnlich hohes Zugaufkommen. Ab diesem Bahnhof musste der Lotse, der den Lokführer begleitete, an jedem Bahnübergang aussteigen und die Straße absichern. Auf der Rückfahrt musste unser Zug sogar warten, weil im Bahnhof selbst noch ein Zug stand, der mal kurz aufs Nebengleis musste, um uns durchzulassen.

Gerade für die interessierten Bahnfahrer war das ein spannender Ausflug. Im Abteil vor mir saß eine Gruppe Frauen aus Berlin. Für sie muss das Landleben irgendwie ein exotisches Ding. Mal abgesehen, dass sie diverse Pflanzen und Farben auf den Feldern geradezu bejubelten.
Als der Zug Zehlendorf erreichte, fragten sie, ob es denn so was wie eine Dorfgemeinschaft gebe. Sie starrten auf die entfernten Häuser, als wären es Ufos.
In Zehlendorf fuhr der Zug auch ziemlich dicht an den dortigen Grundstücken vorbei – 25 Jahre lang blieben sie davon verschont. Jetzt regen sich einige von ihnen darüber auf, dass der Zug ständig gehupt habe. Das musste er auch an bestimmten Stellen – immer an Bahnübergängen, denn so ein Zug auf einer sonst stillgelegten Strecke kommt ja eher überraschend.

Die Strecke ist freigeschlagen worden, an einigen Stellen wurden wohl Schwellen ausgetauscht. Ansonsten ist die Strecke bis Kreuzbruch aber frei. Dahinter kommen allerdings zwei Brücken, die saniert werden müssten. Mindestens 25 Millionen Euro würde das kosten.
So endete die Fahrt also in Kreuzbruch. Momentan ist die Strecke nicht mal im Nahverkehrsplan, das wollen aber diverse Menschen erreichen – und selbst dann muss man wohl froh sein, wenn vor 2040 auf der Strecke ein regulärer Zug fährt.
Die Tour am Donnerstag war zunächst einmalig. Allerdings wäre ja nachdenkenswert, zu bestimmten Anlässen Sonderzüge rollen zu lassen – zum Beispiel bei der Landpartie, die ja auch in Kreuzbruch stattfindet.

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Siedlung am Rahmersee

Sonntag, den 29. Mai 2022
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Freunde von mir haben jahrelang in Wensickendorf gewohnt. Neuerdings wohnen sie nicht mehr in Wensickendorf – und das Außergewöhnliche dabei ist: Sie sind gar nicht umgezogen, scheinen aber trotzdem nicht mehr zu ihrem (ehemaligen) Dorf zu gehören.

Was ist da passiert? Wer auf der B273 von Oranienburg in Richtung Wandlitz fährt, verlässt irgendwann Wensickendorf. Bislang war es so, dass nach ein paar hundert Metern noch mal eine grüne Ortstafel am Straßenrand stand, der der noch mal Wensickendorf stand – es ist, äh, war ein Teil des Ortes, der außerhalb lag.
Dort plötzlich ist die grüne Ortstafel nicht mehr da, stattdessen steht kurz vor der Einmündung zum Birkengrund ein neues gelbes Ortsschild: Mit einem Ort, den es vorher gar nicht gab: “Siedlung am Rahmersee”, steht dort. Mit dem Zusatz: Stadt Oranienburg, Landkreis Oberhavel – wie das bei Ortsteilen immer so üblich ist.
Oranienburg hat also einen weiteren Ortsteil bekommen: Siedlung am Rahmersee.

Es ist nicht das erste Mal, dass auf der B273 in diesem Bereich, zwischen Wensickendorf und Wandlitz, ganze Ortschaften neu entstehen. Vor gar nicht so langer Zeit stand dort plötzlich ein Ortsschild namens “Rahmersee”.
Wer auch immer (Landesbetrieb Straßenwesen?) hat sich einfach mal zwei Ortschaften ausgedacht. Denn zwischen Rahmersee und Siedlung am Rahmersee liegt die Grenze zwischen den Landkreisen Oberhavel und Barnim.

Ich finde, das ist ein echt erstaunlicher Vorgang, dass man sich da einfach mal einen neuen Ortsnamen ausdenkt, damit in diesem Gebiet nicht mehr so viele Tempo-50-Schilder aufgestellt werden müssen. Warum man aber nicht einfach den Ort Wensickendorf verlängert und im nicht bebauten Teil an der B273 Tempo-70-Schilder aufstellt, bleibt erst mal ein Geheimnis. In anderen Orten geht das schließlich auch.
Mal sehen, wie Post reagiert, wenn man Briefe und Karten plötzlich nach “16515 Siedlung am Rahmersee” schickt – oder dem Rettungsdienst eine solche Adresse durchgibt…

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Umwege, Umwege und Umwege

Freitag, den 6. August 2021
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Als Autofahrer braucht man in und um Oranienburg mal wieder viel Geduld, und Umwege stehen immer wieder auf der Tagesordnung.

Wer in die Schulstraße will, muss von der City kommend über die Lehnitz-, Linden- und Stralsunder Straße. Einmal um den Block. Wer von dort in Richtung City zurück will, muss ebenfalls über diese Strecke fahren. Immer wierder die große Schleife.
Wer zur Autobahn möchte, kann momentan nicht mehr über die Saarlandstraße zum Anschluss Oranienburg-Süd fahren. Dort wird der Kreisel gebaut. Wieder müsste ich durch die oft zugestaute City – wieder die große Runde.
Neulich bin ich ausgewichen über Lehnitz und die Anschlussstelle Birkenwerder. Aber auch das ist ab 11. August nicht mehr möglich, weil die Anschlussstelle in Richtung Hamburg gesperrt wird. Ich müsste also entweder nach Oranienburg zurückfahren, durch Borgsdorf zum Anschluss Velten oder über Hohen Neuendorf nach Stolpe (bald auch gesperrt).

Momentan geht es in Richtung Wandlitz wenig, weil die B273 zwischen Wensickendorf und dem Kreisel vor Wandlitz vollgesperrt ist. Da widerum muss man über Lehnitz, Zühlslake und Zühlsdorf.
In Richtung Summt wird’s bald nicht besser. Ende Oktober soll auch der Mühlenbecker Weg in Lehnitz gesperrt werden. Also ich in Richtung der Anschlussstelle Mühlenbeck geht es dann nur mit Umwegen.

Geht’s noch? Ich werde mir wohl bald mal einen Hubschrauber mieten müssen.

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Vier Jahre danach

Samstag, den 3. Juli 2021
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Es waren die Minuten, in denen der Fußball und das Abschneiden der deutschen Mannschaft bei der EM am Dienstagabend plötzlich zur Nebensache gerieten.
Bevor der Regensturm losbrach, hatte sich der Satellitenempfang sowieso schon erledigt, aber zum Glück gab es den Livestream in der Mediathek.

Aber dann: Die Oranienburger erinnern sich noch genau an den Jahrhundertregen am 29. Juni 2017. Und genau vier Jahre danach stürzten die Fluten erneut vom Himmel. Dazu der heftige Sturm. Wieder stand das Wasser zentimeterhoch auf den Wegen und Wiesen, und bald ertönte draußen auch schon die erste Sirene.
Mit den Bildern von vor vier Jahren vor Augen, blickten wir raus und dachten: Jetzt kann es auch bitte wieder aufhören. Am Ende erwischte es die Oranienburger meist „nur“ mit zeitweise überschwemmten Straßen.
So richtig schlimm erwischte es diesmal die Leute in Wensickendorf. Reihenweise kippten dort Bäume um. Kein schöner Abend.

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Vorbei an der Sonntagsruhe

Dienstag, den 15. Juni 2021
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Warten an der Baustellenampel. Das ist nicht schön, das kostet Zeit, aber die Bauerei muss ja sein. Gerade wenn es um Radwege geht, die neu entstehen.
Gerade wird einer auf der B273 zwischen Wandlitz und Wensickendorf gebaut. Das Stück zwischen Wandlitz und Rahmersee ist bereits fertig. In Rahmersee allerdings gibt es derzeit wegen der Baustelle eine halbseitige Straßensperrung. Ebenso am Ortseingang von Wensickendorf.

Und so schleppte sich der Verkehr am Sonntagnachmittag von Ampel zu Ampel. Erst Warten an der Rahmersee-Ampel, dann an der in Wensickendorf. Blöd nur: Es hat da gar keiner gearbeitet, was am Sonntag natürlich nicht verwunderlich ist. Allerdings gab es auch gar keinen Grund für die Straßenblockade. Die war intakt, man hätte nur über das Wochenende die Baken zum Straßenrand umstellen müssen. Ja, gut, das ist vielleicht ein mehrminütiger Aufwand, auf den Bauarbeiter keinen Bock haben.

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