RTelenovela

Sorry, Wahlvolk und auf Wiedersehen!

Samstag, den 21. Juni 2014
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Wo fängt eigentlich Wählertäuschung an?
Eberhardt Schmidt war lange Ortsvorsteher von Wensickendorf. Dass er den Job abgeben wird, war klar. Zur Kommunalwahl trat er trotzdem an, die Wensickendorfer konnten ihn in den Ortsbeirat wählen. Er bekam die zweitmeisten Stimmen, ist also gewählt worden.
Nun aber ist ihm ganz plötzlich eingefallen, dass er gerne eine Verjüngung des Gremiums hätte. Er nahm das Mandat nicht an, es gibt nun einen Nachrücker.
Das ist natürlich clever: Ein bekanntes Mitglied der Dorfgemeinschaft sammelt noch mal ordentlich Wählerstimmen, um danach den Abgang zu machen und irgend jemand anderes ranzulassen, der von den Leuten aber gar nicht gewählt worden ist.
Ich finde: Das ist Wahlbetrug.
Laut einem Bericht des “Oranienburger Generalanzeigers” ist das einigen Wensickendorfern – völlig zurecht – sauer aufgestoßen. Schmidt saß im Publikum und schwieg.

Aber auch anderswo in Oberhavel sind Wähler getäuscht worden. In Hennigsdorf stellte sich Bürgermeister Andreas Schulz zur Wahl für das Stadtparlament und kassierte für die SPD viele Stimmen. Dabei darf er das Mandat gar nicht antreten. Als Bürgermeister ist er sowieso Teil des Stadtparlamentes.
Ich finde: Das ist Wählerbetrug.

In Liebenwalde trat Landrat Karl-Heinz Schröter für die SPD und den Kreistag an. Auch er sammelte viele Wählerstimmen, aber auch er darf sein Mandat als amtierender Landrat nicht antreten. Schröter sagt, er wolle mal testen, wie er so ankomme im Volk. Aha.
Ich finde: Das ist Wählerbetrug.

Aber wen interessiert das schon?!

RTelenovela

Mein BMW und ich (21): Ein ! – in Rot!!

Montag, den 26. August 2013
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(20) -> 1.6.2012

Wir haben Oranienburg noch nicht ganz verlassen, als an der Stelle, wo sonst Uhrzeit und Temperatur angezeigt werden, plötzlich ein rotes Ausrufezeichen auftaucht. Ein richtig fettes Ausrufezeichen. Darum ein Halbkreis, das ein wenig wie ein Hufeisen aussieht.
Was könnte das sein?
Ich lausche. Am Motor ist nichts. Das Auto fährt normal, das wäre dann auch eine andere Leuchte.
Seit einiger Zeit müsste ich das Scheibenwasser nachfüllen. Ist der Tank dafür so leer, dass nun das fette Ausrufezeichen zu sehen ist? Aber wäre das nicht zu übertrieben?

Ich halte an, laufe einmal ums Auto. Aber es ist nichts zu sehen. Kein Reifen ist platt, auch ist nichts Ungewöhnliches zu hören.
Unser Ziel ist Wensickendorf. Dort angekommen laufe ich nochmal ums Auto, ohne was zu entdecken. Dafür beginne ich, zu googlen. Es könnte was mit der Bremsflüssigkeit zu tun haben, und das wäre nicht so angenehm.
Ich rufe meinen Bruder an, schicke ihm ein Foto vom Ausrufezeichen. Seine recherchen ergeben: Der Reifendruck ist’s. Nicht schön, aber auch erst mal nicht so ganz dramatisch.

Am Tag danach: Ich fahre zur Tankstelle. Da ich vermute, dass der Reifen vorn rechts das Problem ist, fange ich dort an, zu pumpen. Und tatsächlich, der Bedarf ist nicht so ganz klein. Dort waren nur noch etwa 1,5 Bar drauf – 2,0 sind das mindeste. Also pumpe ich auf, und kontrolliere gleich noch die anderen Reifen.
Alles wieder okay.
Nurdas rote Ausrufezeichen – das ist immer noch da. Das muss man wohl extra abstellen (lassen), habe ich mir sagen lassen. Verflixte Technik.

aRTikel

1993: Regine Hildebrandt lobt neue Sommerfelder Rehaklinik

Dienstag, den 25. Juni 2013
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April/Mai 1993 -> 11.5.2013

Vor 20 Jahren: Ausbau des Hellmuth-Ulrici-Geländes kommt voran / Zoff um Schildower Amtsdirektor / Racheakt in Friedrichsthal

MAZ Oranienburg, 25.6.2013

Was passierte vor 20 Jahren im damaligen Kreis Oranienburg? Diesmal der Mai und Juni 1993.

OBERHAVEL
An der B 96 bei Nassenheide soll ein Motel gebaut werden. Entsprechende Pläne werden am 21. Mai 1993 bekannt. Entstehen soll es in rustikaler Blockbauweise mit mehr als 30 Betten, einer Gaststätte, Sauna und einem Fitnessbereich.

Der Löwenberger SV gewinnt das Fußball-Kreispokalfinale. Gegen den 1. FC Kremmen gewinnt die Mannschaft mit 3:2.

Die SPD ist die große Siegerin bei der Wahl zum Gemeindeparlament in Stolpe-Süd. Am 23. Mai 1993 bekommt sie mehr als 50 Prozent der Stimmen. Werner Ebert wird neuer Bürgermeister. Nach heftigen Streitigkeiten und dem Rücktritt fast aller Gemeindevertreter ist die Wahl notwendig geworden.

Sprengmeister Horst Reinhardt steht am 25. Mai 1993 vor seinem bis dahin schwierigsten Fall. Am Bachstelzenweg in Lehnitz muss eine 500-Kilo-Bombe entschärft werden. Sie liegt in sechs Metern Tiefe, lange muss erst das Grundwasser abgepumpt werden. Am Ende ist eine Sprengung aber doch nicht notwendig, Reinhardt gelingt es, sie zu entschärfen.
Nur 24 Stunden später ist wieder Bombenalarm, diesmal auf dem Gutsplatz in Lehnitz.

Peter Ihloff soll nicht mehr Amtsdirektor in Schildow sein. Sieben von acht Mitgliedern des Amtsausschusses sind am 26. Mai 1993 für seine Abberufung. Die Unzufriedenheit über die Arbeitsweise Ihloffs im Amt Schildow ist groß. Mühlenbecks Bürgermeister Helmut Woggon bemängelt vor allem das Finanzchaos, aber das bringt ihm Ärger ein. Auch Waggon sieht sich Rücktrittsforderungen ausgesetzt, denn die Mühlenbecker Gemeindevertretung hatte eigentlich gegen die Abwahl Ihloffs gestimmt. Die Mühlenbecker wollen Einspruch gegen die Entscheidung einlegen. Woggon bleibt zunächst Ortschef.

Am Birkengrund in Wensickendorf sollen auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern drei Tennisplätze entstehen. Zum Komplex gehört ein Klubhaus. Die Gemeindevertreter erhoffen sich auch Impulse für die Jugendlichen im Dorf.

Nach dem Brandanschlag von Solingen, bei dem Ende Mai 1993 fünf türkische Bewohner sterben, demonstrieren Schüler des Oranienburger Runge-Gymnasiums am 3. Juni gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass.

Die Liebenwalder Marktschule platzt aus allen Nähten. Die Konsequenz: Die 3. Klasse wird im kommenden Schuljahr 1993/94 in Räumen der Schule in Neuholland unterrichtet.

Erstmals wird der Kulturpreis des Kreises Oranienburg vergeben. Er geht 1993 an die Marwitzer Keramikerin Hedwig Bollhagen, die für ihre jahrzehntelange Arbeit geehrt wird.

Brandenburgs Sozialministerin Regine Hildebrandt (SPD) kommt am 9. Juni zur Eröffnung der Sommerfelder Rehaklinik. Es handelt sich um die erste Stufe des Ausbaus der Hellmuth-Ulrici-Kliniken. Hildebrandt versprach, sich um den Landtausch zu kümmern, denn das Gelände in Sommerfeld gehört immer noch dem Land Berlin.

Racheakt in Friedrichsthal. Vier Männer verwüsten ein Haus am Ortsrand, die Polizei kann sie am 9. Juni 1993 bei einer Verfolgungsjagd schnell festnehmen. Der Tat ging ein Vorfall voraus, bei dem der Hund der betreffenden Familie von einem anderen Hund gebissen worden ist. Daraufhin kam es zu einer brutalen Schlägerei unter den Besitzern.

aRTikel

1993: Christliches Jugendzentrum ohne Mietvertrag

Sonntag, den 17. Februar 2013
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Januar 1993 -> 26.1.2013

Vor 20 Jahren: Oranienburger Jugendliche nur noch mit Bleiberecht / Zoff in den Gemeinden Neu-Vehlefanz, Stolpe-Süd und Freienhagen

MAZ Oranienburg, 16.2.2013

Was passierte vor 20 Jahren im damaligen Kreis Oranienburg? Diesmal die erste Hälfte im Februar 1993.

OBERHAVEL
Das Christliche Jugendzentrum in Oranienburg steht in seinen Räumen in der Bernauer Straße ohne Mietvertrag da. Doch vorerst haben die Jugendlichen ein Bleiberecht. Wie es weitergehen soll, ist allerdings noch offen.

Die Gemeinde Neu-Vehlefanz muss einen Kredit in Höhe von 1,3 Millionen Mark aufnehmen, um wenigstens das Dringendste zahlen können. Amtsdirektor Helmut Jilg kritisiert die schwierige Zusammenarbeit.

Am unbeschrankten Bahnübergang zwischen Wensickendorf und Zehlendorf sterben am 2. Februar 1993 zwei Menschen. Die Fahrerin hat das Signal der Diesellok nicht gehört.

Die Mühlenbecker Abgeordneten geben grünes Licht für einen geplanten Hotelpark. 30 Millionen Mark sollen auf dem Gelände nördlich der Autobahn bis 1994 investiert werden. Bis zu 200 Gäste könnten in Bungalows unterkommen.

Das in Eichstädt geplante große Erlebnis- und Einkaufszentrum ist vom Land Brandenburg abgelehnt worden. Der Unmut im Amt Oberkrämer ist groß. „Vielleicht können wir ja in 20 Jahren als Wildhüter arbeiten“, sagt Bärenklaus Bürgermeister Karsten-Peter Schröder.

Am Kremmener See entsteht ein auf Pfählen errichtetes Gasthaus. Am 1. Mai 1993 will Bauherr Günter Funk es einweihen. Auch die danebenliegende Badestelle wird umgestaltet.

Die Entscheidung ist gefallen: Oranienburg wird Kreisstadt des neuen Kreises Oberhavel. Politiker in Gransee, Zehdenick, Fürstenberg und Löwenberg fordern die Potsdamer Landesregierung auf, den Beschluss zurückzunehmen.

Zoff in Stolpe-Süd: Die Gemeinde ist handlungsunfähig. Am 9. Februar 1993 treten vier Gemeindevertreter zurück, nachdem ihnen die Kommunalaufsicht Formfehler bei der Auswahl zweier Ratsmitglieder vorgeworfen hatte. Ärger gibt es auch um die geplante Ansiedlung eines Asylbewerberheimes.

Noch mehr Zoff in Freienhagen: Viele Bürger stürmen am 11. Februar 1993 den Gemeinderat, wollen über aktuelle Probleme sprechen, doch sie kommen nicht zu Wort, weil die Gemeindevertreter Wortmeldungen nicht zulassen. Es kommt zum Eklat, die Bürger verlassen wütend die Sitzung. Im nichtöffentlichen Teil tritt daraufhin Bürgermeister Uwe Mewes zurück.

In Kremmen und Schwante setzen unbekannte Personen Gewerbetreibende unter Druck und verlangen Schutzgelder. Die Rede ist von 300 Mark im Monat. Auch in Velten soll es ähnliche Fälle geben.

Das Kopfsteinpflaster in der Dorfstraße in Germendorf entwickelt sich zu einem Unfallschwerpunkt. Innerhalb von nur drei Tagen kommt es zu mehreren Unfällen mit drei Toten und sieben Schwerverletzten.

RTelenovela

Das Überholen wiederholt

Mittwoch, den 3. Oktober 2012
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Wenn man einen Radfahrer mit dem Auto überholt, ist das ein Ereignis, das nicht wirklich besonders ist. Neulich ist das auf der B273 in Schmachtenhagen so passiert.
Nun gibt es allerdings im Dorf eine große Baustelle, die Bundesstraße wird über Zehlendorf umgeleitet. Das dauert natürlich ein bisschen länger als sonst.

In Wensickendorf bog ich wieder auf die B273 ein – genau in dem Moment, als er Mann auf seinem Fahrrad vorbeirollte, den ich vorhin schon überholt habe.
Nun also das zweite Mal.

Ich verließ die B273 erneut, um meinen Mitfahrer in Richtung Stralsund abzuholen.
Einige Minuten später wunderte sich der Radler sicherlich: Schon wieder, das dritte Mal, hat ihn der selbe graue Wagen überholt – diesmal kurz vor Wandlitz.
Vielleicht hat er sich ja schon aufs vierte Mal gefreut – doch dazu ist es nicht gekommen. Wir fuhren nach dem Tankstopp in Wandlitz Richtung Autobahn.

aRTikel

Küken aus dem Nest geworfen

Samstag, den 14. Juli 2012
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Störche machten in Groß-Ziethen und Hohenbruch kurzen Prozess / Neue Nisthilfe in Kremmen bezogen

MAZ Oranienburg, 14.7.2012

Storchenexperte Roland Heigel schätzt, dass es in diesem Jahr in der Region weniger Nachwuchs gibt. Vielerorts nisten die Pärchen ohne Junge.

KREMMEN/OBERKRÄMER
In Hohenbruch und Groß-Ziethen spielten sich in den vergangenen Wochen Storchendramen ab. Roland Heigel, der Storchenexperte im Altkreis Oranienburg, hatte ein Jungtier in Pflege, das von seinen Eltern in Groß-Ziethen aus dem Nest gestoßen wurde. „Eine Reiterin hat das zwei Tage alte Küken gefunden“, erzählt er. Ein Nachbar habe Heigel verständigt. Doch es hat nichts genützt: Nach vier Tagen Pflege bei Heigel in Wensickendorf starb das Jungtier.
„Dass Störche ihre Jungen aus dem Nest werfen, kommt oft vor“, sagt Roland Heigel. „Es kann sein, dass dann die Nahrungsgrundlage zu knapp war oder die Tiere relativ spät mit dem Brüten dran waren.“

In Hohenbruch beobachteten Passanten, wie ein Storchenpaar sein Junges aus dem Nest warf. „Das Tier hat noch gelebt“, erzählt Roland Heigel. Eine Platzwunde, die vom Bein, über die Flügel bis zum Schnabel klaffte, konnte genäht werden. Das Küken lebt nun ebenfalls in Wensickendorf und ist wohlauf. Heigels Enkelin taufte es auf den Namen Otto.

Wie hoch die Zahl des Storchennachwuchses in diesem Jahr ist, kann der Betreuer noch nicht sagen. „Aber es hätte mehr sein können, das steht schon fest“, sagte er auf Nachfrage der MAZ. In der Region Kremmen und Oberkrämer weiß Heigel von Nachwuchs in Sommerfeld, Schwante und Kremmen. Gute Nachrichten gibt es vom neu aufgestellten Horst nahe der Straße Am Kanal in Kremmen. Erst im Frühjahr wurde dort ein Mast mit einem Nest aufgestellt (MAZ berichtete). „Da hat sich tatsächlich noch ein Paar gefunden, das das Nest bezogen hat“, erzählt Roland Heigel. „Leider waren sie ziemlich spät dran“, ergänzt er. So blieb das Pärchen auf dem Nest ohne Junges.
Der Mast ist aufgestellt worden, weil das bisherige Nest unweit davon im Jahr 2011 bei einem Unwetter zerstört worden ist. „Dabei scheint es sich um eine neue Paarung zu handeln. Hätte sich das damalige Paar vom vergangenen Jahr wiedergefunden und dieses neue Nest bezogen, dann wäre die Chance auf Nachwuchs wesentlich höher gewesen“, so der Wensickendorfer Storchenexperte. So klappern die Störche am Kanal nun also ohne Kinder.

ORA aktuell

Verkehr: Bauarbeiten auf der B273

Samstag, den 7. Juli 2012
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Vom 9. bis 18. Juli kommt es auf der B273 im Oranienburger Stadtgebiet immer wieder zu Straßensperrungen. Das meldet der lokale Nachrichtendienst “Die Mark online”.
Im Bereich zwischen dem Kreisverkehr am Louise-Henriette-Gymnasium und der Brücke über die B96 wird die Fahrbahn abgefräst und erneuert. Es kommt dabei immer wieder und tageweise zu Vollsperrungen.

Darüber hinaus sind auch Abschnitte zwischen Stolzenhagen und Wensickendorf sowie in Germendorf betroffen.