ORA aktuell

Niederländische Yachtcharterfirma verlässt Oranienburger Schlosshafen

Samstag, den 4. Mai 2013
Tags: , ,

Das niederländische Yachtcharterunternehmen “de Drait” hat seinen Standort im Oranienburger Schlosshafen aufgegeben. Ein Grund dafür ist wohl, dass die Stadtverordneten die Errichtung eines Bootslifters im Sachsenhausener Ortsteil Friedenthal abgelehnt haben. Der Lifter hätte für kürzere Schiffswege auf der Havel in Richtung Norden gesorgt, bislang ist der Fluss nördlich der Stadt eine Sackgasse. Von 32 Stadtverordneten stimmt nur acht dafür, vor allem CDU und Freie Wähler waren dagegen.

ORA aktuell

Zwischenfall bei Transport des Oranienburger Weihnachtsbaums

Donnerstag, den 29. November 2012
Tags:

Eigentlich sollte auf dem Oranienburger Schlossplatz eine Tanne aus Sachsenhausen als Weihnachtsbaum dienen. Doch beim Transport kam es am Dienstag zu einem Zwischenfall, wie die Märkische Allgemeine berichtet.
Am Haken eines Baggers brach die 30 Jahre alte Colorado-Tanne auseinander.
Nun steht die eigentlich für den Bötzower Platz geplante Tanne auf dem Schlossplatz.

RTelenovela

Bei Shell: 2 Cent geschenkt und 2 Cent draufgeschlagen

Sonntag, den 18. November 2012
Tags: , , ,

Bei McDonald’s werden seit einiger Zeit Tankgutscheine verschenkt. Der Kunde bekommt 2 Cent pro Liter Rabatt. Wahnsinn! Echt soziale Leute bei Shell! Oder?

Problem 1: Wer diesen Gutschein zum Beispiel bei McDonald’s in Sachsenhausen bekommt, muss erst mal nachfragen, wo man den denn überhaupt einsetzen könne. In Oranienburg gibt’s gar keine Shell-Tankstelle (oder übersehe ich sie permanent?).
Problem 2: Meist ist ausgerechnet Shell die teuerste Tanke.

Ich beobachte das regelmäßig an der Prenzlauer Promenade in Berlin-Pankow. An der Strecke gibt es stadtauswärts genau vier Tankstellen. Shell ist die vierte und letzte – und die teuerste. Meistens liegt der Preis 2 Cent über dem der Konkurrenten. Ein Umsatz, der mich schon sehr lange wundert.
Wenn ich nun aber den McDonald’s-Gutschein sehe, wird mir einiges klar: Man verschenkt Gutscheine mit dem 2-Cent-Rabatt und schlägt vorher einach 2 Cent auf den Preis drauf. Dolle Masche.

Gleichzeitig müsste man mal beim ADAC nachfragen, auf wen die sich da eigentlich einlassen. Dort bekomme ich als Mitglied einen Cent Nachlass pro Liter. Wovon ich auch nichts habe.

RTelenovela

Radtour (21): Ich war noch niemals in Glashütte!

Montag, den 24. September 2012
Tags: , , , , ,

(20) -> 4.9.2012

In der Reihe “Mit dem Fahrrad die Heimat entdecken” geht es diesmal nach Glashütte, einem Ort innerhalb des Oranienburger Stadtgebietes, dessen Existenz ich bislang nicht mal kannte. Und nicht mal Google Maps kennt Glashütte. Dementsprechend stieß ich auch zufällig auf das kleine Örtchen.

Doch zuvor radelte ich an der Havel entlang Richtung Sachsenhausen. In dem lauschigen Viertel stehen viele Bungalows und Einfamilienhäuser. Nahe des Tulpenwegs entsteht sogar ein ganz neues Wohngebiet. Da schert man sich offenbar auch nicht darum, dass Grundstücke so gebaut werden, dass eine Straße plötzlich an einem Erdwall endet, hinter dem nun ein (unbewohntes) Haus steht. Den Spuren nach zu urteilen, haben an der Stelle schon einige Radler und Fußgänger gestanden und sich gewundert. Aber zum Glück kann man an der Seite am Gebüsch vorbei und über eine Minibarriere am Haus vorbei. Quasi direkt übers Grundstück.

Der Bahnhof in Sachsenhausen ist verwaist. Noch ein gutes halbes Jahr fährt von dort kein Zug mehr, mal von durchfahrenden Werkstattzügen abgesehen. Für die Anwohner der Strecke muss es jetzt eine Idylle sein, diese Ruhe.
Ganz leer war der Banhof aber trotzdem nicht. Im Wartehäuschen saß ein Mann und las ein Buch. Die nötige Ruhe dazu hat er ja.

Ich entschied mich, den Oranienburger Weg Richtung Norden entlang der Bahnstrecke zu fahren. Das Kopfsteinpflaster ist zwar nicht mehr das beste, aber die Straße lässt sich erstaunlich gut befahren.
Links von der Strecke sind diverse Felder und kleine Seen, die im Winter gern mal zufrieren. Und plötzlich stand es da: das grüne Ortsschild von Glashütte.
Eigentlich gibt es Glashütte nicht. Auf der kompletten Internetseite von Oranienburg kommt Glashütte nicht vor. Bei Wikipedia gibt es auch keine nennenswerten Informationen. Nur über irgendwelche Immobilienseiten ist ersichtlich, dass Glashütte zu Sachsenhausen gehört. Mehr aber auch nicht.
Viel mehr als zwei kleine Holperstraßen mit ein paar Häusern hat Glashütte aber auch nicht zu bieten. Ist ein ziemlich lauschiges Plätzchen.

Unweit von Glashütte liegt der verlassene Bahnhof Fichtengrund. Die Bahnsteige sind noch zu erkennen, Schilder gibt es keine mehr. Nur ein besprühtes Gebäude, das früher mal so etwas wie eine Wartehalle gewesen sein könnte.

Weiter ging es durch Friedrichsthal zum Oder-Havel-Kanal. Dort, wo heute die Brücke in Richtung Grabowsee ist, gab es früher eine kleine Fähre. Dort befindet sich noch immer ein kleines Ausflugslokal, wo es Kaffee, Kuchen uns Eis gibt. Ein nettes Fleckchen Erde, und die Preise sind auch noch erstaunlich niedrig.

Entlang des Radweges am Kanal und weiter am Lehnitzsee entlang, endete die Tour an diesem sonnigen Herbstsonntag.

RTelenovela

Fast hätte ich mir was am Drive-In bestellt

Freitag, den 13. Juli 2012
Tags: ,

Es ist eine spontane Entscheidung. Ich fahre noch schnell bei McDonald’s in Sachsenhausen ran – ausnahmsweise mal am Drive-In. Es regnet nämlich. Außerdem will ich ja sowieso nur eine einzige Sache.
Ich muss ein bisschen warten. Vor mir stehen noch zwei Autos.
Nach drei Minuten warte, dann kann ich endlich zum Lautsprecher vorfahren. Dort erblicke ich ein rangeklebtes Schild: “Leider kein Shake.”
Was ich wollte? Einen Milchshake.
Ganz toll.

Zum Glück steht hinter mir noch keiner, so dass ich rücksetzen kann und den Hof wieder verlasse.

aRTikel

1992: Waldbrand bedroht Summt

Dienstag, den 26. Juni 2012
Tags: , , , , , , ,

Juni 1992 I -> 19.6.2012

Vor 20 Jahren: Bäume brennen auf 150 Hektar

MAZ Oranienburg, 26.6.2012

Was passierte vor 20 Jahren im Altkreis Oranienburg? Diesmal: die zweite Hälfte im Juni 1992.

OBERHAVEL
Tausende Oranienburger müssen wieder ihre Häuser und Arbeitsplätze verlassen. An der Kremmener Straße liegt eine Fünf-Zentner-Bombe. Eigentlich sollen die Freilegungsarbeiten eine knappe Woche dauern, doch Sprengmeister Horst Reinhardt gibt das Signal: Die Bombe ist so gefährlich, dass es schnell gehen muss.

Vier umherstreunende Pferde und Esel sorgen auf dem Parkplatz an der Oranienburger Hasenheide gegenüber dem Polizeipräsidium für Aufsehen. Vorher sind sie von der Lehnitzschleuse aus dorthin getrabt. Sie stammen von einer Koppel an der Sachsenhausener Biberfarm.

Bernöwe hat die Wahl. Die Einwohner können entscheiden, ob der Ort wieder eigenständig und sich von Schmachtenhagen abkoppeln soll. Das Problem: Wer übernimmt die kommunalen Aufgaben? Das bleibt unklar.

Am Oranienburger Runge-Gymnasium findet erstmals ein Schülertheatertreffen statt. 140 Leute aus dem Kreis, aus Essen und Hamm nahmen teil. Heidrun Baumgardt, die Leiterin des Festivals ist begeistert „von der Aufgeschlossenheit und dem Enthusiasmus der Leute“, sagt sie in der MAZ.

Das Gesellschaftshaus in Oranienburg lebt wieder auf – jedenfalls kurzzeitig. Die Jungen Humanisten wollen im „G-Haus“ die Aktion „Ferien mit Disco zum Anfassen“ starten. Die Zehn- bis 16-Jährigen sollen etwas Abwechslung bekommen, sagt Ronny Howe, der Leiter der Humanistengruppe.

Der Wald brennt, und zwar großflächig. Zwischen Birkenwerder und Summt stehen am 30. Juni 1992 auf einer Fläche von mehr als 150 Hektar Bäume in Flammen. Die Badenden am Summter See müssen den Strand räumen. Rund 350 Feuerwehrleute sind vor Ort. In der Nacht drohen die Flammen, Summt zu erreichen.

aRTikel

1992: Käfer und Kampfhubschrauber

Dienstag, den 19. Juni 2012
Tags: , , , , , , , ,

Mai 1992 II -> 30.5.2012

Vor 20 Jahren: Autoschau auf Soldatenflugplatz / Monika Mittelstädt wird Hohen Neuendorfs Stadtchefin

MAZ Oranienburg, 19.6.2012

Was passierte vor 20 Jahren im Altkreis Oranienburg? Diesmal: die erste Hälfte im Juni 1992.

OBERHAVEL
Die Bewohner der Oranienburger Neustadt sind genervt. Eigentlich sollte das neue Nahversorgungszentrum in der Straße des Friedens (Bernauer Straße) im April 1992 fertig sein, doch die Bauarbeiten laufen immer noch. In der Prenzlauer, Pasewalker und der Freienwalder Straße regieren Dreck und Staub.

Auf dem künftigen Atrium-Gelände zwischen Breite Straße und Leninallee (Berliner Straße) in Oranienburg tut sich dagegen gar nichts mehr. Der geplante Bau des Einkaufszentrums ruht. Baudezernent Horst Ganschow sagt, dass es auf eines der dort noch stehenden Häuser Ansprüche gibt. So lange die nicht geklärt seien, könne nicht abgerissen werden.

Kremmener Bürger verhindern am 2. Juni einen Raubüberfall auf die Sparkasse. Tagelang fiel den Leuten ein Golf aus Berlin auf. Zivilfahnder der Kripo bebeobachten die Sache und greifen schließlich zu. Im Auto liegen Stoffmasken und Gaspistolen.

Monika Mittelstädt wird am 4. Juni 1992 offiziell zur neuen Rathauschefin in Hohen Neuendorf gewählt. Erstes großes Projekt: der Zusammenschluss mit den Verwaltungen von Borgsdorf und Bergfelde.

In Hammer hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die Schule geschlossen werden soll. Die Eltern wehren sich dagegen, dass sie ihre Kleinen zukünftig nach Liebenwalde schicken müssen.

Der Oranienburger Käferclub veranstaltet auf dem Flugplatz des ehemaligen GUS-Regiments eine Schau. Das nutzte die Gelegenheit gleich noch für einen „Tag der offenen Tür“. So vereinten sich VW Käfer und Kampfhubschrauber.

Die Region bekommt ihr erstes chinesisches Lokal. To-Wan Lam will im Juli sein Restaurant „Bo-sen“ in Sachsenhausen eröffnen. Ein Jahr lang haben die Handwerker an dem Gebäude gebaut und renoviert.

Das kann ja mal passieren: Eigentlich soll am 15. Juni 1992 die Kremmener Straße in Oranienburg gesperrt werden. In dem Gebiet wird eine Bombe vermutet. Der Kindergarten ist evakuiert, die Anwohner auch. Nur irgend jemand hat vergessen, die Sperrung der B 273 zu veranlassen. Die Bombenfreilegung muss verschoben werden.