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Radtour (35): Schotter und Kopfsteinpflaster

Freitag, den 31. Mai 2019
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(34) -> 24.5.2019

Zum Himmelfahrtstag passt eine Radtour, und diesmal ließ ich mich wieder von einem Kollegen inspirieren, der ein Teilstück der heutigen Strecke neulich auch erst befahren hat.
Start ist am Oranienburger Schlosshafen. Dort schippern gerade ein paar junge Männer auf einem Boot auf der Havel herum. Sie hören laute Musik und grölen mit. Auf dem August-Wilheim-Steg bleiben immer wieder Leute stehen und schauen zu. Einige singen sogar mit, als das Lied von “Cordula Grün” angestimmt wird.

Ich radelte los. Und im Parkweg gleich das erste Ärgernis, das in Oranienburg ja schon fast Routine ist. Eine Straße mit Schotter. Wer so was entscheidet, ist weder Fußgänger, noch Radfahrer. Auf Schotter mit losen kleinen, spitzen Steinen kann man weder fahren noch laufen. Mit dem Rad ist das unangenehm, aber auch für Leute mit Kinderwagen.
Die Gegend hinter dem Schlosspark ist eine merkwürdige Mischung aus kleinen und großen Wohnhäusern und Kleingärten. Eine spannende und willkürliche aussehende Mischung. Am Luisenweg ist zudem die DDR wieder auferstanden. Eine riesige DDR-Fahne weht über einer Garage.

Ich fahre über die Kanalbrücke zur Thaerstraße. Dort ist in den vergangenen Jahren ein vollkommen neues Wohngebiet entstanden – wie an vielen Stellen in Oranienburg. Auf der rechten Seite der Straße befindet sich so etwas wie ein Gehweg. Bestehend aus Schotter und Sand. Und wieder frage ich mich ernsthaft, was das soll. Der Weg sieht aus wie noch nicht fertig, wie gewollt, aber nicht gekonnt. Radfahren kann man dort nicht und laufen fällt dort sicher auch schwer. Dieser Weg zieht sich die ganze Thaerstraße entlang und weiter am Kühbrückenweg. Stellenweise besteht der in Bordsteinen eingefasste Weg aus Zuckersand. Der pure Wegeblödsinn.
Ich ziehe es vor, auf der Straße zu fahren. Im Kuhbrückenweg wird Oranienburg ländlich. Links sind Spargelfelder, rechts stehen Holzstapel, an einer Stelle befindet so so etwas wie ein verfallener Stall. Im Bereich der B96-Brücke, die erst etwas mehr als 15 Jahre alt ist, gibt es sogar einen richtigen Radweg.

Ich erreiche Tiergarten, eine recht abgelegener Oranienburger Stadtteil. Der eingefasste Sandschotterweg beginnt plötzlich wieder und sieht noch zerzauster aus. Ich fahre wieder auf der Straße, an der Tiergarten-Gaststätte vorbei, in der ein paar Leute sitzen.
Am Ende von Tiergarten endet auch die Asphaltstrecke. Und – hurra – wieder Schotter. Ein paar Radler mühen sich auf dem Weg ab.
Auf der Kuhbrücke im gleichnamigen Wohnplatz mache ich eine kurze Pause und schaue auf die idyllische Natur mit dem Rhin, auf untern durchführt.
In Kuhbrücke gibt es sogar noch ein paar Häuschen, aber schnell befinde ich mich im Wald. Der Weg ist schlecht, Schlaglöcher und Feldsteine. Vermutlich war der Weg früher mal im besseren Zustand.
Der Weg führt bis zur Landesstraße, die ich nahe Teerofen – schon auf Hohenbrucher Gemarkung – überquere.

Es sind durchaus ein paar Leute auf diesem Weg unterwegs. Er führt von Oranienburg-Tiergarten bis Nassenheide und könnte eine wunderbare Radweg-Alternative sein. Von Nassenheide aus ist diese Strecke sogar als Radwanderstrecke ausgewiesen. Aber der Weg ist in miesem Zustand. Er muss früher mit Asphalt überzogen gewesen sein. Davon ist kaum was übrig. Stattdessen: lauter altes, holpriges Kopfsteinpflaster, von dem aber auch kaum noch was übrig ist.
An solche Wege wird offenbar kaum gedacht. Ein zumindest schmales Asphaltband, das sich dort durch den Wald zöge, wäre großartig. Denn die Natur dort ist erholsam, man fährt durch den puren Wald.

Ich erreiche Nassenheide. Wer mit dem Rad durch Nassenheide fährt, lernt das Dorf ganz neu kennen. Auf der Hohenbrucher Chaussee entsteht derzeit ein ganz neues Wohngebiet mit zig Häusern. Wo die bald stehen, war vorher weites Feld. Es ist ein wahnsinnig ruhiges Fleckchen Erde. Zumindest noch.
Und auch der Nassenheider Dorfkern ist vor allem eins: ruhig. Durch das Dorf führt zwar am Rand die B96 durch. Aber abseits davon herrscht Ruhe. Nassenheide hat den Vorteil, kein Durchfahrtsdorf zu sein. Am Ortsausgang kommt nichts mehr – zumindest für Autofahrer. So kann man minutenlang am Dorfanger stehen, auf die Kirche und die anderen alten Gebäude blicken, ohne dass ein Auto kommt.
Durch einen Tunnel an einem Bach geht es unter der B96 hindurch. Auf der anderen Seite geht es auf die Liebenwalder Chaussee, über den Nassenheider Bahnübergang.
Eigentlich wollte ich bis Freienhagen fahren, dann weiter durch den Wald nach Malz. Aber am Dameswalder Weg bleibe ich stehen und schaue auf Google Maps, wohin der Weg führt – und entschließe mich, dort einzubiegen.

Wieder geht es durch den Wald, mit dem Unterschied, dass der Waldweg dort ganz gut befahrbar ist. Ich lande in Neu-Friedrichsthal. Ich wusste als Oranienburger nicht, dass genau genommen Neu-Friedrichsthal ein eigener Ort ist – immerhin gibt es ein eigenes grünes Ortsschild.
Neu-Friedrichsthal liegt auch janz weit draußen. Nahe am Wald gelegen, ist es dort auch sehr ruhig in der relativ kleinen Siedlung. In der Kreuzallee überquere ich die Havel und bleibe dort auf der Brücke auch noch mal kurz stehen. Der Anblick ist einfach schön.
Ich verlasse Neu-Friedrichsthal, einem Ort, den ich bislang nicht kannte, und erreiche den Friedrichsthaler Ortskern mit der Kirche.
Langsam bin ich an einem Punkt, wo ich eigentlich langsam mal wieder zu Hause sein will. Der Wind kommt von vorn, und ich radele durch den Ort, in dem die Gaststätte an Himmelfahrt erstaunlicherweise geschlossen ist.
Mit Mühe erreiche ich wieder Sachsenhausen, ich bin inzwischen auf der selben Strecke von neulich unterwegs, und ich merke, dass ich langsam mal was trinken muss. Aber McDonald’s ist ja nicht mehr weit…

Und dann war da noch der Fußgänger in der Sachsenhausener Straße in Oranienburg, der auf dem Rad- und Fußweg direkt vor mir links – ohne zu gucken – auf meinen Radweg ausscherte, weil vor ihm eine Frau mit Kinderwagen war. Ich war schon so dicht an ihm dran, dass ich mich entscheiden musste: Klingeln oder vollbremsen. Beides ging nicht mehr. Ich bremste scharf, und wir bekamen alle einen Schreck. Der Mann rief mir irgendwas nach, woraufhin ich meinte, das sei der Radweg. Der soll froh sein, dass ich ihn nicht umgekachelt habe, nachdem er unaufmerksam ausscherte.

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Radtour (33): Einmal rüber und noch mal rüber

Dienstag, den 21. Mai 2019
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(32) -> 15.2.2017

Manchmal ist man als Radfahrer merkwürdigen Regeln ausgesetzt. In Oranienburg darf man stadtauswärts in der Bernauer Straße freundlicherweise den Radweg in beide Richtungen benutzen. Will man aber zur Schleuse, ist der ausgeschilderte Weg so: Vor der Carl-Gustav-Hempel-Straße muss man als Radler einmal über die Straße, weil dort der beidseitige Radweg endet. Ist man drüben, fährt man geschätzte 20 Meter, um dann wieder über die Straße zu fahren – denn die Schleuse befindet sich auf der anderen Straßenseite – die man ja gerade verlassen musste.
Anstatt also dass man einmal die Hempelstraße quert, muss man die Bernauer Straße, die B273, sogar zweimal queren. Keine Ahnung, wer sich so was ausdenkt.

Immer wieder schön: der Radweg am Oder-Havel-Kanal. Blöderweise scheint man in Richtung Friedrichsthal immer Gegenwind zu haben. Vor der Grabowseebrücke bog ich aber links ab, um durch den Ort zu fahren.
Friedrichsthal ist ein besonders ruhiges Fleckchen – zumal wenn man die Malzer Chaussee entlangradelt. Man hört die Vögel, und im Waldstück rauschen die Bäume. Es ist ganz wunderbar.
Da merkt man auch, wenn man an der Friedrichsthaler Chaussee bis Sachsenhausen fährt, wie laut plötzlich Autos sein können, wenn sie an einem vorbeirauschen.

In Sachsenhausen fahre ich an der Bahnstrecke entlang. In Höhe der Straße An den Russenfichten gibt es eine Stelle, wo man ganz wunderbar an den Gleisen den Bahnverkehr beobachten kann. Dort rauschen die Züge in hohem Tempo vorbei. Wobei mich durchaus wundert, wie schlecht die Stelle gesichert ist. Aber vermutlich ist es einfach zu teuer, Bahngleise abzuschotten.

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Ampeln als Zeitvergeudung

Samstag, den 18. Mai 2019
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Am späten Nachmittag mal schnell raus aus der Oranienburger Innenstadt?
Ich lache später. Vielleicht.
Es heißt ja immer noch aus der Verwaltung, dass die Ampel an der Schlosskreuzung optimal geschaltet sei. Die Staus davor sind dann wahrscheinlich immer nur Einbildung.

Donnerstagnachmittag staute sich der Verkehr bis in die Neustadt und bis zum Bahnhof. Da war kein Rauskommen mehr – minutenlanger Stillstand in der Stralsunder Straße.
Ich musste nach Kremmen und nahm nun einen Umweg über die André-Pican-Straße und weiter nach Sachsenhausen.
Böser Fehler.

Auf der Granseer Straße herrschte ab der Tankstelle auch Stau. Auch da ging nichts mehr. Ich erinnerte, dass es im Ortskern eine Baustelle gibt.
Die Karawane kroch voran. 15 Minuten vergingen, und wir war schon klar, dass ich nicht mehr pünktlich in Kremmen ankommen würde. Als ich die Baustelle dann erreichte, staunte ich: Da stand zwar eine Baustellenampel – nötig war sie aber gar nicht. Denn die linke Fahrspur war zwar durch Warnbaken beeinträchtigt, aber die standen am Fahrbahnrand. Der Verkehr konnte sich ohne Weiteres begegnen. Und für diesen Mist habe ich nun 15 bis 20 Minuten meines Lebens vergeudet.
Wer so was verantwortet, sollte abgemahnt werden.

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Fußball: Oranienburg gewinnt Stadtderby

Montag, den 25. März 2019
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1450 Leute sahen am Sonntagnachmittag das Oranienburger Fußball-Stadtderby. In der Brandenburgliga spielte der Oranienburger FC Eintracht im eigenen Stadion gegen TuS Sachsenhausen.
Oranienburg gewann mit 1:0. Das Tor schoss in der 21. Minute Miguel Unger. Trainer Enis Djerlek sprach im Anschluss von einem Traumtor.

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ORA aktuell

Hallenfußball: Sachsenhausen gewinnt gegen Oranienburg

Sonntag, den 13. Januar 2019
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TuS Sachsenhausen hat am Sonnabend das Oberhavel-Hallen-Masters in der Oranienburger Turm-Erlebniscity gewonnen. Das Finale gewannen die Fußballer gegen den Oranienburger FC mit 4:2.
Das Eröffnungsspiel an diesem Tag bestritten beide Mannschaften ebenfalls – da allerdings hatten die Oranienburger noch mit 3:2 gewonnen.

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ORA aktuell

Fußball: Oranienburger FC gewinnt Stadtderby

Montag, den 1. Oktober 2018
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Der Oranienburger FC hat am Sonntagnachmittag in der Fußball-Brandenburgliga das Stadtderby gegen TuS Sachsenhausen mit 2:0 gewonnen.
1324 Zuschauer kamen zu dem Spiel in die Sachsenhausener Fußballarena.

Überschattet wurde das Spiel von der Hüftverletzung des Sachsenhausener Pascal Heidenreich. Er rasselte mit anderen Spielern zusammen – das Spiel musste etwa 40 Minuten unterbrochen werden.

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Mücken!

Montag, den 24. Juli 2017
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Dieses Jahr eine echte Plage: Mücken! Man muss nur mal eine Minute in der Dämmerung irgendwo rumstehen, schon fallen sie einen an. Und das in einem Ausmaß, den wir bislang selten hatten.
Ende Juni, nach dem Jahrhundertregen in der Oranienburger Region, gab es in Leegebruch noch einige Tage Hochwasser. Das zog natürlich die Mücken an, und aus dem Ort hört man, dass es mückentechnisch extrem schlimm sein soll.

Ob die Mückenplage aber zwingend etwas mit der Leegebruch-Flut zu tun hat, darf aber bezweifelt werden.
Neulich in Sachsenhausen. An einem Schnellimbiss hatte ich die nicht ganz glorreiche Idee, mich in den Außenbereich zu setzen. Nicht gut. Eine Minute, nachdem ich mich gesetzt hatte, war es mit der Ruhe vorbei. Bssss – und patsch!
Reinsetzen hilft übrigens auch nicht – denn die Türen stehen offen. Für die Mücken eine gute Gelegenheit, ins Licht zu fliegen und auch drinnen zu nerven.
Die Plage dort herrschte übrigens auch schon vor Ende Juni.

Neulich in Vehlefanz, wieder vor einem Schnellimbiss. Wir hatten uns beim Essen schon entschlossen, uns gar nicht erst rauszusetzen. Dann waren wir aber so unvorsichtig, noch an den Autos rumzustehen und zu quatschen. Und wieder: Bssss – und patsch! Zerstochen innerhalb weniger Minuten.

Aber es ist auch kein regionales Problem: Neulich, am Strand von Binz. Während der Dämmerung stand ich reglos am Ostseeufer. Und auch da dauerte es nur wenige Augenblicke, bis sich die Mücken auf mich stürzten.
Da helfen wohl nur lange Klamotten. Kurze Hose und T-Shirt sind in der Dämmerung draußen momentan echt kein Bringer!

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