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Probe mit Willi, dem Hasen

Greensession und die MAZ: Ein Jahr mit Höhen, Tiefen und einem umjubelten Höhepunkt

MAZ Oranienburg, 31.12.2002

OBERHAVEL
Ist es wirklich schon 16 Monate her, dass ich das erste Mal im Proberaum von Greensession stand? Proben, Konzerte, Fototermine: Fast immer war ich dabei. Lernte die Jungs näher kennen, viele Leute, viele Orte. „Die MAZ-Jugendseite begleitet Greensession auf dem Weg nach oben“, heißt es immer im Vorspann zu den Artikeln dieser Reihe. Und auch ich selbst hätte nie gedacht, wo uns dieser Weg überall hinführen würde.
Zum Beispiel nach Kremmen, in die Stadtparkhalle. Wo man offensichtlich nicht mitbekommen hat, dass der Aschermittwoch schon vier Tage zurücklag. Egal, beim Kinderkarneval achtet da eh’ keiner drauf. Die vier Jungs, Rafi, Flo, Christoph und Benny, hatten die Ehre, das abgeschlossene Faschingsprogramm abzuschließen. Nun ja. Nach eben diesem lustigen Programm mit Büttenrede und „Mini-Playback-Show“ waren alle Leute bereits gegangen, weshalb das Greensession-Konzert auch vor der abbauenden Truppe stattfand.
Umso erfreulicher war der 4.Platz beim Rockwettbewerb im Fuchsbau Mitte März in Berlin-Reinickendorf. Insgesamt 50 Bands haben sich beworben. Greensession schaffte es bis ins Finale, in dem ansonsten eher die härtere Musik-Fraktion vertreten war. Die Freude bei allen war riesengroß, der Finaleinzug aber auch verdient.
Im Mai gab es dagegen von der Jury des RockPopJazz-Festivals in Strausberg härtere Worte. Die Herren waren nicht zimperlich. Sätze wie „Du stehst nicht dahinter!“ fielen. Das hat erst mal gesessen, damit hat niemand gerechnet.
Ganz anders, viel erfreulicher, sah das schon wieder im Juni bei „La Jeune Fête de la Musique“ in der Wuhlheide aus. Der erste Platz! Der erste gewonnene Bandwettbewerb. Leider nur vor 16 Zuschauern. In dem Zusammenhang ist es auch immer wieder interessant, was die Veranstalter im Vorfeld eines Konzertes für Besucherzahlen ankündigen. So hieß es, beim Naturparkfest in Briese rechne man mit Leuten im vierstelligen Bereich. Nun gut, es waren nicht ganz so viele. Vor der Bühne standen vielleicht zehn Leute. Das war einer der weniger angenehmen Momente.
Dies war auch Rafis letzter Auftritt als Sänger, er wollte sich schon immer lieber nur um die Gitarre kümmern. Da kam Tobi gerade richtig. Für eine Demo-CD sollte er Greensession seine Stimme leihen. Für ihn selbst war recht schnell klar, dass er länger bleiben wolle. Nun mussten ihn die Jungs nur noch fragen. Sie trauten sich: auf der Party zu Christophs 18. Geburtstag. Der flotte Fünfer war perfekt.
Als solcher ging es Mitte November ins Hennigsdorfer Conny Island. Vor mehr als 100 Gästen gab Greensession das bisher größte Konzert. Vor jubelnden Fans stellten Tobi, Rafi, Flo, Christoph und Benny das Ergebnis einer langen und ertragreichen Probenphase vor. Mit zwei Zugaben – ein voller Erfolg. Ein Jahresabschluss, wie wir ihn uns alle gewünscht haben: Die Zuschauer waren begeistert, die „Greenies“, wie sie danach im Forum ihrer Internetseite genannt wurden, überglücklich. Und ich natürlich auch. Denn natürlich sind uns allen Erfolge lieber als alles andere. Der Auftritt im „Conny“ fand nicht nur in der MAZ Erwähnung. Auch von den Kollegen kamen anerkennende Zeilen.
Meine interessantesten und schönsten Augenblicke mit Greensession hatte ich selbst allerdings vor und nach den Konzerten, beziehungsweise ganz abseits der großen und kleinen Auftritte. Auf langen Autofahrten wurde viel gelacht, während mancher Probe gab’s ein Extra-Ständchen
à la „Willi, der Hase“.
Und wohin führt der Weg im nächsten Jahr? Egal wohin – viel Erfolg dabei!

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