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Magnum P.I.

Donnerstag, den 18. April 2019
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MI 17.04.2019 | 20.15 Uhr | VOX

Und wieder ein Serien-Remake und die Frage, für wen das eigentlich interessant sein könnte.
Am Mittwochabend liefen bei VOX die ersten beiden Folgen von “Magnum P.I.”. Dabei handelt es sich um das Remake der Krimiserie, die ab 1980 in acht Staffeln mit 162 Folgen zu sehen. Wir erinnern uns: Tom Selleck war Thomas Magnum, mit Schnauzbart und Hawaiihemd.

In der neuen Serie ist Thomas Magnum ein relativ glatter Schnösel ohne Bart und Hawaiihemd, aber immerhin mit schnellem Auto. Damit irgendein Bezug zur alten Serie hergestellt wird, heißt einer seiner Zankpartner Higgins. Den gab es 1980 auch, war dort aber – im Gegensatz zu jetzt – ein Mann.
Magnum muss einen Fall lösen, und irgendwie ist das alles nur mäßig interessant. Weil kaum besonders, kaum lustig und spannend auch nur selten. Das packt nicht.

Aber vor allem ist mal wieder die Frage: Wen will man eigentlich mit “Magnum P.I.” erreichen? Alte Fans finden in der Neuversion nichts, mit denen sie sich identifizieren können. Für heutige junge Zuschauer ist die Serie eher uninteressant, da haben Netflix und Co. wirklich Packenderes zu bieten.
Das ist die Krux von “Magnum P.I.”: Als Remake taugt die Serie nicht. Aber ohne den bekannten Titel (und die bekannte Musik im Vorspann) würde über diesen Serienstart vermutlich kaum jemand reden.

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Goodbye Deutschland! Die Auswanderer: Laura und der Wendler

Mittwoch, den 27. März 2019
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MO 25.03.2019 | 20.15 Uhr | VOX

Eigentlich wollten sie das Ganze ja privat halten, damit gar nicht in die Öffentlichkeit gehen. Aber irgendwie müssen sie dann doch anders entschieden haben, denn plötzlich war ständig ein Team von VOX um sie herum und hat alles gefilmt. Jedes, ähm, ganz spontane Gespräch. Jede, hüstel, sehr spontane Umarmung.

Der Wendler hat eine Neue. Wie gesagt, eigentlich wollte er das privat halten, erzählte er, aber irgendwer hat halt die öffentlichen Fotos auf Instagram bemerkt, die er für seine Fans gepostet hat.
Am Montagabend ging es bei “Goodbye Deutschland” um Auswanderin Laura. Sie ist 18 und hat einen neuen Freund. Er heißt Michael Wendler (46) und ist ein Promi.
Es ist Liebe.
Deswegen nimmt man es als 18-Jährige auch hin, dass ein VOX-Team mit im Kinderzimmer in Tangermünde steht, während sie mit dem Wendler über Facetime plaudert und danach ein bisschen traurig ist, weil sie ihn nun schon fünf Wochen nicht mehr ge… sehen hat. Es ist ihr sicherlich auch schwergefallen mit ihren beiden Freundinnen und dem VOX-Team über den Alex in Berlin zu schlendern.

Laura darf den Wendler dann in the ju-es-ay besuchen. Der wohnt allerdings noch mit seiner Ex zusammen, aber freundlicherweise räumt sie das Anwesen und ihre in ein Gästezimmer, das sich glücklicherweise auch auf dem Wendler-Anwesen befindet. Wirklich freundlich von ihr.
Und während der Wendler endlich wieder seine Laura in den Arm nehmen darf und ihr mit der Hand den Hintern kneten und seine Finger über die… Will man das eigentlich alles sehen?

Und was läuft da überhaupt falsch? Michael Wendler ist gerade mal ein paar Tage mit dem Mädchen zusammen, und sofort muss das Fernsehen kommen und eine Dokusoap über das aufregende Liebesleben (gähn) der beiden drehen. Und so sehen wir das traute Paar, wie es am Strand sitzt und sind dabei, als der Wendler sie fragt, ob sie wirklich die Schule abbrechen will. Ist doch so wichtig, die Schule.
Wobei natürlich – und das muss man wissen – in der Schule selten Kameras dabei sind, um das interessante Leben einer 18-Jährigen abzufilmen. Da kuschelt man doch lieber mit dem Promi in the Ju-es-ay und dreht ein paar uninteressante Dokusoaps. Nächste Station: Dschungelcamp?

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Goodbye Deutschland! Viva Mallorca!: Die letzten Tage von Jens Büchner – und die Zeit danach

Mittwoch, den 13. März 2019
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MO 11.03.2019 | 20.15 Uhr | VOX

In guten wie in schlechten Zeiten. Und ein bisschen wie in der “Truman Show”.
2010 war es, da war Jens Büchner ein Auswanderer, der sich dabei von einem VOX-Team begleiten ließ. Es blieb jahrelang bei ihm, und wie wir jetzt wissen: Bis fast zum Schluss.
Im Spätherbst 2018 ist Mallorca-Jens gestorben. Es ging ziemlich schnell, Krebs.

Seine Prominenz nährte sich durch sein bloßes Dasein in einer Dokureihe. Da ist es fast logisch, dass auch sein Tod in eben jener Dokureihe thematisiert wird. Das Team war bis zu seinem Ende dabei, als er in der Klinik von Palma de Mallorca starb.
Deshalb herrschte auch eine Mischung aus Neugier und Kopfschütteln, als es hieß, dass VOX in “Goodbye Deutschland” auch Büchners Tod zelebrieren würde. Am Montagabend wurde die Folge gezeigt.

Und tatsächlich ist man im Zwiespalt. Als klar war, dass Büchner schwerkrank war, düste das VOX-Team schnell nach Malle. Man sei ja schon so was wie befreundet, und deshalb wolle man trös…, äh, filmen, wie denn Büchners Frau Daniela heulend auf der Terrasse sitzt und ein Statement in die Kamera sagt.
Auch in der schweren Stunde filmt das Team weiter. In der Klinik sind wir dabei, wie die Familie an Büchners Krankenbett tritt und wie der Stiefsohn weinend zusammenbricht.
Wie Jens in der Situation auf die Heulattacke reagiert hat, wissen wir nicht. Denn, immerhin: VOX hat darauf verzichtet, den vom Krebs gezeichneten Mann im Krankenhausbett zu zeigen. Die Kamera war nur auf die Familie gerichtet, was aber eigentlich nicht minder pervers war. Und übrigens wäre es nicht weniger pervers, wenn das VOX-Team diese Szenen, wie die Familie ans Krankenbett tritt und wie der Sohn einen Weinkrampf bekommt, später nachgestellt haben sollte.

Am Punkt, wo klar war, dass Jens Büchner in wenigen Tagen sterben werde, habe sich das Kamerateam entschlossen, die Arbeit einzustellen. Die Zuschauer sahn nur kurz ein Handyfoto von Jens und Daniela, drei Tage vor seinem Tod. Daniela zeigt es kurz in die Kamera.
Das Team kommt aber später wieder. Wie geht die Familie mit dem Verlust um? Die Reporterin hakt nach, wie es denn nun ist, und als der Stiefsohn wieder weinen muss, nimmt seine Mutter ihn mit auf die Treppe – und natürlich folgt der Kameramensch den beiden diskret, aber man will ja nichts verpassen.

Vermutlich hätte Malle-Jens die Sendung sogar gefallen. Aber als Außenstehender war diese Trauersendung schon ziemlich befremdlich, weil man in eine Privatsphäre eintritt, die scheinbar irgendwer mal zugelassen hat, bei der man aber eigentlich gern sagen will: Wollt ihr nicht lieber ganz für euch trauern?

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Das war 2018!

Montag, den 31. Dezember 2018
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Ein sonniger Winternachmittag auf dem Kudamm in Berlin. Die Lichter an den Bäumen sehen zum Träumen aus. Johannes B. Kerner und Marcus Lanz plaudern ein wenig, sie wollen auf den Weihnachtsmarkt, und Marcus freut sich schon auf das Mettbrot, das er sich kaufen will. Träumerisch blickt Johannes den Marcus an und greift nach seiner Hand, als… ähm…
Nein, nein, diese ausgedachten Geschichten sollte ich wirklich lassen. Das konnte Claas Relotius vom “Spiegel” sehr viel besser. Allerdings ist er damit im Dezember 2018 dann doch aufgeflogen. Peinliche Sache, auch für den “Spiegel”, der ja angeblich alles nachrecherchiert, was die Reporter so abliefern.

Der Skandal ist Futter für alle, die sowieso sagen, dass die Medien allesamt lügen, wenn es um brisante Themen geht. Dabei sind 2018 einige heikle Dinge aufgedeckt worden. Da ging es um die Football-Leaks und die Frage, wie sehr sich Fußballvereine von den Fans entfernen. Um den Steuer-Raubzug großer Banken bei den CumEx-Enthüllungen. Um nur zwei dieser Storys zu nennen.
Auch wenn es um die Flüchtlingskrise geht, haken die Journalisten inzwischen knallhart nach. Dass dabei andere, vielleicht sogar wichtigere Themen, untergehen, bemerken offenbar nur die Zuschauer. Bei den Sommerinterviews von ARD und ZDF ging es oft 18 Minuten um die Flüchtlingskrise und zwei um den Rest. Nur bei Alexander Gauland von der AfD ging es fast nur um den Rest – und Gauland schien ratlos.

Die AfD sitzt seit 2017 im Bundestag, und immer meinen die Blauen, Unrecht in den Medien aufgedeckt zu haben. Im Brennpunkt steht dabei die Band “Feine Sahne Fischfilet”. Dass sie mal vom Verfassungsschutz beobachtet worden ist, hängt ihr noch ewig nach, und die linke Band ist der rechten AfD ein Dorn im Auge. Andererseits wird aber auch jede Kleinigkeit über “Feine Sahne Fischfilet” in den Medien durchgekaut. Als die Band für das ZDF in Dessau ein Konzert aufzeichnen wollte, sagte der Veranstalter, die Bauhaus-Stiftung, den Veranstaltungsort ab. Eine Diskussion, die für die AfD ein voller Erfolg war.
Ebenso die Diskussion um eine KiKA-Doku über ein junges Mädchen, das einen Moslem liebt, wo die AfD der Meinung war, so etwas könne man nicht unkommentiert lassen. Als Deniz Yücel in der Türkei freigelassen worden ist, wollte die AfD wissen, ob der nicht vielleicht selber schuld war, dass er in Haft war. In den sozialen Netzwerken versuchen viele Parteimitglieder weiterhin, die Gesellschaft zu spalten.

In Cottbus hat das schon gut funktioniert. Die Rechten sind dort der Meinung, dass die Stadt überfremdet sei, dass es zu viele Straftaten von Flüchtlingen gebe. Der Hass bei den Demos, an denen Normalos mit den Rechtsextremen gemeinsam marschieren, richtet sich auch gegen die Medien. Der rbb wird ebenso angefeindet wie die Reporter der Lausitzer Rundschau. Da helfen auch Diskussionssendungen, die der rbb live aus Cottbus sendet, nur wenig. Aber wenigstens bleibt man im Gespräch. Irgendwie.

Das scheint auch das Ziel von CSU-Innenminister Horst Seehofer zu sein. Als er seinen Rücktritt, nun ja, androht, berichten die Nachrichtensender in Dauerschleife. Tritt er zurück? Oder doch nicht? Oder doch? Seehofer weiß nicht so recht, und ganz Deutschland wartet auf einen eventuellen Bruch der Großen Koalition. Als die Meldung bekannt wird, dass sich gar CSU und CDU trennen, schickt ntv die Breaking News gleich auf Sendung – um dann die nächste Breaking News hinterher zu schicken, dass man einer Ente aufgesessen sei. Aber es musste eben schnell gehen. Keiner hatte 2018 so viele Comebacks wie Seehofer.

Comeback ist sowieso ein gutes Stichwort. Fernsehmacher glauben, dass die Zuschauer darauf abfahren, wenn alte Serien wiederbelebt werden. In Deutschland floppte allerdings die Neuauflage von “Akte X” oder “Will & Grace”. Selbst Shows wie “Dingsda” im Ersten und “Die Montagsmaler” im SWR-Fernsehen laufen eher mau.
Die “Lindenstraße” dagegen wird nicht fortgesetzt. Im März 2020 wird nach fast 35 Jahren die letzte Folge laufen. Begründung: schlechte Quoten und inhaltliche Unzufriedenheit. Von einer Absetzung aus inhaltlichen Gründen von “In aller Freundschaft”, “Rote Rosen”, “Sturm der Liebe” oder “Rentnercops” ist allerdings noch nichts bekannt.
Auch an der Vormittagssendung “live nach neun” hält man im Ersten fest, obwohl die Zuschauerzahlen ein Desaster sind. Ähnlich sieht es am Vorabend in Sat.1 aus. Mit “Endlich Feierabend” versucht man da zum x-ten Mal das Frühstücksfernsehen zu kopieren – und scheitert zum x-ten Mal. In diesem miesen Sog läuft auch die neue Dailysoap “Alles oder nichts” ziemlich mies. Sie hatte nie eine wirkliche Chance.
Auch ProSieben hat Sorgen. Die neuen Folgen der “Simpsons” laufen richtig schlecht. Bei Sat.1 wird die Unternehmershow “Start up” abgesetzt, obwohl doch Jurymitglied Carsten Maschmeyer so doll dafür geworben hat. Aber vermutlich wollten gerade wegen ihm so wenige einschalten.
Bei Sky dachte man sich, es sei eine gute Idee, die Castingshow “X-Factor” aus der Versenkung zurückzuholen. Die Quoten waren kaum messbar, und wer gewonnen hat… ähm… Wer hat da eigentlich gewonnen? Eine weitere Staffel ist ausgeschlossen.

Es wird für das herkömmliche Fernsehen immer schwieriger, Aufmerksamkeit zu erregen. Die Mehrzahl der jungen Zuschauer schaut schon überwiegend online. Und dann eher Netflix oder Amazon Prime, auch Youtube ist ein echter Konkurrent.
Ein Opfer ist der Musiksender VIVA. Nach 25 Jahren wird Silvester der Stecker gezogen, MTV aus dem gleichen Senderkonzern lebt weiter, aber in der Nische. Immerhin noch wacker hält sich Deluxe Music. Musikclips schaut man an sich aber eher bei Youtube.

Immerhin: Man bemüht sich aber noch. Im Ersten läuft im Herbst “Babylon Berlin”, die teure Co-Produktion mit Sky. Auf dem “Tatort”-Sendeplatz werden etwa acht Millionen Zuschauer erreicht. Das Interesse am Berlin der 20er-Jahre schwindet jedoch, am Ende schauen weniger als vier Millionen zu. Allerdings stehen in den diversen Kritiken zur Serie, in denen es hieß, man müsse als Zuschauer drei Folgen durchhalten, bis man es eventuell verdammt gut fände, auch für sich. Allerdings sorgt die Serie auch für einen der magischsten Momente des Fernsehjahres – nämlich mit einer Szene in einem Tanzclub, die für Gänsehaut sorgt.
Im ZDF wird “Bad Banks” von der Kritik gelobt, ist aber dennoch langweilig. Amazon Prime dagegen trumpft mit einer neuen Staffel “Deutschland 86” auf und mit “Pastewka” auf.

Das Fernsehen steht aber immerhin noch für Events. In diesem Land lief es glücklicherweise für Deutschland auch mal gut beim Eurovision Song Contest in Lissabon. Michael Schulte schaffte den 4. Platz. Die Diskussionen darum, dass niemand Deutschland mag und wählt, finden nicht statt.
Bei der Fußball-WM dagegen, ach, lassen wir das. Immerhin sorgte das WM-Spiel von Deutschland gegen Schweden mit 27,48 Millionen Zuschauer für den 2018er-Quotenrekord.
Und auch als in Großbritannien Harry und Meghan heirateten, waren ein paar Millionen dabei – auch Ross Antony, der für RTL vor Ort und ausrastete, nur weil das Prinzenpaar in der Kutsche an ihm vorbeirauschte.

Aber nicht alle haben Glück mit Großereignissen. In letzter Minute hatte Eurosport für die Olympischen Winterspiele in Korea Sublizenzen an ARD und ZDF vergeben. Die Folge: Die meisten Zuschauer waren bei ARD und ZDF dabei, für Eurosport 1 und den Frauensender TLC blieben kaum Zuschauer übrig. Selbst die Abendshow “Zwanzig18” hatte auf zwei Sendern parallel gerade mal 200.000 Zuschauer. Dass man in Korea eventuell einen koreanischen Dolmetscher braucht, konnte man im Ersten allerdings echt nicht ahnen.
Und dann der Echo. Der Musikpreis gerät 2018 zum Debakel. Farid Bang und Kollegah rappten davon, dass sein Körper definierter sei als von Auschwitz-Insassen. Kam nicht überall gut an, Preise gab es dafür trotzdem, und Proteste auch. Selbst in der Show herrschte Unruhe. Danach geben diverse Promis ihre Echos zurück. Ende vom Lied: Der Echo ist tot.

2018 war wieder ein Jahr der Abschiede. Wir mussten uns von vielen Promis verabschieden. Die große Aretha Franklin lebt nicht mehr. Monserrat Caballé ist verstummt. Ebenso die Musiker Holger Biege, Jürgen Marcus, DJ Avicii, Lys Assia, France Gall, Ingo Insterburg, Abi Ofarim, Dolores Edwards (Cranberries) und Charles Aznavour. Auch nicht mehr da: die Schauspieler Rolf Hoppe, Morten Grunwald, Burt Reynolds, Rolf Zacher, Siegfried Rauch, Wolfgang Völz, Jochen Senf und Ulrich Pleitgen. Die Sportler Markus Beyer und Graciano Rocchigiani. Die Fernsehleute Dieter-Thomas Heck, Egon Hoegen, Wilfried Scharnagl, Gunther Witte, Friedrich Moll, Stefanie Tücking, Martin Haas, Thomas Leif und Dagobert Lindlau. Die Entertainer Jens Büchner und Daniel Küblböck, der am Jahresende nach einem Sturz vom Schiff immer noch als vermisst gilt. Die Politiker George Bush, seine Frau Barbara Bush, Philipp Jenninger und Kofi Annan. Wissenschaftler Stephen Hawking, Sternekoch Paul Bocuse, Kirchenmann Karl Kardinal Lehmann, Unternehmerin Käthe Wohlfahrt. Die Autorin Philip Roth und Christine Nöstlinger. Sie werden fehlen.

Auch Nachrichten fehlen. RTL II findet, dass die News zu wenige Zuschauer haben. Deshalb laufen die nun am Nachmittag und sind fünf Minuten kürzer. Und auch der rbb hat seine Spätnachrichten um die Hälfte auf 15 Minuten gekürzt. Damit um 22 Uhr gut abgehangene und preiswerte ARD-Degeto-Schnulzen laufen können. Bei N24 hat sich dagegen wenig geändert – bis auf den Namen: Welt.

Und sonst so? Sascha Hehn will nicht mehr Kapitän vom Traumschiff sein. Ist ihm vielleicht zu doof geworden. Kein Wunder.
Spiegel TV ist 30 geworden. Geschenk von RTL: Sendeplatzverschiebung auf den späten Montagabend. Glückwunsch.
Auf Sat.1 durfte im “Promi Big Brother”-Haus eine gewisse Katja Krasavice minutenlang in der Wanne mit dem Duschkopf masturbieren.
Die Chefs vom FC Bayern München teilten den Journalisten mit, dass die ein bisschen genervt von der ewigen Kritik seien. Bitte mal aufhören. Danke.
Dunja Hayali moderiert nun auch das “Aktuelle Sportstudio” im ZDF. Ihren Hatern bleibt aber auch gar nichts erspart.
Das SWR-Mega-Live-Event “Jäger der versunkenen Lok” musste ausfallen. Mangels versunkener Lok. Ist aber erst nach 25 Jahren Suche aufgefallen.
Und dann noch die Helene und der Flori. Es ist so traurig.

Kann man da eigentlich noch das Jahresende feiern? Darf man sich da noch auf 2019 freuen? Mit neuen Diskussionen und Hasskommentaren und den aktuellen Wasserstandsmeldungen von “Feine Sahne Fischfilet?” Und den neuen Schluckaufs der AfD? Wir bleiben dran und freuen uns auf 2019. Und Michelle ist auch dabei.

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Arlo & Spot

Montag, den 10. Dezember 2018
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SA 08.12.2018 | 20.15 Uhr | VOX

Gibt es im Kino einen neuen Disney-Pixar-Film, dann kann man sich relativ sicher sein, dass es hochwertig animierte Filme sind, die Spaß machen. Meistens jedenfalls. Manchmal ist man dagegen überrascht, wenn man am Ende mitbekommt, dass man gerade einen Pixar-Film gesehen hat.

Am Sonnabend zeigte VOX zur besten Sendezeit “Arlo & Spot”. In dem Film geht es um einen jungen Dinosaurier, der mit einem kleinen Menschenkind durch die Wildnis irrt.
Ganz süß irgendwie, aber auch sehr kindlich. Eigentlich ist “Arlo & Spot” nicht zwingend ein Film für die Primetime.
Für einen Pixar-Film ist er zudem erstaunlich schlecht animiert.

Ich gebe es zu: Ich dachte beim Schauen, dass es sich um eine europäische Produktion handelt. Die hänmgen ja meist bei der Tricktechnik noch ein wenig hinterher. In “Arlo & Spot” wirkten die Landschaften steril. Hintergründe wirkten nur zusammengebaut, auch die Bewegungen der Dinos sahen sehr simpel aus, das Menschenkind war seltsam hässlich animiert.

Das alles wirkte gar nicht wie ein Pixar-Werk, und tatsächlich gab es, wie man lesen kann, interne Probleme. Die Macher waren unzufrieden, die Ausrichtung des Filmes wurde später geändert, der Regisseur wurde ausgetauscht. Kein gutes Omen, und das sieht man dem Film auch an.
Dass die deutsche Fassung auch noch schlecht synchronisiert ist – nun ja, es passt ins Gesamtbild.

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Milk & Honey

Donnerstag, den 15. November 2018
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MI 14.11.2018 | 21.15 Uhr | VOX

Callboys! Sex! Das sind doch bestimmt Stichworte, die aufhorchen lassen. Dachte man sich bei VOX, als es darum ging, eine neue Serie zu produzieren.
Die Messlatte war extrem hoch. “Der Club der roten Bänder” war einst die erste VOX-Serienproduktion. Nach dem Ende sollte daran “Milk & Honey” anknüpfen. Schließlich hatte sich VOX mit der Jugend-Klinikserie einen Namen gemacht. Den gilt es nun zu pflegen.

In den heimatlichen Weiten Brandenburgs findet Johnny nach einem Jahr im Ausland alles anders vor. Die Imkerei seines Vaters hat sich in eine Agentur für Escortgeschäfte verwandelt. Ist Johnny erst empört, kann er bald gar nicht anders. Es ist kein Geld mehr da. Und bezahlter Sex – das ist doch auch mal nett. Gemeinsam mit drei Freunden will er die Frauenwelt beglücken.

Nun muss man aber sagen: Ein irgendwie interessanter Plot macht noch keine gute Serie. Am Mittwochabend liefen die ersten beiden Folgen, und war Teil 1 irgendwie noch recht amüsant, glitt Folge 2 schon in die Langeweile ab.
Denn irgendwie sollte um die Grundidee noch eine interessante, spannende oder emotionale Story gestrickt werden. Doch ob der Escorttyp es schafft, die Kundin im fahrenden Auto zu befriedigen ist schmunzelig, aber irgendwie auch unangenehm. Es fehlen mitreißende Konflikte.

In Folge 1 ist zudem ständig aufdringliche Countrymusik zu hören, die leider überhaupt nicht zur Serie passt. Die Stimmung wird damit nicht getroffen.
Auch ist die schauspielerische Leistung stellenweise nicht besonders gut. Einige Satzfetzen gehen komplett in Genuschel oder einer schlechten Aussprache unter, es fehlen sowieso wirkliche Sympathieträger.

So ist “Milk & Honey” so ganz und gar unbesonders. Es ist keine Serie, der man entgegenfiebert, die den Zuschauer emotional mitnimmt.
Schade ist das wohl nur deshalb, weil die Erwartungen so übertrieben hoch waren.

Hits: 250

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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1

Montag, den 29. Oktober 2018
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SA 27.10.2018 | 20.15 Uhr | Sat.1

Na, hast du am Sonnabend zufällig Harry Potter auf Sat.1 gesehen? Dort lief “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1”. Es ist die erste Hälfte des großen und spannenden Finales. Wirklich spannend, und quasi mittendrin endet der Film sehr plötzlich mit dem Hinweis, dass die Fortsetzung bald folgt.

Und jetzt bist du doch sicherlich schon ganz gespannt, wie es am nächsten Sonnabend weitergeht, wenn Teil 2 in Sat.1 zu sehen sein wird. Blöd nur: Da läuft dann was ganz anderes. Teil 2 wird in nächster Zukunft gar nicht auf Sat.1 zu sehen sein. In Wirklichkeit hast du Teil 2 nämlich schon verpasst. Der lief bereits am 11. Oktober – bei VOX. Dort wiederum, ohne, dass vorher Teil 1 zu sehen war.

Die Ausstrahlungsrechte für die Harry-Potter-Filme sind auf die ProSiebenSat.1- und auf die RTL-Gruppe aufgeteilt. Und so wuseln immer mal wieder irgendwelche Filme der Zauberer-Reihe durch die Sender. Neulich gab es Teil 4 auf Sat.1 und wenig später Teil 3 bei VOX. Die Sender scheren sich nämlich schon lange nicht mehr darum, dass man den Zuschauern logische Serienabfolgen zeigt. Hauptsache die Zeit wird gefüllt, ohne dass es viel kostet. Haben die Zuschauer halt Pech.
Im Fall der Heiligtümer des Todes mit dem 1. und 2. Teil, die wahllos ausgestrahlt werden, ist das aber besonders ärgerlich.

Hits: 141