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15-Jähriger befriedigt sich im Oranienburger Kaufland

Freitag, den 13. Oktober 2017
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Vorfall in der Oranienburger Kaufland-Filiale. Ein 15-Jähriger hat sich im Supermarkt selbst befriedigt. Er ejakulierte dabei auf die Waren im Regal – in dem Fall Babynahrung. Er habe dann versucht, die Produkte mit der Hand sauber zu machen, wie die Polizei berichtet.

Er wurde dabei erwischt, die Aufregung bei Mitarbeitern und Kunden sei groß gewesen. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Exhibitionismus auf.

RTZapper

Tatort: Hardcore

Donnerstag, den 12. Oktober 2017
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SO 08.10.2017 | 20.15 Uhr | Das Erste

Die Heuchler von der “Bild” fanden den “Tatort” vom Sonntag wieder mal sehr empörend. Weil er im Pornofilm-Business spielte, und weil die Kommissare ständig von Gangbang und Bukkake sprachen und Leute beim wichsen zu sehen waren, ohne dass man den Vorgang an sich explizit sah. Alles ganz schlimm.
Dabei berichtet doch die “Bild” auch ständig über Sex. Neulich erst, über Sexpärchen, die es an kuriosen Orten trieben. Oder wenn es mal Brüste zu zeigen gibt, dann ist man bei der “Bild” ja auch alles andere als verschämt.
Also bitte mal ganz still sein.

Im “Tatort: Hardcore” am Sonntagabend im Ersten ging es um eine ermordete Hobby-Pornodarstellerin. Die Münchner Kommissare Batic und Leitmayr nahmen ihre Ermittlungen auf und bekamen einen Einblick in die Pornofilm-Branche.
Das kam nicht überall gut an. Denn in diesem Film schmissen die Leute nicht nur um sich mit pornösen Begriffen um sich. Ohne zu viel zu zeigen, gab es doch eindeutige sexuelle Momente. Es gibt um Sexpraktiken, um die Art, wie Pornos gedreht werden.
Das ist speziell. Aber das ist auch das Leben. Und vor allem sollten wir uns nichts vormachen: Deutschland liegt in Sachen Pornokonsum recht weit vorn, und wenn es heißt, man müsse doch die Kinder schützen: Die lachen doch über uns.

Regisseur Philipp Koch sagte, für die Authentizität brauchte es den Mut, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Einige finden die Praktiken eklig, andere nicht oder weniger, aber es werde nicht offen darüber gesprochen, oder nicht wertfrei. Das solle der Ansatz für den “Tatort” sein. Da, wo nicht über Sex, Lust und die schwierige Grenze zur Perversion gesprochen werde, entstehe Missbrauch.
Damit hat er ziemlich recht.
“Hardcore” war nun wirklich nicht der beste “Tatort” aller Zeiten. Er war manchmal wunderlich, irgendwie eklig. Aber er zeigte auch eine den meisten sonst verschlossene Welt. Und die Frage ist: Warum muss die verschlossen sein? Man muss das ja nicht mögen, aber mal drüber sprechen sollte möglich sein. Und nicht so heuchlerisch rumlabern wie die “Bild”-Leute.

RT im Kino

Dream Boat

Dienstag, den 18. Juli 2017
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Eine Kreuzfahrt entlang des Mittelmeers. Auf dem Schiff sind aber nur Männer. 3000 Kerle, die feiern wollen. Die andere Männer kennenlernen möchten. Die von der großen Liebe träumen. Von Sex. Und von der Freiheit, mal so zu sein, wie sie es gern sein möchten. Denn sie sind ja unter sich.

Die Doku “Dream Boat” von Tristan Ferland Milewski begleitet dieses besondere Kreuzfahrt. „So ein Kreuzfahrtschiff ist ja ein Mikrokosmos. Knapp 3000 Männer aus unterschiedlichen Nationen waren dabei“, sagt der Filmemacher. Schon zwei Jahre zuvor begannen dafür die Recherchen.
Einige der Mitreisenden kommen in diesem Film zu Wort, der Zuschauer kann sie begleiten. Wir erfahren, wo sie herkommen, was sie antreibt, wie sie die Reise erleben.
Viele kommen aus Verhältnissen, in denen sie nicht offen schwul leben können. Wo sie isoliert sind. Umso mehr leben sie sich auf dem Schiff aus, wollen was erleben, wollen Spaß.
Wir sehen, dass das gelingen kann. Aber auch schwer sein kann. Denn die Welt auf dem Schiff hat viel mit Show zu tun. Mit Verkleidungen. Mit Körpern, für dessen Schönheit man viel tun muss. Und wo Schönheit aber auch viel zählt. Einige der Mitreisenden müssen feststellen, dass sie auf dem vollen Schiff dennoch sehr einsam sind. Das sind berührende Momente, und das ist fast schon traurig, weil da ganze Fassaden einfallen.
„So eine Reise ist der Ort, wo viele das ausleben können, was ihnen sonst nicht möglich ist“, erzählt Tristan Ferland Milewski. „Klar, es ist eine kleine treibende schwule Insel, ein kleines Dorf mit allen Vor- und Nachteilen.“ Körperkultur spiele eine Rolle, Männlichkeit, Jugendideale. „Es gibt da Leute, die Spaß haben wollen, also Sex. Aber auch die, die Liebe suchen.“

Spannend. Denn die Doku lässt Einblicke in eine Welt zu, die den meisten Leuten vermutlich verschlossen sind. Und bei der sicherlich nicht wenige (auch schwule) Leute sagen werden, dass sie so etwas auch nicht zwingend erleben müssen.
Die Auswahl der Leute, die von ihrer Reise berichten, die wir als Zuschauer näher begleiten, ist gelungen. Da sind die Partypeople, die Traurigen und die, die regelrecht aufblühen.
Ansonsten sorgen tolle Kameraeinstellungen und die Bilder von den wilden Partys für gute Momente. Witzig sind die Szenen, wenn aus den Schiffsfahrstühlen lauter seltsam verkleidete Menschen kommen – fast schon Slapstick.
Die Musik kommt von “My Name ist Claude”, und sie hat in der Doku eine ganz tragende Rolle. Manchmal wirkt sie ein wenig zu sehr wie ein Musikteppich, und auffallend ist, dass es im Grunde genommen keine Originaltöne vom Partyschiff gibt. Alle Tanzszenen sind mit Musik bestückt, man hört leider nicht, wie sich das im Original anhört, wie laut es auf so einem Schiff zugeht. Das ist dann wohl der Punkt, den man sich dann doch nur versuchen kann, vorzustellen.

Dream Boat
D 2016, Regie: Tristan Ferland Milewski
Real Fiction, 95 Minuten, ab 16
7/10

RTelenovela

Prag (5): Und zum Schluss ordentlicher Sex!

Samstag, den 3. Juni 2017
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(4) -> 2.6.2017

Man kann eine Bustour-Stadtrundfahrt machen, wenn man in eine neue Stadt kommt. Man kann sie aber auch am letzten Tag unternehmen. Um zu sehen, was man schon gesehen hat – aber vor allem, was es sonst noch so gibt.
So wurde mir überhaupt erst klar (ich informiere mich vor solchen Urlauben immer herzlich wenig über meine Ziele), dass es nicht nur die Altstadt gibt, sondern auch eine Neustadt, die aber ebenfalls schon sehr alt ist.
Auffällig an der Bustour ist, dass man über Kopfhörer alles erklärt bekommt – und das in mehr als 20 Sprachen.
Die Prager sind auf Touristen aus aller Welt eingestellt, und das nicht nur bei den Stadtrundfahrten.
Wer in Gaststätten geht, bekommt mindestens auch eine englischsprachige Karte, oft auch in Deutsch und in diversen anderen Sprachen. In Berlin brechen wir uns ja oft auch schon einen ab, wenn es um das Englische geht – die Prager zeigen uns, wie man die Internationaliät wirklich lebt.

Prag hat sehr schöne Ecken, und das sind nicht nur die schmalen Gassen der Alt- und Neustadt. An der Moldau gibt es einen schönen Park, und die Aussicht auf die beiden Flussarme ist geradezu romantisch. Auf der Moldau selbst lässt es sich offenbar gut mit Booten fahren, und viele Leute machen das auch. Schiffe in der Schleuse zu beobachten, ist natürlich auch toll.

Und dann gibt es noch das Sex-Maschinen-Museum. Dort kann man sich verschiedene spannende Dinge ansehen. Hilfsmittel für den Sex aus vergangenen und heutigen Zeiten. Wie sich Menschen einst aufgegeilt haben. Zum Beispiel ein Fitness-Fahrrad mit einem Dildo, dort wo man sitzt. Oder eine Kiste, in der eine nackte Frau liegt, und in die Männer durch Gucklöcher reinschauen konnten. Oder Anti-Masturbationsvorrichtungen. Auch Folterinstrumente oder spezielle, sexbetonte Klamotten. Zu guter Letzt noch zwei Pornos aus den 1920er-Jahren. In körnigem Schwarz-Weiß befummelt ein Arzt seine Patientinnen, während dessen Frau es mit einem Bediensteten treibt.
Da ist doch mal ein informatives Museum – natürlich frei ab 18.

Prag ist eine Reise wert. Eventuell keine zweite Reise, aber eine auf jeden Fall!

RTZapper

SRF Dok: Happy Porno?

Donnerstag, den 18. Mai 2017
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DI 16.05.2017 | 23.15 Uhr | 3sat

Wenn Ingrid Steeger auf ihre Erotikfilm-Vergangenheit angesprochen wird, dann redet sie sehr ungern drüber. Es ist ihr hochgradig unangenehm, und wenn jemand sagt, es seien Pornos gewesen, die sie damals gemacht habe, dann weist sie das in aller Deutlichkeit zurück.
Einer dieser Filme war 1970 “Ich – Ein Groupie”, ein überaus merkwürdiger Film mit einer seltsamen Art der Erotik. Erst vor einigen Monaten lief er in der Reihe “Die schlechtesten Filme aller Zeiten” bei Tele 5, durch den Kakao gezogen von Oliver Kalkofe und Peter Rütten.

Am Dienstagabend sprach Ingrid Steeger in der von 3sat gezeigten schweizer Doku “Happy Porno?” über den Filmdreh, und das war dann durchaus alles andere als lustig.
Waren Nacktdrehs der Steeger sowieso unangenehm, musste sie in einer Szene in einen See steigen, in den ihr Leute von den Hells Angels folgen, die sie dort vergewaltigen.
Diese Szene dauert im Film ewig, und sie ist schon beim Zuschauen unangenehm, aber für die Steeger – die selbst mal vergewaltigt wurde – muss das die Hölle gewesen sein. Die Typen waren wohl echte Rocker, und sie sollen nicht zimperlich gewesen sein.
Im Anschluss musste sie nackt zu einem der Typen aufs Motorrad steigen, angeblich wollte er nur ein paar Meter fahren, aber sie düsten mit ihr auf die Autobahn. Und die Kamera mit. Auch diese Sequenz dauert im Film ewig – und wenn man diese Story dahinter hört, kommt einem das Grausen.

RTZapper

Naked Attraction – Dating hautnah

Dienstag, den 9. Mai 2017
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MO 08.05.2017 | 22.15 Uhr | RTL II

Endlich, endlich können wir an dieser Stelle mal ganz offen über Schwänze und Muschis sprechen. Und natürlich über Titten und Ärsche. Wurde ja auch mal Zeit, und natürlich haben wir das RTL II zu verdanken.
Denn, ganz klar, was interessiert uns bei Dates? Nein, nein, nicht dass er oder sie kinderlieb ist. Oder das Lächeln. Und seine oder ihre superlustige Art. Nein, wir wollen sehen, was er oder sie in der Hose hat. Beschnitten? Große Schamlippen? Rasiert? Dick, dünn, muskulös?
Und welcher Schwanz oder welche Muschi ist hässlich genug, um ihn oder sie gleich mal auszusortieren?
Das sind doch mal Fragen, mit denen wir uns beschäftigen wollen! Machen wir doch schließlich auf Tinder und Co. genauso.

Deshalb ist das neue Datingformat auf RTL II nur folgerichtig. Am Montagabend lief dort erstmals “Nacked Attraction – Dating hautnah”. Der Untertitel ist zwar nicht ganz richtig, denn nur der Fernsehzuschauer bekommt eine hautnahe Fleischbeschau, wenn die meist komplett rasierten Intimbereiche der Kandidaten abgefilmt werden.
Eine Frau (angezogen) trifft auf sechs Männer (ausgezogen). Allerdings sieht sie die Männer nur ab den Hüften abwärts – und nackt. Sie und Moderatorin Milka Loff Fernandes schreiten die sechs Penisse ab. Och, der ist aber schön. Oha, der ist ganz schön dick. Und der ist ja beschnitten! Fehlen bloß noch der Einkaufswagen und die Durchsage “Bitte eine dritte Kasse öffnen!”.
Eigentlich sucht die Kandidatin ja jemanden, der kinderlieb ist. Da ist es ja immer gut, wenn sie zuallererst mal den Penis des eventuellen Partners zu sehen bekommt. Deshalb nimmt sie am Ende auch den mit dem größten Schwanz. Zwinker, zwinker.

Das gleiche Spiel später mit einem Mann und sechs Kandidatinnen. Erst sieht man nur den Unterkörper, dann den Körper halsabwärts, dann den ganzen nackten Menschen. Und man weiß nicht, ob es lustig oder eher traurig ist, wenn der Typ an den muschizeigenden Frauen vorbei läuft, und er seine Kommentare abgibt. Er mag es, wenn Frauen auch Haare da unten haben, aber bitte teilrasiert. Aber ein bisschen größer darf die Muschi (okay, das Wort Muschi und übrigens auch die Wörter Möse, Scheide, Penis, Schwanz, Pimmel, Pullermann etc. fallen den ganzen Abend nicht!) schon sein.

“Wer nackt ist, hat nichts zu verstecken!”, meinte Moderatorin Milka zu Beginn der Show. Das ist natürlich blanker Unsinn, denn wer nackt ist, ist vor allem erst mal nur nackt – von sich was erzählt hat er/sie da noch nichts. Und verstecken kann man auch nackt sehr viel.

Ein Skandal ist diese Nacktdatingshow heutzutage nicht. Eher unfreiwillig komisch. Und, ähm, so richtig, also, ähm, so wirklich richtig was fürs Auge war eh nicht dabei.

RTZapper

jerks.

Mittwoch, den 22. Februar 2017
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DI 21.02.2017 | 23.15 Uhr | ProSieben

Wieder so eine Serie, die von der Medienkritik im Vorfeld hochgejubelt und gefeiert wurde. Am Dienstagabend liefen nun die ersten beiden Folgen der neuen Comedyserie “jerks.” von und mit Christian Ulmen.
Dass sie erst weit nach 23 Uhr zu sehen ist, ist in diesem Fall sogar gerechtfertigt. Denn es geht fast durchweg ums Wichsen, Um Sperma und um vermeintliche Anzüglichkeiten.

In “jerks.” spielen sich alle Schauspieler selbst. Christian Ulmen, Fahri Yardim, Sido, Karsten Speck und viele mehr. In einer Folge geht es darum, dass Ulmen eine Spermaprobe abgeben muss, aber keinen Ort findet, um… nun ja… diese Probe tatsächlich abgeben zu können. Was ihn natürlich immer in peinliche Situationen bringt. In Folge 2 finden Ulmen und Yardim – beste Freunde – heraus, dass ihre Frauen an einem Masturbationskurs teilnehmen.

Im Grunde ist “jerks.” die härtere Version von “Pastewka”. Beide Serien haben große Parallelen. Es geht darum, wie die Promis privat sind – alle spielen sich selbst. Klar, die Storys sind fiktiv (will man doch zumindest hoffen), aber sicherlich sind hier und da wahre Erlebnisse oder Geschichten vom Hörensagen eingeflossen. Ebenfalls in beiden Serien geht es um Situationen, in denen die Hauptdarsteller immer wieder reinschlittern. Um Peinlichkeiten, um Momente, in denen man im Boden versinken will.

Und doch: “Pastewka” ist sympathischer, der Humor feinsinniger. Dreht sich eine Geschichte ausschließlich ums Wichsen, um Sperma oder was auch immer, dann wirkt auch das wieder bemüht. Aber vielleicht sind die restlichen “jerks.”-Folgen ja noch vielseitiger. Der ganz große Comedy-Kracher ist die Serie nicht. Man kann sie schauen, sie ist nicht schlecht – aber für viele Lacher sorgt sie kaum.
Ansonsten warte ich eben auf Staffel 8 von “Pastewka”, die ja 2018 endlich kommen soll!