RT im Kino

Sex Tape

Donnerstag, den 18. September 2014
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Meine Güte, was haben sie damals gerammelt. Überall und immer wieder. Wahnsinn. Und jetzt? Jetzt haben Jay (Jason Segel) und Annie (Cameron Diaz) zwei Kinder, und für Sex ist keine Zeit mehr. Und wenn doch, dann… ja, dann klappt es irgendwie nicht mehr so ganz. Annie aber hat eine Idee, wie doch noch Pepp in ihr Sexleben kommen könnte: Dazu gehören ein Buch mit lauter Sexstellungen und eine Kamera.
Dummerweise gerät das so entstandene Sextape ins Internet. und wie kommt es da wieder raus?

Man sagt ja immer, was einmal im Internet drin ist, kommt da auch so schnell nicht mehr raus. Das Fickelfilmchen von Jay und Annie droht nun, bei Youporn aufzutauchen, aber das wollen sie verhindern.
“Sex Tape” ist in den Anfangssequenzen, als die Geschichte des Paares erzählt wird, recht schmunzelig. Die Szenen, wie dann das Video entsteht, sind durchaus lustig. Als die beiden dann aber versuchen, die Spuren zu verwischen und beispielsweise auch Annies möglichen neuen Chef aufzusuchen, zieht sich die Handlung leider extrem in die Länge. Hinzu kommt der saublöde Einfall eines beißwütigen Hundes. Jakes Kasdans “Sex Tape” fängt akzeptabel an, verliert dann aber zusehens. Und bei längerem Nachdenken erscheinen einem einige Wendungen dann doch unglaubwürdig – Stichwort: das Internet, das nicht vergisst.
Eines muss man Segel und Diaz aber lassen: Die beiden sind ein schönes Paar.

Sex Tape
USA 2014, Regie: Jake Kasdan
Sony, 95 Minuten, ab 12
5/10

RTZapper

Adam sucht Eva – Gestrandet im Paradies

Sonntag, den 31. August 2014
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DO 28.08.2014 | 22.25 Uhr | RTL

Ja, ja, auf den Charakter kommt es an. Treu soll der Partner sein, und ganz doll lieb und … blablabla.
RTL macht das jetzt anders und bringt die Menschenkuppelei mal auf den punkt: geile Titten, geiler Schwanz.

In der neuen Datingshow “Adam sucht Eva” sind die Kandidaten splitternackt. Und, hui, das ist natürlich aufregend und sehr geil. Und prüde. Erstaunlich prüde.
In der Auftaktfolge am Donnerstagabend war man bei RTL schon ganz fickrig, weil man immer wieder betonte, dass ja die Kandidaten nackig sind. Aber irgendwie war das dem Drehteam vor Ort doch doch nicht geheuer. Meistens waren sie immer darauf bedackt, bloß nicht den Unterkörper zu zeigen. So viel Nacktheit ist dann selbst RTL zu viel.

Und überhaupt, auf Brüste und Schwänze kommt’s dann ja doch nicht an, betonen die Kandidaten, nicht ohne doch mal ein Auge drauf zu werfen. Und schlüpfrige Gags dürfen auch mal sein. Wie der mit dem Penisbaum. Penis. Haha. Man könne ja mal … hihihi … einen Penis runterholen. Fernsehpreisverdächtige Witze. Wenn es dafür keinen Grimmepreis gibt, dann weiß ich’s auch nicht.

Schamhafte Nackedeis machen noch keine gute Dokusoap. Zwei Männer, die wie Gockel um eine Frau kämpfen, sind noch kein wirklich spannendes Konzept. Oder läuft irgendwo noch die FSK-18-Version in der Nachtwiederholung? Das wäre dann natürlich dann doch geil spannend.

aRTikel

Bewohner wehren sich gegen Straßenstrich

Donnerstag, den 10. Juli 2014
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Zwei bis vier Prostituierte stehen regelmäßig an der Landesstraße bei Ludwigsaue. Verwaltung prüft Gegenmaßnahmen.

MAZ Oranienburg, 10.7.2014

LUDWIGSAUE
Die Bewohner des Kremmener Ortsteils Ludwigsaue wehren sich gegen einen Straßenstrich unweit des kleinen Ortes. Auf der Landesstraße 191 zwischen Rüthnick und Beetz bieten direkt an der Einfahrt nach Ludwigsaue zwei bis vier Damen regelmäßig ihre Dienste an.

„Sie stehen meist am Tage dort“, sagte ein Ludwigsauer, der nicht namentlich genannt werden will, in einem Gespräch mit der MAZ. Nach seinen Angaben verschwinden die Frauen mit ihren Freiern im Auto im Wald. Seit Mai sind die Prostituierten dort zu beobachten. Es könnte sich um Bulgarinnen handeln, die ein Gewerbe ausüben, das als „erotische Massagen“ angemeldet sei.
„Wir wollen sie da weghaben“, sagt der Ludwigsauer Einwohner. „Wir dachten, das regelt sich von allein, weil so viel Betrieb ist auf der Strecke ja nicht.“ Dem war aber nicht so. „Wir haben Angst vor Drogenhandel und Beschaffungskriminalität.“ Es seien bereits öfter benutzte Kondome im Wald auf dem Gebiet von Beetz und Ludwigsaue gefunden wurden. „Das ist eine Pietätlosigkeit, die wir nicht hinnehmen wollen.“

„Bürger der Stadt Kremmen, Sommerfeld, Beetz, Ludwigsaue und Neu-Ludwigsaue“ haben ein Schreiben an die Medien, an das Innenministerium in Potsdam, den Landkreis Oberhavel und die Kremmener Stadtverwaltung verschickt. Darin: 75 Unterschriften von Bürgern aus den genannten Orten. Ihre Forderung: ein Sperrbezirk für die Straßen und Gebiete von Beetz – und damit auch für Ludwigsaue – einzurichten, „um die dortige Prostitution zu untersagen“.

Aus Sicht von Bert Lehmann, dem designierten Ordnungsamtschef von Kremmen, stehen die Chancen dafür nicht gut. „Wir haben dazu nicht die Möglichkeit“, sagte er gestern. Dass in Ludwigsaue immer wieder zwei bis vier Prostituierte an der L191 stehen, ist in der Verwaltung jedoch bereits bekannt. „Wir haben das intern schon diskutiert“, so Lehmann. Bislang aber noch ohne Ergebnis. „Wir können nicht das ganze Stadtgebiet zum Sperrbezirk erklären, dann ziehen sie einfach woandershin“,sagte Bert Lehmann.

Irina Schmidt, die Pressesprecherin des Landkreises, bestätigte gestern, dass das Schreiben auch in Oranienburg angekommen sei. Zum Problem an sich konnte sie allerdings noch keine Aussage machen, man werde den Fall prüfen.

Der Ludwigsauer Einwohner hofft, dass sich was tut: „Dem Ruf unseres Dorfes schadet das immens“, sagte er.

RT im Kino

Nymph()maniac – Teil 2

Montag, den 14. April 2014
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(1) -> 11.3.2014

Weiter geht’s. Joe (Charlotte Gainsbourg) erzählt Seligman (Stellan Skarsgård) immer noch ihre Geschichte. Über ihre Sexualität, über ihr zügelloses Leben als Nymphomanin.
Wie sie Mann und Kind verloren hat, weil sie lieber zu einem Typen gegangen ist, der auf SM-Spiele steht. Warum plötzlich in ihrem Hotelzimmer zwei notgeile schwarzhäutige Männer (”Neger”) stehen. Und warum sie am Ende gar nichts mehr gefühlt hat.

Die Ausgangslage ist bekannt, nur wenige Wochen nach Teil 1 von “Nymph()maniac” folgt nun Teil 2. Wer den Anfang nicht kennt, wird sich Teil 2 vermutlich sowieso nicht ansehen. Vermutlich hat Lars von Trier deshalb auch auf jegliche Rückblende oder Zusammenfassung verzichtet. Teil 2 beginnt ganz schlicht dort, wo Teil 1 aufhörte.
Wieder hängt man als Zuschauer an den Lippen der beiden und verfolgt fasziniert, irritiert und manchmal auch leicht angewidert Joes Geschichte.
Anders ist, dass sich diesmal die Handlung ein wenig hinzieht, gerade zum Ende hin hätte der Film etwas Dampf machen können. Ansonsten ist das Spiel der Darsteller erneut hervorragend, die filmische Umsetzung eher schlicht, aber wirkungsvoll.
Und das Ende – ja, darüber kann man sehr unterschiedlicher Meinung sein…

Nymph()maniac – Teil 2
D / Frankreich / GB / Belgien / Dänemark 2013, Regie: Lars von Trier
Concorde, 124 Minuten, ab 16
7/10

RTZapper

heute nacht: Das Swingerschiff vom Bodensee

Mittwoch, den 26. März 2014
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DI 25.03.2014 | 0.00 Uhr (Mi.) | ZDF

In Friedrichshafen am Bodensee spielt sich etwas Skandalöses ab. Ein städtischer Ausflugsdampfer wird einmal im Jahr als Swingerschiff MISSBRAUCHT. DAS IST SO EMPÖREND, DA KANN MAN NUR NOCH IN GROSSBUCHSTABEN SCHREIBEN!!
Das Motorschiff “Schwaben” (auusgerechnet die gemütlichen Schwaben!!!) wird für eine ganz spezielle Bodenseefahrt gechartert. Ein Swingerclub ist dann auf dem Wasser unterwegs.

Und das geht ja mal gar nicht. Einen Abend ist das Schiff die Bumshölle, am andern Tag fahren damit Omma und Oppa mit Hut und Sonnenbrille.
Nicht auszuhalten!!
Das finden wohl auch viele Leute in Friedrichshafen, weshalb Medien aus ganz Deutschland inzwischen darüber berichten, auch das ZDF in “heute nacht” am späten Dienstagabend.

Reporter zeigten älteren Ehepaare die schlüpfrigen Swingerfotos. Ein Mann war ganz entsetzt. Er könne sich nicht vorstellen mit einem Schiff zu fahren, auf dem gestern noch gebumst worden sei.
Das ist bedauerlich. Aber vielleicht sind die Zeiten ja schon lange vorbei, wo er auch dieser Mann noch bumsend aktiv war und danach tatsächlich das Haus verlassen hat, wo er dann auch noch mit anderen Menschen zu tun hatte. Wenn die gewusst hätten, dass er die Nacht bumsend verbracht hätte – alle hätten sich ANGEEKELT abgewendet.
Eine örtliche CDU-Frau sieht ihren schönen Bodensee BESCHMUTZT – und das, obwohl doch schon so viel Sex im Fernsehen läuft.

Was für eine blöde Doppelmoral. Die Swinger dürfen jedenfalls nur noch einmal dieses Schiff mieten (wenn überhaupt) und als Bumskutter missbrauchen. Danach hat die prüde Volksseele ihre Ruhe. Gott sei Dank.

RT im Kino

Nymph()maniac – Teil 1

Dienstag, den 11. März 2014
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Sex! Echter Sex! Huijuijuijui!!
Auf der Berlinale sorgte das zwar nicht wirklich für Aufruhr, aber immerhin doch für Aufmerksamkeit. In Lars von Triers Film wird gevögelt, dass die Schwarte kracht. So richtig. Und man sieht auch alles, heißt es immer.
Ganz ohne Double – dafür aber mit Penis- oder anderen Prothesen. Also doch nicht so richtig echt.
Aber egal: “Nymph()maniac” völlig unabhängig davon ein großartiger Film!

Alles beginnt in einer einsamen Straße. Es schneit. Sie liegt da wie tot. Als Seligman (Stellan Skarsgård) näher an die junge Frau herantritt, die da auf der Straße liegt, sieht er: Sie atmet noch.
Joe (Charlotte Roche Gainsbourg) will nicht, dass Seligman die Polizei holt. Sie sei selbst Schuld an ihrem Zustand, sagt sie.
Bei Seligman zu hause kann sie sich erholen, und sie erzählt ihre Geschichte.
Von ihrer Sexualität. Von ihrem zügellosen Leben. Vom wilden Sex mit fremden Männern. Und von einer Suche nach… Tja. Wonach? Liebe vielleicht?

Man hängt quasi an den Lippen der beiden. Wenn Joe und Seligman sich ganz ruhig über das Leben und die Liebe unterhalten, dann ist das sehr spannend. Seligman erzählt vom Angeln, und das Angeln ist gewissermaßen ein Gleichnis zum Sex. Auch joe fuhr ihre Angel raus, wenn sie Sex suchte.
Joe erzählt, Seligman deutet und erzählt von sich. Es liegt die ganze Zeit eine große Spannung in der Luft, eine sehr dichte Atmosphäre, die Lars von Trier da geschaffen hat.
Die vielen Sexszenen – längst nicht alle sind so explizit, wie es immer hieß – sind selten erotisch, oft es ist nur dreckiger Sex, manchmal irgendwie rührend oder gar lustig.
Charlotte Gainsbourg spielt die erzählende Joe, aber die Hauptrolle spielt eigentlich Stacey Martin, die junge Joe, der Männerfang.
Einen grandiosen Auftritt hat Uma Thurman, die in Joes Küche die Sexbeziehung zwischen ihrem Mann und Joe bloßstellt – vor den Augen ihrer Kinder. Bedrückend, kaum fassbar – ein großer Augenblick.
Shia LaBeouf spielt den zunächst verprellten Liebhaber, Christian Slater (ohne Sexszene) auf sehr zu Herzen gehende Weise Joes Vater.
Teil 1 endet mitten in der Handlung – ganz ohne Vorwarnung. Weiter geht’s im April.

Nymph()maniac – Teil 1
D / Frankreich / GB / Belgien / Dänemark 2013, Regie: Lars von Trier
Concorde, 117 Minuten, ab 16
9/10

RTZapper

Werbung: Treffpunkt 18

Mittwoch, den 5. März 2014
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SO 02.03.2014 | 2.11 Uhr (Mo.) | ProSieben

Die Blonde im Bett ist noch ganz berauscht. Es muss eine heiße Nacht gewesen sein mit dem dunklen, kurzhaarigen Stecher. Aber nun muss er los. Die Shorts liegen vor dem Bett.
Dann fix rüber in die Nachbarwohnung. Da liegt vor dem Bett der Dunkelhaarigen, die vermutlich auch nicht mehr ungefickt ist, die Jeans. T-Shirt und Jacke holt er sich dann noch von der Ische einen Stockwerk tiefer. Auch die beiden schienen Spaß gehabt zu haben. Aber jetzt ist die (zweite) Blonde ganz enttäuscht: “Musst du schon los, Mark?”, fragt sie ihren heißen Stecher. “Ich heiße Jeff”, antwortet der.

Nun ja, vielleicht hat er ja, was seine Namen angeht, bei seinen drei Dates ein bisschen durcheinander gekommen. Aber sich so durch die Nacht zu poppen, scheint offenbar erstrebenswert zu sein, denn immerhin lief der Werbespot des Datingportals “Treffpunkt 18″ in der ProSieben-Oscarnacht ein gutes halbes Dutzend mal.
Die Frage ist allerdings: An wen richtet sich der Spot? An Schlampen, die es sich mal wieder besorgen lassen wollen, ohne mitzubekommen, dass sie gerade nur Nummer zwei oder drei in dieser Nacht sind? Oder geht es um Machoärsche, um sexgeile Stecher, die es pro Nacht mehr als einmal brauchen?
Irgendwie unappetitlich ist das alles so oder so.