RTZapper

Der Bachelor: Knutschtest

Freitag, den 20. Februar 2015
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MI 18.02.2015 | 0.30 Uhr (Do.) | RTL

Ich habe da mal eine kurze Zwischenfrage zum Bäätschelar von RTL: Macht der eigentlich mit jeder Tussi rum?
Die Antwort ist seit Mittwochabend relativ einfach: Nein, nur mit dreien von vier. Vier Frauen waren noch übrig, vier wollen dringend vom Bachelor geknallt werden. Ob schon probegeknallt wurde, ist nicht überliefert. Probegeknutscht wurde jedenfalls schon mal.

Total romantisch! Mit Frau 1 hat der Bachelor gezüngelt. Mit Frau 2 auch. Und mit Frau 3 auch. Nur mit Frau 4 nicht, und deshalb war es auch total überraschend, dass Frau 4 es nicht eine Runde weiter geschafft hat – sie erlebte einen bedauerlichen Knutsch-, Kuschel- und Rosenausfall.
Vielleicht kommt ja das Probeknattern in der kommenden Woche, und die, die nicht randarf, bekommt auch keine Finalrose.
Toll, wenn das Fernsehen so simpel ist.

RTelenovela

Vorspiel mit Christian Grey

Mittwoch, den 18. Februar 2015
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Wie viele der Männer, die sich mit ihren Frauen im Kino “Fifty Shades of Grey” ansehen, machen das eigentlich freiwillig? Es sind einige, die sich mit ihren Frauen im Oranienburger Filmpalast einfanden, um die geheimen Sexpraktiken des Christian Grey kennenzulernen.
Was erwarten sie sich davon? Eine Belohnung im Anschluss an den Film? Einmal “Sportschau” gucken ohne Augenrollen der Freundin? Eine Stunde “Telekolleg Sado-Maso”? Einkaufstipps für den Baumarkt (”Einmal Kabelbinder, bitte!” Zwinker, zwinker!)?

Was das Pärchen in der Sitzreihe hinter mir mitbekommen hat, weiß ich nicht genau. Er wisperte ihr immer wieder “Ich liebe dich” ins Ohr, worauf sich die beiden innig und ausführlich küssten. Das Pärchen in der Reihe davor sorgte dagegen für einen Live-Audio-Kommentar. Sie sagte nichts, er trank sein Bier und gab immer wieder seinen Senf dazu. Als Christian Grey sich das erste Mal auszieht, geht ein Murmeln durch den Saal, und die beiden hinter mir knutschten wieder (oder immer noch). Vermutlich nur das Vorspiel. Wobei ich nicht genau weiß, woher die weißen Flecken auf den Stühlen in der Reihe hinter mir kommen. Geht etwa gerade in deutschen Kinosälen nicht nur auf der Leinwand die Post ab?

RT im Kino

Fifty Shades of Grey

Mittwoch, den 18. Februar 2015
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Endlich ist es mal nicht unangenehm, sich einen Fickelfilm im Kino anzusehen. Ist ja sonst eher peinlich. Wenn es aber um “Fifty Shades of Grey” geht, dann rennt Deutschland scharenweise in die Filmpaläste. Da werden viele aber enttäuscht sein. Es wird im Film gefickt, ja. Aber lange nicht so oft und ausführlich wie man hätte denken können. Immerhin ist das Filmchen ja ab 16 – also nicht so, nun ja, schlimm.

Anastasia Steele (Dakota Johnson) führt ein Interview für die Unizeitung und trifft dafür den reichen Unternehmer Christian Grey (Jamie Dornan) – und sogleich funkt’s. Und das, obwohl Grey ein Arsch zu sein scheint. Aber vielleicht macht Anastasia gerade das an.
Als Christian ihr dann auch noch eröffnet, was für geheime Leidenschaften hat – Stichwort: Spielzimmer -, ist sie hin- und hergerissen. Bleiben? Gehen?

SM wird salonfähig. Die dreckigen Spielchen haben es auf die große Leinwand geschafft. Wobei “Fifty Shades of Grey” aber auch zeigt, dass SM immer auf Gegenseitigkeit beruht. Einer ist dominant, der andere lässt sich fallen, voller Vertrauen. Dazu kommen klare Grenzen.
Dieses Hin-und-Her-Spiel, dieses Knistern zwischen den beiden, kommt recht gut rüber. Christian, der nicht mit Frauen schläft, sondern sie hart fickt und dominiert, verliebt sich, und das macht ihm genauso viel Angst wie Anastasia seine SM-Spielchen. Beide können zunächst nicht über ihren Schatten springen, obwohl sie sich gegenseitig immer weiter annähern.
Aber diese Wortgefechte machen durchaus einen Reiz aus.
Dass die beiden Hauptdarsteller sehr schön anzusehen sind, macht diesen Film natürlich auch aus. Dennoch dürften einige der Buchkenner enttäuscht sein. Das Buch erzählt viele Dinge intensiver. Während sich Dakota Johnson völlig frei macht, bleibt Jamie Dornan den Zuschauern eine bestimmte Sache schuldig.
Sind eben doch prüde, die Amis.

Fifty Shades of Grey
USA 2014, Regie: Sam Taylor-Johnson
Universal, 125 Minuten, ab 16
7/10

RTZapper

Die ganze Wahrheit: Der Orgasmus

Dienstag, den 20. Januar 2015
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MO 19.01.2015 | 17.05 Uhr | n-tv

Montagnachmittag in Deutschland. Die Kaffeezeit ist fast durch, langsam kann man ans Abendbrot denken. Vati kommt auch bald nach Hause, da kann man sich ja schon mal auf den Abend vorbereiten. Gut, dass der Teilzeitnachrichtensender n-tv die passende Doku anbietet: eine Doku über den Orgasmus.

Geil. Feierabend und Hose auf, so läuft das heute beim Fernsehen. Während die rückschrittlichen Dritten Programme um diese Zeit Basteltipps ausstrahlen, zeigt n-tv den Leuten wo der Hammer hängt und wo er den G-Punkt findet.
Nun war die Doku “Die ganze Wahrheit: Der Orgasmus” natürlich kein Sexprogramm. Wissenschaftlich ist gezeigt worden, warum zum Beispiel Frauen mit dem geliebten Partner einen besseren Orgasmus haben als mit irgendeinem dahergelaufenen One-Night-Stand oder mit sich selbst.

Das sind doch mal Tipps, die ins Nachmittagsprogramm gehören, die einen so richtig harten Arbeitstag abrunden und für die nötige Entspannung sorgen. Danke, n-tv!

RTelenovela

Frag Google (10): Telefonkontakte zu braunäugigen Besoffenen

Donnerstag, den 16. Oktober 2014
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(9) -> 6.1.2014

Meine Güte, im Internet sind manchmal ja wirklich seltsame Typen unterwegs. Und wieder sind zehn neue interessante Suchanfragen zusammengekommen, mit denen Nutzer dieser Seite über Google hierher gefunden haben. Hier werden sie wieder kommentiert oder beantwortet.

1. “babestation 24 wann gibts muschis”
Der Druck scheint groß zu sein. Dahinter verbirgt sich eine Art Fernsehsender, bei dem man live mit ralligen Damen telefonieren kann. Aber ob die auch ihre Muschis zeigen? Im Free-TV wohl eher nicht.

2. “verratet man abigag?”
Wenn man doof ist, ja.

3. “negers bumsen mit ehpaare”
Hüstel.

4. “nutten in beetz”
Ja, es gibt sie wirklich. Hab ich gehört. An dieser Stelle ist sogar schon danach gesucht worden, als darüber nur unter der Hand gesprochen worden ist. Immerhin war über Ludwigsaue, das zu Beetz gehört, so oft schon lange nicht mehr gesprochen worden.

5. “schlampen in kremmen”
Siehe 4. Ludwigsaue gehört zu Beetz gehört zu Kremmen.

6. “warum werden blauäugige weniger besoffen als braunäugige”
Wenn das geklärt ist, bitte Nachricht an mich. Das interessiert mich auch.

7. “telefonkontakte zu schwulen in neuruppin”
Hinfahren ist wohl zu anstrengend?

8. “bülent ceylan homosexuell”
Keine Ahnung. Finde ich auch nicht wirklich spannend.

9. “bülent ceylan hetero”
Na, was denn nun?

10. katrin sass erzählt nur scheiße
So würde ich das nicht sagen. Nur manchmal.

RT im Kino

Sex Tape

Donnerstag, den 18. September 2014
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Meine Güte, was haben sie damals gerammelt. Überall und immer wieder. Wahnsinn. Und jetzt? Jetzt haben Jay (Jason Segel) und Annie (Cameron Diaz) zwei Kinder, und für Sex ist keine Zeit mehr. Und wenn doch, dann… ja, dann klappt es irgendwie nicht mehr so ganz. Annie aber hat eine Idee, wie doch noch Pepp in ihr Sexleben kommen könnte: Dazu gehören ein Buch mit lauter Sexstellungen und eine Kamera.
Dummerweise gerät das so entstandene Sextape ins Internet. und wie kommt es da wieder raus?

Man sagt ja immer, was einmal im Internet drin ist, kommt da auch so schnell nicht mehr raus. Das Fickelfilmchen von Jay und Annie droht nun, bei Youporn aufzutauchen, aber das wollen sie verhindern.
“Sex Tape” ist in den Anfangssequenzen, als die Geschichte des Paares erzählt wird, recht schmunzelig. Die Szenen, wie dann das Video entsteht, sind durchaus lustig. Als die beiden dann aber versuchen, die Spuren zu verwischen und beispielsweise auch Annies möglichen neuen Chef aufzusuchen, zieht sich die Handlung leider extrem in die Länge. Hinzu kommt der saublöde Einfall eines beißwütigen Hundes. Jakes Kasdans “Sex Tape” fängt akzeptabel an, verliert dann aber zusehens. Und bei längerem Nachdenken erscheinen einem einige Wendungen dann doch unglaubwürdig – Stichwort: das Internet, das nicht vergisst.
Eines muss man Segel und Diaz aber lassen: Die beiden sind ein schönes Paar.

Sex Tape
USA 2014, Regie: Jake Kasdan
Sony, 95 Minuten, ab 12
5/10

RTZapper

Adam sucht Eva – Gestrandet im Paradies

Sonntag, den 31. August 2014
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DO 28.08.2014 | 22.25 Uhr | RTL

Ja, ja, auf den Charakter kommt es an. Treu soll der Partner sein, und ganz doll lieb und … blablabla.
RTL macht das jetzt anders und bringt die Menschenkuppelei mal auf den punkt: geile Titten, geiler Schwanz.

In der neuen Datingshow “Adam sucht Eva” sind die Kandidaten splitternackt. Und, hui, das ist natürlich aufregend und sehr geil. Und prüde. Erstaunlich prüde.
In der Auftaktfolge am Donnerstagabend war man bei RTL schon ganz fickrig, weil man immer wieder betonte, dass ja die Kandidaten nackig sind. Aber irgendwie war das dem Drehteam vor Ort doch doch nicht geheuer. Meistens waren sie immer darauf bedackt, bloß nicht den Unterkörper zu zeigen. So viel Nacktheit ist dann selbst RTL zu viel.

Und überhaupt, auf Brüste und Schwänze kommt’s dann ja doch nicht an, betonen die Kandidaten, nicht ohne doch mal ein Auge drauf zu werfen. Und schlüpfrige Gags dürfen auch mal sein. Wie der mit dem Penisbaum. Penis. Haha. Man könne ja mal … hihihi … einen Penis runterholen. Fernsehpreisverdächtige Witze. Wenn es dafür keinen Grimmepreis gibt, dann weiß ich’s auch nicht.

Schamhafte Nackedeis machen noch keine gute Dokusoap. Zwei Männer, die wie Gockel um eine Frau kämpfen, sind noch kein wirklich spannendes Konzept. Oder läuft irgendwo noch die FSK-18-Version in der Nachtwiederholung? Das wäre dann natürlich dann doch geil spannend.