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So kommt Deutschland – Paula, ihr Mann und die Reise zum besten Sex

Freitag, den 2. September 2016
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MI 31.08.2016 | 20.15 Uhr | sixx

Geil. Paula Lambert lässt sich den G-Punkt massieren. Mit ihrem Mann und einem weiteren Paar macht sie ein erotisches Flaschendrehen. Dann verbringt Paula Lambert eine Nacht mit einem Escort. Und ihr Mann lässt sich zeigen, wie man eine Vagina massiert. Und zum Pornodreh geht es auch noch.
Alles über gute Orgasmen, über geilen Sex: “So kommt Deutschland”.
Und das alles um 20.15 Uhr.
Da wundert man(n) sich doch ein bisschen was da los ist, beim Frauensender sixx.

Okay, die Sache mit dem G-Punkt haben wie nicht wirklich gesehen. Das erotische Flaschendrehen bestand dann mehr aus netten Sexbeichten. Mit dem Escortmann hat Paula nur geredet (ja, wirklich, nur geredet!). Und die Sache mit der Vagina, na ja, egal. Vom Pornodreh wurde auch nur erzählt. Einen Orgasmus hatte jedenfalls niemand in dieser neuen Sex-Doukreihe.

Geht es um Sex in der Primetime, dann bleibt der eher theoretischer Art. Aber das muss man Paula Lambert und den Sex, äh, sixx-Leuten lassen: Der Titel knallt: “So kommt Deutschland – Paula, ihr Mann und die Reise zum besten Sex”. Da erwartet man schon einiges. Aber anders als in der ZDF-Reihe “Make Love” gibt es nichts Heißes zu sehen. So richtig erfahren wir es also nicht: “So kommt Deutschland”.
Dass das ganze Sexgerede irgendwie unterhaltsam war – das immerhin kann man Paula Lambert (und ihrem Mann) zugute halten.

aRTikel

Wenn aus einem Chat ein Krimi wird

Dienstag, den 30. August 2016
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Fabian (27) aus Oranienburg ging Internet-Faker auf den Leim – die Verbraucherzentrale warnt davor, Privates zu verschicken

MAZ Oberhavel, 30.8.2016

Oberhavel.
Diese Geschichte fängt harmlos an, wird dann zu einem Rätsel und entwickelt sich zu einem echten Krimi. Stichwort: Internet-Faker. Dabei wollte Fabian (27)* aus Oranienburg eigentlich nur jemanden kennenlernen. Er ist Single und auf der Suche nach einem Freund. Er ist täglich auf der Datingplattform Planetromeo unterwegs. Chats gibt es da immer wieder. „Ab und zu auch mal ein Date, aber nichts Festes“, sagt Fabian.

Diesmal aber war alles anders. Norman spricht ihn eines Tages an. Er ist etwas jünger als er und wohnt auch in Oranienburg. Die beiden kommen ins Gespräch, sie sind sich sympathisch. Nach ein paar Tagen tauschen sie Handynummern aus und wechseln zu WhatsApp.
Fabian erfährt, dass Norman Nachtschichten schiebt, und so schreiben sie immer spätabends, telefonieren auch mal miteinander, tauschen sich Fotos aus. „Ja, auch sehr eindeutige Fotos“, sagt Fabian. Sie wollen sich unbedingt mal treffen, wenn es zeitlich passt. Sie haben auch Kontakt, als Norman im Urlaub ist – mit den Eltern irgendwo im Norden.

Alles scheint wunderbar und auf etwas mehr hinauszulaufen. Dann aber schreibt Norman plötzlich, dass er den Kontakt sofort abbrechen würde. Fabian solle nicht nachfragen, und er würde sich nur aufregen, wenn er den Grund erfahren würde. Von einer Minute auf die andere war Schluss.
„Ich war erst mal vor den Kopf gestoßen, aber was sollte ich machen?“, sagt Fabian. Und so verlief das alles im Sande. „Irgendwann habe ich nicht mehr drüber nachgedacht.“ Der WhatsApp-Kontakt war blockiert.

Erst gute zwei Monate später hat die Geschichte eine völlige Wendung genommen. „Ich habe etwas auf WhatsApp gesucht und bin ältere Chats durchgegangen“, erinnert sich Fabian. Da tauchte plötzlich neben einer Telefonnummer, die keinem Namen zugeordnet war, ein Profilfoto auf. „Der Typ kam mir bekannt vor“, sagt Fabian. Und dann wusste er es: Zu sehen war der junge Mann, mit dem Fabian Monate zuvor gechattet hatte: Norman. Selbe Nummer wie vor zwei Monaten. Nur mit dem Unterschied, dass an dieser Stelle damals noch ein anderes Foto zu sehen war. Das jetzt ist nicht Norman.

„Jetzt ratterte es in mir“, sagt Fabian. Der Typ, der nun im Profilfoto zu sehen ist, ist nicht Norman, sondern Manfred, ein Bekannter eines Freundes von Fabian. Der wohnt auch nicht in Oranienburg, sondern im Norden von Oberhavel. Dieser Manfred wiederum war in Fabians guten Freund unglücklich verliebt. Wer aber war der junge Mann, der vor zwei Monaten auf dem Foto zu sehen war? Manfred jedenfalls nicht. „Ich wusste ja noch, dass er Manfred heißt. Also suchte ich auf Facebook sein Profil, fand es und ging dessen Freundesliste durch.“
Fabian fand das Foto ganz schnell. Das Foto mit dem Mann, von dem Fabian glaubte, mit ihm in Kontakt zu stehen. Er heißt tatsächlich Norman, ist aber kein Nachtwächter und wohnt auch nicht in Oranienburg, sondern im Oberhavel-Süden. „Ich schrieb diesen Norman auf Facebook an“, erzählt Fabian. Tatsächlich antwortete er.

Der echte Norman ist kein Nachtwächter, er ist nicht mal schwul. Und dass sich im Internet jemand als er ausgegeben hat, dass jemand seine Fotos verschickt hat – das ist ihm neu. „Komischerweise fand er das gar nicht so schlimm.“ Fabian jedenfalls schreibt Manfred (alias Norman) auf WhatsApp, dass er aufgeflogen sei. Auch auf Facebook schreibt er ihm. „Ich denke mal, er hat es gelesen, dann aber hat er mich blockiert.“ Für Fabian war das ein harter Brocken.
Denn: Wochenlang chattete er jemandem, der komplett log. Weder war er der Mann, für den er sich ausgab, auch war er nicht auf Nachtschichten, und eigentlich wollte er wohl nur rausfinden, ob mit dem anderen Freund was läuft.

Die Verbraucherzentrale in Potsdam hat auf solche Geschichten eindeutige Ratschläge. „Mit persönlichen Daten und Reizen geizen“, lautet das Motto, so heißt es in einer Pressemitteilung zu diesem Thema. „In vielen Singleplattformen wartet nicht immer der Traummann oder die Traumfrau, sondern oftmals auch Enttäuschung.“ Das Senden von eindeutigen Fotos sollte möglichst vermieden werden. Immerhin könnten diese weitergeteilt werden, um dann anderswo im Netz auftauchen.
Die Befürchtung hat Fabian auch. „Allerdings weiß ich ja nun, wo dieser Manfred wohnt und wo er arbeitet“, sagt er. „Auch wenn er mich blockiert hat, aus der Welt ist er damit nicht.“ Er ist einem Internet-Faker auf den Leim gegangen. Aber immerhin habe er daraus gelernt, sagt er.

*Alle Namen geändert.

RTZapper

Werbung: Hallo Frau Nachbarin

Freitag, den 5. August 2016
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SA 30.07.2016 | 2.38 Uhr (So.) | RTL

Fremdgehen mit RTL. Das kann mit irgend jemandem sein, wie neulich beschrieben – RTL hatte aber auch einen ganz konkreten Vorschlag. Wie wäre es denn mal mit der Nachbarin?

Eigentlich ein etwas merkwürdiger Werbespot, der da in der Nacht zu Sonntag bei RTL lief.
Eine Frau stand vor einem Spiegel und machte sich bereit für ein heißes Date. War das Frau Nachbarin? Oder irgend eine andere Tante, und ging es da um ein Lesben-Date?

Aber mal ernsthaft: Ich möchte bitte, bitte kein Date mit meiner Nachbarin. Und wer scharf drauf ist, warum spricht derjenige nicht seine echte Nachbarin an?
Denn mehr als ein albernes Rollenspiel kann es ja nicht sein, was die Firma unter dem Titel “Hallo Frau Nachbarin“ anbietet.
Sehr spannend, was 2016 in nächtlichen Werbeblöcken zu sehen ist. Und wenn ihr bald mal wieder eurer Nachbarin begegnet, schenkt ihr ein Lächeln!

RTZapper

Werbung: Fremdgehen 69

Mittwoch, den 3. August 2016
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SA 30.07.2016 | 2.36 Uhr (So.) | RTL

Du bist in einer Beziehung, aber du langweilst dich? Im Bett läuft nichts mehr? Oder zu wenig? Oder nicht das, was du wirklich geil findest? Dann hat man bei RTL was Spannendes für dich: Geh doch mal fremd!

In der Nacht zu Sonntag lief dort der Werbespot einer Fremdgeh-Dating-Hotline.
Zu sehen sind nur ein Mann und eine Frau vor dem Spiegel. Er stylt sich. Und er singt: “Fremdgehen 69, Fremdgehen 69…“ Die Frau, mit der er gleich fremdgehen wird, steht auch vor ihrem Spiegel. Natürlich oben ohne, und sie zeigt wackelnd, was sie da so zu bieten hat. Und auch sie singt: “Fremdgehen 69, Fremdgehen 69…“

Kurz, bekloppt, aber effektiv. Selbst wenn man gar nicht fremdgehen will oder mangels Partner gar nicht fremdgehen kann – der doofe Singsang bleibt im Kopf hängen.
Ich frage mich nur, wer da anruft – vermute jedoch, dass es mehr sind, als man denkt…

PS: 69. Ist die Sexstellung beim Fremdgehen Pflicht? Oder muss man 69 Jahre alt sein, mindestens oder höchstens? Oder kostet das Date 69 Euro? Oder pro Stunde? Minute?

RTelenovela

Reeperbahn, du alte Gangsterbraut!

Freitag, den 29. Juli 2016
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Die Reeperbahn in Hamburgs Mitte ist nicht irgendeine Straße. Die ist so speziell, dass dort extra Schilder aufgehangen wurden, auf denen darauf hingewiesen wird, dass Schusswaffen verboten seien. Montags bis sonntags.
Da fühlt man sich doch gleich viel sicherer.

Es sind große Gegensätze, die da aufeinanderprallen. Arm und reich. Feiervolk und Obdachlose. Schnapsleichen und Drogenjunkies. Nutten und ahnungslos Passanten.
Wer abends über die einst von Udo Lindenberg besungene geile Meile schlendert, wird nicht nur von den älteren Herren vor den Sexclubs angesprochen, ob man nicht reinkommen wolle.

Als erstaunlich und unangenehm aggressiv treten auch die Prostituierten auf der Reeperbahn auf. Sie scheinen ein bestimmtes Areal zu besetzen – zwischen Burger King und der Davidswache. Wer das weiß, wechselt die Straßenseite. Wer das nicht weiß, tappt in die Falle.
Gerade als einzelner männlicher Passant ist man Mode. Da kommt eine der jungen Frauen auf einen zu. Den Finger gleich die Brust, den Weg versperrt. Was man denn jetzt vorhabe, und ob man nicht mitkommen wolle. Flucht ist schwierig, denn sie steht im Weg. Dazu gibt sie den anderen Mädels ein unauffälliges Zeichen, dazu zu kommen.
Man muss schon energisch sagen, dass man nicht wolle.
Man geht weiter, es kommt eine zweite Frau.
Man geht weiter, es kommt eine dritte.
Man geht weiter, es kommt die vierte Nutte.
Das ist dann der Punkt, wo man leicht aggressiv wird. Die Damen tun ganz freundlich, sie säuseln rum – aber diese Freundlichkeit ist bei näherer Betrachtung hochgradig aggressiv auf aufdringlich.
Selbst wer aus einem Imbiss kommt und nicht mal in ihre Richtung geht, wird aufgelauert, denen rennen sie hinterher.
Das ist dann wohl die Gangsterbraut, von der Lindenberg singt.
Und: Offensichtliche Ausländer quatschen sie nicht an. Schwarze werden nicht behelligt. Angst? Vorurteil? Unwille? Warum?

Wer dagegen in die Seitenstraßen läuft, dem fallen eventuell Typen auf, die da rumlaufen. Es könnten Türken sein, Araber, auch einige Schwarze. Auch sie wispern was, quatschen einen an. Vermutlich geht es auch um Sex, aber viele von denen verticken auch Drogen. Wenn sie Pech haben, kassiert die Polizei sie jungen Männer ein – Leibesvisitation auf offener Straße. Wirkt abschreckend, und soll es sicherlich auch.

Entlang der Reeperbahn liegen mittenmang und an den Schaufenstern die Obdachlosen. Drogen werden in der Öffentlichkeit konsumiert, es stört offenbar keinen wirklich.
Beim KFC-Imbiss wollen sie einen Penner loswerden, der vor dem Schaufenster liegt – und wohl kaum ansprechbar ist. Der Krankenwagen kommt, die Polizei auch. Der Mann will da nicht weg, er weigert sich. Krankenwagen und Polizei rücken wieder ab. Zwei andere Obdachlose, die das beobachten, beschimpfen die Beamten. Man könne doch den Mann da nicht liegen lassen, er habe eine Alkoholvergiftung. Kann aber nicht so schlimm gewesen sein, denn als die Aufregung vorbei ist, steht auch der Mann plötzlich auf und verschwindet.

Die Große Freiheit ist dagegen die wirkliche Partymeile. Überall aus den Clubs dringt laute Musik, selbst noch nach 3 Uhr. Es ist das ganz junge Feiervolk, das sich dort amüsiert
Aber wann schläft die Reeperbahn? Am Vormittag, am Mittag, am frühen Nachmittag. Die meisten Sexclubs haben zwar trotzdem geöffnet, man wird auch da von den Türstehern angequatscht, aber es ist wenig los. Viele Imbisse öffnen erst am Nachmittag, schließen dafür erst um 6 Uhr morgens. Auf der Großen Freiheit stehen die Liefer-Lkw. Der Beatles-Platz am Ende der Straße an der Reeperbahn wird gesäubert – inklusive der Musiker-Statuen.
So von wegen schmutzige Meile. Das ist sie nicht überall. Rauh aber ganz sicher.

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Make Love – Liebe kann man lernen: Wie lieben Teenager?

Donnerstag, den 14. Juli 2016
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DI 12.07.2016 | 22.45 Uhr | ZDF

Stell dir das mal vor: Du bist in der 9. Klasse, und dann kommt das Fernsehen in den Unterrichtsraum, und alle sprechen über Sex. Über das erste Mal. Über Sexstellungen. Übers Wichsen. Und über die richtige Methode, den steifen Schwanz in der Hand zu halten. Darüber, wo man am liebsten angefasst werden will. Ach ja, und über das Schwulsein und überhaupt, wie denn so eine Vagina aussieht.
Und das alles, ohne peinlich berührt zu kichern, rot zu werden und im Erdboden zu versinken.
Undenkbar? Nein! Das ZDF hatte totales Glück und hat offenbar die abgebrühteste 9. Klasse der Welt gefunden.

In der Reihe “Make Love – Liebe kann man lernen” ging es am Dienstagabend im ZDF darum, wie Teenies lieben.
Sextherapeutin Dr. Sommer Ann-Marlene Henning hat sich in ihre liebsten 90er-Jahre-Klamotten geworfen, setzte sich in die Schulklasse, um mal richtig nett über Sex zu plaudern.
Keiner hat gelacht, kein Hihi, nichts. Die Neuntklässler waren abgebrüht wie nüscht. Reden wir über ihre Sexerfahrungen und wie denn das ist mit den Frauen und den Männern. Ein junger Mann, vermutlich 15 Jahre alt, erzählte, als ob es das Normalste der Welt wäre, wie man (Frau) denn ihn am besten wichst, ohne dass er zu schnell kommt.
Da werden Mami und Papi, die Familie und alle Freunde sicherlich besonders aufmerksam zugeschaut haben. Aber vielleicht ist das zu Hause ja eh ein Abendbrotthema.

Ein junger Mann wollte ein Extra-Interview mit der Sextante, um ihr, den ZDF-Zuschauern und damit allen zu erzählen,d ass er schwul sei. Outing im ZDF. Inklusive nachfolgendem Outing vor der Klasse und herzlichem Applaus.

An wen richtet sich das alles eigentlich? Die jungen Leute selbst schauen am Dienstag um 22.45 Uhr wohl eher nicht ZDF. Und die alten Säcke? Macht die das geil, wenn die Jugend berichtet, wie sie es treibt?
Und wie lange haben eigentlich die Dreharbeiten gedauert? Hat echt niemand gekreischt? Fiel wirklich niemand peinlich berührt in Ohnmacht? Haben das alle wirklich so verdammt locker genommen?
Wenn ich mir vorstelle, dass wir in den Neunten so geredet hätten… ähm… nein, ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen.

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Nur Porno im Kopf

Freitag, den 20. Mai 2016
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MI 18.05.2016 | 22.15 Uhr | zdf.kultur

Wenn das mal kein denkwürdiges Interview ist: Der britische Journalist Martin Daubney führt im Auto fahrend ein Gespräch mit einem jungen Mann über seine Sex- und Pornosucht. Plötzlich stoppt der Mann den Wagen, er sagt, er müsse mal aufs Klo. Der Interviewer bleibt im Auto und wartet. Als der junge Mann wieder ins Auto kommt, gibt er zu: Er musste sich auf dem Klo schnell mal einen runterholen. Und jetzt fühle er sich schlecht, weil es ja nur die Sucht sei. Nur darüber zu reden, habe ihm schon gereicht. Der Druck war da. In Spitzenzeiten macht er das 26-mal am Tag. Ja. sechsundzwanzigmal.

“Nur Porno im Kopf” hieß eine Doku, die am Mittwochabend bei zdf.kultur lief. Und bei dieser Szene wusste man als Zuschauer gar nicht, ob man lachen oder weinen soll. Der erstaunliche Seelenstriptease war am Ende dann aber doch traurig, denn auch wenn Sex etwas Tolles ist – für den jungen Mann ist der Sex, den er so so so oft hat, die Hölle.
Sich aber in so einer Sendung so dermaßen zu entblättern – das ist dann schon pikant. Während des Interviews rauszurennen, um zu… Ein Fake?

Der Hintergrund der Doku war aber so oder so interessant. Denn das Internet macht es möglich, dass sich alle Menschen so viele und so oft Pornos reinziehen können, wie sie wollen.
Früher, als es das Netz noch nicht gab, war das anders: Da musste die “Bravo” mit der Dr. Sommer-Seite herhalten oder irgendwelche Katalogseiten oder Heftchen, die man irgendwoher hatte. Mit 18 schlicht man sich in eine Videothek.
Heute können sich schon 12-Jährige alles im Netz ansehen – also, in jedem Alter. Und die meisten machen das sicherlich auch.
Aber ist das schädlich? Sicherlich führt es dazu, dass viele junge Leute eventuell ein falsches Bild vom Sex und seinen Umständen bekommen.
Es heißt, es sei zu einfach, auf solche Seiten zu gelangen – selbst auf Gewaltpornos. Aber andererseits: Man muss sie auch finden wollen. Man muss sie auch sehen wollen.
Einfach nur Seiten zu sperren, nützt da wohl wenig. Drüber sprechen, vielleicht schon mehr.