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Die Rocky Horror Picture Show: Nicht am Karfreitag!

Samstag, den 26. März 2016
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FR 25.03.2016 | 0.00 Uhr | (Sa.) | kabeleins

“Die Rocky Horror Picture Show” lief nicht das erste Mal bei kabeleins. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass der Klassiker von 1975 erst um Mitternacht lief. Und dennoch hatte es einen Grund, warum er diesmal erst um genau Mitternacht anfing. Früher hätte er an diesem sehr späten Freitagabend – oder eher: Sonnabendmorgen – gar nicht laufen dürfen. “Die Rocky Horror Picture Show” ist nämlich für Ausstrahlungen am Karfreitag gesperrt. Der Film darf an diesem “stillen Feiertag” nicht gezeigt werden. Also auch nicht am Totensonntag oder am Volkstrauertag.

Die FSK beurteilt nämlich nicht nur, ab wie viel Jahren sich jemand einen Film ansehen darf. Laut Grundgesetz, Artikel 140, sind Sonntage und christliche Feiertage gesetzlich geschützt, und “stille Feiertage” wie eben der Karfreitag haben einen noch höheren Schutz. Das Verbot gibt es seit 1980, und auf der Liste stehen aktuell 756 Filme.
Dazu gehören “Final Destination” oder “Die Feuerzangenbowle”, “Police Academy” und “Mary Poppins”, Bud Spencers “Banana Joe” und Thomas Gottschalks “Piratensender Powerplay”, “Animal Farm”, und die “Eis am Stiel”-Filme, “Hostel” und “Ring” und viele, viele weitere Filme. Bei einigen verständlich – bei anderen erscheinen eher Fragezeichen.

All diese Filme sind Karfreitag also verboten. Wie ja auch Tanzveranstaltungen am Karfreitag verboten sind.
Albern? Überholt? Blödsinnig?
Mag sein. Gegner dieser Regel sagen ja, Kirche und Staat dürften sich nicht vermischen, weshalb auch solche Regelungen unzulässig seien.
Aber so lange der Karfreitag ein Feiertag ist, man diesen auch gern in Anspruch nimmt, sollte man doch im Gegenzug mit diesen Regeln auch keine Probleme haben. Quasi ein Kompromiss.

Und bei kabeleins hat man dann ja schließlich auch keine Minute zu lang gewartet, um dann um Punkt Mitternacht “Die Rocky Horror Picture Show” zu starten.

-> Die Liste der Filme, die an “stillen Feiertagen” nicht gezeigt werden dürfen, herausgegeben von der Piratenpartei.

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20 Jahre RT Zapper: Was war los Ende Februar 1996?

Sonntag, den 28. Februar 2016
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Am 28. Februar 1996 erschien meine allererste Medienkolumne, damals noch unter dem Titel “Der Beobachter”. Erst ab 7. Juli 1997 hieß sie “RT Zapper”. Die ganze Geschichte dazu steht hier.

Die Premiere für die Kolumne war in der “Medien News”-Ausgabe 9/1996. Was war in dieser Zeit, in dieser Woche eigentlich los in der Medienwelt?
Die “FF dabei”, zu DDR-Zeiten die einzige Fernsehzeitschrift, stellte ihr Erscheinen ein. Sie hatte zu wenige Leser. Abonnenten erhielten dafür die “TV Today”, in der dann noch einige Jahre eine kleine “FF dabei”-Beilage lag.

Der “Karneval in Köln” in der ARD erreichte 9,71 Millionen Zuschauer, Jürgen von der Lippes “Geld oder Liebe” 8,95 Millionen. “Kommissar Rex” auf Sat.1 hatte 7,59 Millionen, “Schreinemakers live” 5,78 Millionen Zuschauer. Ein Renner war bei RTL noch “Explosiv – Das Magazin” mit regelmäßig mehr als 6 Millionen Zusehern. “Akte X” bei ProSieben erreichte 3,85 Millionen Menschen. Mit einer Sondersendung zum Wetterchaos in Norddeutschland hatte N3 1,39 Millionen Zuschauer.
In den Charts stand “Lemon Tree” von Fool’s Garden ganz oben. Tic Tac Toe und “Ich find dich scheiße” war auf Platz 4, Blümchens “Herz an Herz” auf Platz 5.
Die Toten Hosen waren mit “Opium fürs Volk” auf Platz 1 der Albumcharts.
Im Kino stand Detlev Bucks “Männerpension” ganz oben, bei den Büchern “Der Pferdeflüsterer”.

RTL 2, Kabel 1 und VOX drehten 1996 so richtig auf, um mehr Zuschauer zu erreichen. Kabel 1 wollte 60 Millionen Mark ausgeben – für Shows wie “Hugo”.
Schon 1996 wurde über leer Kassen und fehlende Reformen bei der ARD diskutiert. Es wurde befürchtet, dass viele Radiosender dicht gemacht werden, wenn weiter gespart werde.

Aufmacherthema der “Medien News” war, dass Deutschland beim Fernsehkonsum immer noch geteilt war. Während im Osten die Privatsender am erfolgreichsten waren, waren es im Westen immer noch ARD und ZDF. “Tagesschau” und “Lindenstraße” im Westen und “Traumhochzeit” und “Explosiv” im Osten.

“Die Zeit” wurde 50.
Jürgen von der Lippe und Peter Maffay stritten sich um eine Maffay-Parodie.
Bei Sat.1 gab es eine Krise. Der Beginn des Abendprogramms ist auf 20 Uhr vorgezogen worden: “Volle Stunde, volles Programm!” Ging leider voll in die Hose. Viele Erfolgsserien verloren Zuschauer – und die Stars waren sauer.
Harald Juhnke sagte wieder mal einen Auftritt ab – zu viel getrunken…
RTL 2 will als dritter Privatsender nach Sat.1 und Premiere ein VPS-Signal ausstrahlen.

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Poseidon

Mittwoch, den 6. Januar 2016
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MO 04.01.2016 | 22.25 Uhr | kabeleins

Aus der Reihe „Remakes, die die Welt nicht braucht”, zeigte kabeleins am Montagabend Wolfgang Petersens Neuversion des 70er-Jahre-Katastrophenfilmes „Poseidon-Inferno”.

Die Geschichte der 2006er-Version ist unverändert. Ein Kreuzfahrtschiff gleitet über den Nordatlantik. Drinnen wird Silvester gefeiert. Dann kommt eine riesige Flutwelle und lässt den Kahn kentern und am Ende kieloben schwimmen. Panik und erste Rettungsversuche.

Könnte ganz spannend sein. Ist es aber nicht. Mal abgesehen davon, dass der 70er-Jahre-Story nichts Neues beigefügt ist, wurde dieser Film dermaßen lustlos dahingerotzt, dass man mit der Fernbedienung werfen will. Keine Ahnung, wozu Petersen diesen öden Schinken gedreht hat. Völlig zurecht war er nicht nur in Deutschland eher ein Flop.

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Die Food-Giganten

Dienstag, den 17. November 2015
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SO 15.11.2015 | 20.15 Uhr | kabeleins

Sonntagabend um 20.15 Uhr. Die Deutschen gucken mehrheitlich den “Tatort”. Oder den Herzschmerz-Schinken im Zweiten. Oder vielleicht auch die Free-TV-Filmpremiere auf einem der großen Privatsender.
Wer das alles nicht guckt, wird den Fernseher wohl nur nebenbei zu laufen haben. Oder nur ab und zu. Anders ist das Phänomen der Sonntagabend-Doku bei kabeleins nicht zu erklären.

In den “Food-Giganten” ging es um Sandwiches. Um junge Leute, die einen Laden aufmachen wollten, um den Branchenprimus Subway und dessen Nachahmer.
Und das zwei Stunden lang. Viel Zeit. Sehr viel Zeit.
So etwas ist den Zuschauern von kabeleins ja eigentlich nicht zuzumuten. Deshalb bekommen sie auch alle 15 bis 20 Minuten sowohl eine Zusammenfassung über das Gesagte der vergangenen Minuten und – noch bekloppter – immer wieder dieselben Fakten und Thesen zum Thema Sandwiches. Immer wieder.
Fast schon auffällig war das Mantra, dass ja Subway die Nummer 1 in der Branche sei, und dass die kleinen Firmen ja machen könnten was sie wollen – Subway stehe immer ganz oben, weil die eben am bekanntesten seien.
Wer das während einer Doku ein paarmal erzählt bekommt, der merkt sich das. Wie er sich überhaupt den Namen “Subway” merkt. Ob da Gelder für die Produktion fließen?

Diese ewigen Redundanzen: Sind diese Dokus nicht dafür gedacht, dass man sie aufmerksam von Anfang bis Ende guckt? Oder leiden kabeleins-Zuschauer an Gedächtnisschwund? Oder hält man bei kabeleins seine Zuseher schlicht für doof?

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Trailer: Die spektakulärsten Kriminalfälle

Dienstag, den 21. Juli 2015
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FR 17.07.2015 | 21.27 Uhr | kabeleins

Bei kabeleins scheinen sie das nicht mitbekommen zu haben, deshalb dies hier mal vorweg: Der Wetterexperte Jörg Kachelmann stand wegen des Vorwurfs der Vergewaltung vor Gericht, ist davon aber freigesprochen worden. Jörg Kachelmann ist kein verurteilter Straftäter.
Und nun kommt kabeleins.

Der Sender warb für seine neue Reihe “Die spektakulärsten Kriminalfälle – Dem Verbrechen auf der Spur”, die am Sonntagabend angelaufen ist. In dem Trailer raunt eine männliche Stimme: “Dunkle Geheimnisse, undurchschaubare Abgründe, verhängnisvolle Taten. Diese Menschen sind bis zum Äußersten gegangen und wurden zu Verbrechern, die jeder kennt.”
Zu sehen ist unter anderem: Jörg Kachelmann. Der, so kabeleins, nun also ein Verbrecher sein soll, den jeder kenne?
Nun ja. Dass so ziemlich jeder Jörg Kachelmann kennt, damit haben die Leute bei kabeleins ja noch recht. Aber dass Kachelmann freigesprochen worden ist und somit nicht als “Verbrecher” betitelt werden kann, das muss bei kabeleins irgendjemand übersehen haben.
Blöde Sache, das.

Jörg Kachelmann aber hat’s gesehen und forderte eine Unterlassungserklärung. Die hat die Sendergruppe ProSiebenSat.1 offenbar zur Kenntnis genommen, denn als der Trailer am Freitagabend in der “Homeland”-Werbepause zu sehen war, kam Jörg Kachelmann im Trailer nicht mehr vor.

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Homeland

Montag, den 20. Juli 2015
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FR 17.07.2015 | 20.15 Uhr | kabeleins

“Homeland” ist ein Flop. Nur wollen das offenbar viele Medien nicht wahrhaben.
In Deutschland ist die 4. Staffel angelaufen. Weil aber die Quoten bei Sat.1 zu schlecht waren, läuft die Serie nun bei kabeleins. Da aber immerhin zur Primetime. Wie lange noch – das wird sich aber erst noch zeigen müssen.

Als die 1. Staffel hierzulande zu sehen war, war auch ich begeistert: Da ging es um einen US-Soldaten, der aus Afghanistan zurückkehrt und als Held gefeiert wird. Der Thrill: Dieser Soldat könnte von der anderen Seite abgeworben worden sein und in den USA einen Anschlag planen.
“Homeland” war mal unfassbar spannend. Schon Staffel 2 ließ extrem stark nach, aber wie das immer so ist: Serienproduzenten finden oft leider kein Ende.

Nun läuft also Staffel 4, und die hat mit der ursprünglichen Story so gut wie nichts mehr zu tun. Es geht immer noch um das Geschehen in Afghanistan, um Diplomaten, Agenten, Überläufer.
In Folge 5 bin ich am Freitag nun ausgestiegen. Mein Interesse ging immer weiter zurück, die Geschichte packt mich nicht mehr. Und ich bin nicht der Einzige, der so denkt. Die Einschaltquoten sind selbst für kabeleins ein Desaster.

Nun heißt es ja immer wieder: Warum funktioniert so was in den USA, aber in Deutschland will das keiner sehen.
Dabei hat “Homeland” auch in den USA sehr überschaubare Quoten. Schon Staffel 1 sahen auf einem kleinen Sender dort nur etwas mehr als eine Million Menschen, so ist es auf der Wikipedia-Seite zu lesen. In Deutschland waren es sogar gut doppelt so viel.
Die Quoten gingen in den USA leicht zurück, ebenso wie in Deutschland. “Homeland” ist weder in den USA noch hierzulande massentauglich.
Dennoch ist es interessant, dass in den Medien die Serie als großer Hype gefeiert wird. Ein Hype, den es unter Otto-Normal-Zuschauern nicht gibt. Als klar war, dass Staffel 5 in Berlin entsteht, drehen die deutschen Medien quasi durch. Aber eben nur die Medien und eben auch ein paar Anhänger. Aber eben nicht die Masse.

Jetzt weiß ich auch, warum neulich niemand Hauptdarstellerin Claire Danes im Berliner Biergarten erkannt hat. Vermutlich schlicht deshalb, weil sie kaum jemand kennt.

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Werbung: 99-Fire-Films

Montag, den 13. Januar 2014
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SO 12.01.2014 | 16.56 Uhr | kabeleins

Erwischt! Schauspieler Elyas M’Barek knöpft sich gerade noch so das Hemd zu. Was läuft da zwischen dem Filmstar und Joyce, dem Webstar?
Die Frage könnte man stellen, wenn man sich den Werbespot für den 99-Fire-Films-Wettbewerb ansieht, der am Sonntagnachmittag auf kabeleins lief.

Während Elyas M’Barek über den Videowettbewerb spricht – die Haare leicht wirr, und er schwitzt ein bisschen – und erzählt, dass er ja Teil der Jury ist, zieht er sich an. Das Hemd, wie gesagt, das am Anfang noch halb offen steht, dann noch eine Jacke und zum Schluss hübsch feingemacht.
Der Webstar scheint unbeteiligt daneben zu stehen – aber wer weiß schon so genau, was da abgeht? Knickknack.
Wann gibt es das unzensierte Making of zum Spot?