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Die große Sat.1 Promiboxen

Montag, den 11. März 2013
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FR 08.03.2013 | 20.15 Uhr | Sat.1

Mola Adebisi haut Sebastian Deyle weg. Dschungel-Georgina geht wie eine Furie auf “Tic Tac Toe”-Jazzy los. Am Freitagabend beglückte Sat.1 seine Zuschauer mit dem großen Rummelboxen, äh, Promiboxen.

Wenn Stars am Ende sind, dann bleiben ihnen zwei Möglichkeiten: Entweder sie gehen in den RTL-Dschungel, oder sie lassen sich auf der Bühne verprügeln. Oder, die noch härtere Variante: Sie gehen erst in den RTL-Dschungel und lassen sich dann verprügeln.
Bei Sat.1 wird dann eine fast vierstündige Abendshow daraus.

Sogar den bekannten Ringsprecher Miiiiiiichaeeeeeel Buuuuffeeeeeeeeeer hat Sat.1 für seine Show eingekauft. Der Mann hat in seinem Leben auch schon bedeutendere Kämpfe angesagt. Er musste mitansehen, wie Mola Adebisi – aufgepumpt mit Adrenalin und guckend wie ein wilder Stier – Sebastian Deyle schon in Runde 1 niederschlug. Deyle brauchte ein wenig, um sich zu erholen, hätte aber gern weitergeboxt. Na ja, man kann ja mal nachfragen, ne?!
Georgina hat sich gar nicht wirklich auf den, ähm, Kmapf vorbereitet. Da hatte sie gegen Jazzy aber schlechte Karten, denn die schlug, im Gegensatz zu Georgina – ordentlich zu. Im letzten Kampf winselte Mehrzad Marashi in der Pause regelrecht darum, aufhören zu dürfen, weil Daniel Aminati viel zu gut für ihn war.

Sicherlich, irgendwie ist es lustig, zuzusehen, wie zwei Tussen sich dissen und auf sich einprügeln. Die Schadenfreude ist durchaus vorhanden, wenn ein ehemaliger “DSDS”-Gewinner offenbar nur noch fürs Promiboxen gut genug ist. Ob Marashi 2014 auch in den Dschungel fliegen darf?

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Boxen live: Wladimir Klitschko – Mariusz Wach

Montag, den 12. November 2012
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SA 10.11.2012 | 23.05 Uhr | Inforadio

Es gab Zeiten, da versammelte man sich vor dem Radio, um bei einem großen Ereignis dabei zu sein. Die Zeiten sind zwar vorbei, aber diese Radioübertragungen gibt es immer noch.
Es war eine echte Überraschung, als ich am Sonnabendabend auf der Autobahn unterwegs war, mich durch die Radiokanäle zappte und beim Inforadio des rbb hängenblieb. Dort wurde live der Boxkampf zwischen Wladimir Klitschko und Mariusz Wach übertragen.
Erstaunlich, schließlich handelt es sich dabei ja um ein RTL-Event, das da von der ARD ins Radio gebracht wird.

Reporter im Radio müssen mehr leisten als die im Fernsehen. Er muss erzählen, was er sieht, und das so bildlich, dass sich der Hörer das vorstellen kann. Zwischendurch muss er aber auch wichtige Fakten überbringen, die für den Boxkampf relevant sind. So kommt es, dass der Reporter weit mehr als eine Stunde am Stück redet. Wie Klitschko zuschlägt. Und noch mal. Und wie Wach plötzlich kontert und Klitschko zum Wanken bringt.

RTL wird während der Übertragung übrigens mit keinem Wort erwähnt. Es ist immer mal wieder von einem kommerziellen Sender die Rede, mit dem die Klitschkos entsprechende Verträge haben.
Inforadio (und vermutlich viele weitere ARD-Info-Radiosender) bleiben dran, bis nach Runde 12 die Wertung bekanntgegeben wird.

Schön, dass es so was in unserer modernen Medienwelt auch noch gibt: ein Event zum Hören, und das nicht nur beim Fußball.

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Das große ProSieben-Promiboxen

Sonntag, den 1. April 2012
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SA 31.03.2012 | 20.15 Uhr | ProSieben

Der Schwanz war aber ganz schön schlaff, äh, schlapp. Also, der Nico. Nico Schwanz. Der war ganz schön schlapp. Beim Promiboxen von ProSieben nämlich. Da verlor das Ex-Model sehr eindeutig gegen den “taffen” Daniel Arminati.

Gut sechs Jahre lang blieben war von einer Promiboxshow verschont. Zuletzt versuchte sich 9Live im Jahr 2006 am “Rummelboxen”. Jürgen Milski ließ sich (und das war schon ein bisschen lustig) von René Weller verprügeln. RTL hetzte letztmals 2003 D-Promis aufeinander.
Nun also ProSieben mit dem großen Promibo… – obwohl: Mit Boxen hatte diese Show nur wenig zu tun.

Micaela Schäfer hopste ein bisschen um Indira Weis herum, die mit ihrer Faust ausholte, als sei sie eine Mischung aus Bud Spencer und Popeye.
Lars Riedel – einst ein gefeierter Leichtathlet – lässt sich von Evil Jared Hasselhoff einen gehörigen Gong auf den Hinterkopf verpassen.
Martin Kesici – der ja von dieser Art Promishows die Schnauze voll hatte – ist auch mal wieder am Start und stieg mit Jay Khan in den Ring. Wahrscheinlich schreibt Kesici danach wieder ein Buch, in dem es um die schlimmen Sitten bei derartigen Fernsehshows geht. Da freuen wir uns schon drauf.

Die Stimmung in der Düsseldorfer Arena war so lala, Möchtergern-Promis wie die unsäglichen Geissens durften ihre Fresse ebenso in die ProSieben-Kamera halten wie der arme Felix Sturm, der bei diesem Prügel-Rummel-Event Reklame für seinen richtigen Boxkampf nächste Woche machen musste.
Die aktuellen Freundinnen der E-Promi-Kämpfer zeigten unterdessen ihre tittenzeigefreundigen Kleider in die Kamera und freuten sich, dass sie endlich auch mal ins Fernsehen durften.
Das ist doch mal Sonnabendabend-Unterhaltung mit … ähm … Niveau. Irgendwo im Keller. Also, 3. UG. Mindestens.

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RTL-Boxen: KlitschK.O. – Die Abrechnung

Sonntag, den 19. Februar 2012
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SA 18.02.2012 | 22.10 Uhr | RTL

“Ich seh in dein Herz, sehe gute Zeiten, schlechte Zeiten…”
Am Sonnabend strahlte RTL eine Extra-Folge seiner Seifenoper aus. Allerdings war sie getarnt als Boxübertragung, damit mehr Leute einschalten als bei der Dailysoap.
In den Hauptrollen: Die Boxer Dereck Chisora, Vitali und Wladimir Klitschko. In den Nebenrollen der Boxer David Haye und die Reporter Kai Ebel und Florian König.

Die Handlung war durchaus spannend. Vitali Klitschko und Dereck Chisora sollten gegeneinander boxen. Schon beim Wiegen kam es zum Zwischenfall. Chisora ohrfeigte Klitschko.
Beim Kampfabend selbst folgte Teil 2: Chisora pokerte und verzögrte den Kampf. Er zog sich die Handschuhe nicht an, verweigerte Kai Ebel den Gang in seine Kabine. Wladimir Klitschko war auch ganz schön böse.
Zwischendurch eröffnete Boxer David Haye einen Nebenhandlungsstrang (jede Geschichte braucht zwei Erzählstränge). Er forderte Vitali Klitschko mal wiede zum Kampf auf, aber angeblich zahlt er nicht gut und meldet sich nun nicht mehr. Oder so ähnlich, wer weiß das schon so genau.
Florian König peitscht in der Zeit die RTL-Zuschauer und die in der Halle an. Sagt, dass das ja so gar nicht geht, dass er das ganz schön doof findet, was Chisora da abzieht, und dass der Vitali ihn ja gleich ordentlich vermöbeln würde.
Unterdessen beginnt der Kampf dann doch, man muss Chisora festhalten, man halt wohl Angst, dass er Klitschko schon vor dem Gong eine gongt.
So kommt’s dann aber nicht. Chisora verliert zwar, schlägt sich aber sehr viel besser, als alle dachten.

12,88 Millionen Zuschauer verfolgen diese als Boxkampf getarnte Seifenoper. Dass sich Haye und Chisora auf der anschließenden Pressekonferenz prügelten, dass Chisora danach festgenommen wurde – das sehen wir dann in der nächsten Folge.
Und am 3. März folgt das nächste GZSZ-Special: “KlitschK.O. – Das Versprechen!”

RT im Kino

Klitschko

Dienstag, den 18. Oktober 2011
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Was wären die Klitschkos ohne die Medien? Vor einigen Wochen erhielt RTL einen Deutschen Fernsehpreis für die Übertragung des Boxkampfes zwischen Wladimir Klitschko und David Haye. Die Klitschkos dankten auch dem RTL-Team, man sei inzwischen eine Familie. So weit ist’s also schon mit der journalistischen Distanz.
Die beiden Boxer geben Interview, gehen oft in Fernsehshows, machen Reklame – und Boxen tun sie auch noch.

Jetzt gibt es auch noch eine Dokumentation über “Klitschko”. Über die Boxer, über ihre Vergangenheit, über ihren Clan, über das Boxen überhaupt.
Wir sehen hinter die Kulissen des Boxzirkus, erfahren aber auch persönliche Dinge. Sebastian Dehnhardt führt die Zuschauer der Doku an die Schauplätze der Klitschko-Kindheit in Kasachstan, Tschechien in Kiew. Dazu gibt es alte Aufnahmen der beiden Boxer.

Von den gut in Szene gesetzten Boxkämpfen mal abgesehen, ist “Klitschko” eine sehr, sehr lang geratene, in seinem Aufbau recht konventionelle Doku (fast zwei Stunden): ein bisschen Glemmer, die schlimmen Niederlagen, dazu die Familiengeschichte, dazu die Kämpfe, die aber schon aus dem Fernsehen bekannt sind.
Ob man das alles nicht schon wusste oder ob man das überhaupt wissen musste, sei mal dahingestellt.
Dass die Klitschkos ganz nette Typen sind – joa, neu ist das ja nicht. Dazu muss man keine 116 Minuten verschleudern.

5/10

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RTL Boxen: Vitali Klitschko – Odlanier Solis

Sonntag, den 20. März 2011
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SA 19.03.2011 | 22.10 Uhr | RTL

Mensch, da macht sich RTL so einen Aufwand: eine große Halle, 50 Minuten lang Vorberichte und große Show. Und dann das: Nach nur drei Minuten endete der groß angekündigte Boxkampf zwischen Vitali Klitschko und Odlanier Solis. So ein Tamtam für so wenig Sport.

Bei RTL müssen sie am Sonnabendabend in eine spontane Ohnmacht gefallen sein: Schließlich konnten sie nun lumpige elf Werbeblöcke in die Tonne treten. Die eine oder andere Million ist dann wohl mit dem frühen Kampfende im Abfluss verschwunden.
Und das alles nur, weil Herr Solis unglücklich gestolpert ist. Oder wie Herr Klitschko sagt: Weil er ihn getroffen hat. Aber voll.

Klar, dass Publikum in Köln ein wenig, sagen wir mal, unglücklich darüber war. Für drei Minuten Gehüpfe im Ring gibt man ja auch ungern so viel Kohle aus.

RT im Kino

Max Schmeling

Donnerstag, den 7. Oktober 2010
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Uwe Boll hat einen Film mit Henry Maske gedreht. Das ist ein Satz mit gleich zwei Gründen, sich nicht “Max Schmeling” anzusehen. Ganz so schlimm ist der Film dann aber doch nicht geworden. Dass es aber nicht das ganz große Werk ist, die emotionale Verbeugung an den großen Boxer – das liegt leider dann doch an Henry Maske.

Max Schmeling war in den 30er-Jahren der deutsche Boxer schlechthin. Doch dann kam der Krieg, und Schmeling musste als Soldat mitkämpfen. Genau da setzt Bolls Film an. Wir begegnen Max Schmeling (Henry Maske) 1943 auf Kreta (Kreta ist in wirklichkeit Malta). Er soll einen englischen Kriegsgefangenen überführen. Während des Marsches beginnt Maske… äh, Schmeling zu erzählen, wie das denn war mit seiner Boxkarriere.
Und wir tauchen ein in die Geschichte. Wie es losging. Wie Schmeling boxte, kämpfte, siegte, verlor und wieder siegte.

Henry Maske war und ist ein guter Boxer. Ein guter Schauspieler ist Henry Maske nicht. Und das ist leider ein wirklich Manko dieses Films. Wenn Maske spricht, wirkt das schlechter als jedes Schülertheater. Aufgesagt, unbetont, unfreiwillig komisch. Maske ist Maske, der versucht, Schmeling zu sein. Irgendwann gewöhnt man sich zwar dran, aber gerade in der ersten halben Stunde tut es oft weh.
Auch hat “Max Schmeling” einige Längen, emotional packt er den Zuschauer nur sehr selten, was auch an dem etwas holprigen Aufbau der Geschichte liegt. Gerade zum Ende hin plätschert das Ganze ein wenig vor sich hin, weil der eigentliche Höhepunkt weit vor dem Schluss kommt. Durch Maskes holpriges Spiel wirken die Zwischengeschichten abseits der Boxkämpfe zudem meistens sehr steril. Viele Dialoge wirken schrecklich aufgesetzt. Da konnte Boll wohl wenig retten. Die Kämpfe selbst sind hingegen recht spannend und filmisch gut umgesetzt. Auffallend ist nur der nicht alternde Radiokommentator (RTL-Nachrichtenmann Andreas von Thien).
In Nebenrollen sind übrigens weitere prominente Gesicher aus dem Boxzirkus zu sehen: Arthur Abraham spielt Richard Vogt, Manfred Wolke einen Trainer.
Uwe Boll wäre gut beraten gewesen, auf Maske zu verzichten. So ist seine Hommage an “Max Schmeling” nur Mittelmaß, und der Boxer hätte mehr verdient gehabt.

5/10