Monatsarchiv für März 2022

RTZapper

Die richtigen Fragen – spezial

Mittwoch, den 30. März 2022
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SO 27.03.2022 | 13.30 Uhr | Bild

In deutschen Talkshows wird in der Regel über die Ukraine gesprochen – aber selten mit Ukrainern über ihre eigene Lage. Und schon gar nicht vor Ort.
Schon vor dem dortigen Kriegsbeginn war Bild-Reporter Paul Ronzheimer nach Kiew geflogen, um über die dortige Lage zu berichten. Dass der Krieg ausbrechen würde, wusste er da noch nicht. Wie lange er in der Ukraine bleiben wird, das weiß er ebenfalls nicht. Aber er gehört nun zu den wenigen, die direkt aus dem Kriegsgebiet berichten und uns diesen Wahnsinn anschaulich machen.

Am Sonntagmittag auf eine besondere Weise. Die Talkshow “Die richtigen Fragen” bei Bild kam diesmal aus Kiew. Paul Ronzheimer saß mit seinen Gesprächspartnern auf dem Maidan-Platz. Auf den nassen Steinen – es regnete leicht – hinter einer Sandsack-Barrikade.
Menschen, die gerade in Kiew sind, die sich engagieren, die dokumentieren, die helfen und sich auf Schlimmeres vorbereiten, berichteten von ihrer Situation. Davon, wie sie die Lage einschätzen, wie sie klarkommen. Und von ihrer Enttäuschung, dass zum Beispiel Deutschland so wenig unterstütze, wie sie sagten. Auch ging es um das ausbleibende Energie-Embargo, wofür es bei ihnen in Kiew wenig Verständnis gebe. Die Deutschen hätten Angst um ihr Geld, dass das Leben eingeschränkt werden müsse – und in der Ukraine fließe Blut, würden Bomben fallen.

Ein wenig bekommt man den eigenen Spiegel vorgehalten, wenn man diese Menschen mitten im Krieg reden hört. Aber es ist wichtig, sie zu hören, sie reden zu lassen. Und deshalb war diese Talkshow so wichtig.

-> Die Sendung auf Youtube

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ORA aktuell

Möglicher Bombenfund: Drei Oranienburger Kleingärten geräumt

Dienstag, den 29. März 2022

An und in der Oranienburger Havel sind möglicherweise zwei Bomben gefunden worden. Sie befinden sich unweit der Schleuse Friedenthal im Norden der Stadt, kurz vor der Grenze zu Sachsenhausen.

Gefunden wurden die Verdachtspunkte, weil für den Schleusenneubau rund um das Areal nach Kampfmitteln gesucht wird. Durch das UltraTEM-Verfahren, sei klar, dass es sich in der Böschung und im Wasser mit hoher Wahrscheinlichkeit um Bomben handele, so die Oranienburger Stadtverwaltung am Montag.

Es wurden nun Container als Splitterschutzwände aufgestellt. Auf diese Weise wird die Zahl der sofortigen Evakuierungen gering gehalten. Drei Kleingärten mussten allerdings geräumt werden.
Nun wird an einem Zeitplan gearbeitet.

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RTZapper

Die Sendung mit der Maus

Dienstag, den 29. März 2022
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SO 27.03.2022 | 9.20 Uhr | Das Erste

Katja ist eine Transfrau. Geboren worden ist sie als Mann, aber immer fühlte sie sich im falschen Körper. Viele Jahre lebte sie dennoch als Mann, bis sie den Schritt wagte.
Es ist die Geschichte eines Menschen, der in seinem Leben gelitten und nun etwas gewagt hat. Es ist eine Geschichte, die man auch Kindern erzählen sollte. Um ihnen zu zeigen, was es für Menschen gibt. Um ihn zu zeigen, dass jeder so leben können sollte, wie er oder sie es möchte. Und dass das nichts ist, was man verurteilen muss.

In der “Sendung mit der Maus” am Sonntagmorgen im Ersten ging es um Transgeschlechtlichkeit. Anlass ist der Tag der Transsichtbarkeit am 31. März.
Die Kinder – und die erwachsenen Zuschauer natürlich auch – haben Tanja nämlich schon mal kennengelernt. Damals war sie noch ein Mann, er hieß Erik und war obdachlos. In dem Beitrag ging es darum, wie Erik lebte, welche Schwierigkeiten es gab. Nun hat Erik die Obdachlosigkeit überwunden, eine eigene Wohnung und den Schritt gemacht, nun endlich als Katja zu leben.
Eine spannende Geschichte, die Kinder zeigen, wie vielfältig das Leben ist. Dazu gab es noch einen kurzen Animationsfilm über eine Prinzessin, die ein Ritter sein möchte.

Es ist Kinderfernsehen in seiner besten Art. Das aber finden nicht alle. Es gibt Menschen, die sprechen Tanja ab, ein liebenswerter Mensch zu sein.
Noch am Sonntag regte sich die rechte, erzkonservative Blase über diese “Sendung mit der Maus” auf. Die Publizistin Birgit Kelle, die beispielsweise schon beim schwurbeligen Kopp-Verlag veröffentlichte, faselte etwas von Ideologie und von “Propaganda jetzt auch für die Kleinsten”. Der WDR habe “wirklich gar keine Skrupel mehr”. Nun ist es also schon Propaganda, ein harmloses Porträt einer Transfrau im Kinderprogramm auszustrahlen?

In die gleiche Kerbe schlug Julian Reichelt. Mit Moral kennt der sich aus: Bei der “Bild” wurde er u.a. wegen unangebrachter Beziehungen zu Untergebenen gefeuert. Er sprach auf Twitter von der “Zwangsmaus”, was angesichts seiner Vorgeschichte schon sehr lustig ist. Sein Gefasel kam geradezu wirr daher: “Die Zwangsmaus und die Öffentlich-Rechtlichen wollen, dass wir uns nicht mehr trauen, Dinge zu sagen, von denen wir wissen, dass sie wahr sind.” Reichelt spricht Transmenschen die Existenz ab. “Sie wollen uns einschüchtern und erziehen, bis wir aus Furcht Fakten verleugnen: Jungs sind Jungs, Mädchen sind Mädchen.” Moralabstinenzler Reichelt schwadroniert also angesichts eines im Ersten gezeigten Porträts von Einschüchterung und Erziehung. Allerdings ist das schon bitter, und es sagt sehr viel über Julian Reichelt aus, wenn er sich durch “Die Sendung mit der Maus” eingeschüchtert fühlt. Fast möchte er einem Leid tun.

Aber die Maus-Redaktion hat auf Twitter gut gekontert: “Auch als erwachsene Person kann man bei uns noch viel lernen zu relevanten Themen wie z.B Toleranz. Die Maus ist dazu da, den Horizont für Groß und Klein zu erweitern.” Ob es bei Reichelt da noch was zu erweitern gibt?

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 3. Mai 2022)

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RTelenovela

Der lange, aufregende Abend mit Eddy

Montag, den 28. März 2022
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Es war ein langer Theaterabend, aber einer der sich sehr gelohnt hat. Eigentlich waren es sogar zwei Stücke, die am Sonnabend in der “Wabe” in Berlin-Prenzlauer Berg aufgeführt worden sind. Wohl zum allerletzten Mal übrigens.
Aber “Das Ende von Eddy” und “Wer hat meinen Vater umgebracht” bauen aufeinander auf, sind in der Romanfassung auch vom selben Autor, von Edouard Louis.

Unter der Regie von Alexander Weise spielte das Eddy-Projekt – bestehend aus vier Schauspielerinnen und Schauspieler und fünf Laien – alles Jugendliche.
Nicht die Bühne war die Spielfläche, sondern die runde Arena in der Mitte, das Publikum saß drumherum.

Wir erleben Eddy. Neunmal, dargestellt von den neun Personen in diesem Stück. Er lebt in der französischen Provinz. Eddy hat es schwer. Er ist anders. Irgendwie weibisch, findet sein Vater. Er wird gehänselt, gemobbt, auch geschlagen. Die Schule ist die Hölle, auch wenn er den Unterricht selbst eigentlich ganz okay findet. Aber auch zu Hause findet er kaum Verständnis. Sein Vater ist fies zu ihm.
Es sind Monologe, Dialoge, Sprechchöre, einzelnen Szenen, Installationen, musikalische Bilder – auf diese Weise wird von Eddy erzählt. Davon wie er geschmäht, verschmäht wird, wie er leidet – und er wie beobachtet und die Dinge beurteilt. Da ist Trotz, Wut, auch Traurigkeit und Galgenhumor.
Es sind viele fesselnde Momente dabei, bedrückende, traurige. Die Gruppe dabei zu beobachten, ist extrem interessant, auch wenn die Inszenierung letztlich auch Längen aufweist und einige Redundanzen hat.
Denn die Pause kommt nach zwei Stunden (!), um eine gute halbe Stunde hätte man das alles zusammenstreichen können, ohne dass der Sinn verloren gegangen wäre.

Nach der Pause kommt Teil 2, der komplett anders ist. Der Schauspieler Jonathan Berlin steht gute 45 Minuten allein in der Arena, auf der Bühne. Er spielt einen jungen Mann (Eddy? Man erfährt es nicht, aber man kann stark davon ausgehen), der über seinen Vater spricht.
Denn inzwischen sieht der Mann seinen Vater anders. Er hat ihn scheinbar neu kennengelernt, neu verstehen gelernt. Und er erzählt davon, “Wer hat meinen Vater umgebracht?” Und er berichtet nicht nur davon, wie liebevoll sein Vater auch sein konnte. Er erzählt auch von einem schweren Arbeitsunfall, der ihn von da an körperlich stark beeinträchtigte. Und wie die Politik alles schlimmer gemacht hat, in dem Mittel gekürzt, die Armen und Schwachen weiter ausgenommen wurden. Es ist harter Tobak, der nachdenklich macht.
Toll gespielt von Jonathan Berlin, der seine Wut, seine Enttäuschung und auch seine Liebe darlegte.

Fast dreieinhalb Stunden – mit Pause – und dennoch alles in allem ein kurzweiliger Theaterabend mit hervorragenden Darstellerleistungen, toller Begleitmusik (im ersten Teil live von David Schwarz und teilweise von den Darstellern selbst eingespielt) und einer aufregenden Choreografie.

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RTelenovela

Überraschungsevent (51): Sky H1 & Mika Oki

Sonntag, den 27. März 2022
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(50) -> 30.1.2022

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, beim nächsten Mal ist sie dran.

Bevor wir in den Saal der Volksbühne in Berlin-Mitte gehen konnten, hatten wir noch eingewilligt, an einer Umfrage teilzunehmen. Ich hielt mich zurück, sie beantwortete die Fragen. Und die Befragerin wirkte ein wenig bestürzt, als sie die Antwort bekam, dass S. weder wusste, was sie erwartet, noch dass sie sich vorbereitet hatte und dass sie sich ja nicht für das Konzert entschieden, sondern erst vor zehn Minuten davon erfahren habe. Erlebt die Befragerin sicherlich auch nicht alle Tage…

Diesmal war es wieder ein Überraschungsevent für uns beide. Denn ich habe mich für eine Veranstaltung entschieden, von der ich auch nicht genau wusste, was uns da erwartet. Ich hatte mir zwar ein bisschen was auf Soundcloud angehört, aber live vor Ort ist’s ja dann doch noch mal was anderes.

Der Saal war vielleicht halbvoll, das Licht ging aus. Die Künstlerin (bzw die beiden) verschwanden hinter einem Vorhangschlauch und waren nicht zu sehen. Die Musik setzte ein, begann ein wenig umher zu wabern.
Laut Ankündigung handelt es um melodische, elektronische Musik, von Ambient-Sound-Designs bis zu “romantische Tanzmusik der 2020er-Jahre”. Mehr muss man dazu auch gar nicht sagen. Es gab bei Sky H1 Musik zum Dösen und Träumen, und manchmal wummerten die Bässe, und es gab Sounds, die an die Eingeweide gingen. Zeitweise war es richtig gut, und ich hatte Bock zu tanzen – und irgendwie war die Musik an der Volksbühne vollkommen deplatziert, weil so was in den Tanzschuppen gehört.
Auf der Bühne selbst wurde eine “visuelle Installation” von Mika Oki gezeigt. Die war allerdings visuell nicht so wirklich inspirierend. Viel Dampf, richtig viel Dampf, ein bisschen Laser, ein paar Lichtblitze. Letztere waren höchst unangenehm, weil die einen in die Augen knallten. Die Laser hätten ruhig mehr Effekte machen können. Außerdem waren wir froh, am Rand zu sitzen und nicht in Reihe 2, Mitte. Denn jede Minute wurde der Nebel regelrecht aus der Anlage geschossen, und genau aufs Publikum in der Saalmitte zu. Ich glaube, wenn wir ständig Nebel in die Fresse gekloppt bekommen hätten, hätten wir schnell selbige, also die Schnauze, voll gehabt.

Und so ging wieder mal ein sehr spezieller Überraschungsevent zu Ende. Ich habe zwischenzeitlich überlegt, ob es der Hammer ist oder die Hölle. Irgendwo dazwischen ganz sicher.
Nach der Pause trat noch jemand anderes auf, aber wir erklärten das Event zur Pause für beendet.

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RTZapper

Let’s Dance

Sonntag, den 27. März 2022
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FR 25.03.2022 | 20.30 Uhr | RTL

Daniel Hartwich hat Corona.
Es gab ja mal Zeiten, da war das quasi eine Eilmeldung wert, wenn ein Promi sich mit dem Coronavirus angesteckt hat. Heute sorgt das fast schon für ein Schulterzucken.
Bei Fernsehproduktionen kommen sie allerdings in dieser Saison ordentlich ins Schwitzen. Insbesondere bei der RTL-Tanzshow “Let’s Dance” kann man in diesem Jahr nicht wirklich wirklich von einem geordneten Ablauf sprechen.
Gleich in Folge 1 war Juror Joachim Llambi wegen Corona ausgefallen. In Laufe der nächsten Wochen mussten ständig Profitänzer ausgewechselt werden, und auch diverse Promitänzer fielen aus. Mal wurde dementsprechend niemand am Ende der Show rausgewählt, mal dann plötzlich zwei – um irgendwie noch so etwas wie eine regelkonforme Show abliefern zu können. Aber im Grunde genommen ist in dieser Staffel scheinbar eh schon alles wurscht.
Und in dieser Woche dann auch noch der Moderator: Jan Köppen sprang ein und machte seine Sache gut. Und vielleicht ist das ja schon ein Signal in Richtung Dschungelcamp-Nachfolge für Hartwich?

Aber die Liste der Corona-Ausfälle ist inzwischen schon sehr lang. Kein Wunder, wenn sich inzwischen pro Woche 1,5 Millionen Menschen (!) in Deutschland anstecken.
Maybrit Illner konnte ihre ZDF-Talkshow nicht moderieren. Matthias Opdenhövel fiel bei ProSieben in gleich zwei Shows aus, den Auftakt von “The Masked Singer” durfte stattdessen in der vergangenen Wochen Thore Schölermann moderieren. Und in dieser Woche der nächste Ausfall: Einer der Promis unter einer Maske ist krank.
Katja Burkard bei “Punkt 12” von RTL fällt ebenfalls aus. Jan Böhmermann musste seine ZDF-Show neulich von zu Hause aus moderieren. Thea Dorn musste im “Literarischen Quartett” im ZDF neulich auch passen. Sebastian Pufpaff musste bei “TV total” auf ProSieben auch einmal an Elton abgeben. Birgit Schrowange musste gleich komplett den Start ihrer neuen Sat.1-Sendung um Wochen verschieben. Kim Fisher durfte am Freitag im rbb nicht das “Riverboat” betreten.
Und so weiter, und so weiter…

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ORA aktuell

Coronavirus fordert zwei weitere Tote in Oranienburg

Freitag, den 25. März 2022
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Das Coronavirus hat in Oranienburg zwei weitere Todesopfer gefordert. Wie das Gesundheitsamt Oberhavel am Mittwoch meldete, handelt es sich um eine 80-Jährige und einen 72-Jährigen.

Die Zahl der Ansteckungen in Oranienburg ist zudem auf mehr als 11.000 Fälle angestiegen. Sie lag am Mittwoch bei 11.108, das sind 670 mehr als in der Woche davor.

Der Inzidenzwert in Oberhavel lag unterdessen am Donnerstag bei 1353,7. Das ist ein wenig mehr als am Vortag und gering weniger als in der Vorwoche.

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