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Schweden (5): Technisch weit vorn

(4) -> 18.5.2013

Der Flieger setzt ziemlich pünktlich auf dem Rollfeld des Flughafens Stockholm-Arlanda auf. Unsere Schweden-Tour beginnt. Zwei Tage lang werden wir in Stockholm sein, dann geht es mit einem Leihwagen ein paar Tage durch Südschweden.
Das Flugzeug rollt. Und rollt. Und rollt. Und das in einem Affenzahn. Wir fahren in ziemlich hoher Geschwindigkeit übers Rollfeld, und vermutlich bin ich auf einem Flughafen noch nie so lange mit einem Flugzeug gefahren. Es ist ein sehr langer Weg bis zum Terminal.
Ich hatte kurz zuvor schon eine Premiere: Auf dem Flug von Schönefeld nach Arlanda hatten wir W-Lan. Ich konnte also live während des Fluges Fotos vom Himmel und den Wolken machen und verschicken.

In Schweden merkt man ziemlich schnell: In Sachen Technik und Digitalisierung scheint Deutschland ein Dritte-Welt-Land zu sein. Wer mit dem Zug fahren will, bekommt ein Plastekarte, die immer wieder aufgeladen werden kann – oder lässt sich das auf’s Handy schicken. Mit Bargeld wird in Schweden so gut wie nicht mehr bezahlt. Überall steht ein Kartenlesegerät, selbst an den kleinsten Imbissen, selbst Beträge um die 100 Kronen, also etwa 1 Euro, werden ganz selbstverständlich mit Karte bezahlt. Es gibt sogar schon Geschäfte, die gar kein Bargeld mehr annehmen. W-Lan gibt es in fast allen Läden, und in öffentlichen Einrichtungen sowieso. Und das relativ unkompliziert. Wenn man sich mal die Handytarife ansieht, sind die auch nicht so teuer, wie teilweise hierzulande.

Teuer ist Schweden dennoch. Lebensmittel im Supermarkt sind so ziemlich alle teuer als in Deutschland. Wer essen gehen will, muss tief in die Tasche greifen. Selbst Salate oder Nudeln kosten gerne mal 15 bis 20 Euro. Alkohol – Bier zum Beispiel – liegt gerne mal bei 7 bis 8 Euro pro Glas. In der Hinsicht geht der Urlaub sehr ordentlich ins Geld.

In Schweden ist Midsommar. Das bedeutet vor allem, dass es selbst im Stockholmer Raum nachts nicht ganz dunkel wird. Noch um 22.30 Uhr ist es nur leicht schummrig, wenn gutes Wetter ist. Selbst nachts um 1 Uhr ist der Himmel noch ziemlich hell.
Midsommar ist in Schweden ein Fest, fast so wichtig wie Weihnachten. Aber es wird vor allem in den Familien gefeiert und eher auf dem Land. Weshalb es in den Städten am Wochenende nach der Sommersonnenwende auch ziemlich leer ist.

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Ein Kommentar zu “Schweden (5): Technisch weit vorn”

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