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1992: Waldbrand bedroht Summt

Juni 1992 I -> 19.6.2012

Vor 20 Jahren: Bäume brennen auf 150 Hektar

MAZ Oranienburg, 26.6.2012

Was passierte vor 20 Jahren im Altkreis Oranienburg? Diesmal: die zweite Hälfte im Juni 1992.

OBERHAVEL
Tausende Oranienburger müssen wieder ihre Häuser und Arbeitsplätze verlassen. An der Kremmener Straße liegt eine Fünf-Zentner-Bombe. Eigentlich sollen die Freilegungsarbeiten eine knappe Woche dauern, doch Sprengmeister Horst Reinhardt gibt das Signal: Die Bombe ist so gefährlich, dass es schnell gehen muss.

Vier umherstreunende Pferde und Esel sorgen auf dem Parkplatz an der Oranienburger Hasenheide gegenüber dem Polizeipräsidium für Aufsehen. Vorher sind sie von der Lehnitzschleuse aus dorthin getrabt. Sie stammen von einer Koppel an der Sachsenhausener Biberfarm.

Bernöwe hat die Wahl. Die Einwohner können entscheiden, ob der Ort wieder eigenständig und sich von Schmachtenhagen abkoppeln soll. Das Problem: Wer übernimmt die kommunalen Aufgaben? Das bleibt unklar.

Am Oranienburger Runge-Gymnasium findet erstmals ein Schülertheatertreffen statt. 140 Leute aus dem Kreis, aus Essen und Hamm nahmen teil. Heidrun Baumgardt, die Leiterin des Festivals ist begeistert „von der Aufgeschlossenheit und dem Enthusiasmus der Leute“, sagt sie in der MAZ.

Das Gesellschaftshaus in Oranienburg lebt wieder auf – jedenfalls kurzzeitig. Die Jungen Humanisten wollen im „G-Haus“ die Aktion „Ferien mit Disco zum Anfassen“ starten. Die Zehn- bis 16-Jährigen sollen etwas Abwechslung bekommen, sagt Ronny Howe, der Leiter der Humanistengruppe.

Der Wald brennt, und zwar großflächig. Zwischen Birkenwerder und Summt stehen am 30. Juni 1992 auf einer Fläche von mehr als 150 Hektar Bäume in Flammen. Die Badenden am Summter See müssen den Strand räumen. Rund 350 Feuerwehrleute sind vor Ort. In der Nacht drohen die Flammen, Summt zu erreichen.

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Ein Kommentar zu “1992: Waldbrand bedroht Summt”

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