Monatsarchiv für September 2007

RTelenovela

Traumtagebuch (34): Zertrümmert

Freitag, den 28. September 2007
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Ein schweres Unwetter geht auf Oranienburg nieder. Heftiger Regen, schwere Gewitter, Orkan. Alles, was nicht befestigt ist, fliegt wie wild durch unsere Straße. Die pure Zerstörungswut.
Als alles vorbei ist, sehe ich mein Auto, das völlig zertrümmert ist. Ein riesiger Gegenstand ist draufgefallen, mein Mazda hat Totalschaden. Unsere Straße ist zugemüllt mit allerlei Dreck, Schutt und Müll.
Nichts geht mehr. Das Telefon ist tot. Der Sat-Empfang auch.

Szenenwechsel. Das Wetter ist wieder super. Wir sind bei einer Turnveranstaltung in einer großen Halle. Bevor man die halle verlassen will, muss man durch eine Sicherheitsschneise.
Innerhalb dieser Schneise steht Oliver Pocher im Weg herum, der zu allen, die an ihm vorbeigehen, Kommentare abgibt. Pocher erzählt, dass er bald seinen nächsten Auftritt habe. Ich antworte: “Ja, wir waren ja grad in Neulußheim. Aber ich kann leider zu deinem Auftritt dort nicht kommen. Nach dem heftigen Unwetter ist doch mein Auto Schrott.”

Deutungen:
Unwetter: keine Ahnung.
Pocher: Den habe ich gestern beim Pokern auf ProSieben gesehen, wo er Werbung machte für seine neue DVD.
Neulußheim: Da gehts im Oktober wieder hin.

RTelenovela

Traumtagebuch (33): 78 Jahre

Freitag, den 28. September 2007
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-> 13.9.2007

Neben mir sitzt Doreen T. Ich sage zu ihr: “Ich kann gar nicht glauben, dass du schon 75 Jahre alt bist!” Tatsächlich: Sie sieht aus wie 29 (ihr heutiges eigentliches Alter). Ich rechne in Gedanken noch mal nach und sage dann: “Ach nein, du wirst ja erst 70, oder?” Sie stimmt mir zu: “Ja, ist bald so weit.”
Dann fragt sie: “Was denkst du, wie lange du leben wirst?” Ich überlege laut: “Mein Opa (Max) starb mit 60 (in Wirklichkeit war er 69), meine Oma wurde 84 (fast), mein Vater ist jetzt 69 (in Wirklichkeit 66). Ich werde dann wohl 78 Jahre alt werden.”

ORA aktuell

Nicole Kidman darf nicht drehen

Freitag, den 28. September 2007
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Die Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg verweigert die Drehgenehmigung für den Film “Der Vorleser”. Bei der internationalen Filmproduktion spielt Nicole Kidman die Hauptrolle. Horst Seferens, der Sprecher der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten bestätigte die Anfrage der Firma. Die Stiftung erteile aber grundsätzlich keine Drehgenehmigung für Spielfilme. Seferens: „Die Gedenkstätte ist im buchstäblichen Sinne ein Friedhof.” Für für historische Dokumentarfilme gebe es Drehgenehmigungen.

RTZapper

Cinema Bizarre: Lovesongs (They Kill Me)

Freitag, den 28. September 2007
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DO 27.09.2007, 10.27 Uhr, VIVA

Irgendwie sieht die Band zwar aus wie ein Tokio-Hotel-Klon – aber, nein! Mit Tokio Hotel hat Cinema Bizaare gar nichts zu tun! Die Jungs (Jungs? Ja, es sind tatsächlich Jungs. Alle!) sahen schon vorher so aus! Und dass hier eine Plattenfirma auf den Tokio-Hotel-Zug aufsteigen will – nein, nein, auch das kann gar nicht sein.
Ätzend. Noch bevor es überhaupt Fotos von der Band gab, machte die “Yam!” ein großes Geheimnis drum. Bald gebe es die ersten Fotos und Infos. Und so weiter. Stars, bevor sie überhaupt nur eine Note öffentlich abgeliefert haben.
Dass die Mitglieder von Cinema Bizaare in ihrem Aussehn haarscharf vor der Lächerlichkeit stehen (oder doch schon über die Grenze hinaus sind?), scheint niemanden mehr zu interessieren.
Aber es scheint zu funktionieren. Ob daraus aber ein richtiger Hype wird, bleibt abzuwarten. Und zu hoffen, dass es nicht so ist. Aber: Es ist mir peinlich, es zuzugeben. “Lovesongs (They Kill Me)”, dessen Clip heute bei VIVA lief, klingt gar nicht mal übel. Ätzend bleibt das Ganze trotzdem.

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Sportfreunde Stiller in Berlin

Donnerstag, den 27. September 2007
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MI 26.09.2007, Berlin, Columbiahalle

“54, 74, 90, 2006 und wir stimmen alle ein!” Oder wahlweise natürlich: “54, 74, 90, 2010…”
Das Publikum kann den Text. Ganz alleine. Da müssen die Sportfreunde Stiller gar nicht mehr mitsingen. Sind quasi überflüssig. Degradiert zu auf der Bühne herumstehenden Statisten.
Columbiahalle, Berlin: Die “Sportis” beehren die Hauptstadt. Und den Fußballsong lassen sie die Fans ganz alleine singen. Und es funktioniert: Von vorne bis hinten sind die Tausende textsicher.
Schon nach dem dritten Song machte sich das Volk im Saal selbstständig: “Oh, wie ist das schön!” Da waren selbst die Sportfreunde ein wenig baff.
Das Programm, ihre Songs: ein Selbstläufer. Jedes Lied ein Hit, jeder Song ist bekannt. Die Party war perfekt. 135 Minuten lang. Ein echter Konzerthöhepunkt.

PS: Wann ist endlich das dämliche Rauchen auch in der Columbiahalle verboten??

RTelenovela

Die Nationalen von Falkensee

Donnerstag, den 27. September 2007
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Kein Ding: Vor dem Essen noch schnell im Zeitungskiosk nebenan eine Zeitung kaufen. Schon als ich den kleinen Laden in Sichtweite des Bahnhofs von Falkensee betrete, sehe ich den Zeitungsständer. Die üblichen Verdächtigen. Bild. B.Z. Berliner Zeitung. Und: die Nationalzeitung.
“Nationalzeitung” ist schon ein … sagen wir mal: seltsamer Name. Klingt irgendwie rechts.
Vorne auf dem Titel stand irgendwas über Eva Herman, und dass man jetzt mal die Wahrheit sagen würde. Nach dem Motto: Ist doch gar nicht so schlecht, was die Frau sagt.
Ich halte das Wischblatt lange in der Hand, lege es angewidert wieder weg und greife zum Berliner Kurier.
Nachforschung im Internet: Die Nationalzeitung erscheint im DSZ-Verlag (Druckschriften- und Zeitungsverlags GmbH). Gegründet von Gerhard Frey, dem Parteivorsitzenden der rechtsextremen DVU. Und auch die Nationalzeitung versuchte Frey immer zum bundesweiten Zentralorgan rechtsextremistischer Parteien und Verbände zu machen.
Auf der Internetseite der Zeitung kann man die Zeitung abonnieren – gern auch im neutralen Umschlag.
In Falkensee ist das nicht nötig, da gibt es das bedruckte Altpapier auch ganz normal im Laden.

RT im Kino

Leroy

Donnerstag, den 27. September 2007

Mit “Leroy” wagt sich Armin Völckers an das Thema Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit – mit viel Humor.
Der 17-jährige Leroy (Alain Morel) ist deutsch und schwarz. Er spielt Cello statt Hip-Hop zu hören. Sein bester Freund Dimi (Constantin von Jascheroff) ist Halbgrieche. Nur eines fehlt Leroy zum Glück: eine Freundin. Er findet: Eva (Anna Hausburg). Könnte auch alles sehr schön sein, wenn nicht Evas Familie eher rechtsgesinnt wäre.
Die deutsche Komödie beschäftigt sich mit den Gefahren des Andersseins, aber auch wie man diesen Gefahren eventuell entgegensteuern kann. Versucht wird das mit viel Witz und Humor. Doch besonders während der ersten halben Stunde gelingt das nur sehr bedingt, was auch daran liegt, dass die schauspielerische Leistung und die Texte mitunter gewöhnungsbedürftig sind. Das wirkt oft wie Laientheater, wodurch jeder Witz im Nichts verpufft. Vieles wirkt einfach nur blöd und plump. Zu oft sind die Szenen sehr aufgesetzt, der Spagat zwischen Witz und Ernsthaftigkeit gelingt nicht. Erst im letzten Drittel wird es ein wenig lockerer.
Auch die Szenen, in denen die Rechten als unfassbar dämlich dargestellt werden, sind zwiespältig: Einerseits ist es sehr schön, dass diese Typen mal verarscht werden. Aber andererseits wirkt das alles dann doch ein wenig überholt, die Klischees gibt es nur noch selten, der braune Mopp gibt sich heutzutage oft als solcher gar nicht mehr zu erkennen.
So ist “Leroy” ein netter Versuch, das Thema mal ganz cool anzugehen. Gelungen ist ihm das nur stellenweise.

5/10