KeineWochenShow

#171 – Frohe Corostern!

Sonntag, den 12. April 2020
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Es ist unsere vierte Oster-Ausgabe. Und es ist unsere vierte Corona-Spezial-Sendung, aufzeichnet nicht in unserem Studiokeller, sondern unter dem luftigen Carport.

Auch in dieser Woche versuchen wir auf den Rundum-Blick auf diese Krise. Wir schauen auf die Zahlen. Wir reden über Boris Johnsen, der zwischendurch auf der Intensivstation war. Es geht aber auch um den Stil von Angela Merkel, den Menschen diese Krise und den Fortgang zu erklären.
Wir rätseln über die Folgen und das weitere Verfahren. Was wird aus der Schule? Wie lange können wir es zu Hause nach aushalten? Was wird aus der Wirtschaft? Die Fährlinie zwischen Neu-Mukran auf Rügen und Trelleborg in Schweden wird wohl eingestellt.
Wir schauen uns an, wie die leeren Städte München und Lissabon aussehen. Und wir sprechen mit den Betreibern des Subway-Ladens in Oranienburg, um zu erfahren, wie diese Bistrobetreiber mit der Coronakrise klarkommen.
Auch geht es um den Rheinsberger Bürgermeister, der das Coronavirus hat und dessen Rathaus nun fast lahmliegt.
Ach ja, und wir verkünden das Ende der Grippewelle!

Das und mehr in KeineWochenShow #171! Frohe Corostern!

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RT liest

Axel Witte / Rainer Wittkamp: Taxi nach Rügen – Radegasts erster Fall

Montag, den 14. Oktober 2019
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Sagen wir mal so: Thorsten Gramzow hat gerade etwas Pech. Der Mann aus Bergen auf Rügen ist Taxifahrer. Am Bahnhof von Stralsund nimmt er vom letzten Tag einen Fahrgast auf. Der Mann will nach Baabe, was Gramzow gut passt – lange Fahrt und gleich auf Rügen. Wegen einer Baustelle muss er eine Umfahrung nehmen. Nach einem Streit schmeißt Gramzow seinen Kunden mitten Im Nichts raus. Am nächsten Tag wird bekannt: Es hat einen Toten gegeben. Was hat Gramzow damit zu tun?
Als er eine Gruppe Schweden vom Hafen in Neu-Mukran abholt, kommt es auf einem Parkplatz zu einem Zwischenfall. Einer seiner Fahrgäste wird beim Pinkeln von einem Fremden erschossen.
Diese Gruppe kam auf die Insel, um Oldtimerbesitzer auszurauben. Aus einer Tiefgarage in Binz verschwinden eines Nachts mehrere teure Wagen – und Gramzow sitzt an einem der Steuer.
All diese Fälle beschäftigen Kommissar Fabian Radegast. Er lebt in Altefähr. Mit seinem besten Freund will er sich ein neues Schiff zulegen. Aber weil gerade die Werft in Stralsund geschlossen wird, wo der Freund arbeitet, könnte das Geld knapp werden. Aber Radegast hat sowieso mit den diversen Fällen zu kämpfen.

Mit “Taxi nach Rügen” haben Axel Witte und Rainer Wittkamp ihren ersten Ostsee-Krimi vorgelegt, und der kann sich wirklich sehen lassen. Oder: lesen lassen.
Nicht nur, dass die beiden Autoren gleich vier Geschichten zu einer spannenden verweben. Es sind gut konstruierte Geschichten, die einerseits falsche Fährten legen, andererseits fiebert man insbesondere mit dem Taxifahrer mit, denn er scheint von einer blöden Sache in die nächste zu tappen.
Mit der Story um die Oldtimer-Rallye, die über die Insel Rügen und in Binz zum Eklat führt, haben sie zudem eine ungewöhnliche, aber absolut nicht weit hergeholte Geschichte, die auch gut erzählt ist.
Auf tolle Weise spielt das Autorenteam eine lokale Karte aus. Der Taxler, der zwischen Stralsund und Sassnitz unterwegs ist, das Drama um die Werft, das Geschehen an der Fähre, die Touris an der Küste – all das kann man sich beim Lesen sehr gut vorstellen.
Ein sehr gut zu lesender, spannender, kurzweiliger Rügen-Roman. Bitte mehr davon!

Axel Witte / Rainer Wittkamp: Taxi nach Rügen – Radegasts erster Fall
Hinstorff, 317 Seiten
9/10

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RT liest

Katharina Peters: Dünenmord

Samstag, den 10. August 2013
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Am Strand von Göhren auf Rügen wird eine Frauenleiche gefunden. Monika Sänger scheint sich mit ihrem Mörder verabredet zu haben, denn Kommissarin Romy Beccare findet auf ihrem Handy eine entsprechende SMS.
Monika Sänger war eine Kindergärtnerin, sie galt eigentlich als beliebt. Ja, eigentlich. Aber die Mordkommission in Bergen stößt auf immer mehr Ungereimtheiten – und muss weit in die Vergangenheit zurückschauen: Was ist einst in Prora passiert? Und was mit dem Bausoldaten, der in den 80ern beim Hafenbau in Neu-Mukran ums Leben gekommen ist? Und wie war das vor 20 Jahren, als am Göhrener Strand ein Kind verschwunden ist?

Es ist ganz schön was los auf Rügen. Katharina Peters schafft in ihrem Roman “Dünenmord” einen interessanten Spagat aus Gegenwart und Vergangenheit. Als leser erfährt man einiges aus der Geschichte der Insel. So berichtet sie spannende Details über die NVA in Prora und beim Hafenbau.
Die Kriminalgeschichte bleibt bis zum Schluss spannend, auch wenn die Auflösung dann doch ein bisschen zu plötzlich kommt.
Sehr schön sind die ausführlichen und durchaus ins Detail gehenden Beschreibungen der Insel, die vielen verschiedenen Handlungsorte auf Rügen, die Schilderungen der Autofahrten von A nach B. Ein echter Heimatkrimi eben – für Rüganer und Rügen-Fans.

Katharina Peters: Dünenmord
Aufbau-Taschenbuch, 287 Seiten
8/10

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RTelenovela

Schweden (4): Auf der Fähre

Samstag, den 18. Mai 2013
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(3) -> 17.5.2013

So eine riesige Autofähre, wie sie zum Beispiel zwischen Trelleborg in Südschweden und Neu-Mukran auf Rügen unterwegs ist, ist eine logistische Meisterleistung. Das fängt schon mit den vielen Autos, Wohnmobilen, Lastwagen und Eisenbahnen an, die alle verschifft werden sollen. Es bleiben nur gute 50 Minuten Zeit, dass das Schiff geleert wird und die neuen Passagiere an Bord kommen. Außerdem müssen alle Bestände aufgefüllt und sicherlich auch mal durchgewischt werden.

Als Autofahrer muss man ganz schön aufpassen, dass man nicht gegen irgendwas fährt oder ein anderes Auto rammt. Die Einfahrt ist wie in ein recht enges Parkhaus. Es wird so lange zugestellt, bis alle Spuren voll sind. Das führte sogar dazu, dass ein Schwerlaster abgewiesen werden musste, weil das Parkdeck offenbar voll war (später bei der Ausfahrt sahen wir: Es war rappelvoll). Der Laster musste rückwärts die komplette Rampe zurückfahren.

Die Trelleborg auf der Hinfahrt war noch in schwedischer Hand, alles war auf Schwedisch. Das Fährschiff “Sassnitz” scheint mehr “Deutsch” zu sein. Das Bordpersonal spricht deutsch, es gibt deutsche Zeitungen. Auf der “Trelleborg” war das anders, vielleicht wurde das irgendwann mal so aufgeteilt.

Die letzte logistische Meisterleistung: Trotz 20-minütiger Verspätung in Trelleborg kamen wir fast pünktlich im Fährhafen Sassnitz/Mukran an.

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RTelenovela

Rügen 2013 (4): Auf Durchreise

Montag, den 13. Mai 2013
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(3) -> 2.1.2013

So kurz war ich wahrscheinlich noch nie auf Rügen. Nur auf der Durchreise. Mal abgesehen von einem Tankstopp bei Bergen, fuhren wir auf schnellstem Weg zum Fährhafen Sassnitz-Mukran. Rügen diente diesmal nur als Zwischenstation auf dem Weg nach Schweden.

Die Fahrt nach Trelleborg dauert vier Stunden, ich bin sie vor 20 Jahren schon mal gefahren, damals aber noch vom Stadthafen Sassnitz aus. Inzwischen muss man in Neu-Mukran einchecken. Zunächst relativ unspektakulär. Die Fahrt hatten wir vorher schon im Internet bestellt und bezahlt – etwa 36 Euro zahlen wir pro Person für die Hin- und Rückfahrt. Das ist nicht allzu teuer.
Fast wären wir jedoch nach Russland statt nach Schweden geschippert, weil wir uns im Hafen fast verfahren hätten und am falschen Terminal gelandet wären.

Jede Fahrspur wird einzeln aufgerufen, dann geht es über eine Brücke rauf aufs Schiff, die “Trelleborg”. Wir parkten unten das Auto und genossen dann oben die Ausfahrt.
Die erste Stunde ist eine echte Sightseeing-Tour. Das Schiff fährt an Sassnitz vorbei und an den Kreidefelsen. Fast zwei Stunden lang – die Hälfte der ganzen Tour – ist die Rügen-Silouette noch in der Ferne zu sehen.

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RTelenovela

Vor 20 Jahren (92): Nach Schweden

Montag, den 18. Februar 2013
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(91) -> 25.7.2012

Donnerstag, 18. Februar 1993.
Jahrelang machten wir auf Rügen Urlaub, und bis 1989 konnten wir den Fähren, die von Sassnitz aus starteten, nur zusehen. Schweden – das war, als die DDR noch existierte, so nah und doch so weit weg.
Im Februar 1993 machten wir einen Kurzurlaub in Binz, und ganz spontan überlegten wir uns: Morgen fahren wir mal nach Schweden.

Seltsamerweise habe ich extrem wenige Erinnerungen an diesen Trip. Ich vermute mal, dass wir die Abfahrtszeiten der Fähre von Sassnitz nach Trelleborg irgendwo in Erfahrung bringen konnten.
Damals gab es noch den Fährhafen in Sassnitz. Wir stellten unser Auto nahe des Hafens ab und gingen aufs Schiff, das uns innerhalb von vier Stunden rüberbringen sollte.
Die Fähre war alles andere als ein Luxusliner – wie es konkret darauf aussah, weiß ich leider nicht mehr. Es gibt von diesem Ausflug keine Fotos. Oder doch? Vielleicht sollte ich mal in der Fotoschublade kramen.

In Trelleborg selbst ist, nun ja, nichts los gewesen. Schnell gingen wir in ein Geschäft, kauften etwas Schwedisches und beschlossen – weil auch das Wetter mies war – gleich wieder zurück zu fahren. Unser Schweden-Aufenthalt dauerte keine Stunde. Aber wir waren dort.
Wenn alles klappt, dann werde ich im Mai das zweite Mal auf dieser Route unterwegs sein. Allerdings fahren die Fähren inzwischen nicht mehr vom Sassnitzer Stadthafen aus, sondern in Neu-Mukran.

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aRTikel

Angemerkt: Immer wieder sonntags

Freitag, den 16. April 2010
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RT wundert sich, dass Binz auf Rügen plötzlich in einer Grenzregion liegt

MAZ, 16.4.2010

Das Ostseebad Binz liegt näher an Polen, als wir alle gedacht haben. Nämlich elf Kilometer. Das glauben Sie nicht? In Mecklenburg-Vorpommern sorgten die großen Kirchen und das Oberverwaltungsgericht vergangene Woche dafür, dass der Sonntagsverkauf in den Geschäften der Seebäder verboten wird. Doch die Binzer fanden eine Gesetzeslücke: In Orten, die näher als 15 Kilometer zur polnischen Grenze liegen, dürfen die Läden an vielen Sonntagen für fünf Stunden öffnen. Nun liegt Binz tatsächlich nicht so nah an Polen – dafür jedoch am Hafen von Mukran. Und wohin schippern die Dampfer von dort aus? Nach Danzig. Somit gilt Mukran als Grenzübergang zu Polen. Gut für Binz. Aber selbst in der Kirche gibt es Widerstand gegen die neue Regel. Thomas Vogel, Pastor der schleswig-holsteinischen Kirchengemeinde Timmendorfer Strand, sagte der Evangelischen Zeitung, er habe nur gute Erfahrungen mit der Bäderregelung gemacht. Was das wohl bedeutet? Geht etwa auch der Herr Pastor nach seinem Gottesdienst noch schnell in den Supermarkt um die Ecke?

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