Monatsarchiv für Januar 2020

RTZapper

Blutige Anfänger

Freitag, den 31. Januar 2020
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MI 29.01.2020 | 19.25 Uhr | ZDF

Noch’n Krimi im Vorabendprogramm des ZDF. Wirklich kreativ ist man im Zweiten nicht wirklich. Was aber kein Wunder ist, weil sehr viele Leute zusehen.
“Blutige Anfänger” aber klang ganz interessant: Denn diese Serie handelt von Polizeischülern in Halle an der Saale. Junge Polizisten in der Ausbildung also.
Ich stelle mir darunter eigentlich ganz gute Geschichten vor: Wie läuft das so auf der Polizeischule? Wie kommen die jungen Leute mit den Aufgaben klar? Was lernen sie auf welche Art? Natürlich auch zwischenmenschliche Beziehungen.

Am Mittwochabend lief nun die erste Folge im ZDF. Und am Ende war es doch ein normaler Krimi. Nur dass die Ermittler noch sehr jung sind.
Denn sie bekommen es mit einem Mordfall zu tun. Die Polizeischüler stolpern beim Kinobesuch über ein Mordopfer, und sie ermitteln gleich mit.

Dass eine Serie so schnell ins Krima-Schema X verfällt, ist wirklich schade. Am Ende war es dann die normale Rätselei. Zwar gibt es noch nette Nebenstorys, aber ob die reizvoll genug sind, dass auch mein Interesse hoch bleibt, muss sich nach Folge 2 zeigen. Da geht es übrigens wieder… ui… um einen Mord. Der war nämlich der Cliffhanger von Teil 1.

-> Alle 12 Folgen sind schon in der ZDF-Mediathek. Folge 1 gibt es hier (bis 23. April 2020)

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ORA aktuell

Aus für Telekom-Laden in Oranienburg

Freitag, den 31. Januar 2020
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Mitte des Jahres wird offenbar der Telekom-Laden in der Bernauer Straße in Oranienburg geschlossen. Hintergrund sei, dass die Telekom jede Fünfte der Filialen schließen wolle. 800 Stellen sollen eingespart werden. Entsprechende Pläne bestätigte ein Telekom-Sprecher der Märkischen Onlinezeitung.

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ORA aktuell

Vielfache Aufkleber mit Nazispruch in Oranienburg entdeckt

Donnerstag, den 30. Januar 2020

In der Oranienburger Innenstadt sind am Wochenende an vielfachen Stellen Aufkleber mit Nazisprüchen geklebt worden. Darauf hieß es “Nein zur Islamisierung Europas”, “Deutschland den Deutschen”, „Jugend! Bildet euch“, „Freiheit statt Sicherheitswahn“ oder „Die Presse lügt! Glaubt denen kein Wort!“
Gefunden worden sind sie unter anderem an Gebäuden von Parteien und an Medienhäusern.

Die Sprüche auf den Aufklebern sind laut Polizei strafrechtlich nicht relevant. Wer die Aufkleber verteilt hat, ist unklar. Zeugen wollen Vermummte gesehen haben, die in der Innenstadt unterwegs gewesen seien.
Oranienburger Bürger haben eine Vielzahl der Aufkleber am Wochenende und am Montag entfernt.

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RT liest

Johannes Nichelmann: Nachwendekinder – Die DDR, unsere Eltern und das große Schweigen

Donnerstag, den 30. Januar 2020
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Machen wir uns nichts vor: Es gibt sie immer noch, die Ost-West-Teilung in Deutschland. Der Osten ist immer noch “die ehemalige DDR”, und für viele Westdeutschen ist der Osten immer noch “drüben”. Und auch ich selbst, nehme Ostdeutschland immer noch als den “Osten” wahr, als den Osten, der mal die DDR war, dem Land, aus dem ich auch komme. Ostdeutscher zu sein, ist eine Identität.

Johannes Nichelmann beschäftigt sich in seinem Buch “Nachwendekinder – Die DDR, unsere Eltern und das große Schweigen” mit dem Umgang mit der DDR-Vergangenheit, und das auf sehr interessante Weise.
Angefangen hat alles damit, dass Johannes Nichelmann eines Tages im Keller seines Elternhauses eine alte NVA-Uniform gefunden hat. Es kam raus, dass sein Vater an der Grenze gedient hat. Jahre später erst kam es zum Gespräch darüber: Was bedeutete die DDR eigentlich den Menschen? Welche Zwänge gab es? Welche Ängste? Welche Freuden? Und was hatte alles miteinander zu tun?

Er beschäftigt sich aber auch damit, dass die DDR ja nicht gleich verschwunden war. Nachwendekinder im Osten wuchsen in einer Art Nachwende-DDR auf. Und selbst wenn sich Nachwendekinder gar nicht näher mit dem Ostdeutsch-Sein befasst haben – Nichelmann erzählt, wie er Anfang der 2000er mit der Familie nach Bayern gezogen ist und dort erst damit konfrontiert worden ist, ein Ostdeutscher zu sein.
Hauptanliegen des Buches ist es, miteinander zu reden. Die Vergangenheit sollte nicht verschwiegen oder verklärt werden. Es soll weder geschwiegen noch nur geschwärmt werden.

Der Schreibstil wirkt wie in einer modernen Fernsehdokumentaion mit einer Art Erzählerstimme. Nichelmann berichtet, wie er Leute getroffen hat, wie er die Treffen erlebt hat. Nicht nur den puren Inhalt der Gespräche.
“Nachwendekinder” zeigt auch, dass eine Aufarbeitung der DDR eigentlich erst so langsam beginnt, mehr als 30 Jahre nach der Wende.

Johannes Nichelmann: Nachwendekinder – Die DDR, unsere Eltern und das große Schweigen
Ullstein fünf, 266 Seiten
8/10

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RTZapper

Tagesthemen extra: Erster Coronavirus-Fall in Deutschland

Donnerstag, den 30. Januar 2020
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DI 28.01.2020 | 21.00 Uhr | Youtube

Warum glauben Nachrichtenredaktionen eigentlich, dass sie ihre Marke in den sozialen Medien lockerer und cooler präsentieren müssen als auf den herkömmlichen Verbreitungswegen?
Am Dienstagabend gab es eine “Tagesthemen extra”-Sendung, die gar nicht im Fernsehen zu sehen war – sondern nur live auf Youtube und in anderen sozialen Netzwerken. Man nutzte die Sendung, um zwei Schaltgespräche zum Coronavirus live führen zu können, die man dann in den normalen Tagesthemen auswerten konnte.

Diese Sendung war also nicht fürs große Publikum gedacht, das normalerweise die Tagesthemen einschaltet – so geht man offenbar in der Redaktion davon aus. Deshalb musste sich Moderator Ingo Zamperoni auch keine Krawatte anziehen und er konnte das Hemd am Kragen ein bisschen öffnen. Nicht dass das irgendwie wild ausgesehen hätte – aber normalerweise würde er das nicht tun. Auch duzte er das Publikum. Undenkbar in den normalen Tagesthemen.
Aber warum ist das eigentlich so? Nimmt man das Publikum im Internet nicht ernst? Warum muss man sie flapsig anduzen, während man es normalerweise siezt. Immerhin werden ja auch die normalen Tagesthemen auf Youtube verbreitet, und da käme Ingo Zamperoni sicher nicht auf die Idee, die Zuschauer zu duzen.
Als er 45 Minuten später, um 22.15 Uhr, im Ersten auf Sendung ging, war da auch wieder seine Krawatte.

Dass es diese Sondersendung zum Coronavirus und zum ersten entsprechenden Fall in Deutschland gab, war richtig und wichtig. Denn es ist genau keine Panikmache, wenn man ruhig erklärt und aufklärt, was da eigentlich passiert. Denn Panik ist längst nicht angebracht, wenn man bedenkt, dass an einer “normalen” Grippe im vergangenen Jahr wohl 25.000 Leute gestorben sind. Und gab es da Panik?

-> Die Sendung auf Youtube

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WaPo Berlin

Mittwoch, den 29. Januar 2020
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DI 28.01.2020 | 18.50 Uhr | Das Erste

Die Deutschen lieben ihre Krimis, und das Fernsehen produziert sie am Laufband. Das ZDF zeigt im Vorabendprogramm jeden Tag eine andere “Soko”, und auch im Ersten laufen an drei Tagen in der Woche am Vorabend Krimis.
Erst am Montag starteten die neuen Folgen vom “Großstadtrevier”. Am Dienstag startete die ganz neue Serie “WaPo Berlin”.

Dass die wasserreiche Stadt Berlin mal entdeckt wird, ist eine schöne Sache. Denn auch wenn Berlin viele Seen und Flüsse hat, denkt man daran bei der Hauptstadt eher zuletzt. Deshalb wirkte die Ankündigung, dass es bald die “WaPo Berlin” gibt, also eine Serie über die Wasserschutzpolizei, erst mal ein bisschen merkwürdig.
Aber diese Serie zeigt eben nicht die Hotspots in Mitte oder in Charlottenburg – wir sind immer in Wassernähe. Umso seltsamer erscheint es, dass im Vorspann der Serientitel optisch mit dem Fernsehturm vermischt wird. Denn der hat mit dem Wasser, mit dem Wannsee so ziemlich nichts zu tun.

Man könnte nun klischeemäßig sagen, dass “WaPo Berlin” ja “nur” eine Vorabendserie sei. Dass manche Dialoge ziemlich hölzern wirken. Dass einige der Schauspieler nicht die allerbesten sind. Dass hier und ein wenig verkrampft “balinat” wird. Damit liegt man nicht falsch, aber damit würde man dieser Krimiserie unrecht tun – zumindest wenn man die 1. Folge als Maßstab ansetzt.
Darin geht es um einen Mann, der tot im Wannsee treibt. Der Mann hatte einen Zwillingsbruder, mit dem er Einbrüche verübte. Als Verdächtiger verweist sich bald ein Polizeikollege – aber ob er es wirklich war, das ist dann die große Frage.

Das ist dann tatsächlich mindestens interessant und wird dann wirklich spannend. Die Ermittler sind sympathisch, eine Liebelei deutet sich an. Dazu Berlins Gewässer, das alles mit interessanter Filmmusik unterlegt (auch wenn die Vorspannmusik furchtbar wirr ist).
Die Serie ist nicht hochtrabend anspruchsvoll, kann mit Hochglanzproduktionen nicht mithalten. Aber Folge 1 war dann doch unterhaltsam und macht erst mal Lust auf mehr.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 28. Juli 2020)

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B273 in Oranienburg: Tempo 30 auf Lehnitzschleuse-Brücke

Mittwoch, den 29. Januar 2020
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Auf der B273 gilt in Höhe der Lehnitzschleuse-Brücke seit der vergangenen Woche Tempo 30. Grund: Brückenschäden. Wie die Märkische Allgemeine berichtet, gibt es an der östlichen Widerlagerwand einen Horizontalriss mit teilweise massiven schollenartigen Ausbrüchen im Mauerwerk. Es gebe deshalb leichte Verschiebungen der Auflagerbank.

Zum Schutz des Bauwerkes ist das Tempo 30 auf der Brücke angeordnet worden. Einen Termin für die Instandsetzung der Brücke gibt es nicht.

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