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Ein Hoch auf die Technik (38): Es riecht und blubbert

(37) -> 24.12.2016

Schon als wir losfahren, merke ich an, dass es es seltsam im Auto riecht. Und tatsächlich: Der Geruch verstärkte sich, es wurde ziemlich eklig: Es stank nach Gummi.
Eigentlich dachte ich, es sei der Reifen des Autos meines Freundes. Der knarrte so seltsam, als er vor meiner Haustür anrollte. Aber der Geruch musste aus dem Motor kommen, denn gerade als wir an einer Ampel standen, kam der Geruch extrem auch aus der Lüftung. Konnte also nicht der Reifen sein. Also was Ernstes.

Diese Autofahrt war dann eher unangenehm, weil unklar war, was passieren würde. Aber wenigstens hatten wir es nicht weit, nur bis zum Oranienburger Kino.
Da stiegen wir aus, und ich hörte was zischen, was blubbern. Konnte also wirklich nicht der Reifen sein. Also Motorhaube auf und schauen und horchen.
Es war die Batterie. Sie blubberte, aus den Seiten tropfte wein wenig Flüssigkeit.

Wir standen nun sehr ratlos da und googelten. Ziemlich schnell wurde klar: Die Lage ist ernst. Die Batterie wohl im Eimer, von einer Explosionsgefahr war da sogar die Rede. Eventuell ist es auch die Lichtmaschine.
Und nun? Einfach stehen lassen?

Wir riefen beim ADAC an – allerdings bin ich da zwar Mitglied, aber es ist ja nicht mein Auto gewesen. Der Abschlepper hätte also mächtig was gekostet. Mindestens 200 Euro hätten auf der Uhr gestanden. Allerdings war das schon mehr, als das alte Auto überhaupt noch wert war. Wir entschieden uns dagegen.
Und nun? Schnell zur nächsten Werkstatt selbst fahren?
Es war ein Risiko, aber mein Freund ging es ein, und es war sicherlich nicht die fröhlichste Fahrt. Ich lief schnell nach Hause, soo weit war es nicht, holte mein Auto, um ihn dann vom Werkstattparkplatz in Sachsenhausen abzuholen.
Ende vom Lied: Das Auto kommt auf den Schrott. Die Reparatur hätte den Wert des Autos weit überschritten.
Ein unschönes Ende dieses Abends, und der Kinoabend verlief dann doch sehr anders – immerhin ein Besuch im Schnellrestaurant war noch drin. Zum Runterkommen.

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