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Radtour (12): Venedig und die fleischfressenden Pflanzen

(11) -> 3.10.2011

Rewe ist in Oranienburg neuerdings allgegenwärtig. Das große Regionallager von Rewe ist neuerdings am Rande der Stadt. Deshalb gibt es im Gewerbegebiet nun auch eine Rewestraße. Und einen Bus, der zur Rewestraße fährt und auf dem Weg zum Rewe-Lager an zwei Rewe-Märkten vorbeifährt.
Rewe haben wir es auch zu verdanken, dass Oranienburg nun auch einen Nachtbus hat. An der Flotowstraße studierte ich den neuen Busfahrplan und staunte: Der letzte Bus ins Gewerbegebiet fährt dort um 1.43 Uhr (!).

Ich radelte weiter in die Flugpionierstraße. Noch herrscht im Gewerbegebiet-Süd ziemliche Leere – abgesehen vom großen Lager. Das liegt direkt an der B96-Schnellstraße. Der große Parkplatz ist noch leer, in der ganzen Zeit, in der ich dort in der Gegend rumfuhr, begegnete ich keinem Menschen.
Aber offenbar rechnet man dort mit vielen Busfahrgästen, denn das Buswartenhäuschen in der Rewestraße ist nicht das Kleinste in der Stadt.

Ich fuhr zurück zum Oranienburger Kanal und bog auf den neuen Radweg in Richtung Pinnow ab. Immer wieder sitzen Angler am Wasser. In Höhe Wilhelmsthal kam mirt ein Jogger entgegen. Er rannte mit freiem Oberkörper. Er musste eine ganz schöne Hitze haben, denn eigentlich waren nicht mehr als 10 Grad. Sonne zwar, aber nicht wirklich warm. Als er mich in der Ferne sah, zog er sich sein Shirt über. Er rannte an mir vorbei und zog eine mächtige Schweißduftdahne hinter sich her.

Wer in Pinnow an der Schleuse ankommt, muss einen steilen Berg zur Brücke hochfahren. Ein Kraftakt, nicht nur für die Beine, sondern auch für die Fahrradkette. Bergab ist’s schöner.

Weiter nach Borgsdorf. Direkt am Ende der Brücke über den Oder-Havel-Kanal liegt Venedig.
Richtig, es gibt Venedig auch in Deutschland, und zwar in Borgsdorf. Es ist nicht nur eine Straße, die so heißt, sondern das ganze Viertel heißt wohl so.
In Venedig überquerte ich ein kleines Flüsslein, das in die Havel mündet. Ich dachte eigentlich, das sei die Briese, aber ich sollte mich irren.
Erst ein Blick aufs Google-Satellitenbild bringt Aufklärung: Venedig ist durchzogen von den diesen Flüssen. Somit gibt es dort viele Wassergrundstücke. Scheint echt schön dort zu sein.
Es ist übrigens noch das eine oder andere Grundstuck dort frei. Also, wer Interesse hat…

Weiter geht’s zur Alten Trift und zur Fußgängerampel an der ehemaligen B96 in Borgsdorf. In Sichtweite: Pflanzen-Kölle.
Kaffeepause. Und Klopause.
Die Klopause dort ist derzeit in aller Munde. Pflanzen-Kölle hat sich nämlich neue Pissbecken angeschafft, die aussehen wie irgendwelche Blüten. Eines davon soll wohl eine fleischfressender Pflanze sein. Ich möchte da aus irgendwelchen Gründen nicht reinpinkeln. Und weil die Dinger so teuer waren, hat man offenbar auf eines der Becken in einer der beiden Kabinen verzichtet.

Weiter geht’s durch das Borgsdorfer Blumenviertel (zumindest heißen die Straßen dort wie Blumen) zum S-Bahnhof. Die dortige Schranke scheint öfter geschlossen als offen zu sein. Mal rauscht der RE5 nach Rostock durch, gleichzeitig kommt die S-Bahn an. Die Schranke öffnet sich und schließt sich eine Minute wieder. Platz für die Regionalbahn nach Lichtenberg.

Endspurt: von Borgsdorf über Lehnitz bis nach Oranienburg.
An der Lehnitzstraße gibt es in der Nähe des Arbeitsamtes einen zweiten großen Parkplatz. Allerdings mit einem Schild versehen: Privatgelände. Darf man da nun parken oder nicht?

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9 Kommentare zu “Radtour (12): Venedig und die fleischfressenden Pflanzen”

  1. Jutta

    Das Schild Privatgelände am Parkplatz habe ich auch schon gesehen und nachgedacht, was das nun zu bedeuten hat, aber an der nächsten Ecke vergaß ich es schon wieder weil ich dort wahrscheinlich nie Parken werde.Schöne Tour mit Fahrrad. Das man jetzt bist Borgsdorf am Kanal langfahren kann ist entspannter als an der ” 96″ Dort gibt es auch eine alte Schleuse bei Wilhelmsthal.
    Wenn Du einen vollen REWE- Parkplatz sehen möchtest mußt Du wirklich Nachts…bzw. Früh hinfahren. Bis jetzt wird in zwei Schichten gearbeitet. 02.00Uhr bis 14.00 Uhr.
    Ab ca. 14.00 Uhr ist dort Feierabend. ( außer Büros vielleicht )

  2. RT

    Ja, ist eine schöne Strecke am Kanal. Allerdings fehlt noch eine Anbindung Richtung Bernsteinsee/Velten.

  3. Jutta

    stimmt, da ist ja noch kein Radweg, das ist mir zu gefährlich da zu Radeln.

  4. RT

    Richtig. Schlimme Strecke. Ideal wäre ein Abzweig vom Kanal-Radweg in Richtung Bernsteinsee/Velten, damit man nicht extra bis Pinnow fahren muss.

  5. Jutta

    Früher konnte man mit Fahrrad durch Leegebruch ( Gartensiedlung) mit dem Rad fahren direkt zum Pinnowsee. Allerdings ist dort jetzt das Zementwerk, ob man da noch durchkommt, keine Ahnung.

  6. Ute Hartmann

    Gruß aus Leegebruch,
    ja man kann noch über den alten Plattenweg fahren und muss dann auf einem schmalen Pfad unter der Autobahnbrücke durch (in der Nähe des neuen Leegebrucher Baggersees), um dann über einen Feldweg auf die Veltener Straße zu kommen. Am Ende der Veltener Straße beginnt (ungefähr in Höhe des Ortschilds von Leegebruch) ein neuer, gut ausgebauter Fahrradweg, der aber noch nicht bis zur Landesstraße durchgeht. Das heißt, dass man dann auf die Straße wechseln und die Landesstraße überqueren muss. Liegt wohl daran, dass dort die Gemarkung Velten anfängt. Für die Schüler, die (zumindest im Sommer) mit dem Fahrrad nach Velten fahren, ganz schön doof (und gefährlich!). Aber was interessieren die Veltener die Leegebrucher Schüler oder andere Radfahrer?

  7. Jutta

    Danke, wußte garnicht das es den alten Plattenweg noch gibt 🙂

  8. RT

    Ja, den Plattenweg gibt’s tatsächlich noch. Man kann auch von Wilhelmsthal über die Felder fahren, gelangt dann über den Plattenweg zum zementwerk. Da fährt man drumherum und kommt in der Nähe der Autobahnbrücke an. Da muss man dann drüber.
    Der Weg hat sich in en vergangenen 25 Jahren, die ich ihn kenne, auch nicht geändert.

  9. RTiesler.de » Blog Archive » Radtour (13): Quere die Straße, um sie zu queren

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