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Manchester (3)

Spannendes über Manchester in Kurzform:

+++Manchester ist an sich recht klein. Das City Centre lässt sich gut erlaufen. Alle Randgebiete muss man dagegen bahnmäßig erobern.
+++Bei den Regionalzügen gibt es keine Fahrkartenkontrolleure. Sind auch gar nicht nötig, man wird schon beim Betreten des Bahnsteiges kontrolliert. Ohne Ticket kein Zutritt.
+++In den Bahnhöfen gibt es so gut wie keine Papierkörbe. Auch die sind eigentlich nicht nötig. Ständig gehen “Müllmänner” rum, um Papier etc einzusammeln.
+++Die Fahrpläne der Metrolink sind eher mittelmäßig informativ. Man kann sich über die erste Bahn des Tages informieren und über die letzte. Ansonsten heißt es: einfach mal abwarten, wann welche Linie im Bahnhof eintrifft.
+++Die Schienen der Metrolink von Manchester sind teilweise in einem erbärmlichen Zustand. Wellen, Dellen, Rillen – das Schütteln und Rumpeln in den Waggons ist groß. Was nicht bedeutet, dass kein Vollgas gegeben werden muss.
+++Das Metrolink-Wochenendticket kostet 5 Pfund (ca 7,50 Euro). Ist in Ordnung.

+++Geht man in eine Kneipe, ein Pub, ein Café: einfach mal einen Tisch aussuchen und hinsetzen entfällt: Man wird platziert. Wie damals in der DDR.
+++In den meisten gastronomischen Einrichtungen herrscht ein Rauchverbot. Noch machen es die Betreiber freiwillig, bald wird es in England verbindlich eingeführt. Und es funktioniert: Die Luft in den Pubs ist klasse und es ist trotzdem voll. Da kann sich Deutschland mal einiges abgucken – aber hier macht man sich ja eher in die Hose deswegen.
+++Interessanterweise sind sowieso extrem wenig Raucher auf der Straße anzutreffen.
+++Ebenso übrigens Hunde. Ich glaube, dass ich keinen einzigen Hund in der Zeit gesehen habe. Dementsprechend auch keine Hundehaufen.

+++An den Linksverkehr muss man sich erst mal gewöhnen. Am wichtigsten ist es natürlich in dem Moment, wo man über die Straße gehen will. Also zuerst nach rechts sehen, dann nach links!

+++Es gibt einige große Einkaufszentren in Manchester. Das größte (Englands – oder gar Europas?) liegt etwas außerhalb: das Trafford Centre. Der pure Wahnsinn. Hunderte von Geschäften, Kneipen, Cafés. Außerdem Kinos und diverse Erlebniswelten. Es gibt ein Chinaviertel, New Orleans, den Orient, ein nachgebautes Schiff. Dort kann man sich ohne weiteres den ganzen Tag aufhalten – und viel Geld ausgeben.

+++Fish & Chips habe ich nicht gegessen. Ich habe es schlicht das gesamte Wochenende nicht einmal gefunden. Stattdessen: Burger. Oder besser: Burger and Beer. So lautet ein Angebot in einem der Pubs für 4,99 Pfund. Lecker! Und, ja, ich habe ein Guiness getrunken, auch wenn’s eher nach Irland gehört – aber ist ja auch Großbritannien…
+++In Tavernen und Pubs muss man selbst bestellen. Man geht zur Bar, nennt seine Tischnummer und bestellt. Getränke können gleich mitgenommen werden, Essen wird gebracht.

+++Heikles Thema: die Klospülung. Ist immer so eine Art Hebel, den man seitlich nach unten drücken muss. Ähnlich wie eine Pumpe. Und manchmal funktioniert es icht ganz wie gewünscht und es kommen nur einige Tropfen. Die richtige Spültechnik musste erst noch gefunden werden…

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7 Kommentare zu “Manchester (3)”

  1. UltimateHerosWelt

    Yeah Guiness schmeckt ja auch Geil. Hab noch 2 Flaschen vom Sixpack Guiness

  2. RT

    Prost! 😉

  3. Alex

    Okay, wie erwünscht kleine Ergänzungen und Korrekturen nach meinem Manchester-Trip 🙂

    – es gibt Kontrolleure in den Regionalzügen, trotz der Bahnhofskontrollen… dafür haben wir 3 verschiedene Arten kennengelernt (mit Kuli markieren, abstempeln, lochen)

    – das mit den Papierkörben stimmt tatsächlich. Einfacher Grund: Terrorangst. Dafür sind die Mülleimer in der Stadt teilweise sehr kreativ eingebunden.

    – Platziert wurden wir in keinem einzigen Pub.

    – weniger Raucher, in der Tat. Ist sehr auffällig!

    – auch das mit den Hunden stimmt fast. Hab schon ziemlich viele Hundehaufen gesehen in den letzten Tagen, allerdings mehr in Liverpool. In Manchester und Birmingham fast keine, was wohl an der großen pakistanischen Bevölkerung liegt.

    Fazit zu Manchester. Wirklich sehr schöne Stadt, vor allem das City Centre. Eine gelungene Kombination aus Tradition und Moderne. Die meisten Städte in Nordwestengland wurden erst in den letzten 10 Jahren rausgeputzt. Interessanterweise ist jede für sich ziemlich anders. Aus Zeitgründen hab ich die Randgebiete außer dem Haus meiner Freunde leider nicht kennengelernt.

    Am besten einfach selbst mal hinfahren 🙂

  4. Alex

    Achja und das “Beer & Burger” – Angebot gibt es wirklich ÜBERALL, 4,99 Pfund war noch eins der teureren 😉

    Übrigens auch interessant: es gibt sehr viel verschiedene Bus- und Zugfirmen. Keinen einheitlichen Tarifverbund…

  5. RT

    Stimmt, deshalb sind wir auch immer nur mit dieser Straßenbahn gefahren.

    In Pubs wurden wir auch nicht platziert, aber zB in Gaststätten oder Cafés.

  6. Alex

    Ah okay. In Gaststätten waren wir nicht, denn woanders konnte man eben billiger essen. Cafés zu finden ist eigentlich sehr schwer, denn dort gibt es ja überhaupt keine Café-Kultur wie hier. Da gehen die Leute nach der Arbeit um 17 Uhr ins Pub. Umso früher sind sie blau. Das Nachtleben endet ja auch generell um 2 Uhr morgens…. hat natürlich alles sein für und wider 🙂

  7. RT

    2 Uhr? Nicht schon früher? Ich hatte den Eindruck, dass ab Mitternacht alles vorbei ist.

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