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Musik steht an erster Stelle

Arissa Cane (18) aus Hohen Neuendorf träumt von einer Karriere als Sängerin

MAZ Oranienburg, 31.3.2004

Die 18-jährige Sandra Olschewski aus Hohen Neuendorf steht als Arissa Cane auf dem Sprung zur Karriere als Sängerin. Mit ihr und ihrem Produzenten Helge Krebs trafen sich Robert Tiesler und Florian Büttner.

Welchen Namen wird deine erste CD tragen?

Arissa: Sie wird so heißen wie ich, Arissa Cane. Es handelt sich dabei um eine Outcoming-CD. Ich versuche, damit in der Branche Fuß zu fassen.

Was ist deine Musikrichtung?

Arissa: Stimmlich würde ich mich dem Soul zuordnen. Meine Musik ist ein Mix aus Funk und Pop. Ich singe in Englisch. In dieser Sprache kann ich die Gefühle besser ausdrücken. Es hört sich schöner an, es ist poetischer. Im Deutschen gibt es zu viele harte Silben, da wirkt das nicht so gut.

Schreibst du deine Songs selbst?

Arissa: Die Songs schreibt mein Produzent Helge Krebs, ich arbeite aber an allen Texten und Melodien mit. Wenn mir ein Song nicht gefällt, kann ich ihn nicht singen.

Wie wird die CD in der Öffentlichkeit beworben?

Arissa: Wir werden versuchen, Clubtouren zu machen. Da habe ich die Möglichkeit, mich einer breiten Masse zu zeigen. Wir haben Kontakt zu Polydor, der Plattenfirma, die werden versuchen, das mit uns zu managen.

Wo bist du schon aufgetreten?

Arissa: Im vergangenen Jahr gab es nach einem Auftritt auf der Funkausstellung eine Anfrage vom Fernsehen. Die Show von FAB war richtig cool. Ich hatte ein gutes, chilliges Publikum. Es gab gute Reaktionen. Ich hatte auch einen Auftritt beim deutschen Rock- und Popmusikpreis in Hamburg. Danach gab es auch Anrufe von diversen Leuten.

Wie wurdest du von deinem jetzigen Produzenten Helge Krebs entdeckt?

Arissa: Durch die Musikschule Oranienburg. Da habe ich bei der Frau von Helge Krebs Klavier gespielt. So entstand der Kontakt. Ich wollte aber schon immer gern singen.

Wo soll es mal hingehen?

Helge: Arissa könnte sofort diverse Auftritte absolvieren, sie würde dafür aber noch kein Geld bekommen. Wenn es hier nicht klappen sollte mit Sandra, dann haben wir bereits andere Überlegungen. Ein Vertrieb beispielsweise in den USA wäre dann auch denkbar.

Hast du eigentlich deinen Künstlernamen sichern lassen?

Arissa: Ja, er wird auch im Personalausweis stehen.

Im vergangenen Jahr gab es noch Auftritte unter dem Namen „Erica Cane“. Warum jetzt Arissa?

Helge: Nach dem Auftritt wurde ich gefragt, ob Sandra mit ihrem Namen denn einverstanden sei. Daraufhin suchte ich bei Google nach dem Namen. Erica Cane ist in den USA ein berühmter Pornostar.

Arissa: Mir hat der Name Cane gefallen. Ich beschäftige mich mit Sprachen. Cane bedeutet im Indianischen Wolf.

Musst du in deinem Beruf besonders auf deine Figur achten?

Arissa: Es gab eine Zeit, da glaubte ich, ich muss auch dünn sein. Dann dachte ich aber: Du hast eine Stimme und ich will die Leute mit meiner Musik fesseln. So, wie ich jetzt bin, gefalle ich mir.

Du gehst auf das Marie-Curie-Gymnasium in Hohen Neuendorf. Wissen deine Mitschüler Bescheid, was du machst?

Arissa: Ja. Es gibt Leute, die finden das cool und fragen auch nach Auftritten. Bei anderen ist das nicht so. Meine Freunde sind selbst sehr zielstrebig und stehen bei Rückschlägen hinter mir. Meine Lehrer sind manchmal streng, aber gerecht. Ich würde nie bei einer Klausur fehlen.

Würdest du für die Karriere die Schule abbrechen?

Arissa: Das würde ich zwar, aber das Abi will ich unbedingt erreichen. Danach würde mich ein Jurastudium extrem interessieren, aber an erster Stelle steht die Musik.

Steht deine Familie hinter dir?

Arissa: Ja, sie unterstützt mich. Aber sie sagen auch, ich soll realistisch bleiben. Ich müsse mir das erarbeiten.

Interessierst du dich für Politik?

Arissa: Ich beschäftige mich mit den Staatssystemen und deren geschichtlichen Hintergründen. Ich lese viele Bücher darüber. Ich finde, die Parteien rutschen zu sehr in ein Extrem. Entweder sehr nach links oder nach rechts. Das ist nicht gut. Es ärgert mich auch, dass nicht alle Menschen als gleich angesehen werden.

Stimmt es, dass du ein Rollenangebot für „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ abgelehnt hast?

Arissa: Bei der Premiere von „Drei Engel für Charlie“ wurde ich angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, dort mitzuspielen. Ich war auch beim Casting. Es ging um eine Nebenrolle. Aber mit dem Singen und der Schule – das hätte nicht zusammengepasst.

Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Arissa: Ich wünsche mir, dass ich mit meiner Musik Geld verdienen kann. Ich würde dann auch anderen Leuten helfen wollen. Das Geld, was ich dann habe, damit könnte man zum Beispiel ein medizinisches Zentrum aufbauen.

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4 Kommentare zu “Musik steht an erster Stelle”

  1. Burkhard Buschmann

    Die Idee, als Pornostar die Kohle zu verdienen ist garnicht so schlecht…
    Denn singen kann die Braut ja offensichtlich nicht – so ein elend winselndes Gequake… Lerne lieber einen anständigen Beruf, Sandra Olschewski

  2. RT

    Tritt sie denn jetzt noch irgendwo auf?
    Der Text ist ja schon 3 Jahre alt…

  3. Gordon Dressler

    Ich glaub die singt nicht mehr, hab sie mal in Berlin auf dem Straßenstrich in Schöneberg / Kurfürstenstraße anschaffen stehen sehen.

    Tolle Karriere, von der Sängerin zur Nutte.

  4. RT

    Na ja, also das zweifele ich aber sehr stark an.

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