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Christo, der Mann, der den Reichstag verpackt hat

Montag, den 1. Juni 2020
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Christo ist tot. Er starb mit 84 Jahren am Pfingstsonntag in New York.
Und sofort denke ich an den Sommer 1995. Damals, vor 25 Jahren, als er mit seiner Frau Jeanne-Claude den Reichstag verpackt hat.

Es war Montag, der 26. Juni 1995, als ich mit einem Freund und meiner Videokamera nach Berlin fuhr und am Reichstag ins Staunen kamen.
Der Reichstag führte zu dieser Zeit noch mehr oder weniger ein Schattendasein. Wir standen schon mal davor, am Abend des 2. Oktober 1990. Vor dem Reichstag erlebten wir die Minute der deutschen Einheit, wir waren dabei, und es war ein großer Augenblick, als um Mitternacht die deutsche Fahne gehisst worden ist. Es war der 3. Oktober 1990, als wir den Platz wieder verließen und wir nach Oranienburg zurückkehrten, die Heimatstadt, die nun nicht mehr in der DDR lag, sondern seitdem in der Bundesrepublik Deutschland.

1995 war klar, dass Berlin wieder Regierungssitz wird. Der Reichstag sollte wieder der Ort für den Bundestag werden, dafür musste er entkernt und innen neu aufgebaut werden.
Doch davor kamen Christo und Jeanne-Claude. Seit 1971 versuchte das Künstlerpaar, sich mit ihrer Idee, den Reichstag in Berlin zu verhüllen, durchzusetzen. Es gelang ihnen erst 1994. Damals stimmte der Bundestag ab. 1995 war es dann soweit.

Und dann standen wir davor. Und staunten. Und fassten den Stoff an. Ich war noch mal mit meiner Klasse dort, kurz vor Schuljahresende der 10. Klasse. Und selbst diese Truppe schien ziemlich fasziniert gewesen zu sein von dem, was sich ihnen – uns – da bot. Später war ich am Abend noch mal mit meinen Eltern da.
Es war nicht nur das verhüllte, eingepackte Gebäude. Auch wenn das schon ein großer Anblick war. Wie der Stoff sich sanft im Wind bewegte. Wie die Formen des Gebäudes zu sehen waren – und doch nicht zu sehen waren.
Es waren auch die Menschen. Es herrschte eine sehr besondere Stimmung auf dem Platz. Die Leute kamen, sie guckten, sie staunen. Sie saßen auf der Wiese, unterhielten sich, sie spielten, sie machen Musik. Viele Leute machten Musik, am Abend spielten oft kleine Bands, dazu das Licht, das den Reichstag anstrahlte.
Es war wohl das friedlichste, ungeplante Volksfest – ganz ohne Rundum-Attraktionen, nur das Kunstwerk selbst – das Berlin je erlebt hat.

Diese Kunst, diese Tage, diese Erlebnisse, diese Eindrücke, diese Erinnerungen haben uns Jeanne-Claude und Christo geschenkt. Sie starb 2009. Nun ist ihr Christo gefolgt. Zwei große Künstler sind nicht mehr da. Die Bilder von damals bleiben.

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aRTikel

Kunst aus dem Wasserturm

Samstag, den 30. März 2019
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Helmuth Strothmann (75) ist Banker und Professor im Ruhestand – er betreibt in Schwante ein Atelier und malt dort abstrakte Kunst

MAZ Oranienburg, 30.3.2019

Schwante.
Wenn Helmuth Strothmann an seiner Staffelei steht und aus dem Fenster blickt, sieht er die Weiten von Schwante. Im Hintergrund den Mühlensee. Der 75-Jährige wohnt mit seiner Frau im Wasserturm am Mühlenweg. Durch die neuen Bewohner verwandelt sich das alte Bauwerk in ein Atelier. „Der Wasserturm ist attraktiv für Künstler“, sagt er. „Ich konnte mir anfangs aber gar nicht vorstellen, wie es innen aussieht.“ Zu seiner Frau hatte er, als sie erstmals davor standen, schon gesagt: „Das wird nie was.“ Aber sie fanden dann, dass er gut eingerichtet sei. Nach der ersten Begehung stand fest: „Ja, das will ich haben.“

In den Räumen hängen viele Bilder. Helmuth Strothmann malt. „Abstrakte Kunst. Ich mache was, aber ich weiß nicht was“, sagt er und schmunzelt. Wenn er loslegt, ist noch unklar, was am Ende dabei rauskommt. meist fängt er mit einer Farbe als Hintergrund an. „Dann überlege ich, was mache ich weiter.“ Dann kommt die nächste Schicht, vielleicht blaue Streifen, ein paar Farbakzente oder Figuren. Grüne Tupfer, die wie Landschaften aussehen. Dazu Silikonkleber, den er auf die Leinwand aufträgt, so dass sich weitere Figuren ergeben.
Wer sich die Bilder ansieht, der wird garantiert Assoziationen haben – aber vermutlich werden sie bei jedem anders ausfallen. Da sieht man eine Wiese im Nebel oder ein Schiff. Alles wird im Ungefähren gehalten, aber genau das scheint der Sinn der Sache zu sein. Meist zeichnet er mit Acryl auf Leinwand. „Ich habe es auch mit Öl versucht, aber das ist mir zu tranig, und es trocknet nie.“ Erst seit zwei Jahren malt er. Die Inspiration dazu kam durch eine Ausstellung, die er besuchte. „Ich habe mir Equipment gekauft und angefangen.“

Helmuth Strothmann ist nicht permanent in Schwante. Seine Frau und er wohnen am Gendarmenmarkt in Berlin, ein Haus am Chiemsee gibt es auch noch. „Schwante erinnert mich an meine Heimat“, sagt er. Er stammt aus dem Münsterland. Nach dem Abitur studierte er Wirtschaftswissenschaften, legte die Diplomprüfung ab und promovierte als wissenschaftlicher Assistent der Universität Münster zum Doktor der Staatswissenschaften. Von 1976 bis 1998 arbeitete er für verschiedene Banken, war Bereichsleiter, Direktor, Vorstandsmitglied, Konzernvorstand. 1999 fing er an, als Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin zu lehren – er leitete bis 2006 den dualen Studiengang „Bank“.
Inzwischen widmet er sich seinem Leben und seiner Kunst. „Es kann auch sein, dass ich hier nur sitze und ein Buch lese“, sagt er. „Ich kann gut nichts tun. Ich hatte nie das Bedürfnis, noch wichtig sein zu müssen“, meint er in Hinblick darauf, dass viele seiner ehemaligen Kollegen im Alter noch in Aufsichtsräten oder Beiräten mitmischen.

In Schwante fühlt er sich sehr wohl. Jetzt, im Frühjahr, will er den Ort noch richtig entdecken. „Außer das Schloss und die Bäckerei, die kenne ich schon“, sagt er und lächelt. Bevor er in Schwante lebte, kannte er die Gegend vom Golfspielen in Wall. „Abends ist es hier dunkel und einsam.“ Obwohl – ganz dunkel ist es nicht, denn nachts wird der Wasserturm mit Licht bestrahlt.
Zum 19. Mai hat er sich ein paar Gäste in den Wasserturm eingeladen, dann will er eine kleine Vernissage veranstalten. Aber es sei auch schon vorgekommen, dass Leute einfach so an seiner Tür klopften.

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Schweden (9): Kosta

Freitag, den 6. Juli 2018
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(8) -> 5.7.2018

Irgendwo im Nirgendwo, in der Gemeinde Uppvidinge, legen wir einen Zwischenstopp ein. Auf dem Navi haben wir gesehen, dass es abseits der Straße einen See gibt, und tatsächlich steht da auch ein kleines Schildchen, das auf einen Strand hinweist.
Die Strandwiese liegt einsam da, aber dennoch scheint es in Schweden Standards zu geben. Es gibt am Rande immerhin ein Plumpsklo, und sogar ein kleines Häuschen, in dem man sich umziehen kann. Außerdem führt ein Steg auf den verlassenen und idyllischen See. Umgeben von Bäumen ist dieser Ort ein kleines, ruhiges Paradies.
Aber das Wasser. Eigentlich ist es sauber, aber der Sand an der Wasserkante sieht seltsam rot-bräunlich aus. Sehr unschön irgendwie, und das führt auch dazu, dass nur nur einer von uns dort tatsächlich auch baden geht. Und er hat es überlebt.

Kosta. Das ist in diesem Fall nicht der Vorname des Herrn Cordalis, sondern so heißt das nächste Etappenziel unserer Schweden-Tour.
Uns zieht insbesondere das etwas andere Hotel in diesem Ort an – das Kosta Boda Art Hotel. Wie der Name es schon andeutet, spielt dort Kunst eine große Rolle.
Kosta Boda ist ein Unternehmen, das Glas in allen möglichen Arten herstellt. Deshalb gibt es in Kosta auch einen großen Werksverkauf plus die Fabrik, wo das alles hergestellt wird. Wer sich schon immer mal mit Gläsern, Bechern aus Glas, Tellern aus Glas, Vasen aus Glas und Wasauchimmer aus Glas eindecken wollte, kann es dort tun.

Dementsprechend war auch unser Hotel ausgestattet. In den Fluren stand und hing Glaskunst, ebenso in unseren Zimmern, auch im Badezimmer. Das Waschbecken war aus Glas. Ebenso die Theke in der Bar, in der wir essen waren.
An vielen der Kunstwerke standen auch die Preise, denn wer möchte, kann das alles auch kaufen – da waren dann Dinge bei, die gerne mal 25.000 Euro kosten. Teuer, aber interessant.

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Böse Wölfe

Mittwoch, den 7. Juni 2017
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Über Pfingsten war Oranienburg in der Hand von einem Rudel Wölfen. Sie hatten sich auf dem Schlossplatz versammelt – in merkwürdigen Posen. Drohend, brüllend, in eine Richtung zeigend – oder sogar mit einer Pistole in der Hand.

Die Wölfe gehörten zu einer Ausstellung mit dem Titel “Die Wölfe sind zurück? – Kunst gegen Hass und Gewalt”.
Die Wölfe symbolisierten das Böse – auf verschiedene Art und Weise. Man könnte auch sagen: Sie zeigten die dunkle Seite unserer Gesellschaft.
Die Wolfsskulpturen stellten dar: den Blind Soldier, den Mitläufer, den blinden Hasser, den NSU-Mann, den Kraftprotz, Attac und den Anführer.

Interessant: Die Wölfe zeigten in gewisser Hinsicht, was in unserer Gesellschaft zu sehen ist – und auch in den 1930ern schon mal zu sehen war. Einerseits die Leute, die anführen, die das Sagen haben, die die Reden schwingen. Die, die mitlaufen, zu allem Ja sagen und selbst nicht mehr nachdenken. Den, der einfach nur hasst, der sich immer und überall auskotzt. Und so weiter.
Neonazis, ihre blinden Mitläufer, die willigen Helfer.

Könnte imposant sein. Aber ich hatte Schwierigkeiten mit dieser Art von Kunst. Sicherlich gehört es dazu, sich durchzulesen, was der Künstler – hier Rainer Opolka – uns mit seiner Kunst sagen will. Aber wer das nicht tut, wird damit wenig anfangen können. Und ich muss gestehen, ich konnte auch mit dem Wissen, was die Skulpturen bedeuten, wenig damit anfangen.
Wölfe stellen also das Böse dar. Das wäre dann wohl wieder mal ein Beispiel des märchenhaften, bösen Wolfes. Dabei ist der Wolf ja eher ein scheues Tier, der, weil er Hunger hat, auch Tiere reißt. Aber sich vom Menschen in der Regel fern hält, wenn man ihn nicht anlockt.
Nun kann natürlich auch hier der Künstler mit dem miesen Image des Wolfes spielen – es ist aber leider auch nur das sehr, sehr altes Klischee. Und Kunst sollte doch ein bisschen mehr sein als ein Klischee.

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aRTikel

Oberhavel in Tusche gemalt

Mittwoch, den 16. November 2016
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Anja Theres Focking (29) aus Schwante hat einen Kunstkalender herausgebracht

MAZ Oberhavel, 16.11.2016

Schwante.
Am Anfang ist das weiße Blatt. Und ein Motiv. Zum Beispiel die alte Bockwindmühle in Vehlefanz. Anja Theres Focking setzt sich auf die Wiese davor und beginnt zu malen. Sie nimmt sich ihre Tauchfeder, tunkt sie in die Flasche mit der Tuschefarbe und fängt an.
Die 29-Jährige aus Schwante hat in den vergangenen Monaten viele solcher Motive gemalt, sie war in der ganzen Region unterwegs. Heraus kam ein Kalender für 2017: Oberhavel in schwarzer Tusche gemalt. Zu sehen sind auch das Klubhaus in Kremmen, das Oranienburger Schloss, die neuen Bauten am Veltener Bahnhof, der Holzbackofen in Schwante und vieles mehr.

Dieser Kalender ist für Anja Theres Focking wie ein Stück Heimkehr. „Ich bin in Schwante aufgewachsen“, sagt sie, „war aber lange Zeit weg gewesen.“ In Pforzheim war sie in der Goldschmiedlehre. Bei einem „Tag der offenen Tür“ schaute sie sich in der Hochschule für Gestaltung um. „Dieser kreative Ort zog mich an.“ Sie studierte Design für Schmuck und Objekte der Alltagskultur. „Und das Zeichnen war während des Studiums immer eine spannende Sache.“
Oft bekommt sie zu hören, das sei doch brotlose Kunst. „Aber ich wünsche mir, dass ich damit leben kann“, sagt sie. Mit dem Kalender will sie sich ein Stück weit an das Kultur- und Kunstbusiness wagen. 250 Stück vom Kalender sind gedruckt, viele hat sie schon verkaufen können.

Aber wie ist das eigentlich mit der Tusche? Was passiert denn, wenn sie sich „vermalt“? „Ja, das ist ein Wagnis, aber das reizt mich auch so sehr“, sagt die Schwantenerin. Beim Zeichnen ist es, wie mit einem Stift zu schreiben. Wenn ein grober Fehler passiert, könne er entweder noch zeichnerisch behoben werden, oder sie muss radieren. „Aber einige der Bilder im Kalender sind tatsächlich sogenannte erste Versuche“, sagt Anja Theres Focking. „Das hängt ja auch immer davon ab, wie man drauf ist. Man muss sich wohlfühlen, wenn man loszeichnet.“

Wenn sie so da sitzt – wie an der Vehlefanzer Mühle – dann vergisst sie oft die Zeit. „Wenn ich im Flow bin, dann darf mich keiner stören. An der Mühle, da hatte mich zwischendrin jemand angerufen, aber zum Glück war ich da mit dem Bild schon fast fertig.“ Sie schmunzelt, überlegt und sagt: „Man unterbricht sonst den Moment. Man zeichnet etwas, was man gerade sieht und was man ständig abgleicht mit dem, was man schon auf dem Papier hat. Das ist ein wirklich spannender Moment.“
Für den Kalender hat sie sich erstmals auch mit Dingen beschäftigt, die sie noch nie gemalt hat. Natur, Büsche oder auch die ganz speziellen Kleinigkeiten am Oranienburger Schlossgebäude. „Geometrisch genau muss es nicht sein. Aber ich habe gemerkt, dass ich mich darauf mal einlassen muss.“

„Alles hat seine Zeit“ – so hat Anja Theres Focking ihren Kalender genannt. Ihre Bilder hat sie passend betitelt: „Riechen und schmecken“ im Oktober oder „Bewahren und loslassen“ im Dezember. Was als nächstes von ihr kommt, lässt sie noch völlig offen. Jetzt ist sie erst mal glücklich über das, was sie geschafft hat.

Wer Interesse an dem Kalender hat, kann eine E-Mail schreiben an ­anjatheres.focking@gmail.com.

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Vor 20 Jahren (110): Mal schnell den Reichstag verpackt

Freitag, den 26. Juni 2015
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(109) -> 22.6.2015

Montag, 26. Juni 1995.
Was die Künstler Christo und Jeanne-Claude 1995 in Berlin geschaffen haben, war so wahnsinnig wie atemberaubend.
Jahrzehntelang haben sie um ihr Projekt gerungen, im Juni 1995 konnten sie endlich loslegen. Sie verhüllten den Berliner Reichstag. Sie packten ihn ein.

Ich war dreimal dort, und dreimal war es ein fantastisches Erlebnis, dabei gewesen zu sein. Einmal war ich mit einem Freund dort, wir hatten meine Videokamera dabei und haben eine unserer Reportagen gedreht. Auch mit meiner Schulklasse waren wir damals dort, wir haben einen Wandertag dafür geopfert. Das wollten wir uns nicht nehmen lassen, und irgendwie war es ja auch ein Stück Geschichte – Kunstgeschichte. Mit meinen Eltern war ich schließlich noch mal am Abend dort.

Die Stimmung war prächtig. Einerseits sorgte der verhüllte reichstag dafür, dass die Leute staunten. Sie fassten den Stoff an, sie starrten auf das eingepackte Bauwerk. Die Leute unterhielten sich, sie fachsimpelten.
Oder man saß einfach da und quatschte mit den Freunden. Viele Musiker waren dort, Künstler, die irgendwas präsentierten.
Am Abend herrschte eine regelrechte Volksfeststimmung. Irgendwo war immer Musik, dazu Scheinwerfer, die vielen Menschen.

Christo und Jeanne-Claude haben Berlin nicht nur ein faszinierendes Kunstwerk geschenkt (oder eher geliehen, es ist ja dann wieder abgebaut worden), sie haben Berlin auch einen Anziehungspunkt geschenkt. Einen Ort zum Feiern, zum Gucken, zum Staunen.

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Wegbegleiter (21): Der Tiger an der Wand

Sonntag, den 21. Juni 2015
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(20) -> 10.6.2015

Sehr lange hatte Franz Marcs “Tiger” einen sehr viel prominenteren Platz in meinem Elternhaus. Wenn ich mich richtig erinnere, hing es immer im Treppenhaus.
Natürlich nur als Nachdruck. Aber ich fand das Kunstwerk immer sehr faszinierend, auch wenn man ja immer nur vorbeigegangen ist.

Ich habe im Internet danach gesucht. Fanz Marc lebte von 1880 bis 1916 – wurde also nur 36 Jahre alt. Seine Tierdarstellungen von Hunden, Katzen, Rehen, Kühen und Pferden sind berühmt. Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts und als Mitbegründer des deutschen Expressionismus’. Seine bekanntesten Bilder schuf er innerhalb von nur vier Jahren, von 1910 bis 1914. Der “Tiger” stammt von 1912.

Das Bild ist noch da, aber leider nicht mehr an einem ganz so schönen Platz wie früher.
Und es hängt neben einem weiteren – zugebenermaßen Trash-verdächtigen Wegbegleiter. Noch so ein Ding, das schon Ewigkeiten irgendwo an einer der Wände hängt: Ein Männchen mit einem Bierkrug in der Hand. Wobei ich den Bierkrug als solchen lange gar nicht erkannt habe.

Heute bilden Bierkrugmann und Tiger gemeinsam eine Einheit.

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