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Impfzentrum in Zeiten des Coronavirus

Ja, ich bin noch nicht dran. Dennoch konnte ich am Dienstag das Oranienburger Impfzentrum besuchen, aus beruflichen Gründen.
Bevor man dort rein will, muss man erst mal am Einlasser vorbei – und das geht nur, wenn der Einlasser sagt, dass er uns reinlassen darf.

Das Impfzentrum in Oranienburg befindet sich in einer Sporthalle, in der normalerweise Drittliga-Volleyball gespielt wird. Als wir dann drin stehen, schaue ich mich erst mal um.
Ein bisschen gespenstisch ist das ja schon. Es gibt diesen Ort nur, weil es diese Pandemie gibt. Ohne diesen Ort könnte langer Lockdown-Stillstand herrschen. Wenn wir hoffentlich irgendwann geimpft sind, dann könnte alles wieder besser werden.
Man läuft durch eine kleine Schleuse und wird dann zu einem der Empfangstische gebeten. Dort muss man vorlegen, was vorzulegen ist. An vielen der Tische sitzen Leute von der Bundeswehr. Die Leute, die zum impfen gekommen sind, sitzen da oft zu zweit. Senioren, viele schon recht alt.
Sie verschwinden dann irgendwann in den Impfkabinen.

Wir gehen in einen Nebenraum. Nach den Fällen der weggeworfenen Impfdosen wird uns erklärt, dass das passiert sei, weil am selben Tag eine ganze Einrichtung ihren Termin abgesagt habe. Und es sei nicht möglich, dass von dort aus bestimmt werde, wer stattdessen geimpft werde, zumal sie nicht einfach so jemanden impfen dürften, wer gerade keine Priorität habe. Stichwort: Du bist noch nicht dran.

Wir laufen in eine der Kabinen, später zum Bereich, wo die Geimpften eine gute Viertelstunde warten, um zu schauen, ob sie alles vertragen. Bis jetzt sei noch kein Fall eingetreten, bei denen Nachwirkungen aufgetreten sein. Gute 45 Minuten würde man sich im Impfzentrum aufhalten, dann sei alles erledigt.

Jetzt bin ich nur noch gespannt, wann denn mein Impftermin dran ist. Angela Merkel sagt, ich habe noch vor dem Herbstanfang einen Termin. Oder irgendwann 2022.

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