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Rügen 2018 (15): Moritzburg – geschlossen!

(14) -> 4.8.2018

Ob sich das lohnt, weiß ich nicht. Aber nach wie vor fährt vom Bollwerk in Baabe aus eine kleine Ruderbootfähre über die Having nach Moritzdorf. Wobei es dort nicht nur das Ruderboot gibt, sondern zwischenzeitlich auch ein kleines Mototboot. Vermutlich davon abhängig, wer der Fährmann ist oder wie das Wetter ist. Und bei weit mehr als 30 Grad ist Rudern für den älteren Herrn vermutlich ein bisschen zu anstrengend.
So schippert er uns, mich und ein Paar mit Fahrrädern mit dem Motorboot rüber nach Moritzdorf.

Ich finde nach wir vor, dass Moritzdorf ein verzauberter Ort ist. Eine Straße mit alten Häusern. Kein Verkehrslärm, die pure Stille. Nur vom Hafen in Baabe kommen ein paar unaufdringliche Geräusche rüber, aber auch das nur selten.
Mein Ziel: die Moritzburg. Ich will mal wieder hochkraxeln und dort zur fantastischen Aussicht was essen und trinken.

Ich laufe durch den Ort. Ganz am Ende beginnt der Aufstieg zur Moritzburg. Aber ich komme gar nicht mehr dazu, die Treppen zu besteigen, denn unten steht ein Schild: “Moritzburg geschlossen”. Ohne weiteren Kommentar.
Ich bin enttäuscht und versuche, was auf dem Smartphone rauszufinden. Aber Infos gibt es nicht. Auf der Facebook-Seite ist der letzte Eintrag vom Herbst 2017. Man hat es nicht nötig, über die Schließung – oder die Nichtöffnung – zu informieren.

Ich laufe also zur Fähre zurück. Ich hätte noch im Hotel Moritzdorf essen können, aber auf die pralle Sonne auf der Terrasse habe ich dankend verzichtet.
Auf der Fähre zurück nach Baabe frage ich den Fährmann, was denn mit der Moritzburg los sei. Aber der brubbelt nur, ob ich denn Koch sei. Auf meine Frage, ob es am fehlenden Koch liege, brubbelt er wieder irgendwas. Reizthema?
Ich gehe stattdessen in einem Fischerlokal in Baabe essen – ein Bauernfrühstück.

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