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Traumtagebuch (129): Katergewalt

(128) -> 24.1.2016

Dieser Traum ist nichts für zarte Gemüter – und vermutlich auch einer der grausamsten Träume seit sehr langer Zeit.
*

Einer unserer Kater ist krank. Als er zu seinem Fressnapf läuft, bleibt er davor stehen, als seine beiden Hinterläufe wegsacken. Laut mauzend fällt er auf die Seite. So liegt er neben dem Napf. Er hebt seinen Kopf, um vielleicht doch noch mal daran zu schnuppern.

Es vergehen einige Minuten, bis er ganz langsam wieder aufsteht. Er faucht. Sein Fell hat sich aufgerichtet, man möchte sich dem Tier nicht nähern.
Plötzlich macht er einen Satz in Richtung unseres zweiten Katers. Er beißt ihn, er beißt sich an ihm fest. Beide Kater geben markerschütternde Laute von sich. Es ist ein großes Geschrei.
Mit einem großen Schwall Wasser werden die beiden getrennt. Der Kater rennt raus.

Minuten später. Der kranke Kater hängt lebendig kopfüber an einem Strick. Er knurrt. Er schreit. Jemand kommt nimmt den Strick, hält ihn hoch und lässt ihn dann mit einem Wumms samt Kater auf den Betonboden krachen. Und noch einmal. Und noch einmal.
Der Kater liegt leblos auf dem Boden.

Wir beobachten es vom Küchenfenster aus. Mein Vater sitzt wie vom Donner gerührt da. Mit feuchten, starren Augen. Er bewegt sich nicht.
Doch plötzlich regt sich der Kater. Er hat überlebt, steht langsam auf, und es scheint, als ob es ihm wieder gut geht.
Nur sein Fell – das ist plötzlich ganz grau.

*
Wieso träumt man so was? In dieser Heftigkeit ist das schon erschreckend, auch wenn der Anlass real war: Dass einer unserer Kater zumindest für einen Tag kränkelte. Aber keine Sorge: Es geht ihm wieder gut.

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Ein Kommentar zu “Traumtagebuch (129): Katergewalt”

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