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Ein Marathonmann im Rathaus

Bert Lehmann übernimmt das Bau- und Ordnungsamt in Kremmen. Er leitete 16 Jahre lang die Nauener Altstadtsanierung.

MAZ Oranienburg, 11.3.2014

KREMMEN
Kremmen läuft, und Bert Lehmann läuft mit. Das steht jetzt schon fest. „Sport ist mein Hobby“, sagt der 51-Jährige. Lehmann ist der neue Leiter des gerade erst geschaffenen Bau- und Ordnungsamtes der Stadt Kremmen. Im Sommer wird er der Nachfolger von Birgit Neumann-Hannebauer, die in den Ruhestand geht. Bis dahin will er Kremmen und seine Ortsteile noch näher kennenlernen, und die Veranstaltung „Kremmen läuft“ am 4. Mai steht schon in seinem Terminkalender. „Ich bin früher den Marathon gelaufen“, erzählt er. Seine beste Zeit: zwei Stunden und 37 Minuten. Er schmunzelt. „Ist aber schon eine Weile her.“

Seit Anfang Januar ist der Berliner täglich im Rathaus, um sich einzuarbeiten. Seine Vorgängerin Birgit Neumann-Hannebauer kennt er schon seit zehn Jahren, und sie war es auch, die ihm den Tipp gab, dass in Kremmen bald eine Stelle frei ist. „Das fand ich spannend“, sagt Bert Lehmann. 16 Jahre lang hatte er sich zuvor um die Altstadtsanierung in Nauen gekümmert. Diese soll in zwei Jahren abgeschlossen sein. „Da war klar, dass ich mich langsam nach anderen Bereichen umschauen möchte.“

In Kremmen wird er allerdings nicht nur für die Altstadt zuständig sein, sondern für alles, was das Bau- und Ordnungswesen betrifft. Im Rathaus fühlt er sich schon jetzt gut aufgehoben. „Hier herrscht eine gute Teamarbeit, es kann sich jeder auf jeden verlassen.“ Das sei keineswegs selbstverständlich, so Lehmann. „Es kann immer schwierig sein, wenn ein Neuer dazukommt.“ Wurde es aber nicht.

Seit 1966 lebt Bert Lehmann in Berlin. 1988 machte er sein Diplom als Stadt- und Regionalplaner. Er arbeitete im Bezirksamt Spandau, später in einem Falkenseer Planungsbüro, 1997 ging er nach Nauen. Wenn er heute dort durch die sanierte Altstadt spaziert, ist er zufrieden: „Das ist schon ein Stückchen mein Lebenswerk“, sagt er.

Ein Thema, das ihm in Kremmen am Herzen liegt, ist der Wohnungsbau. „Das Angebot ist momentan sehr dürftig“, so Lehmann. Die freie Fläche am Schlossdamm sei ideal für eine Bebauung (MAZ berichtete). „Die Entwicklung in Berlin und im Speckgürtel zeigt, dass das Wohnungsangebot in der Region wachsen muss.“ Er denkt auch an Lehrlinge, die hierzulande kaum Wohnungen finden. Eventuell lasse sich mit Fördergeldern im Klubhaus am Markt etwas machen, so überlegt er.

Lehmann lebt mit seiner Lebensgefährtin und zwei Söhnen auch weiterhin in Berlin. Der jüngere Sohn ist 14. Wenn er mit der Schule fertig ist, dann sei auch ein Umzug nach Kremmen möglich. Aber das lässt er sich noch offen. „Sommerfeld finde ich ganz nett“, sagt er. Auch Hohenbruch gefällt ihm, aber auch die Stadt Kremmen selbst.
Wenn Birgit Neumann-Hannebauer im Sommer in den Ruhestand geht, dann wird sie fehlen. „Sie ist hier die gute Seele, das Bindeglied für alle“, sagt Bert Lehmann. Er hofft, dass sie öfter im Rathaus vorbeischauen wird.

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Ein Kommentar zu “Ein Marathonmann im Rathaus”

  1. Branchenbuch

    Da kann man Herrn Lehmann nur viel Erfolg für die Arbeit im Kremmener Rathaus wünschen!

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