Monatsarchiv für Februar 2014

RTZapper

Eurovision Song Contest 2014: Unser Song für Dänemark – Clubkonzert

Freitag, den 28. Februar 2014
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DO 27.02.2014 | 22.10 Uhr | NDR fernsehen

Nach dem Cascada-Desaster beim Eurovision Song Contest 2013 in Malmö, sollte mal wieder alles anders werden. Ein neues Auswahlkonzept sollte her. Beim deutschen Vorentscheid für Dänemark wird es diesmal kein Expertenvoting geben, wir haben ja gesehen, wohin das geführt hat. Erstmals ist ein Clubkonzert veranstaltet worden. Zehn bislang weitgehend unbekannte Künstler oder Bands traten an, die Zuschauer wählten den oder die beste. Der Sieger bekam eine Wildcard für das deutsche Finale am 13. März.

Hätte spannend werden können. Aber spätestens, als eine der Kandidatinnen plötzlich mit einem Cover von Leona Lewis’ “Run” auftrat, musste man stutzig werden. Mit “Run” möchte die junge Frau beim ESC auftreten? Sind da neuerdings Coversongs zugelassen?
Nein, sind sie nicht.
Des Rätsels Lösung: Die Songs an diesem Abend sind gar nicht die Songs, mit dem der Gewinner dann beim deutschen Vorentscheid antreten wird. So war zumindest die Antwort der Twitter-Redaktion des deutschen ESC auf eine entsprechende Frage.

Irgendwelche Unbekannten traten also mit irgendwelchen Liedern an, die aber später gar keine Rolle spielen?
Was soll das? Ich dachte, die Show heißt “Unser SONG für Dänemark” und es geht um den Eurovision SONG Contest? Warum wird dann in der Show nur ein Künstler gewählt, und der Song spielt noch gar keine Rolle.
Das machte diese Sendung dann leider schrecklich uninteressant. Dabei wäre es doch reizvoll gewesen, schon mal das Lied zu hören. Wirklich unfair gegenüber den sieben anderen Acts wäre das auch nicht. Letztlich haben diese Newcomer doch sowieso keine Chance, gegen Unheilig oder den anderen bekannten Kandidaten im eigentlichen Vorentscheid zu gewinnen. Und es wäre auch schön gewesen, die Songs der anderen sieben auch schon mal zu hören. Die Acts sind zwar gezeigt worden – aber auch nicht mit den späteren ESC-Songs.
So jedenfalls wird das nichts mit der Identifikation mit dem Gewinner dieses Clubkonzertes.

Übertragen wurde es übrigens am Donnerstagabend nicht nur vom NDR fernsehen, sondern auch von einsplus. Auf dem Spartensender liefen nebenher noch Facebook- und Twittermeldungen der Zuschauer. Das ist keine bahnbrechend neue Sache, aber dennoch eine gute Idee. Meistens war ich eher auf einplus dabei – immerhin gab es dort gleich die erste Zuschauerreaktionen.

RTelenovela

Bahnbekanntschaften (77): Die U55-Laufstrecke

Freitag, den 28. Februar 2014
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(76) -> 6.12.2013

Zugegeben: Im Bahnhof “Brandenburger Tor”, auf dem Bahnsteig der Berliner U-Bahnlinie 55, ist nicht wirklich viel los. Noch immer ist auf der Ministrecke nur eine einizige U-Bahn unterwegs, die zwischen den drei Stationen – Brandenburger Tor, Reichstag, Hauptbahnhof – immer wieder hin- und herfährt. Besonders voll ist die Bahn auch nicht. Oder anders gesagt: Wenn mal zehn Leute mitfahren, dann ist das unheimlich viel.

Und weil da so wenig los ist, scheint der Bahnsteig inzwischen auch eine andere Bedeutung zu haben: als Laufstrecke.
Ich stehe so rum und warte, dass eben jene eine U-Bahn wieder zurückkommt, da kommen ein paar Leute die Treppe runtergerannt. Sie haben Sportklamotten an und joggen. Ich schätze, es waren zwischen 15 und 20 Leute, die da seelenruhig über den Bahnsteig rannten – von der einen Treppe und zur anderen. Ein leichter Schweißduft wehte in meine Nase. Wobei: Eigentlich waren es ein gutes Dutzend verschiedene Düfte.
An der Treppe blieben sie alle stehen, vermutlich um etwas zu besprechen. Die Treppe diente dann als Trepp-auf-Trepp-ab-Strecke, immer wieder. Dann ging’s zurück über den Bahnsteig, wieder an mir vorbei, wieder Duftmarken hinterlassend.
Und dann war’s vorbei, die U-Bahn rollte inzwischen langsam rein, und der Bahnsteig leerte sich wieder. Aus dem Waggon stieg nicht ein einziger Fahrgast.

aRTikel

Gedacht: Bernsteinsee – Trauriges Ende für die Strandpartys

Donnerstag, den 27. Februar 2014
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MAZ Oranienburg, 27.2.2014

Das war es dann wohl mit den großen Partys am Bernsteinsee. Die Veltener Stranddiskos gehören der Vergangenheit an. Das ist inzwischen die traurige Gewissheit. Aber auch, wie sich der Streit darum abspielte, ist nicht weniger als ein Trauerspiel.

Ganze dreimal im Jahr haben die Feiern stattgefunden. Wetterbedingt im Jahr 2013 sogar nur zweimal, aber immer gab es danach Zoff. Zu laut, zu dreckig, aber vor allem viel zu laut fanden einige Veltener die Veranstaltung. Angeblich sind Schallschutzauflagen und Uhrzeiten nicht beachtet worden. Der Organisator der Strandpartys – die Right Now Showproduktions GbR – bestreitet all diese Vorwürfe, und vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.
Es habe sich für die Stadt Velten finanziell nicht gelohnt, hieß es außerdem. Aber geht es bei diesen Partys tatsächlich nur darum, ob Velten daran verdient? Ist das einziger Sinn der Sache?
Verhandlungen haben offenbar nicht stattgefunden, stattdessen präsentierte Andreas Noack, der Aufsichtsratsvorsitzende der Veltener Stadtwerke, bereits ein neues Konzept: In Zukunft sollen Familienfeste am Bernsteinsee stattfinden.

Right Now startete unterdessen eine Onlinepetition. Leider sind allerdings nicht die Fans selbst draufgekommen. Der Stadtwerkechef sagte daraufhin ein geplantes Treffen zwischen ihm und dem Veranstalter ab. Ein zielführendes und ergebnisoffenes Gespräch sei nach der Petition nicht mehr möglich, so Noack in der Pressemitteilung. Was seltsam war, denn er hatte vorher sowieso klar gemacht, dass die Entscheidung durch dieses Gespräch nicht mehr geändert werde. Und ob ihn eine Onlinepetition umgestimmt hätte, sei mal dahingestellt.

Es macht den Eindruck, dass alle Seiten einfach nur ziemlich beleidigt sind. Verlierer dieses Streits und dieser Entscheidung sind ganz eindeutig die Fans der Strandpartys, und das sind die Jugendlichen aus der Region. Es ist ja nicht so, dass derartige Events hierzulande überall und ständig zu finden sind. Der Bedarf war da, um die 3000 Menschen kamen zu den Veltener Partys. Dass es angeblich nicht möglich sein soll, zwei- bis dreimal im Jahr auch mal ein wenig lauter zu werden, ist sehr schade. Die angedachten Familienfeste sind eine schöne Idee, aber sie ersetzen nicht diese Diskoabende und -nächte. Sie haben vermutlich eine ganz andere Zielgruppe.

ORA aktuell

Goldene Orange 2014 für Oranienburger Schlossparfümerie

Donnerstag, den 27. Februar 2014
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Die “Schlossparfümerie” in der Bernauer Straße in Oranienburg ist das kundenfreundlichste Unternehmen der Stadt. Das Geschäft, das es bereits seit 1927 gibt, bekam die “Goldene Orange 2014″.
730 Bürger aus Oranienburg und Umgebung hatten sich zuvor an einer Umfrage beteiligt. Insgesamt 73 Geschäfte sind dort genannt worden.

Auf Platz 2 landete das Textilgeschäft “Shopaholic” im Südcenter, auf Platz 3 die “Fischgrotte am Schloss”.

RTelenovela

Nicki und die rote Sonne von Barbados

Donnerstag, den 27. Februar 2014
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Als aus den Lautsprechern die Flippers “Die rote Sonne von Barbados” besangen, da wurde ich hellhörig. Eigentlich dachte ich immer, dass McDonald’s ein junges, hippes Unternehmen ist. Noch dazu in Oranienburg gegenüber des Gymnasiums. Da, wo die Jugend ein und aus geht und dementsprechend die aktuellen Hits und das Beste der 90er und 2000er-Jahre zu hören ist. Und nun das. Die Flippers. Ganz schön uncool.

Zunächst machte ich mir nichts draus. Ich goss das Dressing über den Salat, da hörte ich plötzlich Nicki von der “Samstagnacht” singen. Meine Güte, bei Nicki denke ich an die “ZDF-Hitparade” aus den 80ern. Da war Nicki ganz oft zu Gast. Ich bin in die Schlagerparade geraten.
Ich biss in den McChicken, und Nicki wurde von Rodger Witthaker und “Albany” abgelöst. Oh. Mein Gott. Aber andererseits kam die Erinnerungen: Familienfeiern in den späten 80ern und frühen 90ern. Mein Vater besaß eine Kassette mit Roger-Witthaker-Songs. Ich kenne sie fast alle.

Die Schlagerparade bei McDonald’s ging munter weiter, und ich könnte jetzt behaupten, dass ich die Musik besonders schlimm fand. Aber nein, ich wippte mit, und ich hatte ein Lächeln auf den Lippen. Uncool? Ja, was kann ich denn dafür, dass bei McDonald’s solche Musik läuft?! Darf ich mir fürs nächste Mal Songs wünschen? Ein bisschen was von Nena vielleicht?

RTZapper

Der Rücktritt

Donnerstag, den 27. Februar 2014
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DI 25.02.2014 | 20.15 Uhr | Sat.1

Am Ende musste ich mir fast schon die Augen reiben: Da zeigte Sat.1 doch tatsächlich mal einen anspruchsvollen, politisch-gesellschaftlich relevanten Fernsehfilm. Und der war auch noch packend umgesetzt! Am Dienstagabend ist “Der Rücktritt” von Bundespräsident Christian Wulff Anfang 2012 rekonstruiert worden.
Sat.1 und Regisseur Thomas Schadt hätten daraus ein reißerisches, heroisches Stück machen können – haben sie aber nicht. Stattdessen gab es einen hochspannenden Einblick in die Politik- und den Medienbetrieb.

Die Wulff-Affäre sorgte Ende 2011 und Anfang 2012 für Wirbel. Christian Wulff sagte, was sein Hauskredit angeht, zunächst die Unwahrheit und verschleierte Gefälligkeiten von Freunden und Geschäftspartnern.
Im Film ging es um die letzten 68 Tage vor dem Rücktritt. Auf geradezu bedrückende Weise war zu sehen, wie schlecht Wulff mit der Krise umgegangen ist. Völlig hilflos, aber völlig von sich und seinem Amt eingenommen. Dem Bundespräsidenten ans Bein pissen – das wagt doch keiner! So dachte er, so zeigt es zumindest der Film, und die Macher geben an, dass der Film im Großen und Ganzen die wahren Geschehnisse zeigten – von Details natürlich abgesehen.

Aber auch die Medien bekamen ihr Fett weg – das heißt, der Film zeigte ganz schlicht, wie der fall Wulff auch mehr und mehr zur Hexenjagd geworden war. Alles schaukelte sich hoch, die Hysterie kannte keine Grenzen mehr.
Ganz schlicht, wie gesagt. Fast schon nüchtern arbeitete “Der Rücktritt” die Ereignisse ab, aber das machte ihn so sehenswert. Er endet in dem Augenblick, als Bettina und Christian Wulff die Rücktrittspressekonferenz verlassen.
Bahnbrechend neue Erkenntnisse brachte der Film nicht – spannend, das noch mal so zu sehen, war er aber auf jeden Fall.

Dass ARD und ZDF an diesem Stoff kein Interesse hatten, ist bedauerlich und vor allem unverstänlich. Bei Sat.1 ging “Der Rücktritt” leider quotenmäßig ziemlich unter, aber von dem Ramschsender erwartet auch niemand mehr gute Fernsehware. Bei ARD oder ZDF hatte der Film wohl ein paar Zuschauer mehr gehabt.

ORA aktuell

Oranienburger Bibliothek zieht um

Mittwoch, den 26. Februar 2014

Die Oranienburger Bibliothek zieht um. Die Räume an der Sachsenhausener Straße werden aufgegeben. Neueröffnung ist am 3. März – mehr als einen Monat später als geplant – auf dem Schlossplatz. Am 8. März beginnt eine Festwoche.
Gegenüber dem Schloss entstand in den vergangenen Monaten ein Neubau, in den auch die Tourismusinformation mit einziehen wird. Der Bau kostete nach letzten Informationen 4,6 Millionen Euro, der Eigenanteil der Stadt betrug 1,1 Millionen Euro.