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Klinik (6): Schicksalsgemeinschaft

(5) -> 9.11.2013

Meine Zimmerbesatzung ist nach der OP konstant geblieben. Das ist der große Unterschied zu den bisherigen Tagen in der Klinik. Und ebenfalls anders ist, dass wir alle das selbe Schicksal teilen – wir alle sind unterm Messer gewesen. Also, umschriebenermaßen. Das schweißt viel mehr zusammen, als wenn da Leute auf dem Zimmer liegen, die völlig unterschiedliche Krankheiten haben nd nur kurz da bleiben. Da leidet mehr oder weniger jeder für sich. Auf der OP-Station ist das anders.

Auch bei uns hat jeder was anderes. Sei es ein besonders akuter Blinddarm oder etwas am Oberschenkel. Wir waren alle innerhalb von 24 Stunden im OP-Saal, liegen also, was die Genesung angeht, alle etwa auf gleicher Höhe.
Und so gestalten wir uns gemeinsam den Tag, inzwischen sitzen wir auch zu dritt zum Essen am Tisch – jetzt, wo wir inzwischen auch auch wieder essen dürfen.
Wir erzählen uns, was wir durchgemacht haben, beobachten unsere Fortschritte und machen natürlich gern mal Scherze auf eigene und andere Kosten.
Das ist schon was ganz anderes, als das ständige Kommen und Gehen, das ich bisher immer erlebt habe. Wir sind eine Schicksalsgemeinschaft.

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Ein Kommentar zu “Klinik (6): Schicksalsgemeinschaft”

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