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Bahnbekanntschaften (71): Der Grabbler

(70) -> 26.10.2012

In der S1 nach Oranienburg versammeln sie sich schon ab dem Bahnhof Gesundbrunnen im Abteil um mich: Vater, Mutter, Kind. Er riecht stark nach Fusel. So riechen normalerweise Alkoholiker.
Und er scheint sich für einen Spaßvogel zu halten. Liest seine ihm gegenüber sitzende Frau Zeitung, schnappt er sich den anderen Teil, tut so, als würde er auch lesen wollen und hält sie über die seiner Frau. Die findet das nur so ein kleines bisschen komisch. In ihren Augen spiegelt sich Ärger.

Der Typ scheint Rainer Brüderle als Vorbild zu haben, denn auch er ist ein Fummler. Seine Finger wandern immer mal wieder auf die Knie seiner Frau. Die findet das nicht wirklich komisch. In ihren Augen spiegelt sich noch mehr Ärger. Was ihren riechenden Ollen nichtr davon abhält, weiterzumachen. Er findet das unglaublich komisch.
Dazu macht er unglaublich beschissene Witze, und als seine Tochter irgendwas fragt, sagt er: “Wer viel fragt, bleibt dumm.”
Muahahaha.
In Hohen Neuendorf steigen sie alle aus, und die Luft im Abteil wird langsam besser.

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Ein Kommentar zu “Bahnbekanntschaften (71): Der Grabbler”

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