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Traumtagebuch (90): Endstation Velten

(89) -> 18.6.2012

Es ist Nacht auf dem Bahnhof Oranienburg, und es ist kalt. Im Traum sieht dieser Bahnhof Oranienburg allerdings anders aus als in Wirklichkeit.
Der Bahnhof ist voller Menschen, und alle wollen sie weg. Das Problem: Niemand weiß genau, wann eigentlich eine Bahn die Stadt verlässt. Das Einzige, was funktioniert, ist die Lautsprecherdurchsage. Eine Frau erzählt die aktuellen Neuigkeiten und plaudert per Lautsprecher mit den Menschen auf dem Bahnsteig: “Ja, ich weiß, es ist kalt heute Nacht, allerdings kann ich Ihnen noch nicht sagen, wann der nächste zug kommt.”

Inzwischen beginnt es, zu schneien. “Meine Damen und Herren, bitte Vorsicht, denn jetzt fährt ein Güterzug durch”, sagt die Frau über den Lautsprecher.
Ein paar Leute rennen auf den Bahnsteig. Der Zug nähert sich, offenbar wollen einige Leute auf diesen Zug aufspringen.
“Gleich kommt noch ein Zug nach Hakenberg”, sagt die Lautsprecherfrau, woraufhin unter den Leuten wieder Gemurmel einsetzt.
Dafür dass Chaos herrscht, ist es unter den Menschen auf dem Bahnhof noch relativ ruhig.

Ich entschließe mich, mit dem Hakenberg-Zug (Hakenberg hat gar keine Bahnanbindung) mitzufahren – und finde mich plötzlich auf dem Bahnhof in Velten wieder. Mir und einigen anderen Leuten wird nun klar: Hier kommen wir so schnell nicht mehr weg. Endstation Velten.

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Ein Kommentar zu “Traumtagebuch (90): Endstation Velten”

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