Monatsarchiv für April 2012

RTelenovela

Familienrallye: Prüfungsstress und Autospaß

Sonntag, den 29. April 2012
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Es ist ein früher Sonnabendmorgen. Also, zumindest für mich früh. 7.45 Uhr. Unser vorläufiges Ziel ist das Scheunenviertel in Kremmen. Dort beginnt die 20. Brandenburgische Familienrallye 2012.
Seit 1993 veranstaltet die Verkehrswacht Oranienburg dieses Event, das 1993 allerdings noch kein Event war. Das Ganze ist wohl am Biertisch entstanden, und beim ersten Mal machten nur sieben Teams mit. Inzwischen sind es fast 100.
Wir wussten vorher: Die Tour ist 260 Kilometer lang, und es gibt 15 Sonderprüfungen. Übernachten werden wir außerhalb Brandenburgs. Alles andere erfahren wir erst vor Ort.

Die Wiese vor der Theaterscheune “Tiefste Provinz” in Kremmen ist voller Autos. Die Stimmung ist schon gut für einen Sonnabendmorgen, aus den Lautsprechern kommt Musik. Die Aufregung steigt. Wir melden uns an, und dann kommt auch schon der Tüv-Mann. Er nimmt unseren Firmenwagen unter die Lupe, den ich etwa 30 Minuten zuvor überhaupt erst das erste Mal von innen gesehen habe. Wir sind schon ein bisschen sauer, weil wir offenbar keinen Verbandskasten an Bord haben – bis uns der Tüv-Mann zeigte, dass wir doch einen haben. Hinter irgendeinem Dingsbums. Immerhin war das kein Punktabzug für uns.

Nicht null, nicht einer, nein, unglaubliche zwei Landesminister sind nach Kremmen gekommen, um die fast 100 Teams zu verabschieden: Verkehrsminister Vogelsänger und Finanzminister Markov schwenken die Fahne, bis sie nach etwa 50 Teams dann doch keine Lust haben. Oder keine Zeit. Immerhin sagen sie uns – dem MAZ-Team – extra noch vor dem Start “Tschüss”.
Am Start bekommen wir dann alle Unterlagen: der Tourenplan, alle Fragen, die wir beantworten müssen und und und. In jedem Ort gilt es, eine Frage zu beantworten, die wir auf dem Zettel eintragen müssen.
In Kremmen sollten wir herausfinden, was auf einer Satellitenschüssel am Ortsausgang zu sehen war: ein Smily, ein Schlumpf oder einen Wetterwahn. Wir glaubten, einen Wetterhahn zu sehen, aber eine Leserin meinte später bei Facebook, es sei ein Smily.

Sommerfeld. Erste Prüfung. Wir müssen einen Golfball durch einen Feuerwehrschlauch drücken. Läuft gut, bis wir merken, dass uns der Golfball irgendwo abhanden gekommen ist. Nun ja.
Wall. Auf dem Golfplatz muss ich einen Ball so weit wie möglich auf die Wiese schlagen. Ich schaffe etwa 32 Meter. Geht so. Allerdings müssen wir zuvor lange anstehen. Es zieht sich.
Hinter Wall wartet ein Blitzer der Polizei auf uns. Glücklicherweise hat uns ein entgegenkommender Autofahrer schon darauf hingewiesen. Er meint, hier, zwischen Pabsthum und Wall steht sonst nie ein Blitzer.
Lichtenberg. Auf dem Gut Hesterberg sollen wir ein Hufeisen weitwerfen. Darüber möchte ich jedoch an dieser Stelle nicht weiter reden: Wir werden Letzter. Allerletzter bei diesem Wettbewerb. Außerdem sollen wir noch schätzen, wie viel die fette Kuh wiegt, also, wirklich eine Kuh. Wir tippen 554 Kilogramm. Sie wiegt 580.
Neuruppin. Für die Fontanestadt haben wir einen gesonderten Stadtplan, er besteht nur aus Richtungsangaben. Dass ich Neuruppin kenne, erleichtert die Sache. Anhand der Pfeile und Kreuzungen sehe ich vorher schon, wo es langgeht – auch an der Neuruppiner MAZ-Redaktion vorbei. In der Neuruppiner Prüfung muss ich auf einer Platte balancieren und schaffe 63 Prozent, ein wohl ziemlich mieser Wert. Der Herr vor mir schaffte 78, und das sei mittelmäßig. Erschwerend kommt bei mir hinzu, dass während der Übung das Handy klingelte – eine Dame von Vodafone teilte mir mit, dass die vom Shop nicht kulant seien. Herzlichen Dank, ihr…

Kunsterspring. Wir sollen die Frage beantworten, wann die Stele aufgestellt wurde. Blöderweise finden wir sie nicht.
Linow. Wir erfahren am dortigen Prüfungspunkt, dass wir eine Prüfung versäumt haben. Tatsächlich haben wir uns schon gewundert, dass wir nicht, wir auf dem Fragenkatalog vermerkt, nicht durch Charlottenau gekommen sind. Wir drehen um.
Charlottenau. Nun also doch. Beim Gefahrenbremsungstest kann sich meine Kollegin gut behaupten. Es geht darum, einmal auf trockener Straße zu bremsen, dann auf der nassen. Und man muss immer an derselben Stelle stoppen. Sie sagt, das sei die beste Prüfung überhaupt gewesen.

Linow, zum Zweiten. Beim Wissensquiz des Roten Kreuzes geht es um die richtige Verfahrensweise bei Notfällen. Lief gut.
Dorf Zechlin. Zwangspause. Nach zwei Stunden müsse man ja sowieso eine Pause machen, und diese Station besteht darin, 30 Minuten nicht zu fahren – allerdings sind da schon mehr als vier Stunden vorüber.
Wir verlassen über wunderschöne Alleen und Waldstraßen Brandenburg in Richtung Mecklenburg-Vorpommern.

Buschhof. Auf einem Acker namens Waldstadion (ohje!) ist ein Fahrradparcour aufgebaut. Ich muss an den Kegeln vorbei und muss dann an einer bestimmten Stelle bremsen. Läuft nicht so doll, kurz vor Schluss verpasse ich einen Kegel, und noch einen. Und dann stellt sich raus, dass ich am Anfang den Schulterblick vergessen habe. Na toll. Wo ja hier auch so ein starker Verkehr herrscht.
Dambeck. Noch eine Radprüfung. Die Kollegin muss sich auf ein Minirad schwingen und erneut einen Slalom fahren. Läuft nicht sehr viel besser als bei mir.
Minzow. Wir müssen herausfinden, wann das Fachwerkhaus erbaut wurde. Am Ortsende fragen wir uns: welches Fachwerkhaus? Am einizigen Fachwerkhaus steht kein Datum. Wir fahren noch mal zurück und wieder durch den Ort. Schließlich steige ich aus und laufe fast aufs Grundstück des Hauses. Erst da sehe ich das Datum auf einem Torbogen: 1786.

Unterdessen sind wir in der Einöde, im Nirgendwo. Wahnsinn. Die Leute in dieser Gegend wohnen im Nichts.
Malchow dagegen ist ganz schön an einem See gelegen und hat sogar eine Zugbrücke, die den Verkehr mal fix für 20 Minuten zum Erliegen bringt. Malchow lernen wir länger kennen, weil wir uns – wie ein Großteil des Trosses – dort verfahren. Wir müssen aufs Navi zurückgreifen.
Nossentiner Hütte. Letzte Prüfung für den Sonnabend. Ich muss zu einem Tisch rennen, drei mir vorgegebene Verkehrszeichen raussuchen und wieder zurückrennen. Ein Zeichen war leider falsch, irgendein Verkehrsleitsystem.

Linstow. Unser Ziel am Sonnabend. Wir wohnen in einem Resort, jedes Team hat ein Appartment. es heißt, das war in den vergangenen Jahren lange nicht so schön.
Es gibt ein tolles Abendbrotbüfett und einen … ähm, nicht so tollen DJ. Dessen Spezialität: ein sprechender Tannenbaum. Und weil der DJ aber kein Bauchredner ist, spricht er den Tannenbaum selbst und kramt die besten Witze der 60er und 70er-Jahre aus. Ein paar Leute lachen. Wir entschließen uns, die Party zu verlassen, schließlich läuft ja auch das “DSDS-Finale”.

Sonntag. Tag 2. Heute muss alles besser werden. Wir erfahren die Ergebnisse des Vortages. Heute muss alles besser werden. Erwähnte ich das schon?
Abfahrt wieder im Minutentakt. Vorher hat meine Fahrerin den Alkoholtest bestanden: 0,0 Promille.
Dobbin. Nachdem sich eine Autoschlange im Dorf an der Infotafel vorbeigeschlichen hat – irgendeine Prinzessin Juliane hat mir mal gelebt – fahren wir eine staubige Schotterstraße entlang. Aus der Familienrallye wird die Rallye Dakar. Inklusive Schlaglöcher.
Wieder sind wir schockiert über die völlige Einöde, in der die Menschen hier leben. Glave besteht am Ortseingang fast nur aus verfallenen Scheunen.

Plau am See. Auf einem Supermarktparkplatz beantworten wir zehn Fragen zu Friedrich II. Wir haben acht Punkte.
Kurz bevor wir wieder die Grenze nach Brandenburg passieren, fahren wir noch am Marienhof vorbei. Der Ort heißt tatsächlich so. Ob er auch bald abgesetzt wird?
Wittstock. Diesmal müssen wir mit dem Auto Slalom fahren. Zusätzlich muss ich als Beifahrer während der Fahrt einen Volleyball in einen Eimer werfen. Einmal gelingt mir das. Dreimal nicht.
Herzsprung. Am Rande der Raststätte geht es darum, ein Seil mit einem Spielzeugauto am Ende aufzuwickeln. Die Kollegin braucht keine zehn Sekunden. Top.

Die Ortsdurchfahrt von Katerbow ist gesperrt. Lernen wir leider nicht kennen. Wir müssen durch Frankendorf. Der Ort hat – wie so manches Kaff in Mecklenburg auch – nicht mal mobiles Internet. Wahnsinn.
Neuruppin, zum Zweiten. Auf dem Seedamm wundern wir uns, dass uns ständig Rallyekollegen entgegen kommen. Zwischen Wuthenow und Gnewikow fragen wir bei einem Team nach: Prüfung 4 und 5 finden in Neuruppin statt. Haben wir wohl übersehen, auch, weil die Tests abseits der uns angegeben Strecke stattfinden. Also, umdrehen.
Neuruppin, zum Dritten. Ich bekomme eine Brille auf, die simulieren, dass ich besoffen bin. Ich muss einen Einkaufswagen an Kegel vorbeilenken. Ich sehe alles doppelt und verzerrt. Meine Kollegin muss mich leiten. Ansonsten wäre ich aufgeschmissen. Fehlerfrei. Kurz danach geht es ums Einparken. Wir überfahren leider die vordere Linie. Schade.

Gnewikow. Wir sind im Ziel. Und völlig fertig. So spannend die Tour ist, danach braucht man Urlaub.
Am ersten Tag hatten wir nicht mal das Radio an, so sehr ist man mit den Aufgaben beschäftigt. Die eine oder andere Prüfung empfanden wir als überflüssig. Schön wären noch mehr autobezogene Tests gewesen. Das Fahren nach Plan und die vielen Fragen, die wir anhand der örtlichen Gegebenheiten beantworten müssen, das macht großen Spaß.
Ein Team aus Velten hat gewonnen – dasselbe wie 2011. Nach unserem jetzigen Kenntnisstand sind wir gerade mal 82. – von 93 Teams, die am Sonntagvormittag in Linstow losgefahren sind.
War aber trotzdem eine schöne Erfahrung!

-> Fotos

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Deutschland sucht den Superstar – Das große Finale 2012

Sonntag, den 29. April 2012
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SA 28.04.2012 | 20.15 Uhr | RTL

Schade ist das schon: Luca Hänni ist nun ein Superstar. Damit hat es wieder ein langweiliger Teenie bei “Deutschland sucht den Superstar” geschafft, der einfach nur bei den Mädels so gut ankommt, dass sie zittrig zum Telefonhörer greifen, um achtmal anzurufen. Oder 21-mal.
Daniele Negroni wäre nun auch nicht der Übersieger mit der wahnsinnigen Stimme gewesen, aber er ist der Interessantere der beiden Finalisten gewesen: ein flippiger Typ mit rauer Stimme – auf jeden Fall kein Langweiler.
Und wie heute bekannt wurde, ist die Wahl von Luca durchaus überraschend gewesen. Davor führte Daniele das Ranking an.

Die neunte Staffel der RTL-Castingshow hatte mit überraschend schlechten Quoten zu kämpfen. Die Deutschen scheinen castingmüde zu sein, und das ist angesichts der vielen Flop-Formate eigentlich nichts Neues.
Vielleicht hat sich Dieter Bohlen mit seinem Gewinnersong “Don’t think about me” ja so wenig Mühe gegeben. So hingerotzt erschien noch kein Gewinnerlied. Der Rhythmus ist derselbe wie bei “Call my Name”, auch einige Melodiefetzen klingen wie der Vorjahressong.
Kein guter Start für Luca, den wir bald wieder vergessen werden. Oder wie hieß noch dieser … Dings vom vergangenen Jahr?

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Der Deutsche Filmpreis 2012

Samstag, den 28. April 2012
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FR 27.04.2012 | 21.45 Uhr | Das Erste

Ein paar Leute haben gelacht, als “Lola”-Laudator Christoph Maria Herbst mit Weihrauch auf der Bühne erschien – als Zeichen für Selbstbeweihräucherung. Ein paar Leute schienen ein bisschen angepisst. Und beide Seiten hatten irgendwie recht. Vor allem aber: Christoph Maria Herbst mit dem Bild der Branche, die sich selbst beweihräuchert, sich selbst feiert.

“Barbara”, “Kriegerin”, “Halt auf freier Strecke”. Alles gute Filme. Aber auch alles Filme, die kaum Zuschauer hatten.
Die Verleihung der “Lola”, des Deutschen Filmpreises 2012, die das Erste am Freitagabend ausstrahlte, war in ihrer Festlichkeit auch eine sehr bittere Veranstaltung. Komödien kamen nicht oder kaum vor. Publikumserfolge (und wirklich gute Filme) wie “Rubbeldiekatz” blieben nahezu unerwähnt. Es war die Hochkultur, die die Branche feierte. Filme, die vom Publikum weitgehend ignoriert wurden.

Und deshalb musste sich diese Branche von einigen Laudatoren auch harte Worte anhören. Die Summe der Zuschauer sei niedriger als die Quote von “Gottschalk live” hieß es da. Und im Grunde war das kein Witz. Regisseur Christian Petzold musste dafür Kritik einstecken, dass er am Publikum vorbeidreht.
Nicht nur Herbst ätzte, auch Josef Hader las den deutschen Filmemachern ordentlich die Leviten.

Der deutsche Film leistet gute Arbeit – sowohl im Independentbereich als auch bei den schwirigen Stoffen, aber auch in der Unterhaltung, im Popcornkino. Das spiegelt sich bei der “Lola” jedoch in eklatanter Weise wider. Die “Lola” hat mit dem Geschmack und der Meinung der Zuschauer herzlich wenig zu tun. Zumindest die Lola 2012 war reine Selbstbefriedigung. Und dass das nur wenige Menschen sehen wollen – wahrscheinlich wundert sich genau diese Filmbranche darüber sehr.

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Crazy Dennis Tiger

Samstag, den 28. April 2012
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DO 26.04.2012 | 23.30 Uhr | rbb

Wenn Laien vor der Kamera stehen, muss dabei nichts Schlechtes rauskommen – wie im Fall des Kurzfilms “Crazy Dennis Tiger”, den der rbb am Donnerstagabend erstmals zeigte. Der Filmstudent Jan Soldat drehte seinen Film mit den Brüdern Dennis und Philipp Kamitz in den Hauptrollen. Beide standen noch nie vor solche großen Rollen vor der Kamera – und sie machen das gut.

Dennis und sein Bruder Philipp besuchen eine Wrestlingshow. Philipp wird durch einen der Wrestler verletzt, und Dennis will Rache. Er stromert durch das Dorf, will im Wrestlingverein mitmachen, um es dem Typen heimzuzahlen. Am Ende schießt Dennis mit einer Schreckschusspistole auf ihn.

Es ist fast schon rührend, diese Brüderliebe. Dennis war einen Moment für seinen größeren (!) Bruder nicht da, und das scheint er zu bereuen. Er will unbedingt diese Rache.
Dennis Kamitz spielt das gut. Der ruhige Junge, in dem es permanent zu arbeiten scheint. Diese Blicke, diese Ruhe dabei. Es ist echte Spannungsaugenblicke, die der Film liefert.
“Crazy Dennis Tiger” entstand an Originalschauplätzen. Der Wrestlingverein ist tatsächlich in der Turnhalle in Bergfelde aktiv. Die Brüder Dennis und Philipp heißen im wahren Leben auch so und sind auch Brüder. Und die Küche, in der sie sitzen, ist wirklich ihre Küche. Auch der Vater ist ihr echter Vater. Der Netto-Markt in Schildow ist ebenfalls der echte, in dem einer der Brüder einen Job hat. Fast möchte man meinen: Reality-TV. Das ist “Crazy Dennis Tiger” aber dann doch nicht.

Zwischendurch fehlt es Jan Soldats Film ein wenig an Tempo, auch der komplette Verzicht an Musik, wirkt sich nicht permanent positiv auf den Film aus. Das macht aber der Hauptdarsteller wett. Dennis Kamitz hat eine erstaunliche Präsenz, und die sollte er versuchen, weiterhin in Filmen zu zeigen.

-> Bericht zum Film: hier

RTelenovela

Im Rallyefieber

Samstag, den 28. April 2012
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Rallyes sind für mich an sich nichts Neues. Ich bin als Kind schon Rallyes mitgefahren – damals waren wir sehr oft mit dem Oldtimer unterwegs.
Am heutigen Sonnabend beginnt um 9 Uhr in Kremmen die 20. Brandenburgische Familienrallye 2012 – und ich bin dabei. Gemeinsam mit einer Kollegin von der MAZ mache ich mich vom Scheunenviertel aus auf den Weg. Unsere Startzeit ist 10.03 Uhr. Wir haben die Startnummer 64 von 97.

Was uns erwartet – das ist noch ziemlich unklar. Wir wissen, dass die Strecke am Sonnabend etwa 180 Kilometer lang ist, am Sonntag ein bisschen kürzer. Uns erwarten 15 Prüfungen, schon am Anfang wird unser MAZ-Auto einem Mini-TÜV ausgesetzt. Unser Hotel wird irgendwo außerhalb der Landesgrenzen Brandenburg sein – ich vermute es geht nach Mecklenburg-Vorpommern.

Was wir unterwegs erleben – das werden wir berichten: auf der Facebook-Seite der MAZ Oranienburg. Schaut doch mal vorbei und kommentiert fleißig!

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Kneipenquiz

Freitag, den 27. April 2012
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DO 26.04.2012 | 19.00 Uhr | zdf_neo

Das waren Zeiten. Vor gut fünf Jahren machte der rbb-Jugendradiosender Fritz mit dem wöchentlichen Kneipenquiz Furore. In Kneipen in Berlin und Brandenburg trafen sich viele Jugendliche, um 40 Fragen zu beantworten.
Das machte großen Spaß, und es war spannend, dabei zuzuhören – und natürlich, auch mal dabei gewesen zu sein.
In Berlin gibt es heute noch einige Kneipen, in denen regelmäßig so ein Quiz stattfindet.

Deshalb war die Freude groß, als es hieß, zdf_neo bringt das Kneipenquiz ins Fernsehen – und die Enttäuschung noch viel größer, als es dann ausgestrahlt wurde.
Die zdf_neo-Kneipe wirkt wie ein sauberes Studio. Die Kandidaten sitzen an Tischen, die ich in einer ordentlichen Kneipe noch nie gesehen habe – eher in Fernsehstudios. Und die Spiele sind dieselben, die man auch schon zigmal in Quizsendungen erlebt hat.
Dazu Jon Flemming Olsen (Wirt Ingo in “Dittsche”), die die Sause relativ gelangweilt runterspult.
Muss ich nicht nochmal sehen. Lieber mal live. In einer richtigen Kneipe.

aRTikel

1992: Freizeitpark mit Kinos und Delfinshow

Freitag, den 27. April 2012
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April 1992 I -> 17.4.2012

Vor 20 Jahren: Mammutprojekt in Eichstädt

MAZ Oranienburg, 27.4.2012

Was passierte vor 20 Jahren im Altkreis Oranienburg? Diesmal: die zweite Hälfte im April 1992.

OBERHAVEL
Ein ehemaliges Oranienburger Ehepaar will sein Haus zurück. Wegen „Verbreitung staatsfeindlicher Schriften“ ist Udo J. 1987 in der DDR verhaftet und im November 1988 von der Bundesrepublik freigekauft worden. Nun, im April 1992, hat er vom Amt für offene Vermögensfragen eine Ablehnung bekommen. Er wollte das Haus wieder und in Oranienburg einen Betrieb eröffnen. Daraus wird nun wohl nichts.

In Schmachtenhagen spricht am 21. April 1992 ein 24-Jähriger aus Berlin einen Jungen (13) aus dem Dorf an. Nachdem er sich ihm auch sexuell nähern wollte, rennt der 13-Jährige weg. Es beginnt eine wilde Verfolgungsjagd durch den Wald, der Junge rennt zum nächsten Wohnhaus. Der dort Wohnende überwältigt den Verfolger.

Die Kreuzung vor dem Rathaus in Birkenwerder bekommt Ampeln. Mit der neuen B 96 soll bald die komplette Straßenführung verändert werden.

Die Chancen für den Eichstädter Einkaufs- und Freizeitpark sind gestiegen. Das sagt zumindest Bürgermeister Peter Leys. Auf 140 000 Quadratmetern sollen viele Läden, mehrere Kinos, eine Delfinshow und ein Phantasieland entstehen. Umweltminister Matthias Platzeck hält das Projekt in dieser Größe aber für nicht genehmigungsfähig.

Die Bahn ändert im April 1992 die Takte ihrer Züge. Der R11 fährt alle zwei Stunden auf der Strecke Hennigsdorf – Kremmen – Neuruppin mit Umsteigemöglichkeit in Hennigsdorf-Nord nach Potsdam. Zwischen Oranienburg, Nauen und Potsdam fährt der R 14 alle zwei Stunden. Neu ist ein Zug zwischen Oranienburg und Rheinsberg alle drei Stunden.

Die Fähre am Oder-Havel-Kanal in Friedrichsthal wird stillgelegt. Der Fährmann lässt sein Gewerbe ruhen, berichtet die MAZ am 28. April 1992. Wann es weitergeht, ist unklar.