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Bahnbekanntschaften (57): Akkordeon-Terror

(56) -> 24.12.2011

Wenn Musiker in die S-Bahn steigen und eine Frau dann Folgendes sagt: “Ach, nee, nicht die!” – dann scheinen diese Musiker nicht gerade das beste Image zu haben.
Tatsächlich sind es alte Bekannte, die da in die S1 zwischen Wollankstraße und Bornholmer Straße zusteigen: eine Gruppe junger Männer, einer spielt auf einem Akkordeon nervige Lieder.
Die Frau im Abteil vor mir hält sich ein Ohr zu, die anderen Leute bleiben nahezu unbeeindruckt von dem Getöse. Ich auch – seit ich mal gesehen habe, was die in ein paar Stunden so zusammenscheffeln.

Wenig später auf der Stadtbahn zwischen dem Hauptbahnhof und Bellevue. Wieder steigt eine Musikergruppe zu. Wieder hat einer ein Akkordeon. und wieder beginnen sie zu spielen und beginnen gleichzeitig zu kassieren. Nur gibt wieder niemand was.
Es gab mal Zeiten, da gab’s gute Musik in der Bahn. Heute herrscht nur noch Akkordeon-Terror.

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Ein Kommentar zu “Bahnbekanntschaften (57): Akkordeon-Terror”

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