Monatsarchiv für April 2011

RTZapper

William & Kate – Ein Märchen wird wahr

Freitag, den 29. April 2011
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DO 28.04.2011 | 20.15 Uhr | Sat.1

Hach ja, da stehen sie also vor dem dämmrigen Abendhimmel, und William kniet sich vor Kate hin und fragt sie, ob sie ihn heiraten würde.
Allerdings sehen wir nicht wirklich William und Kate, sondern Nico und Camilla. Bevor Prinz William seine Kate middleton heiratet, mussten die Briten die Schmonzette unbedingt noch in einen beknackten Film packen.

In “William & Kate – Ein Märchen wird wahr” ist Kate ganz traurig, weil der William gar nicht zu ihr steht. Und dann ist sie ganz traurig, weil die Paparazzi hinter ihr her sind. Zwischendurch sagt sie dem William noch, dass er ja eine ganz wichtige Person sei. Und überhaupt.
Ein überflüssiger Film mit Dialogen wie aus dem Setzkasten zusammengebaut. So romantisch wie ein Mülleimer.
Aber schließlich braucht Sat.1 ja ein Umfeld, um die Zuschauer mit Trailern für die Live-Übertragung aus London zuzuscheißen.

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RTelenovela

Was sie wohl für ein Kleid trägt?

Freitag, den 29. April 2011
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Darf ich mich vorstellen: Mein Name ist Lord Franz-Max von und zu Bella-Pasteur. An einem Tag wie heute kann man ja seinen adeligen Namen ruhig mal verraten.
Die Moderatoren von radioeins haben es Donnerstag vorgemacht: Alle trugen ihren Adelsnamen. Und so wird er zusammengesetzt: Lady/Lord, die beiden Namen der Großväter/-mütter, von und zu (oder nur “von”), der Name des ersten Haustieres und die Straße, in der du großgeworden bist.
So einfach ist das.

Und natürlich laufen auch im Büro schon die Vorbereitungen für den Tag der Prinzenhochzeit. Wenn William und Kate nachher vor dem Traualtar stehen, werden wir unsere Mittagspause fürs Fernsehen opfern.
Natürlich haben wir uns auch schon einen Plan ausgedruckt, wann was passiert. So wissen wir, dass um Punkt 11.51 Uhr (und keine Minute früher!) Kate und ihr Papa aus dem Rolls Royce steigen, um in die Kirche zu schlendern. Mann, wird das spannend!
Die Kollegen, die den Fernseher im Büro haben, bekommen jedenfalls heute längerfristigen Besuch.

Vor allem die Kolleginnen sind bereits im Hochzeitsfieber. Während draußen über Neuruppin ein Wolkenbruch niederging, diskutierten sie über das Kleid, das Kate eventuell trägt. Wie es denn aussehen könnte. Der Kollege, der neben ihnen stand, kam beim besten Willen nicht zu Wort.

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aRTikel

1991: Oranienburg und Bernau werden Niederbarnim

Donnerstag, den 28. April 2011
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Rückblick: Votum des Kreistages im April 1991 / Ausbau der Heidekrautbahn kostet 60 Millionen Mark

April 1991 I -> 23.4.2011

MAZ Oranienburg, 28.4.2011

Was passierte vor 20 Jahren im Altkreis Oranienburg – und was stand in der MAZ? Diesmal: die zweite Hälfte im April 1991.

OBERHAVEL
Die Kreise Bernau und Oranienburg sollen sich zum Kreis Niederbarnim zusammenschließen. Eventuell kommen noch Teile des Kreises Gransee hinzu. Das beschließt der Kreistag am 17. April 1991. Oranienburg soll Kreisstadt werden. Damit stellen sich die Abgeordneten gegen den Landtag, der einen Zusammenschluss von Oranienburg, Gransee und Neuruppin favorisiert.

Der Autobahnsee (Bernsteinsee) in Velten wird tiefer. Eine Rostocker Firma will den vier Meter tiefen See auf zwölf Meter ausbaggern. Sonst wäre der Badesee wohl bald tot, sagt Christoph Löschner, der Geschäftsführer des „Freizeitparks Autobahnsee“. Er erwartet für die Saison etwa 10 000 Besucher.

Auch der Kiessee in Flatow soll vertieft werden. Westdeutsche Investoren wollen am Ufer einen kleinen Zeltplatz und Caravan-Stellplätze einrichten. Dazu ist eine neue Badestelle geplant.

Das Obere Rhinluch rund um Kremmen soll Naturschutzgebiet werden. Fest steht, dass im Luch eine wissenschaftliche Station aufgebaut wird.

19. April 1991, Winterintermezzo: In Oranienburg herrscht Schneegestöber.

Schon wieder vorbei ist der Boom der Videotheken. 1990 schossen sie wie Pilze aus dem Boden. In der Straße des Friedens (Bernauer Straße) und am Café der Nationen in Oranienburg haben die Leihstellen wieder dicht gemacht.

Die Jugendweihe – sie hat die Wende überstanden. Im Veltener Volkshaus feiern 32 Jugendliche der Ungermann- und Gabbe-Oberschule. Landrat Karl-Heinz Schröter hat seinen dortigen Termin allerdings verpasst, so dass jemand anderes kurzfristig einspringen muss.

Der Bereich Schienenfahrzeugbau der LEW in Hennigsdorf wird zum 1. Juli 1991 von der AEG übernommen. Voraussetzung ist die Trennung des Bereiches von den übrigen Produktionen der LEW. Die Perspektive sei keineswegs aussichtslos, heißt es.

Velten soll wieder Velten werden, sagt Klaus-Peter Beilecke von der CDU/FDP-Fraktion. Deshalb beantragt er, DDR-ideologische Straßennamen umzuwandeln. Die Gersinskistraße soll wieder Luisenstraße heißen. Auch Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sollen von den Schildern verschwinden.

Die Heidekrautbahn könnte bald ausgebaut werden. Auf der Strecke von Wilhelmsruh oder Schönholz nach Basdorf mit Anschluss nach Liebenwalde und Groß Schönebeck soll bald ein Dieseltriebzug verkehren. Allerdings kostet der Ausbau etwa 60 Millionen Mark. In Schönholz könnte es einen Anschluss an die Kremmener Bahn geben.

Am Mühlenbecker Kiessee treffen sich am 27. April 60 Rechtsradikale. Die Polizei sichert Messer, einen Dolch, eine Gasdruckpistole sowie Gegenstände mit SS- und Hakenkreuzsymbolen.

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RTelenovela

B96 – Sackgasse ohne Alternativen

Donnerstag, den 28. April 2011
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Mist, hätte ich mal einen Radiosender gehört, der zur halben Stunde die neuesten Verkehrsmeldungen bringt – und nicht den, der angeblich zehn Minuten früher auf den Punkt informiert.
So wurde ich auf der B96 zwischen Löwenberg und Teschendorf von Blinklichtern überrascht. Und einem Polizeiwagen. Ein Unfall. Straße gesperrt, bitte fahren Sie links herum.

Und ich saß in der Falle. Die B96 wurde in Höhe des kleinen Ortes Wackerberge zur Sackgasse. Das Problem: Es gibt nicht wirklich eine Parallelstrecke in Richtung Oranienburg.
So fuhr ich erstmal in Richtung Grüneberg und weiter ins Dorf rein.
Von Grüneberg aus geht’s nach Liebenberg und weiter nach Neuholland – ein extrem weiter Umweg. Was es nicht gibt: einen Weg in Richtung Teschendorf und Nassenheide.
Die Alternative: Zurück nach Löwenberg und weiter auf der B167 nach Herzberg, von dort über Rüthnick und Sommerfeld in Richtung Oranienburg. Auch das ist ein extremer Umweg.

In Grüneberg telefonierte ich erst mal. In der Zwischenzeit überholte mich ein Kleinlaster mit einem Unfallwagen. Der schien von der Unfallstelle bei Teschendorf zu kommen.
Also drehte ich um und fuhr zurück nach Wackerberge und zur B96. Gerade in diesem Augenblick baute die Polizei ihre Sperre ab. Ich konnte weiterfahren und viel Zeit sparen. Glück gehabt.
Wenn irgendwann die neue B96 gebaut wird, könnte sich das Problem der fehlenden Alternative erledigt haben.

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RTZapper

Dieter – Der Film: Zweifach

Donnerstag, den 28. April 2011
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DI 26.04.2011 | 20.15 Uhr | Super RTL

Der Zeichentrickfilm über und mit Dieter Bohlen schaffte es einst nicht mal ins Kino – bei Super RTL darf er gleich zweimal pro Abend laufen.
“Dieter – Der Film” eröffnete am Dienstag das Abendprogramm von Super RTL. Und für die, die den Film eventuell nicht verstanden haben, zeigte der Sender den Streifen einfach im Anschluss noch mal von vorn.

So sieht also das Abendprogramm von Super RTL aus: erst “Dieter – Der Film”, dann “Dieter – Der Film”. Die etwas andere Art des Bohlen-Overkills.
Besteht inzwischen eine solche Not, dass das Programm nur noch von einer Sendung bestritten wird? Haben die Kölner sonst nichts mehr zu bieten? Ist das nächtliche Kaminfeuer bald auch in der Primetime zu sehen – in der Endlosschleife?

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RTZapper

Tag des Glücks

Mittwoch, den 27. April 2011
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MO 25.04.2011 | 20.15 Uhr | Das 4.

Wie bringt man sich in die Schlagzeilen, wenn man sonst nichts als Schrott auf seinem Sender zu bieten hat? Ganz einfach: Man provoziert einen Skandal.
Eigentlich ist die Spielshow “Tag des Glücks” erst mal kein Skandal. Es handelt sich dabei um die Gewinnsause der SKL. Moderiert wird sie von Matthias Opdenhövel. Und dass der eine Show auf Das 4. moderiert, ist an sich auch schon eine Schlagzeile wert.

Der Skandal aber ist: Das 4. hat etwas Verbotenes getan. “Tag des Glücks” hätte nicht im Fernsehen gezeigt werden dürfen. Die SKL-Sause ist nämlich verbotenes Glücksspiel. Zumindest fürs Fernsehen verboten.
Bis vor einigen Jahren lief bei RTL “Die 5-Millionen SKL-Show” mit Günther Jauch bei RTL. Dann aber wurde diese Art der Glücksspiele im Fernsehen verboten. Die SKL produzierte die Sendung dennoch weiter – aber nur noch fürs Internet.
Jauch stieg bald aus, jetzt gibt es dafür mehrmals im Jahr “Tag des Glücks”.

Das 4. – sonst eher dadurch auffällig, dass mehr Fremd- als Eigenprogramme zu sehen sind – zeigte also die verbotene Sendung. Nun drohen saftige Strafen, die zuständigen Instanzen prüfen das Ganze schon.

Nichtsdestotrotz ist “Tag des Glücks” eine nette, harmlose Spiel- und Glücksshow, in der Männer Autos hochheben, Promis mit Pfeilen beworfen oder irgendwelche anderen Spielchen bewältigen müssen. Nicht wirklich spannend, tut aber auch nicht weh.
Wirklich spannend ist nur, welche Strafe dem Sender nun droht. Denn die Medienwächter müssen handeln – geht Das 4. straffrei aus, könnte die SKL die Sendung auch wieder auf einem “richtigen” Sender zeigen. Vielleicht wollte die Klassenlotterie ja mal genau diesen Test wagen.

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RTelenovela

Jungs, die sich verkuppeln

Mittwoch, den 27. April 2011
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Die Oranienburger Autofahrer scheinen ganz offensichtlich ein Problem zu haben. Sie finden den Schleifpunkt ihrer Kupplung nicht. Und das macht sie hektisch. Dann können sie nicht anders und müssen mit quietschen Reifen los fahren. Das widerum ist ihnen ganz doll peinlich, weshalb sie richtig Gas geben und schnell weg wollen.
Wo man das alles herrlich beobachten kann? Klar, im Café, draußen, unter den Bäumen. Das ist meistens noch schöner als fernsehen.

Die Milchbar liegt an einer ziemlich stark befahrenen Kreuzung im Zentrum der Stadt. Da stehen sie mit ihren kleinen Fords. Und drücken, wenn die Ampel auf Grün springt, mal so richtig auf die Tube. Irgendwie süß, wie sich die jungs – ja, meistens sind es Männer am Steuer – die Reifen quietschen lassen. Um uns Passanten mal so richtig zu zeigen, wo der (kleine?) Hammer hängt.
Wir haben dafür natürlich nur ein mitleideiges Lächeln übrig. Sorry, Männer. Ihr seid lächerlich.

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