Monatsarchiv für März 2010

RT im Kino

Troubled Water

Mittwoch, den 31. März 2010

Die Vergangenheit holt Thomas (Pål Sverre Valheim Hagen) wieder ein. Er arbeitet als Orgelspieler in einer Kirche in Oslo.
Seinen Job bekam er direkt, nachdem er aus dem Knast kam. Er soll vor acht Jahren als Halbwüchsiger mit einem Freund einen kleinen Jungen ermordet haben.
Nun verliebt er sich in die Pastorin Anna (Trine Dyrholm). Sie hat einen kleinen Sohn. Der blonde Jens sieht aus, wie das Kind von damals. Thomas fällt das sofort auf, und ein Schatten legt sich nieder. erst recht, als dann auch noch Agnes (Ellen Dorrit Petersen) auftaucht – die Mutter des ermordeten Jungen.

“Troubled Water” handelt von einem Verbrechen, von dem unklar ist, wie es passiert ist und was genau überhaupt passiert ist. Nach und nach bekommt der Zuschauer durch Rückblenden Puzzleteile präsentiert. Regisseur Erik Poppe zeigt aber auch, wie Vergangenheitsbewältigung funktioniert oder nicht funktioniert. Nach vorne schauen, nicht zurück. So sagt es zumindest einer der Kirchenangestellten. Doch so einfach ist das nicht.
Der norwegische Film zeigt das Geschehen aus zwei Blickwinkeln. Aus Thomas’ und dann noch einmal aus Agnes’ Sicht. Es sind erhellende Momente, nachdenkliche und erschütternde. Am Ende auch hochspannende.

Hinzu kommt die Musik. Orgelmusik gehört sowieso zu den größten Tönen. Wenn Thomas dann noch mit ganzer Wucht “Bridge Over Troubled Water” spielt, dann trifft alte Musik die moderne Kunst.
Shootingstar Pål Sverre Valheim Hagen hat völlig zurecht den Preis als bester norwegischer Schauspieler bekommen. Seine Gestik, seine Mimik, die Schüchternheit, die Trauer, die Wut, die Angst. Dazu Ellen Dorrit Petersen als aufgewühlte Mutter, die entsetzt ihre Augen aufreißt, als sie Thomas erstmals sieht. Das sind Gänsehautmomente.

8/10

ORA aktuell

Fußball: Dirk Hein neuer OFC-Trainer

Mittwoch, den 31. März 2010
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Dirk Hein ist neuer Trainer des Fußball-Brandenburgligisten Oranienburger FC Eintracht. Das berichtet die “Märkische Allgemeine” am Mittwoch. Schon am Mittwochabend nahm er seinen Job bei der abstiegsbedrohten Mannschaft auf und ist damit der Nachfolger von Frank Rohde. Der 48-Jährige aus Berlin war vorher Trainer beim SV Zehdenick 1920, der in der Landesklasse spielt.
Der OFC steht derzeit auf dem 15. Platz und damit im Abstiegsbereich.

aRTikel

Angemerkt: Endlich hat er’s gesagt

Mittwoch, den 31. März 2010
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RT ist schockiert: Günther Jauch outet sich als völlig normal!

MAZ, 31.3.2010

Das ist ja wirklich der helle Wahnsinn, da geht ein Ruck durch die Welt der Promis. Niemand will es glauben, aber es ist die bittere Realität – und auch Sie sollten sich einen Moment festhalten: Günther Jauch, unser aller Quizkönig, hat sich geoutet. Endlich hat er es zugegeben, obwohl wir es ja alle tief in unserem Innern schon lange geahnt haben. Günther Jauch geht ab und zu mal beim Discounter einkaufen. Da sollten wir wirklich mal einen Moment innehalten, denn mit so einer Nachricht ist in der heutigen Zeit ja kaum noch zu rechnen. Kann es wirklich wahr sein? Günther Jauch ist ganz normal? Man müsse „die Lebenswirklichkeit noch halbwegs mitkriegen“, erzählte er dem Magazin „Stern“. Wie geht es nun weiter? Was wird uns Günther Jauch demnächst noch alles beichten? Dass er ab und zu tanken fährt? Womöglich noch an einer freien Tankstelle? Dass er hin und wieder heimlich Pro Sieben einschaltet? Dass er auch mal mit dem Fahrrad durch Potsdam düst? Der Mann wird uns noch vollkommen unheimlich. Günther, du bist eben doch einer von uns!

RTelenovela

Alf sagt: Gute Nacht!

Dienstag, den 30. März 2010
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Ich war schon immer ein Alf-Fan. Als die Serie Ende der 80er im ZDF lief, saß ich vor dem Fernseher. Als meine Eltern 1989 in West-Berlin waren, brachten sie mir die erste Folge der Alf-Hörspielkassetten mit. Nach und nach sammelte ich sie alle und habe bis heute bis auf eine alle. Wobei nicht alle Alf-Folgen auch auf Kassette erschienen sind, etwa zehn wurden weggelassen. Und, was ich bislang nicht wusste: Eine Doppelfolge, in der Alf Late-Night-Moderator wird, ist in Deutschland nie gezeigt worden.

Und dennoch entdecke ich Alf gerade neu. Jeden Abend vor dem Schlafen sehe ich mir eine der Folgen an. Die ersten beiden der vier Staffeln gibt es endlich auf DVD, der Rest folgt hoffentlich bald.
Es ist wahrscheinlich überhaupt erst das zweite Mal, dass ich Alf sehe. 20 Jahre lang habe ich die Serie nur gehört. Auf den Kassetten wird ja immer wieer einiges weggelassen, weil die Witze nicht funktionieren, wenn man sie nur hört. Nun aber endlich das volle Programm.
Alfs Miene, wenn er wieder mal was kaputt gemacht hat. Willies Hundeblick. Die Ochmoneks von nebenan.

Das Schöne ist: Man kann die Folgen auf Deutsch, Französisch oder im englischen Original sehen. Und ich finde: Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Deutschland hat auf jeden Fall die beste Alf-Stimme. Im Original hat er eine höhere, ansatzweise hysterische Stimme. Übrigens vom Produzenten der Serie höchstpersönlich gesprochen.
Hin und wieder passiert es sogar, dass in der deutschen Fassung Witze auftauchen, die es im Original gar nicht gibt. Andererseits findet sich auch der eine oder andere Übersetzungsfehler.
So kommt es, dass ich mir einige Szenen mehrmals ansehe, um zu hören, wie die Gags sich auf Englisch oder Französisch anhören.

Ich fiebere jetzt schon Staffel 3 entgegen, aber einen Erscheinungstag scheint es dafür noch nicht zu geben.

aRTikel

Fast hätten die Fans den Auftritt verpasst

Montag, den 29. März 2010
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Musik: Die Band Jazzica Nabis aus Birkenwerder gewann beim Schooljam-Bundesfinale einen Sonderpreis

MAZ Oranienburg, 29.3.2010

BIRKENWERDER
Mit einem Sonderpreis im Gepäck reisten die Jungs von der Band Jazzica Nabis aus Birkenwerder in der Nacht zum Sonnabend zurück nach Hause. In einem Kölner Musikstudio bekommen sie demnächst kostenlose Aufnahmen. „Erst waren wir ein bisschen enttäuscht“, sagte gestern Bassist Robert Fiedler der MAZ. „Wir hätten liebend gern gewonnen. Aber letztlich sind wir zufrieden und auch stolz über den Preis.“

Jazzica Nabis war eine von acht Bands aus ganz Deutschland, die am Freitagabend beim Bundesfinale des Schooljam-Bandwettbewerbes auf der Musikmesse in Frankfurt/Main aufgetreten sind. „Etwa 500 Leute standen vor der Bühne“, erzählt Robert Fiedler. „Wir waren ziemlich konzentriert und wollten unser Bestes geben.“ Leider sei der Auftritt viel zu kurz gewesen. Nur zwei Lieder durfte jede Band präsentieren. „Toll war, dass wir unsere Fans im Rücken hatten, die haben uns echt aufgebaut“, so der 19-jährige Bassist weiter. Fast hätten die 40 mitgereisten Anhänger den Auftritt verpasst. Der bestellte Bus war nicht da, die Bandmitglieder hatten ihnen schon abgesagt, als es am Ende doch noch einen Ausweg gab: Die Jazzica-Nabis-Fans konnten mit dem ICE nach Frankfurt/Main reisen, sodass sie schließlich doch noch auf der Musikmesse dabei sein konnten.

Die Sieger des Abends, Mustard Tubes, kommen aus dem bayerischen Traunstein. „Spielerisch sind die sehr gut“, so Robert Fiedler, „aber auch ziemlich unauffällig.“ Die Jury auf der Musikmesse lobte Jazzica Nabis für ihre anspruchsvollen Lieder und die Choreografie. Mit dem Schooljam-Sonderpreis im Gepäck reisen die Jungs am 23. April ins „SO 36“ nach Berlin zum Halbfinale des Emergenza-Wettbewerbes.

www.myspace.com/jazzicanabis

RTZapper

Formel 1: Großer Preis von Australien

Montag, den 29. März 2010
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SO 28.03.2010 | 14.00 Uhr | RTL

Ob die RTL-Leute ihrem Formel-1-Experten Niki Lauda eigentlich sagen, welche Sendung er denn gerade moderieren soll?
Am Sonntagnachmittag zeigte RTL noch einmal den Australien-Grand-Prix in der Formel 1. Das Live-Rennen begann bereits um 8 Uhr.
Nun standen also Florian König und Niki Lauda im dunklen Melbourne, und Niki war verwirrt. Wieso sprach dieser Florian König von einer Rennwiederholung? Wieso sollte das Rennen wiederholt werden, wozu der Aufwand, und wer will das sehen?
König musste seinen Kollegen vor laufender Kamera erst mal drüber informieren, dass RTL schlicht das Rennen von vorhin noch mal zeigt.
Nun verstand auch Lauda und meinte, dass er ja dann besser nicht verraten dürfe, wer denn gewonnen hat.

Das war knapp. Sonst hätte der Niki wohl schon alles ausgeplaudert, und die Spannung für die Langschläfer wäre dahin gewesen.
Niki, vielleicht fragst du nächstes Mal nach, was du denn gerade vor der Kamera machen sollst.

RT im Kino

Schwerkraft

Montag, den 29. März 2010

Das Leben von Frederik Feinermann (Fabian Hinrichs) ist völlig im Eimer. Und das, obwohl er einen guten Job hat. Er ist Bankangestellter. Aber sonst? Nichts.
Seit Jahren stalkt er einer Frau hinterher, die er liebt. Aber er ist allein. Hobbys? Keine. Nur Sport, aber das macht er eben, er hat ja sonst nichts zu tun. Seinem Leben scheint es an allem zu fehlen.
Und dann noch das: Ein Kunde erschießt sich vor seinen Augen. Frederik kündigte ihm seinen Kredit.
Für Frederik die Wende – zum weiteren Abstieg. Nachdem ihm sein Chef geraten hatte, nach dem Schock so weiter zu machen, wie bisher, bricht er bei ihm ein. Das geht jedoch zunächst schief, so dass er sich Hilfe holen muss: von Vince (Jürgen Vogel), einem alten Freund und Verbrecher. Gemeinsam beginnen sie, einen Bruch nach dem nächsten zu planen.

In seinem Kinodebüt “Schwerkraft” erzählt Maximilian Erlenwein die Geschichte zweier Loser. Die suhlen sich dermaßen in ihrem Elend, graben sich immer tiefer darin ein, dass einem schlecht werden könnte. Ständig schwebt über den Männern das Fallbeil, das ihr Ende bedeuten könnte – den Weg in den Knast.
Aber Frederik scheint nur durch seine Taten zu sich selbst finden zu können. Was immer sein “sich selbst” sein könnte.
So ist der Zuschauer also knappe 100 Minuten lang dabei, wie sich zwei Unsympathen durch den Film schleppen. Das ist durchaus gut gespielt – Fabian Hinrichs hat diesen irren Blick – bleibt aber irgendwie im Dunkeln. Stattdessen wünscht man sich, allen Beteiligten entgehen zu können. Den Leuten in der Bank, die alle einen Knacks haben. Den Einbrechern, deren Frauen – allesamt irgendwie gescheiterte Existenzen.
Ein anstregender Film, der in keiner Weise befriedigt.

5/10