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Im Winterwunderland (5): So viel Schnee war nie

(4) -> 2.2.2010

Zum Feierabend musste ich in Potsdam erstmal wieder mein Auto vom Schnee befreien. Es schneite, der Wind wehte. Mein Auto war auf der rechten Seite zentimeterdick unterm weißen Pulver. Dort, von wo der Wind wehte.
Die Autobahn war natürlich noch nicht geräumt, mehr als 80 Kilometer pro Stunden waren nicht drin. Und kaum war die Grenze zwischen Berlin und Oberhavel erreicht, wurde es dann erst recht ungemütlich.

Bei Hohenschöpping war die linke Fahrbahn zugeschneit. Ich hatte Glück, dass vor mir ein Bus fuhr, der mir schon mal eine kleine Fahrspur in den Schnee drückte.
Der Wind pfiff über die Brücke im Autobahndreieck Oranienburg bei Velten. Auch auf der B96 war die Lage äußerst kritisch. Überall Schneeflocken, am Rand türmte sich der verwehte Schnee auf. Es lässt sich langsam erahnen, wie es ist, wenn man plötzlich in einer echten Wehe steckt.

Und dann Oranienburg: Hier hat es den ganzen Nachmittag heftig geschneit und geweht. Die Schneeberge an den Straßen werden immer höher. Die Nebenstraßen sind kaum noch befahrbar. Bald kann man nirgendwo mehr parken.
Ich glaube, ich kann sagen, dass ich definitiv in meiner Stadt noch nie so viel Schnee gesehen habe. Und auch nirgendwo sonst.
Insofern ist es für mich tatsächlich kein normaler Winter.

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3 Kommentare zu “Im Winterwunderland (5): So viel Schnee war nie”

  1. carlos

    Ich kann mich erinnern, dass wir einmal – da war ich noch Grundschulkind – in der niederen Tatra unser Wohnmobil aus dem Schnee schippen mussten, nachdem wir eine Woche an dem selben Ort verweilt geblieben waren. Für Oranienburg ist das tatsächlich eine besondere Situation. Aber es taut ja schon wieder, kein Grund zur Sorge 😉

  2. RT

    Ich werde traurig sein, wenns dann wirklich taut.

  3. RTiesler.de » Blog Archive » Im Winterwunderland (6): Es hört nicht auf zu schneien

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