Monatsarchiv für Februar 2008

RT im Kino

Michael Clayton

Donnerstag, den 28. Februar 2008

Ein Film kann spannend sein. Lustig. Traurig. Also richtig gut. Er kann ganz okay, ganz nett sein. Also so lala. Er kann auch unlogisch, grauenhaft gespielt sein. Also ganz schön schlecht. Aber das schlimmste ist, wenn ein Film langweilig ist. So richtig langweilig. Ätzend. Öde.
Das ist “Michael Clayton”.
Michael Clayton (George Clooney) war mal Staatsanwalt. Jetzt ist er dafür zuständig, in einer Anwaltskanzlei die persönlichen Probleme der Klienten zu bereinigen. Arthur (Tom Wilkinson) zum Beispiel. Er soll für einen Chemikalienhersteller eine Klage abwenden. Doch ihm kommen Zweifel. Clayton soll die Katastrophe abwenden.
Nun ja, irgendwie so ist die Handlung. Klingt an sich sogar nicht so ganz uninteressant. Ist es aber. Es ist unfassbar langweilig.
Ist schon der Titel des Films wahnsinnig aufregend, ist es besagte Titelfigur ebenfalls. Irgendwie ist dieser Michael ein Langweiler. Zumal der Zuschauer sehr wenig über ihn erfährt, er bleibt ein Nichts, ein Unbekannter. Auch die Nebenfiguren, überhaupt die ganze Geschichte ist unglaublich blass, geradezu blutleer. Die erste halbe Stunde ist dermaßen anödend, dass man so gut wie gar nicht mitbekommt, worum es überhaupt geht. Aus diesem tiefen Tal kommt der Film nie wieder raus.
Tony Gilroy präsentiert hier einen echten Rohrkrepierer, einen der langweiligsten Streifen dieses Jahres. Dennoch: Oscarnominierung – es ist mir ein Rätsel.
Einziger Pluspunkt: die Filmmusik. Das war es aber auch schon.

1/10

RTelenovela

Sie sucht und sucht und sucht und …

Donnerstag, den 28. Februar 2008
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Sie sucht einen Mann. Sie studiert die Zeitung, kreuzt sich Anzeigen von suchenden Männern an. Zweimal pro Woche. Und dann schreibt sie Briefe. Jedes Mal 8 bis 10. Per Chiffre. Und bringt sie dann in unser Büro in Falkensee, von wo aus es weitergeleitet werden soll. Das macht um die 20 pro Woche. Um die 80 pro Monat. Was irgendwie einen wahllosen (ja, verzweifelten?) Eindruck macht.
Jetzt kam ein Brief zurück. geöffnet? Sieht da etwa jemand rein?, fragte sie. Nein, nein, des Rätsels Lösung war eine andere: Aus Versehen schrieb sie einer Frau, die wohl fälscherlicherweise in die “Er sucht Sie”-Spalte geraten war.
Und so geht das Spiel weiter. Von Woche zu Woche. Von Monat zu Monat. Wir drücken die Daumen. Und halten den Sekt bereit, für den Fall, dass…

RTZapper

Explosiv – Das Magazin: Willi im Drogensumpf

Mittwoch, den 27. Februar 2008
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DI 26.02.2008 l 18.00 Uhr | RTL

Das ist wohl ein Novum: Ein B-Promi, der sich ins Fernsehen stellt und seinen Absturz dokumentiert. Willi Herren (Olli Klatt aus der “Lindenstraße”) ist am Ende: Drogen und Alkohol. Sein Leben beschreibt er als die Hölle. Tausende Euro verpulvert er für seine Sucht. Seine Ehe steht vor dem Aus.
Bei RTL wird nun sein Entzug täglich dokumentiert. Willi Herren wollte es so, wandte sich an den Sender. Um Hilfe zu bekommen. Und Druck. Dass es nach dem Entzg nicht rückwärts ins Verderben geht.
Alle profitieren davon: Willi bekommt seinen öffentlichen Druck und RTL Publicity. Und vielleicht Quoten, die “Explosiv” durchaus nötig hat. Bleibt nur zu hoffen, dass für Willi Herren diese Aktion nicht nach hinten los geht. Denn auch wenn er von den Drogen wegkommt. Das Image des lustigen Saubermanns ist er los.
Obwohl: Fernsehzuschauer vergessen ja auch recht schnell…

aRTikel

Keine Liebe

Mittwoch, den 27. Februar 2008
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CD: Das dritte Mariannenplatz-Album

MAZ Oranienburg, 27.2.2008

Mariannenplatz: „Schwarz und weiß“. So richtig gut lief es bisher nicht für Mariannenplatz. Bislang ist die Band aus Berlin nur ein One-Hit-Wonder, das mit „Nicht wichtig“ nur einen regional erfolgreichen Song für sich verbuchen kann. Das zweite Album „Besser als“ machte sich in den Chartlisten kaum oder gar nicht bemerkbar. Nicht nur der Oranienburger Auftritt der Band im September 2006 enttäuschte. Das sehr routinierte, wenig emotional und ansprechende Programm kam beim Publikum nur mäßig an. Dennoch: Jetzt präsentiert Mariannenplatz mit „Schwarz und weiß“ das dritte Album.
Bassist Michael Semper aus Lehnitz ist nicht mehr dabei. Aber so genau erfährt man das nicht. Auf der Internetseite gibt es ihn noch, auf dem Cover ist er nicht mehr drauf. Aber egal, eigentlich wird ausschließlich Sänger Pete Schulz (ursprünglich aus Hohen Neuendorf) als das Gesicht der Band bezeichnet. Dass die Fans, wenn Mariannenplatz welche haben möchte, auch wissen wollen, wer hinter Pete steht – vielleicht wird es auch dem Musiker mal klar. Bei „Besser als“ haben noch Studiomusiker die Songs eingespielt (die dann im Beiheft nicht mal mit vollem Namen erwähnt wurden). Ob die drei Jungs auf dem Cover hinter Pete diesmal selbst aktiv wurden, geht nirgendwo hervor.
Das Album „Schwarz und weiß“ handelt vom Leben in der Provinz, von der „Stadt ohne Farben“, in der sich wenig ändert. Dieser erste Titel bildet dann auch schon den Höhepunkt. Den Tiefpunkt erreicht es mit „Disko“. Hier heißt es „Liebe kann so schön sein, so schön sein.“ Das ist natürlich so, klingt aber unglaublich platt. Dem Album fehlen insgesamt wirkliche Ohrwürmer, die eingänglichen Melodien. Wirklich ärgerlich ist die vollkommen überflüssige Neufassung von „Du trägst keine Liebe in dir“. Mariannenplatz hat den Titel als Motto verstanden und eine lieblose Nummer daraus gemacht.

RTZapper

Oscar 2008

Montag, den 25. Februar 2008
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SO 24.02.2008, 2.30 Uhr (Mo.), ProSieben

Wir schreiben das Jahr 2008. Wer allerdings in der Nacht die Oscars verfolgt hat, fühlte sich rund 20 Jahre zurückversetzt. Das, was uns ProSieben bild- und tontechnisch während der Oscar-Verleihung geboten hat, war qualitativ kaum noch zu unterbieten.
Obwohl die Show ganz offensichtlich im Breitbild produziert wurde, zeigte ProSieben nur eine 4:3-Fassung. Bei den Einspieler wurde jedoch auf das Breitbild umgeschaltet, das normale Bild lief allerdings als Schatten im Hintergrund.
Der Ton war eine Katastrophe. Sendete ProSieben die Show tatsächlich im miesen Mono-Sound? Mitunter hatte man den Eindruck, einen Hörsturz bekommen zu haben. Während die eigenen Trailer und die Werbung im vollen Sound lief, wurde es bei der Live-Übertragung ganz dünn. Bei einer der Musikdarbietungen knisterte der Ton dermaßen, dass man den Ton leiser stellen musste.
Vielleicht sollte sich ProSieben doch mal die Mühe machen, eine vernünftige Leitung zu bestellen. Schließlich hat das die ARD beim “Super Bowl” auch geschafft. Mit dieser Übertragung stellte sich ProSieben jedenfalls ein Armutszeugnis aus.
Was kommt 2009? Nur noch Standbilder und der Ton per Telefon?
Apropos Armutszeugnis: Wirklich aufregend war die Show nicht. Keine echten Höhepunkte, wenige Überraschungen. Gerade der zu Ende gegangene Autorenstreik hätte doch viele Themen geboten. Schließlich wäre die Show fast deshalb ausgefallen. Ein bisschen mehr würde dem ganzen extrem gut tun.

RTelenovela

Kein Gewinner in der Oscar-Nacht

Montag, den 25. Februar 2008
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-> 6.3.2006

Oscar-Nacht. Da die Berliner Kinos leider aus den Live-Übertragungen ausgestiegen sind, fand die Oscar-Nacht bei mir zu Hause statt. 2006 tippte ich mit Bär um die Wette. Diesmal mit Tom. Und es gab keinen Sieger. Am Ende stand es 10:10.
Dabei gab es auch einige eindeutige Favoriten. Dass Clooneys “Michael Clayton” dermaßen abkackt ist nur gerecht. Der Film ist ätzend (Kritik ab 28. Februar im Kinobereich). Bei den Hauptdarstellern konnte es nur Daniel Day-Lewis sein. Bei den animierten Filmen war “Ratatouille” ganz klarer Favorit. Und wir wissen jetzt auch, dass wir dringend “No Country For Old Men” sehen müssen.

ORA aktuell

Die Fälscher: Oranienburg und der Oscar

Montag, den 25. Februar 2008
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Der österreichisch-deutsche Film “Die Fälscher” wurde in der Nacht in Los Angeles mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. Der Film spielt u.a. in Oranienburg: In dem Drama geht es um die Fälscherwerkstatt im KZ Sachsenhausen.
Am 9. März ist in der Gedenkstätte eine Sondervorrührung des Films geplant.