Überraschungsevent (55): Duncan Laurence

(54) -> 20.8.2022

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, beim nächsten Mal ist sie dran.

Dass ich Fan des Eurovision Song Contests bin, durfte ja schon aufgefallen sein. Und da passte es gut, dass zum Überraschungsevent-Termin Duncan Laurence in Berlin auftrat.
Duncan Laurence trat 2019 in Israel beim Eurovision Song Contest auf und gewann mit „Arcade“ für die Niederlande. Der ESC 2020 in Rotterdam fiel wegen Corona aus, dafür fand sie 2021 dort statt – aber ohne Duncan Laurence, weil er da gerade Corona hatte. Das nennt man mal Pech.

In Berlin war er im Frannz-Club an der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg zu Gast. Das Publikum war sehr gemischt, von ganz jungen Mädels bis hin zu den Mittelalten wie wir. Wir waren nicht die Ältesten im kleinen Saal.
Als wir ankamen spielte schon die Vorband, Tors au Großbritannien. Eine gute Mischung aus Pop und Rock, der Frontmann hatte Biss, wenn er auch ein bisschen zu rotzig war. Und dass er jedes Mal zwischen den Songs laut fragte, ob man sich denn auf (schreiend) Duncan Laurence freue, nervte bald ein wenig. Aber egal, die Musik war gut, das ist ja bei Vorbands nicht immer der Fall.

Um 20.45 Uhr kam Duncan mit seiner Band auf die Bühne. Er lieferte guten Pop ab. Ich habe Laurence ja immer für eher still und schüchtern gehalten. Im Frannz haben wir gesehen, dass das nicht so ist. Er plauderte zwischen den Songs über seine Musik, über sein Album und über seinen großen Erfolg beim ESC – er habe sein Leben geändert. Natürlich durfte „Arcade“ nicht fehlen – der Song, wo dann auch die meisten Smartphones in die Luft gehalten wurden – zum Mitfilmen.

Nach 50 Minuten verließ die Band die Bühne, und das Publikum rief nach einer Zugabe. Nach 50 Minuten. Er gab die Zugabe, und dann war Schluss. Nach 58 Minuten.
Nun könnte man ja sagen, dass auch die Vorband gespielt habe, aber dass ein Künstler auf Tour geht nicht mal Material für eine Stunde hat, das ist dann schon erstaunlich. Oft ist es ja so, dass das mit Coversongs aufgefüllt wird, aber bei Duncan Laurence war das nicht der Fall.
Erstaunlich war auch, dass das offenbar niemandem im ausverkauften Frannz gestört hat, zumindest habe ich am Einlass nichts bezüglich gehört.
Dennoch war es ein sehr schöner Abend, ein Konzert mit toller Musik mit einer entspannten Stimmung. Hätte aber gerne eine halbe Stunde länger dauern können.


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