RTelenovela

Einmal 10 Euro, bitte!

Mittwoch, den 29. Juli 2015
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Wer im Bernsteinsee in Velten baden will, muss zahlen. Da kommen 2,50 Euro Eintritt und noch mal 1,50 Euro fürs Parken zusammen.
Neulich saßen zwei junge Frauen am Eingang. Die eine kam auf mich zu, ich wühlte schon in meinem Geldbeutel. Da sagt sie: “Einmal 10 Euro, bitte?” Und ich, fast schon ein wenig hysterisch: “WIE VIEL??”

Fast schon wollte ich eine Hasstirade vom feinsten loslassen, denn so hätte sich der Preis ja weit mehr als verdoppelt und das ist der Bernsteinsee dann doch nicht wert.
Aber die Frau lachte und löste ihren Scherz gleich mal auf. “Man kann’s ja mal probieren.” Nun musste ich doch auch lachen.

aRTikel

Erstes Album nach zehn Jahren: Debüt mit Debut

Dienstag, den 28. Juli 2015
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Der Sänger Paul Schmidt aus Leegebruch hat das Abi geschafft und widmet sich nun seinem Hobby

MAZ Oranienburg, 28.7.2015

LEEGEBRUCH
Als Paul Schmidt bei der Abizeugnis-Übergabe am Veltener Gymnasium Frank Sinatras „My Way“ sang, da war er euphorisch und traurig. „Atemberaubend“, sagt er.

Seit zehn Jahren singt der 18-Jährige aus Leegebruch voller Leidenschaft, immer wieder hatte er umjubelte Auftritte an seiner Schule. Doch diese Zeit ist jetzt vorbei, und er hat den nächsten Schritt gewagt: ein eigenes Album. „Debut“ heißt es. Er vertreibt es über die sozialen Netzwerke und seine Internetseite www.paulschmidtmusic.de. „Ich will damit kein Profit machen“, sagt Paul, „sondern nur die Produktionskosten wieder reinbekommen.“
Viel mehr geht es darum, ihn und seine Stimme bekannter zu machen. 13 Songs sind auf dem Album, vier davon von ihm selbst Geschriebene. Von Pop bis Country ist alles vertreten. Swing und Jazz sind jedoch seine größten Vorlieben. „Ich wollte mich ein bisschen ausprobieren, was alles möglich ist“, sagt er über das Album. Zwei Jahre lang er in Leegebruch daran gearbeitet. „Ein echt langwieriger Prozess.“

In den eigenen Liedern geht es um Liebe, aber auch um Verlust. „Die sind noch auf Englisch geschrieben“, erzählt er. In Zukunft will er sich aber auch mehr auf deutsche Texte konzentrieren. „Die haben mehr Überzeugungskraft“, findet er. Ein Trend, der momentan aber auch in den deutschen Charts deutlich zu spüren ist und den die Sängerin Sarah Connor mit ihrem ersten deutschsprachigen und erfolgreichen Album nochmals aufgezeigt hat.
Wenn ihm ein Text einfällt, dann schreibt er ihn in sein orangenes Büchlein. „Manches kann ich ihn schnell verwenden, andere Texte liegen dann auch mal anderthalb Jahre.“ Viele angefangene Songtexte würden auf eine Komplettierung warten, erzählt Paul.

Vor zehn Jahren fing alles an: Paul sollte sich entscheiden, ob er Sport macht oder Musik. Er entschied sich fürs Singen und nahm Unterricht. „Ich hatte mehrere Jahre einen Stimmaufbau bei der Oranienburger Sopranistin Anja Ganschow“, erzählt er. Seine Vorbilder: Frank Sinatra, Michael Boublé und Dean Martin. Immer wieder stand er auch auf der Bühne: bei der rbb-Tour und dem Neujahrsempfang 2012 in Velten, bei Ausstellungseröffnungen und vielen anderen Events.
Vor kurzem bestand er die Eignungsprüfung am Institut für Musik und Musikpädagogik an der Universität Potsdam. Berufsmusiker will er jedoch nicht werden – zumindest vorerst. „Das ist ein hartes Geschäft.“ Man brauche Kontakte und Talent – und in der heutigen schnelllebigen Zeit ein gutes Gesamtpaket für den Mainstream. „Man muss den Leuten zeigen, dass man dazu steht, was man macht.“

Nun will er Musik und Englisch auf Lehramt studieren. „Aber ich träume auch von einem eigenen Tonstudio.“ Und natürlich davon, mit seiner Musik aufzutreten: „Als Jazz- und Swingmusiker in kleinen Clubs“, sagt er und lächelt.

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Sonntag, den 10. Mai 2015
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Manche Leute denken einfach an alles. Am Bahnhof in Velten war heute Richtfest. Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz lässt dort das alte Bahnhofsgebäude umbauen. Es soll dann mit dem neuen Café ein Treffpunkt für die Veltener werden.

Ein Programmpunkt des Richtfestes ist natürlich der Richtspruch auf dem Dach und das Einschlagen von Nägeln. Soll Glück bringen.
Und damit die Presse davon gute Fotos machen konnte, ließ der Bauherr dafür einen kleinen Kran mit einer Hebebühne kommen.
Also schwebten wir zu viert immer weiter nach oben. Hoch über den Bäumen des Bahnhofsvorplatzes, hoch über den Menschen, aber das Dach genau vor der Fotolinse, konnten wir fotografieren, was zu fotografieren war.
Tolle Sache, obwohl mir so was auch immer ein bisschen peinlich ist, so eine Extrawurst zu bekommen.
Zum Glück waren wir alle da oben schwindelfrei!

aRTikel

Die schärfsten Schlitten vor der Linse

Montag, den 23. März 2015
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Jenny Crämer (25) aus Velten setzt Autos für ihre Bilder in Szene

MAZ Oranienburg, 23.3.2015

VELTEN
Eine besondere Lackierung. Auffällige Felgen. Spezielle Teile. Jenny Crämer hat den speziellen Blick für Autos – um sie für ihre Fotos in Szene zu setzen.
Seit Oktober 2013 betreibt die 25-Jährige aus Velten ihre Facebookseite „J.C. Photographixxx“, bis heute hat sie schon fast 10 000 Fans im sozialen Netzwerk. „Und das aus reinem Herzblut, es ist mein Hobby“, sagt sie. Jenny verdient damit kein Geld, und will es auch nicht. Vorerst.

Aber inzwischen kommen nicht nur Freunde zu ihr. Auch Fans der Seite und manchmal auch Unternehmen kontaktieren sie, damit sie Autos fotografieren kann. „Die meisten Leute stecken viel Herzblut in ihr Auto“, sagt sie. „Das versuche ich, für die Fotos umzusetzen.“ Die passende Location ist dabei immer besonders wichtig. Der Hafen ist Velten bietet eine gute Kulisse, aber auch in Neuruppin war sie schon unterwegs, bei Oldtimerschauen in Paaren im Glien oder in Marwitz – eigentlich überall in der Region.
Der richtige Winkel, die perfekte Sonneneinstrahlung, ein schöner Hintergrund. Und natürlich auch Details. Darauf kommt es ihr besonders an.

Ab April hat sie regelmäßig Shootings. „Meistens am Wochenende“, erzählt Jenny. Eigentlich ist sie gelernte Bäckerin, momentan stehen aber ihre beiden Kinder ganz oben auf der Tagesordnung. Zu ihrem Hobby kam sie gewissermaßen schleichend. „Ich bin seit 2008 regelmäßig auf Tuningtreffen dabei“, erzählt sie. Dort hat sie oft Bilder gemacht – zunächst für sich. Sie postete sie später auch auf Facebook. „Irgendwann haben sich dann Leute bei mir gemeldet, sie wollten von mir ihre Autos fotografiert haben.“
Audi und VW sind ihre Lieblingsmarken, sie fotografiert aber natürlich alle Marken. „Das gibt es keine No-gos“, sagt sie und lächelt. „Das ist ja eh immer eine Sache des Geschmacks.“
Ihr Traum ist es, Fotos in renommierten Autozeitschriften gedruckt zu sehen. Im Berliner Turbozentrum hängt allerdings schon jetzt ein Foto von ihr. „Da ist man dann schon stolz.“ Ob sie aus ihrem Hobby doch auch mal einen richtigen Beruf macht – da hadert sie mit sich. „Ja, das Potenzial wäre da“, gibt sie zu. Aber noch traue sie sich nicht. Noch!

Internet: Die Fotos auf Facebook: „JC-Photographixxx“

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Veltener Nachtflohmarkt

Freitag, den 13. März 2015
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An der Landesstraße 20 scheint ein neuer Nachtflohmarkt eröffnet worden sein. Gleich an zwei Stellen stehen ganze Berge von Möbeln an der Straße.
Offenbar Sperrmüll.

Die Auswahl ist groß. Schränke, Stühle, Sessel noch noch mehr Holzplatten. Alles steht da frei rum. Am Morgen wird die Müllabfuhr den Kram abholen. Das heißt: Was dann davon noch da ist.
Denn an beiden Sperrmüllstellen wuseln die Menschen herum. Sie wollen was abstauben, sie wollen stöbern, vielleicht lässt sich ja noch was gebrauchen. Obwohl das eigentlich als Diebstahl durchgehen müsste.
Interessanterweise standen an beiden Stellen auch weiße Lieferwagen aus Polen. Die müssen das gespürt haben, dass in Velten heute Nacht was zu holen ist…

aRTikel

Mit mehr Sport ins neue Jahr

Mittwoch, den 7. Januar 2015
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Fitnessstudios haben nach den Feiertagen höheren Zulauf. Vehlefanzerin trainiert seit sieben Jahren.

MAZ Oranienburg, 7.1.2015

OBERHAVEL
Die Fitnessstudios in Oberhavel erleben in den ersten Tagen des neuen Jahres wieder einen spürbar größeren Zulauf. „In den Abendzeiten ist das Gedränge jetzt schon mal größer“, sagt Daniel Böhlke vom Fitnessclub Velten. Der Jahreswechsel ist für viele Leute der Anlass für gute Vorsätze. Dazu gehört auch das Fitnesstraining. „Zu Weihnachten sind sehr viele Gutscheine verschenkt worden“, so Daniel Böhlke weiter. „Gesundheit zu verschenken ist auch sehr sinnvoll. Auch wenn die, die den Gutschein vergeben haben, manchmal hinterher sein müssen, dass sie auch wirklich eingelöst werden.“

Auch das „Fit-Inn“ im Oranienburger Filmpalast hat in diesen Tagen einen größeren Kundenzulauf. „Nach unserem Tag der offenen Tür in der vergangenen Woche sind einige Probetrainings bei uns vorgemerkt“, sagt Studioleiterin Maike Erdmann.

Karin Laus aus Vehlefanz braucht keine guten Vorsätze für ihr Sporttraining. Seit Februar 2008 besucht sie zweimal pro Woche das Fitnessstudio im Gebäude der Physiotherapie, Am Anger in Vehlefanz. Jeden Montag und Freitag ist sie da. „Damals habe ich mir gesagt, ich muss was für mich selbst tun“, sagt die 65-Jährige. „Ich wollte, wenn ich Treppen steige, nicht mehr so kurzatmig sein.“
Anderthalb Stunden nimmt sie sich jeweils Zeit für ihre Übungen. Selbst als sie mal eine Verletzung hatte, wollte sie nicht darauf verzichten. „Ich habe da nur die Übungen gemacht, die noch gingen“, so Karin Laus. „Ich merke, dass mir das guttut.“ Nicht nur sie, auch ihr Mann: „Er sagt, dass ich ihm ständig wegrenne.“
Über Weihnachten und Silvester hat die Vehlefanzerin dann aber doch eine Pause eingelegt. „Eine Woche geht das schon mal“, sagt sie und schmunzelt. „Aber ich habe zu Hause auch einen Hometrainer.“ Ganz ohne Sport geht es also dort auch nicht.
Kürzlich feierte sie ihr 555.Training in Vehlefanz. „Wir führen ein Trainingstagebuch, deshalb konnten wir das Jubiläum zahlenmäßig nachvollziehen“, sagt Trainerin Zora Müller-Fabian. Aus Anlass dieser „Schnapszahl“ hat Karin Laus einen ausgegeben. „Das kommt noch hinzu: Das Studio hier in Vehlefanz ist ziemlich klein, und damit herrscht eine recht familiäre Atmosphäre.“

Das ist ein wichtiger Punkt, den alle Fitnessstudiobetreiber nennen, wenn es darum geht, immer wieder konsequent zum Training zu gehen und es nicht abzubrechen. „Es ist definitiv besser, nicht alleine zu kommen“, sagt Daniel Böhlke vom Veltener Fitnessclub. „Wenn man einen Partner dabei hat, ist die Motivation eine ganz andere.“ Selbst wenn der eine mal keine Lust haben sollte, kann der andere ihn dann doch mitschleifen.

In diesem Zusammenhang sind auch die Gruppenkurse immer beliebter. „Wir bieten inzwischen auch ein Gerätetraining in der Gruppe an“, so Böhlke. „Da stehen zehn Geräte im Kreis, und jeder kann sich abwechseln.“ Auch Zora Müller-Fabian bietet in Vehlefanz solche Trainings an. „Wer neu zu uns kommt, bekommt sowieso ein Probetraining“, erklärt sie. In den Anfangsgesprächen werde geklärt, worauf das Training zielen soll und welche Erkrankungen vorliegen. Auch in Velten und Oranienburg ist das so.

Ob der Zulauf nach Neujahr anhalten wird, zeigt sich in den kommenden Wochen. „Vergangenes Jahr sind die meisten dabei geblieben“, sagt Maike Erdmann vom Oranienburger „Fit-Inn“. „Wir sind gespannt, wie es 2015 läuft.“

aRTikel

Keiner wird gewinnen

Mittwoch, den 24. September 2014
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Das Comedyduo Emmi und Herr Willnowsky tritt viermal im ausverkauften Theater in Kremmen auf

MAZ Oranienburg, 24.9.2014

KREMMEN
Fast wären Emmi und Herr Willnowsky am Montag nicht pünktlich in Kremmen angekommen. Irgendwo bei Velten stoppte der Zug aus Berlin und fuhr plötzlich wieder zurück. Das Comedyduo musste in Hennigsdorf abgeholt werden.
Viermal präsentieren die beiden im Theater „Tiefste Provinz“ ihr neues Programm „Keiner wird gewinnen“, und viermal ist es ausverkauft. Heute und morgen Abend stehen sie erneut auf der Bühne, um sich gegenseitig mehr oder weniger liebgemeinte Unverschämtheiten um die Ohren zu hauen. „Das Liebesleben von Kuschelmäuschen und mir ist nicht zum Besten bestellt“, sagt sie, woraufhin er sagt: „Sie ist zu dick!“ Willnowsky über seine Frau: „Meine Frau hört nachts Stimmen aus dem Kühlschrank. Vom Käse, von der Wurst und vom Kuchen. Nur der Salat sagt nie etwas.“

Mehr als zwei Stunden werfen sich die beiden die verbalen Bälle zu, wobei Willnowsky die eher derben Späße von sich gibt, während Emmi versucht, die Contenance zu halten – was ihr nicht immer gelingt.
Zwischendurch suchen sie für den Theaterleiter eine „Tagesabschlussgefährtin“ und fragen Tina aus Schwante in dem Zusammenhang, ob sie Single ist und ein Eigenheim besitzt. Das Publikum wird die ganze Zeit über liebevoll ins Programm integriert – und wenn mal ein Zuschauer aufs Klo muss, dann warten Emmi und Herr Willnowsky schon mal auf der Bühne, bis sie weitermachen können und der Klogänger mit Szenenapplaus zurückgegrüßt wird.

„Das Schöne in Kremmen ist, dass hier eine besonders angenehme Atmosphäre herrscht“, sagte Christoph Dompke, alias Emmi, am Montagabend nach der Kremmener Premiere. „Die Brandenburger haben einen guten Humor“, ergänzte Christian Willner, alias Valentin Willnowsky. „Da gibt es kaum Berührungsängste, auch bei derben Pointen, das ist toll.“
Seit 18 Jahren sind die beiden als Emmi und Herr Willnowsky unterwegs. Etwa 20 Minuten vor dem Auftritt geschieht die Verwandlung von Herrn Dompke in Frau Emmi. „Das Make-up ist ja relativ einfach.“
Ihr Programm bietet mit Absicht viel Raum für Improvisation. „Die Reihenfolge der Lieder steht fest, die Gags dazwischen sind variabel“, so Dompke. Kein Abend gleicht also dem anderen.