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Veltenerin darf Caspers Album hören

Freitag, den 4. Februar 2022
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Der Musiker fährt mit seiner neuen CD zu seinen Fans in ganz Deutschland – Silvana Stramka bewirbt sich bei der Aktion, und plötzlich steht der Star vor ihrer Wohnungstür

MAZ Oberhavel, 4.2.2022

Velten.
Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Weil in den momentanen Pandemiezeiten größere Veranstaltungen schwierig sind, dreht der Musiker Casper den Spieß um: Er kommt zu seinen Fans und spielt ihnen sein neues Album vor. Es heißt „Alles war schön und nichts tat weh“ und erscheint am 25. Februar. Einige Songs daraus sind bereits als Single veröffentlicht worden. In diesen Tagen ist er mit einem Bus in ganz Deutschland unterwegs. Fans können sich bei ihm über die sozialen Netzwerke bewerben, dass er bei ihnen einen Zwischenstopp einlegt.

Am Montag war Casper im Norden Brandenburgs unterwegs. Das hat auch Silvana Stramka aus Velten mitbekommen. Sie ist schon lange Fan des Musikers. „Ich bin am Morgen auf Instagram gewesen“, erzählte sie. Dort hat sie dann gesehen, dass Casper unterwegs ist und dass man sich dafür bewerben kann, dass er in die eigene Stadt kommt. Sie hat ihren Standort angegeben – und dann begann das Warten.
„Eine halbe Stunde später hat mich die Firma angeschrieben, die das betreut, und nach der Adresse gefragt, haben aber nicht fest zugesagt. Da habe ich mir erst mal nichts bei gedacht.“ Inzwischen war Casper unter anderem in Neuruppin unterwegs.

„Und dann standen sie plötzlich vor meiner Tür.“ Casper war mit dem rosafarbenen Bus in Velten angekommen, er und sein Team stiefelten die Treppe hoch, klingelten – und Silvana Stramka öffnete die Tür. Sie hatte noch ein Handtuch über die Haare gebunden, und mehr als „Oh Gott! Oh Gott!“ brachte sie zunächst nicht heraus. „Alles gut?“, fragt Casper. Nach dem ersten Schock ging sie dann nach unten. Auf dem Parkplatz nahe des Veltener Bahnhofes hatte der Musiker mit seinem Team den Bus geparkt. Er führte sie dorthin und dann gemeinsam mit ihrem Freund in den Bus. „Casper ist ganz locker und strahlt eine extreme Ruhe aus“, erzählt die 25-jährige Veltenerin. Er habe sehr entspannt gewirkt, und nach einem kleinen Smalltalk wurde es dann „ernst“.
Schließlich ging es ja an diesem Nachmittag darum, dass sich Silvana Stramka mit ihrem Freund das komplette neue Casper-Album anhören durfte. Sie bekamen ein kleines Getränk, und dann ging es im Bus los. Die Musik wurde aufgedreht. „Der Bus war super schön dekoriert, die Musik richtig gut laut.“

Danach war sie begeistert. Über die Songs, die noch nicht veröffentlicht sind, darf sie noch nicht reden. Aber die Single, die wie das Album heißt, „Alles war schön und nichts tat weh“, mag sie beispielsweise sehr. „Der Text ist einfach super schön, man findet sich darin wieder, der lief bei uns schon rauf und runter.“ Was sie über die weiteren Songs verraten kann: „Es gab noch drei Songs, die mir auch richtig gut gefallen haben.“ Sie sagt, dass man sich auf das Album sehr freuen könne. Schon länger ist Silvana Stramka Fan von Casper, zuletzt sah sie ihn bei einem Konzert in Hamburg. „Seine Texte sind einfach nur so echt. Man kann sich sehr gut hineinversetzen. Auch wenn man eine schwere Zeit hat.“ Er spreche in seinen Liedern auch schwierige Themen an.
Gute anderthalb Stunden habe die ganze Aktion in Velten gedauert. „Am Ende gab es noch Fotos und Autogramme.“ Und Stunden später schien das alles für Silvana Stramka fast schon wie ein Traum.

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KeineWochenShow

#258 – Olli Scholz übernimmt

Montag, den 13. Dezember 2021
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Der Regierungswechsel ist vollzogen, Merkel ist weg, und Olli Scholz ist da. Aber wer ist Olli?
Wir warten unterdessen auf Omikron, es geht um den Booster und um die Veltener Stadtverordnetenversammlung, die wegen eines fehlendes Coronatests abgebrochen wurde.

Außerdem sprechen wir über zwei Tragödien, die sich in Oranienburg und Senzig ereignet haben, über Rosentolz und noch einiges mehr. Ach ja – hat Bild-Dauergast Hans-Ulrich Jörges echt vorhergesagt, dass Karl Lauterbach nicht Gesundheitsminister wird? Nun ja.
Das und mehr in KeineWochenShow #258 auf Youtube.

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RTelenovela

Impfparty in Zeiten des Coronavirus

Montag, den 9. August 2021
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Die Impfquote in Deutschland steigt momentan nur sehr langsam. Wir liegen jetzt bei rund 55 Prozent, aber es müssten mehr werden, damit nicht wieder eine Coronawelle losrollt.
Dazu beitragen könnten die Impfungen, die ja jetzt nicht mehr im Oranienburger Impfzentrum stattfinden, sondern hier und da.

Zum Beispiel am Freitag in der Villa Weigert in Birkenwerder. Wobei ich zugeben muss, dass ich beim Stichwort „Impfparty“, das dort verwendet worden ist, schon ein wenig zusammenzucke. Während eine Jazzkapelle spielte, konnte man sich impfen lassen.

Früher hat man sich unter Impfpartys was ganz anderes vorgestellt. Da ging es um ganz andere Substanzen.
Aber die große Frage lautet heutzutage offenbar, wie man die Menschen anlocken kann, damit sie sich die Spritze gegen Corona geben lassen. In Velten gibt es am 13. und 27. August den Piks mit Kuchen und Partybeats.

Vermutlich ziehen die Supermärkte bald nach: Für einen Piks bekommen wir dann Möhren im Sonderangebot. Oder Dosenfleisch. Oder Klopapier. Ich wäre dabei – wenn ich nicht schon geimpft wäre.

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RTelenovela

Mückenangriff

Samstag, den 12. Juni 2021
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Wenn ich dir einen guten Rat geben darf: Mache niemals eine Pinkelpause am Waldrand. Niemals!
Neulich war ich am Abend unterwegs, und ich muss einfach eine Pause einlegen. Wasser lassen, wie man so schön sagt. Und das will man ja eher nicht so in der Öffentlichkeit. Ein paar Bäume zum Verstecken sind da schon ganz hilfreich.
Und so nahm ich nahe Velten eine kleine Einfahrt in ein Waldstück – natürlich parkte ich ganz vorne. Ich lief ein Stück den Weg rein, und schon als ich stehen blieb, schaute ich an mir runter und erblickte an meinen Beinen lauter Mücken. Ich hatte eine kurze Hose an, und das machte das alles nicht besser. Ich war einem Mückenangriff ausgesetzt, alleine am linken Bein zählte ich sechs oder sieben Mücken.

Ich musste aber trotzdem mal. Nun ging es darum, das Wasser zu lassen, irgendwie die Mücken abzuschütteln und irgendwie auch in Bewegung zu bleiben. Alles andere als einfach.
Als ich fertig war, lief ich schnell zum Auto zurück. Die Mücken waren überall, ich schüttelte und streifte sie ab, stieg ins Auto und Tür zu.
Im unweit davon liegenden Gewerbegebiet musste ich noch mal stoppen. Um mir den Schaden an den Beinen anzusehen, die ordentlich juckten. Und auch die Rückfahrt war höchst unangenehm, denn kratzen macht es ja nun wirklich nicht besser.

Das Schlimme ist: Ich hätte es wissen müssen. Denn vor einigen Tagen war ich am Sonntagnachmittag unterwegs, um einen netten RTest-Drehort zu finden. Ich fand einen netten Waldweg bei Hohenbruch, der sich gut eignete. Dachte ich. Denn in dem Moment, wo ich das Stativ aufstellen wollte, griffen mich die Mücken schon an. Nichts ging, den Dreh dort konnte ich vergessen. Auch da flüchtete ich zum Auto.
Deshalb: In den Wald nur mit Mückenspray, total vermummt – oder es sein lassen.

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RTelenovela

Einmal zum Katersteig, bitte!

Freitag, den 7. Mai 2021
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Neulich an der Kirche in Velten. Ich will gerade in mein Auto einsteigen, als mich eine ältere Frau anspricht. Ob ich denn wisse, wo der Katersteig sei.
Dazu muss ich sagen, dass ich mich ganz grundsätzlich in Velten zwar auskenne, aber ich bin dann doch nicht so oft genug da, um mich hundertprozentig orientieren zu können. So kenne ich zwar den Katersteig, das ist die kleine Straße, in der sich die Ofenstadthalle befindet, aber wie man jetzt ganz konkret von der Kirche als Fußgänger dorthin kommt – da müsste ich erst überlegen.

Fast hätte ich die Frau ohne Antwort weggeschickt, da fiel mir ein, dass ich ja die moderne Technik in der Hosentasche habe. Ich bat sie zu warten, ich wolle mal bei Google Maps schauen. Und tatsächlich war der Katersteig gar nicht weit entfernt. Einmal rechts, einmal links. Die Frau war dankbar, und wir wünschten uns einen schönen Tag.

Ein paar Minuten später am Oranienburger Südcenter. Ein älterer Herr fragte mich, ob ich denn wisse, ob in der Nähe ein Hermes-Shop sei. Da musste ich dann wirklich passen, und – ehrlich gesagt – da jetzt extra nochmal im Netz zu suchen, war mir zu aufwendig.
Danach ging ich allerdings einmal um die Ecke, stand in der Mitte des Centers – um festzustellen, dass genau dort der Hermes-Shop ist. 20 Schritte vielleicht. Ich hoffe, dass der Herr denselben Weg gelaufen ist.

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aRTikel

„Ich war fast weg gewesen“

Donnerstag, den 25. Februar 2021
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Ein 15-Jähriger aus Velten erzählt, wie er in die Drogensucht geriet – und von den Problemen danach

MAZ Oberhavel, 25.2.2021

Velten.
Es begann alles mit Frust. Viel Frust. Aber vor allem mit einem Verlust an Vertrauen. Gegenüber der Mutter, gegenüber allen. Jonas* war zwölf, als es losging. Als er mit Drogen in Kontakt kam.

Damals hatte er eine Freundin. Sie war vier Jahre älter als er. „Sie wollte, dass er mit zu ihr zieht“, sagt Michaela*, seine Mutter. „Ich habe gesagt: Das geht nicht, das funktioniert nicht.“ Er setzte sich durch. „Ich wollte, dass er nach Hause kommt.“ Jonas war dann eine Weile mit ihr zusammen, aber es kam dann zur Trennung. Der Schock: Das Mädchen war schwanger. Von Jonas, sagte das Mädchen. „Ich war mir sehr sicher, dass das nicht sein konnte“, sagt Jonas. Und er wusste auch von einem anderen Jungen. Geglaubt hat ihm das keiner. Auch nicht seine Mutter. Die war sich sicher, dass das Mädchen die Wahrheit sagte. „Wenn er der Vater ist, dann muss er zu seiner Verantwortung stehen“, sagte sie stattdessen. Erst als das Kind auf der Welt war und nachdem Michaela es schon als Enkelkind akzeptiert hatte, kam das Testergebnis. „An dem Punkt war dann leider klar, dass er nicht der Vater ist“, sagt Michaela. Sie überlegt kurz. „Jonas hat sich gefreut. Ich war hin- und hergerissen. Aber innerlich auch froh. Aber dann fing der Stress richtig an.“ Denn die Vertrauensbasis zwischen Mutter und Sohn war zerstört.

Jonas ist abgehauen. Immer wieder. Er begann, sich von Velten aus in der Gegend rumzutreiben. „Ich wollte einfach weg. Irgendwo hin“, sagt er. „Wo nicht Menschen oder Behörden auf mich einquatschen.“ Durch ältere Freunde kam er mit Drogen in Kontakt. „Ich habe alles probiert. Hauptsächlich Speed und Ecstasy.“ Speed hält lange wach, der Hunger vergeht einem. Am Hennigsdorfer Hafen habe er dann Leute kennengelernt, die ihm Crystal verkauft haben. „Ein paar Mal“ habe er das genommen. Durch das Zeug dauert der Rausch länger. Und er kam nicht mehr von den Drogen weg. Er hat dann begonnen, Speed günstig anzukaufen. Zehn Gramm für 30 bis 50 Euro. Er verkaufte es für 100 Euro weiter, „um mir meine Drogen kaufen zu können.“

Tatsächlich werde im Gesundheitsamt im Landkreis Oberhavel eine Zunahme des Konsums von Amphetaminen und Crystal Meth festgestellt. „In diesem Zusammenhang stellen wir insbesondere auch eine steigende Nachfrage von Eltern an unsere Kinder- und Jugendpsychiaterin im Gesundheitsamt fest“, sagt Kreis-Pressesprecherin Ivonne Pelz. „Die Entwicklung verfolgen wir sehr aufmerksam und sensibilisiert.“
„Die Jüngste, die ich kenne, war zwölf, als sie angefangen hat“, erzählt Jonas. „Viele chillen mit 16-Jährigen ab.“ Es gebe da bei vielen Probleme mit den Eltern, ähnlich wie bei ihm. Viele würden LSD nehmen, „um das Selbstbewusstsein zu erweitern. Dadurch wurde mir auch alles egal.“ Gras gebe es an jeder Ecke zu kaufen. Einmal hatte er gestrecktes Speed. „Ich war fast weg gewesen.“
Cathrin Pelz, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, erklärt: „Der Konsumbeginn für die genannten Drogen liegt inzwischen nicht selten schon bei zwölf Jahren. Der Konsum hat insbesondere bei früh beginnender psychischer und körperlicher Abhängigkeit gravierende Folgen auf die seelische und körperliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen: Je früher der Beginn des Konsums, desto gravierender sind die Auswirkungen auf die Entwicklung des Gehirns, das in dieser Lebensphase besonders empfindlich ist.“

Für Jonas’ Mutter war klar: „Er war abhängig. Er brauchte Hilfe.“ Von einer Depressionsstation haute er nach einem Tag wieder ab. Es war schwer, an Jonas ranzukommen. Und auch schwer, Hilfe zu bekommen. Das Ziel war: „Er muss in eine Klinik, die ihm hilft.“ In Hamburg gab es eine. Acht Monate müsse er allerdings dort bleiben, hieß es. „Am Anfang wollte ich das nicht“, sagt Jonas. „Ich habe mich verarscht gefühlt.“ Er sah dort keine Perspektive. „Für mich war das aber Grundvoraussetzung, dass er dahin geht“, sagt Michaela. Ansonsten hätte sie nicht weiter gewusst. Sie hätte ihn ans Jugendamt übergeben müssen, sagt sie. „Damit er wieder zurecht kommt.“ Er bekam den Platz in Hamburg. Von September 2019 bis April 2020 war er in dieser Klinik. Weg von den Drogen.

„Ich kam zu einem blöden Zeitpunkt zurück“, sagt Jonas. Corona hatte die Welt im Griff. Michaela erzählt: „Wir haben Kontakt zur Schule aufgenommen. Da hieß es, wir unterstützen ihn.“ Er kam in die 8. Klasse. Doch da gibt es ein Problem, denn Jonas darf kein Internet benutzen. „Damit er keinen Kontakt zu seinen alten Freunden aufnehmen kann.“
Es gab Gespräche mit einem Einzelfallhelfer. „Da sollte es um seinen Förderstatus gehen. Den braucht er.“ Mit seinem Einzelfallhelfer ist Jonas immer wieder im Kontakt. Als Schule auch in Coronazeiten möglich war, gab es dennoch Sorgen. „Ich wollte nicht, dass jemand was von meiner Vergangenheit erfährt“, sagt Jonas. „Aber der Lehrer fragte dann vor der Klasse, warum ich kein Internet habe. Ich hatte einfach den Wunsch, dass wir das unter vier Augen klären.“ Mit dieser Bloßstellung kam er nicht klar. Vertrauensverlust.
Als dann wegen des Lockdowns die Schule wieder nur zu Hause weiter ging, war das ohne Internet schwierig. Nur Jonas’ Mutter hat Zugriff, wenn E-Mails kommen. Aber dann ging auch noch der Drucker kaputt, sagt Michaela. „Sie schicken immer Aufgaben und gehen davon aus, dass ich online einen neuen Drucker bestelle.“

Beatrix Scheeren, die Leiterin der Kremmener Goethe-Oberschule beurteilt die Lage anders. „Er wird unterstützt“, sagt sie. „Wenn er den Willen hätte. Aber er will sich nicht unterstützen lassen.“ Die Schulleiterin sagt, das Problem liege bei Jonas’ Mutter, sie spiele ein falsches Spiel, es werde nicht auf Angebote reagiert. Näher könne sie sich nicht äußern, erklärt sie.
Jeder habe seine eigene Wahrheit, sagt sein Einzelfallhelfer, der aber betont, allgemein zu sprechen, nicht über den speziellen Fall. Über spezielle Fälle könne er grundsätzlich nichts sagen. Allgemein könne er sagen, es sei immer wieder eine Herausforderung, die globale Wahrheit zu erfassen, es sei fast unmöglich. Es sei immer wichtig zu sehen, wie jeder Beteiligte etwas wahrnehme. Warum tut jemand was oder auch nicht? Das sei immer eine neue Herausforderung.

Jonas, inzwischen ist er 15, will tatsächlich nicht mehr. Er hat das Vertrauen verloren. Wieder mal. Aber wie soll es weiter gehen? Für ihn ist klar, dass er nach der 8. Klasse abgehen will. „Ich möchte mich um einen Ausbildungsplatz bewerben.“ Seine Mutter ergänzt: „Aber ich fände es besser, wenn er ein Berufsorientierungsjahr macht.“ Er kümmere sich, sagt er. Vielleicht was bei der Bundeswehr. Vielleicht Küchenhilfe. „Mein Traum wäre es, Notfallsanitäter zu werden“, sagt er. „Oder was mit Elektronik.“ Wie er das ohne Schulabschluss schaffen kann, ist unklar.

Ist Jonas clean? Endgültig? Er überlegt. Ein Rückfall sei möglich, sagt er. Der Frust ist groß, und auch weil das Vertrauensverhältnis zur Mutter gestört ist. Hört man den beiden zu, dann stehen oft gegenseitige Vorwürfe im Raum. Bekommt Jonas Geld zum Einkaufen, muss er den Kassenzettel mitbringen.
„Ich als Mutter kann sagen, dass ich alleine gekämpft habe“, sagt Michaela. „Selbst den Einzelfallhelfer zu finden, war schwierig. Aber er bemüht sich.“ Das sieht Jonas ähnlich. Es gebe kaum Einrichtungen für Minderjährige, sagt er. Oder Ansprechpartner. Er überlegt, später eine Selbsthilfegruppe zu gründen.

Beim Landkreis will man an den Maßnahmen zur Drogenprävention schrauben. Angestrebt werde „noch 2021 die Einrichtung einer Fachstelle für Konsumkompetenz “, teilt Kreis-Pressesprecherin Ivonne Pelz mit. Die Fachstelle solle in erster Linie der Sensibilisierung sowie der Fort- und Weiterbildung von Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe, in Schule und Elternschaft dienen.
Hilfe für Betroffene und Angehörige gebe es für Jugendliche insbesondere bei der Drogenberatungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Möglich sei das in Gransee, Hennigsdorf und Oranienburg.

*Die Namen von Mutter und Sohn wurden geändert.

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Stadtverordnetenversammlung in Velten live

Samstag, den 13. Februar 2021
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DO 11.02.2021 | 17.30 Uhr | Youtube

Ich hatte am Donnerstag einen interessanten Fernsehabend. Am späten Nachmittag begann auf Youtube die Live-Übertragung der Veltener Stadtverordnetenversammlung. Und ich muss mal ein echtes Kompliment aussprechen! Denn die technische Qualität der Übertragung war – mal abgesehen von kleinen Rucklern – hervorragend.

Youtube ist ein leicht zu bedienendes Medium, das jeder einfach erreichen und drauf zugreifen kann. Jeder hat es auf dem Handy oder sogar per App auf dem Fernseher. Man muss nicht erst irgendeine Webseite aufrufen, wie zum Beispiel in Oranienburg, und sich den Livestream aufwendig raussuchen.

Fast hätte man meinen können, dass es sich um eine Übertragung des Parlamentskanals phoenix handele. Es müssen mehrere Kameras in der Halle gewesen sein, es gab immer Umschnitte auf die Personen, die gerade sprachen, man hat fast alle immer beim Reden gesehen. Davon können sich andere Kommunen einiges abschauen!

In Spitzenzeiten waren mehr als 180 Menschen live dabei. Das ist ein Erfolg – so viele Menschen kommen sonst nicht zu den Sitzungen. Das ist ein wichtiges Zeichen für die Stadt Velten, aber eigentlich für alle Kommunen, dass diese Live-Übertragungen nach Ende der Pandemie fortgeführt werden sollten.

-> Die Übertragung auf Youtube (bis 25. Februar 2021)

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