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Wo bist du in den Sommerferien?

Donnerstag, den 7. Juli 2022
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Na, steht die Ferienplanung schon? Es sind Sommerferien in Brandenburg, und viele von uns wissen schon, was wir vorhaben.
Zu DDR-Zeiten mussten wir als Grundschulkinder uns auch schon recht genau Gedanken darüber machen, wie denn unsere Sommerferien aussehen werden. Denn seitens der Schule – und vermutlich eher von höheren SED-Ebenen – wollte man von den Kindern wissen, wo sie denn in den kommenden acht Wochen (damals waren die Ferien länger) sein werden.

Und so saßen wir immer Ende Juni in unserem Klassenraum, in der damaligen Pablo-Neruda-Oberschule in Oranienburg, und die Lehrerin fragte uns alle ab, wir mussten Listen ausfüllen.
Bei mir sah das meistens so aus: 1. Woche: zu Hause. 2. Woche Urlaub – auf Rügen (genauer gesagt: Baabe, wobei wir das Urlaubsziel wohl nicht angeben mussten). 3. Woche: Urlaub. 4. Woche: zu Hause. 5. Woche: zu Hause. 6. Woche: zur Oma nach Berlin. 7. Woche: zu Hause. 8. Woche: zu Hause.

Damals, im DDR-Staat, hat man eben schon die Kleinen ausgehorcht. Nur hat man das damals gar nicht so empfunden. War eben irgendwie normal.

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aRTikel

Leute, Leute: Zurück auf seiner Theaterbühne

Mittwoch, den 6. April 2022
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Christian Scholz aus Oranienburg lehrt Darstellendes Spiel am Louise-Henriette-Gymnasium

MAZ Oberhavel, 6.4.2022

Oranienburg.
Als der Jubel in der Aula groß ist, holen die Jugendlichen auch ihren Lehrer mit auf die Bühne. Auch Christian Scholz lässt sich feiern – denn es war auch seine Premiere. Zum ersten Mal ging am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium (LHG) ein Theaterstück über die Bühne, das der 39-Jährige als Theaterlehrer an der Schule verantwortete. An seiner Schule.
Seit Anfang des Schuljahres im August 2021 unterrichtet der Oranienburger am LHG Deutsch, LER und Darstellendes Spiel. „Theater macht mir am meisten Spaß“, sagt er. Theater hat er nämlich schon vor 20 Jahren an der Schule gespielt – als er dort selbst als Teil eines Ensembles auf der Bühne stand. Das Stück hieß „Der grüne Kakadu“, es war in dem Jahr, in dem Christian Scholz am LHG sein Abi gemacht hat, im Jahre 2002. „Da habe ich meine Theaterleidenschaft entwickelt. Wir haben damals eine tolle Truppe gehabt.“ Und einen guten Lehrer – Achim Dawid. „Er ist auch ein bisschen der Grund, warum ich Lehrer werden wollte.“ Und nicht nur das – fast 20 Jahre später wurde Scholz Dawids Nachfolger als Theaterlehrer am LHG.

Nach dem Abi studierte er in Potsdam Deutsch und LER auf Lehramt, später machte er ein Referendariat in Hennigsdorf. Zwischendurch spielte er aber auch weiter Theater oder stand als Komparse vor der Kamera, zum Beispiel beim „Baader Meinhof Prozess“ oder in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Aber irgendwann stand er vor der Entscheidung: Schauspieler oder Lehrer? Er hält kurz inne, dann sagt er: „Ich habe mich dann für das Sicherere entschieden.“
Christian Scholz war dann Lehrer am Hennigsdorfer Eduard-Maurer-Oberstufenzentrum. „Achim Dawid wollte mich schon immer als seinen Nachfolger, aber anfangs habe ich gezögert. Als ich dann aber letztes Jahr hörte, dass er wirklich in den Ruhestand geht, habe ich nicht mehr gezögert.“ Er hat sich dann für die Umsetzung – so heißt das offiziell – beworben. Sein Lehrer-Start am LHG: „Das fühlt sich als Lehrer auch sehr gut an. Vor allem, weil ich hier vom gesamten Kollegium sehr nett empfangen wurde.“ Von den Lehrern, die er noch von früher als Schüler kennt, höre er zwar ab und zu mal einen Spruch, „aber das ist immer wohlwollend.“

Und er hat auch gleich eine große Aufgabe übernommen. Denn mit seinem Start ist aus zwei Theaterkursen am LG einer geworden. „Jeder Kurs hatte schon an seinem Stück gearbeitet.“ Aus „Lysistrata“ und „Viel Lärm um nichts“ musste eine Aufführung werden. „Wir haben besprochen, wie wir weitermachen.“ „Lysistrata“ sei dann die größere Vorlage gewesen, plus einige Szenen aus „Viel Lärm um Nichts.“ Drei Schulstunden Darstellendes Spiel pro Woche bleiben für die Proben, kurz vor der Premiere wurde auch an zwei Wochenendtagen am Stück gearbeitet.

Es war wegen Corona seit 2019 das erste Mal, dass auf der Aulabühne des LHG wieder von künftigen Abiturienten Theater gespielt worden ist. War er auch als Lehrer vor der Premiere „Viel Lärm wegen Lysistrata“ aufgeregt? „Kurz bevor es losging, ging der Puls noch mal richtig hoch. Aber ich kann das ganz gut verstecken. Die Schüler sind natürlich aufgeregt, aber 21 Leute zusammen gehen anders mit der Aufregung um.“ Lampenfieber sei wichtig, findet er, „um sich zu konzentrieren.“ Er selbst verfolgte das Stück in dreifacher Hinsicht. Er hat mit ein Auge auf die Technik, „und ich gucke als Theaterlehrer dieser Gruppe zu, ob alles funktioniert. Aber ich habe auch Momente, da sehe ich einfach nur als Zuschauer zu.“ Was er nicht hat, ist ein Textbuch, um während des Stückes mitzuverfolgen, was gesprochen wird.
So eine Aufführung trage sowohl seine eigene Handschrift als auch die der Gruppe. „Aber das ist auch teilweise die Stückvorlage.“ Im Laufe des Probenprozess werden Ideen von allen Seiten ausprobiert. Im kommenden Jahr wird es wohl ein Brecht-Stück werden, das dann am LHG aufgeführt wird.

Macht er etwas anders als sein Vorgänger oder Vorbild? „Ich möchte mehr experimentieren, was die Theaterformate angeht.“ Achim Dawid sei da etwas konservativer gewesen. Er wolle sich vom Leben und vom Zeitgeist inspirieren lassen. „Vielleicht machen wir auch mal eine Eigenproduktion, wo wir eine Romanvorlage haben.“ Klar sei, dass er das Theaterprofil seiner Schule stärken will – und überhaupt liege ihm viel daran, dass Oranienburg und Oberhavel mit den Schulen ein Theaterstützpunkt werde.

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ORA aktuell

Oranienburger Havelschule: Ruhestand für Andreas Deutschländer

Mittwoch, den 23. Juni 2021
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Nach 30 Jahren als Schulleiter geht Andreas Deutschländer nun in den Ruhestand. Er nimmt in diesen Tagen Abschied von der Oranienburger Havel-Grundschule. Sein Nachfolger wird Bastian Zimmermann.
670 Kinder besuchen die Schule derzeit.

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ORA aktuell

Oranienburger OSZ: Dieter Starke geht in den Ruhestand

Mittwoch, den 23. Juni 2021
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Dieter Starke, der Schulleiter des Oranienburger Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums, geht in den Ruhestand. Er war 15 Jahre – mit einer Unterbrechung – auf seinem Posten. Als Lehrer hat er 1992 dort angefangen.

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ORA aktuell

Erhöhte Zügigkeit für Oranienburger Gymnasien

Donnerstag, den 13. Mai 2021
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Das Oranienburger Runge-Gymnasium darf ab dem kommenden Schuljahr mit bis zu vier Zügen geführt werden, das Louise-Henriette-Gymnasium mit bis zu fünf Zügen.
Darüber informierte Ludger Weskamp, der Landrat in Oberhavel, am Mittwoch im Kreistag. Damit sollten „fast alle Erst- und Zweitwünsche“ der beiden Oranienburger Gymnasien berücksichtigt werden könnten, so Weskamp.

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aRTikel

Unterricht in der Pandemie: ein Kraftakt

Mittwoch, den 13. Januar 2021
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Lehrende der Kremmener Goethe-Grundschule berichten darüber, wie sie derzeit arbeiten

MAZ Oberhavel, 13.1.2021

Kremmen.
Unterricht, so wie wir ihn kennen, ist derzeit hierzulande nicht möglich. Was aber nicht heißt, dass kein Unterricht stattfindet. „Wir versuchen unser Bestes zu geben“, sagt Annette Borchert. Die Leiterin der Kremmener Goethe-Grundschule managt gemeinsam mit ihrem Team den Distanzunterricht. „Alle sind total fleißig, auch wenn es alles sehr anstrengend ist“, sagt sie. Und zeitaufwändig. Das ist eine Erkenntnis aus den Aussagen vieler Lehrenden der Schule.

Eric Haupt kümmert sich in der Schule darum, dass die Cloud funktioniert, über die derzeit in den Klassen vier bis sechs gelernt wird. „Das ist die digitale Lernplattform, auf der Lehrer und Schüler in Kontakt treten“, erzählt der 32-Jährige. Das System sei noch nicht ganz optimiert, „aber ich bin momentan ganz zufrieden.“ Es gebe jedoch immer wieder kleine Probleme. „Es ist das Wunschdenken vieler, dass man mit dem Finger schnippt und alles ist gut.“ Er selbst gibt in der 4. Klasse Englisch. In zwei der drei Wochenstunden werden Aufgaben eingestellt, in der dritten gibt es eine Videostunde. „Die Kinder ziehen erstaunlich gut mit“, sagt Eric Haupt. „Mein Gefühl ist, dass wir auf diese Weise 80 bis 90 Prozent des normalen Unterrichts schaffen.“ Die Aufgaben werden um 7 Uhr freigeschaltet, die Ergebnisse müssen jeden Tag an ihn geschickt werden. „Zeitlich ist das ein großer Mehraufwand“, sagt der Lehrer. Er kommt auf 100 bis 120 Korrekturen. Am Tag. Und um 22 Uhr wird schon mal die letzte Mail verschickt. „Die digitale Vernetzung ist schön, aber auch eine Bürde“, sagt er.

Martina Bertram ist Klassenlehrerin in der 5b. Morgens um 7.30 Uhr beginnt sie, erste Mails zu bearbeiten. Um 8.30 Uhr beginnt die Videokonferenz mit ihrer Klasse. „Da besprechen wir Fragen, Probleme und Aufgaben.“ Danach arbeiten die Kinder weiter, und auch sie selbst arbeitet ihre To-do-Liste ab. „Es kommen aber auch viele Anfragen von den Kindern per Mail, und auch von Kollegen oder der Schulleitung.“ So ziehen sich Aufgaben, die zwei bis drei Stunden dauern würden, viel länger hin. Es komme vor, dass bis Mitternacht gearbeitet werde. Sie wolle für alle da sein, mit ihrem privaten Handy telefoniert sie mit den Kindern und den Eltern.
„Wenn ich die Kinder morgens in der Videokonferenz sehe, dann merke ich, wie sie mich anstrahlen. Sie brauchen die menschlichen Gesichter, Nähe und Austausch. Den Kindern fehlt was.“ Und sie selbst? „Das macht was mit einem“, sagt Martina Bertram. Auch am Sonnabend und Sonntag werde schon mal neun Stunden durchgearbeitet. Neulich nahm sie sich die Zeit, um 16 Uhr mal eine Stunde spazieren zu gehen. „Das hat sich wie Schwänzen angefühlt, obwohl um die Zeit der Arbeitstag eigentlich vorbei ist.“ Insbesondere vom Bildungsministerium wünscht sie sich mehr Rücksicht – Theorie und Praxis würden da oft nicht übereinstimmen. „Ich glaube, dass man uns mehr vertrauen sollte.“

Katharina Förste unterrichtet die ganz Kleinen – und das geht nicht über die Cloud. Stattdessen schickt sie täglich eine Mail mit Aufgaben. Die Eltern schicken ihr dann die Ergebnisse. Ziel sei es dennoch, jeden Tag einmal mit den Kindern zu kommunizieren. „Ich ziehe den Hut vor den Eltern“, sagt Katharina Förste. In den unteren Klassenstufen seien die noch viel mehr gefragt als bei den älteren Grundschülern, die zur Not auch schon alleine den Distanzunterricht bestreiten können. Für die Buchstabenkunde und die Zahlen eins bis 20 in Mathematik bekommen die Erstklässler-Kinder zur Unterstützung Videos geschickt. „Eltern und Kinder geben ihr Bestes“, sagt die Lehrerin.

Kristin Goliasch unterrichtet die Kinder vor allem im Videostream, zum Beispiel im Mathematik-Unterricht in der 6. Klasse. „Im März habe ich dafür noch Videos aufgenommen“, erzählt sie. „Aber das war sehr zeitintensiv. Mit dem Stream erreiche ich jetzt auch alle Schüler.“ Sie selbst ist für diese Live-Übertragungen in der Schule. „Hier habe ich das Smartboard, kann thematisch hin- und herspringen, kann auch Experimente zeigen.“ Das sei tatsächlich ähnlich wie im Unterricht. Sie selbst ist als einzige zu sehen, die Schüler schalten sich per Ton nur dazu, wenn sie eine Frage stellen wollen. Vorteil bei Aufgaben: „Sonst kann ich im Unterricht nur einen drannehmen, hier können sie im Chat alle die Lösungen reinschreiben.“ Insgesamt laufe es besser als beim ersten Lockdown im Frühjahr. Aber auch sie überlegt, „wo ich zurückschrauben kann“, sagt sie. Das Arbeitspensum sei enorm.

Melanie Kunert kümmert sich um die Kinder in der Notbetreuung vor Ort. „Die arbeiten genauso wie die Kinder zu Hause“, sagt sie. Die Kinder ab Klasse 4 rufen auch in der Betreuung die Schulcloud auf. Es seien Kinder, deren systemrelevante Eltern nicht zu Hause sein können, aber auch die, von denen es eventuell zu wenige Rückmeldungen gegeben habe. Kein Kind soll zurückbleiben. Aber auch Melanie Kunert muss sich zusätzlich zur Notbetreuung um Unterrichtsvorbereitungen und Aufgabenkontrollen kümmern. Hinzu komme: „Die Cloud arbeitet oft nicht gut.“ Oft sitze sie am Nachmittag davor und warte einfach nur.

„Es ist nicht einfach, eine Schule zu leiten, in denen die Lehrkräfte nicht alle vor Ort sind“, sagt Rektorin Annette Borchert. „Absprachen, Beratungen, Problembearbeitungen und Lösungsfindungen können nicht wie gewohnt stattfinden, einmal wöchentlich finden wir uns zur Videokonferenz zusammen.“ Sie ist auch dankbar, dass viele Horterzieher in der aktuellen Situation helfen. Klar ist: Die schulische Situation ist für alle Beteiligten riesengroßer Kraftakt.

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ORA aktuell

Coronavirus: Mehrere Oranienburger Schulklassen in Quarantäne

Samstag, den 5. Dezember 2020
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An zwei Schulen in Oranienburg gibt es Coronafälle. Betroffen ist die Comenius-Grundschule. Dort sind drei Kinder positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine Klasse befindet sich nun in häuslicher Quarantäne.
Zwei Fälle werden vom Louise-Henriette-Gymnasium gemeldet. Dort sind zwei Jugendliche erkrankt. Zwei 9. Klassen sind in Quarantäne geschickt worden.

Mit Stand vom Freitag gibt es in Oranienburg 103 aktive Coronafälle, die Zahl der Betroffenen seit Beginn der Pandemie liegt bei 348.

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