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Insel & Meer: Fackellauf

Samstag, den 10. November 2018
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DO 08.11.2018 | 22.05 Uhr | Rügen TV

Das ist vermutlich der Alptraum aller Fernsehmacher. Ein Ereignis, das im Dunkeln stattfindet, aber über das trotzdem berichtet werden muss.
Neulich fand in Bergen auf Rügen ein Fackellauf statt. Das ist ein Langlauf für Jedermann an einer Strecke, an der Fackeln stehen.
Heißt im Grunde: Es ist dunkel.
In der Sendung “Insel & Meer” am Donnerstagabend auf Rügen TV ist darüber berichtet worden. Viel gesehen hat man allerdings nicht.

Für die Teilnehmer ist das natürlich ideal. Es gibt ja die Leute, die ungern irgendwo im Fernsehen auftauchen. Sie konnten durchs Bild rennen, ohne erkannt zu werden. Sie waren nicht mehr als ein schwarzer Schatten.
So musste Rügen TV über etwas berichten, was man weitgehend gar nicht sehen konnte. Wir glauben aber mal, dass das alles ganz toll war. Immerhin ist ja offenbar keiner hingefallen, und das mit den Fackeln am Wegesrand – joa, das sah sogar im Fernsehen… ähm, also die konnte man zumindest erkennen.

-> Der Beitrag in der Mediathek von Rügen TV.

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Berlin-Marathon 2018

Mittwoch, den 19. September 2018
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SO 16.09.2018 | 9.00 Uhr | rbb

Der Marathon in Berlin ist mehr als eine internationale Laufveranstaltung. Es ist ein Mega-Stadtfest. Denn es sind nicht nur mehr als 40.000 Menschen auf der Strecke, sondern auch Hunderttausende, die an der Strecke stehen. Die anfeuern, die Musik machen, die Spaß haben.
Es ist schön, dass der rbb bei der Live-Übertragung darauf eingeht.

Allerdings war die Programmplanung beim Berlin-Marathon 2018 etwas merkwürdig. Denn der rbb ging um 9 Uhr auf Sendung, Das Erste aber erst 9.05 Uhr. Und scheinbar hat den rbb-Reportern keiner Bescheid gegeben, dass man dort schon fünf Minuten früher loslegt.
So waren die Sprecher auf Sendung und rätseln, dass es ja bald losgehen müsse. Und dass ja hoffentlich jemand Bescheid sage. Und andere Belanglosigkeiten.
Irgendwann hat die Regie gemerkt, dass da was schief geht und auf einen Pausenfilm umgeschaltet, bis sich Das Erste dazugeschaltet hat und es losgehen konnte.

Das Erste sendete bis 12 Uhr, danach machte der rbb “allein” weiter, und nach der reinen Sportberichterstattung mit dem Weltrekord ging es dann eher um das Umfeld.
Das ist nicht nur eine ganz andere Komponente dieses Events, sondern macht Spaß, zuzusehen. Wenn Reporter Ulli Zelle etwas ungelenk zwischen einer Trommelgruppe herumstakst und ständig angerempelt wird oder ein Reporter in den Bus steigt,. in dem die letzten Läufer aufgesammelt werden, dann ist das sehr spannend.
Wäre schön, wenn der rbb wieder häufiger Events live begleitet.

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Sportschau live: Leichtathletik-WM 2017

Dienstag, den 15. August 2017
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SO 13.08.2017 | 20.15 Uhr | one

Der letzte Tag bei der Leichtathletik-WM in London. Die letzten Medaillen werden vergeben, auch dieser Wettkampftag könnte noch mal spannend werden.
Die ARD ist dran, zu übertragen, aber leider ist Sonntagabend. Und Sonntagabend im Ersten heißt: Tatort.
Nun befindet sich der “Tatort” allerdings noch in der Sommerpause, und es hätte sicherlich nicht so viele Leute gestört, wenn er einmal ganz ausgefallen wäre.
Aber nein: Der ARD war es am Sonntagabend wichtiger, einen zwei Jahre alten rbb-“Tatort” zu senden, statt die Leichtathletik-WM live zu übertragen.

Stattdessen übertrug one einige Wettbewerbe. Aber längst nicht alle. Bei one durften nur die technischen Wettbewerbe gezeigt werden, die Laufevents wurden ausgespart, und der Reporter sagte auch warum: Die gebe es erst in der Zusammenfassung ab 21.45 Uhr im Ersten. Heißt: Selbst in der Live-Übertragung im Minisender one verweist man teilweise auf die Aufzeichnungen gut zwei Stunden später.
Sauber, ARD!
Gut, dass auch Eurosport 1 live übertragen hat. Und zwar auch die Laufwettbewerbe.

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Sportschau live: Leichtathletik-WM 2017 – Usain Bolt

Sonntag, den 6. August 2017
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SA 05.08.2017 | 20.15 Uhr | Das Erste

Dritter. Nur Dritter. Und die Luft war raus.
Einen ganzen Abend drehte sich im Ersten alles um Usain Bolt. Ein letztes Mal trat der Jamaikaner bei der WM beim 100-Meter-Lauf an. Am frühen Abend lief eine ewig lange Doku über diesen Wundersprinter. In der Live-Übertragung wurde sogar hin und wieder der Bolt-Countdown eingeblendet – was sonst nur die privaten machen. Und alle waren sie schon ganz aufgeregt. Dass Bolt das Rennen gewinnen würde – irgendwie war das ja ein Fakt.

Aber dann: das Rennen. Und nach zehn Sekunden stand fest: Bolt hat nicht gewonnen. Er wurde auch nicht Zweiter. Nur Dritter. Entsetzen im Publikum, und am Ende wurde dann Bolt dennoch gefeiert, für das, was er geleistet hat. Und der Sieger? Für den hat sich kaum jemand interessiert.
Aber die Luft war dennoch raus, und die Enttäuschung war… Es wollte niemand sagen, aber enttäuscht waren doch alle, dass der Showdown mit einer geplatzten Seifenblase endete.
Sport ist eben doch unberechenbar und überraschend. Auch bei Rennen mit Usain Bolt.

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Olympia live: Beachvolleyball, Finale der Frauen

Freitag, den 19. August 2016
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DO 18.08.2016 | 5.00 Uhr | ZDF

Es war das Traumfinale mit einem Traumergebnis. Jedenfalls für uns, aus deutscher Sicht. Die Brasilianer fanden das nicht so – und buhten.
Am frühen Donnerstagmorgen übertrug das ZDF das olympische Beachvolleyball-Finale der Frauen. Und das Tolle (also für uns, wie gesagt) war, dass Laura Ludwig und Kira Walkenhorst das Spiel sehr eindeutig für sich entschieden. Gold!
Für die Gegnerinnen aus Brasilien war das schade. Für das brasilianische Publikum aber offenbar so richtig Mist. Buh!

Immer wenn eine der beiden deutschen Frauen den Anwurf hatte, buhte das brasilianische Publikum. Willkommen bei Olympia in Rio. Denn wie sich die heimischen Zuschauer dort präsentieren, macht nicht immer Spaß. Und die Szenen beim Beachvolleyball waren kein Einzelfall.

Zwei Tage davor fand das hochspannende Finale im Stabhochsprung statt, auch übertragen vom ZDF. Erst um kurz vor 5 Uhr deutscher Zeit stand fest, wer Gold gewinnt. Davor lieferten sich der Brasilianer Thiago Braz da Silva und der Franzose Renaud Lavillenie das letzte Duell um den Sieg. Und weil da Silva völlig überraschend einen sehr hohen Sprung schaffte (und seine eigene Bestmarke um viele Längen übertraf), entschloss sich Lavillenie, eine Marke zu überspringen. Das ist sein gutes Recht, denn auch er war die Höhe, um die es nun ging, schon mal erfolgreich gesprungen. Und es machte das Match noch mal spannend.
Aber die Zuschauer im Stadion? Die buhten. Sie buhten laut. Es war einfach nur unschön. Den Brasilianern passte nicht, dass der Franzose ihrem Mann den Sieg stehen wollte – dabei war er ja genau deshalb da, um Gold zu gewinnen. Das kann ihm doch keiner zum Vorwurf machen!? Die Brasilianer machten es.
Lavillenie riss die Marke, der Brasilianer gewann Gold. Und die Masse jubelte.
Okay, der Franzose machte danach einen sehr unpassenden Vergleich, den hätte er sich verkneifen können. Aber dass das Publikum in Rio oftmals extrem und enttäuschend unfair ist, musste nicht nur der Franzose erleben.

Viele Olympioniken sind über das Verhalten irritiert. Gerade die Beachvolleyballer, die immer extrem fair zueinander sind, sich ständig abklatschen, die immer locker mit dem Gegener umgehen. Buhrufe passen da nicht.

Aber immerhin war die Arena mal einigermaßen gefüllt, auch beim Beachvolleyball. Das ist nur sehr selten der Fall, weil die Eintrittspreise so hoch sind, dass die meisten Brasilianer sie sich nicht wirklich leisten können. Um so mehr klang es wie blanker Hohn, als ein Verantwortlicher, in einer Pressekonferenz darauf angesprochen, meinte, die Stadien seien ja oft ausverkauft. Aber es seien eben auch immer viele Leute gerade unterwegs, um was zu essen zu kaufen. Oder so.
Und ich fürchte: Die glauben wirklich, was sie da labern.

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Olympia live: Leichtathletik – Diskus-Finale der Herren

Sonntag, den 14. August 2016
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SA 13.08.2016 | 15.05 Uhr | ZDF

Immer stand er im Schatten von Robert. Immer war es Robert, auf den alle setzten und dem die Herzen zuflogen. Es heißt, Christoph und Robert sprechen nicht miteinander.
Nun aber hatte Christoph seinen großen Tag.
Während Robert Harting gesundheitliches Pech hatte und es nicht ins Diskus-Finale bei den olympischen Spielen in Rio schaffte, gelang seinem Bruder Christoph Harting der ganz große Wurf: Olympiasieg. In letzter Minute, bei letzten Wurf.
Es war ein Sportkrimi, den das ZDF am Sonnabendnachmittag übertragen hat. Aber nicht nur das. Sondern auch etwas, was im Nachhinein als Skandal gesehen wird.

Christoph Harting gewinnt Gold und dreht auf. Und ein bisschen ab. Ein bisschen merkwürdig war seine Show von Anfang an. Verbeugungen sind ja noch eine schöne Sache. Bei Hampeleien während der Nationalhymne hört der Spaß bei vielen Deutschen aber auf. Und in der Tat musste man sich ein bisschen wundern. Harting muss sich ja nicht die Hand ans Herz halten, aber so eine Siegerehrung kann man dennoch mit Würde hinter sich bringen.
Interviews gab er auch keine, den Handschlag des ZDF-Reporters schlug er aus, ging einfach vorbei, an ein Gespräch war gar nicht zu denken. In der Pressekonferenz sagte er nur, dass er ungern Interviews gebe.

Aber da gab es diesen spannenden Moment. Harting, der ernste. Harting, der feixende. Harting, der lamentierende. Dann aber brach die Fassade einen kurzen Moment auf, irgendwas löste sich da. Tränen? Überwältigung? Der Aussetzer dauerte nur kurz. Er gab sich einen Ruck, setzte wieder seine heiter-ablehnende Miene auf – und war wieder der Rebell.
Christoph Harting wird wissen, warum er sich so gibt. Er wird schon wissen, warum er den Leuten, die mit ihm mitgefiebert haben, so vor den Kopf stößt.
Es hagelte Kritik, vor allem in den sozialen Netzwerken, aber auch von seiner Olympiamannschaft. Einige der heimischen Zuschauer schrieben, dass Harting doch lieber für ein anderes Land antreten solle. Das ist natürlich übertrieben. Dass so ein Verhalten aber nicht so gut ankommt, ist auch verständlich. Harting ist’s wurscht. Aber vielleicht hat er ja mal eine Erleuchtung.

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RT im Kino

Zeit für Legenden

Mittwoch, den 10. August 2016
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1936, Olympia in Berlin. In der deutschen Hauptstadt ist das neue Olympiastadion der Ort für den Sport – und für die Nazipropaganda. Dass die USA überhaupt mit einem Team an den Spielen teilnimmt, sorgt für Proteste. Aber sie bringen einen echten Helden hervor, und passend zum 80. Jahrestag und den gerade laufenden olympischen Sommerspielen in Rio, ist dieser Film in die Kinos gekommen: “Zeit für Helden”, die Geschichte von Jesse Owens in Berlin.

1934 beginnt der Leichtathlet Jesse Owens (Stephan James) in Ohio das Training. Sein Ziel: Olympia. Aber er muss sich durchbeißen, und das nicht nur sportlich. Schwarze haben in den USA einen schweren Stand, die Diskriminierung ist alltäglich. Als er aber erste Wettbewerbe gewinnt, steigt auch sein Ansehen.
Kurz vor der Eröffnungsfeier in Berlin, will die schwarze Community auf ihn Einfluss nehmen: Sie bittet ihn, nicht nach Berlin zu reisen, nicht den Nazis eine Bühne zu geben, stattdessen ein Zeichen zu setzen.
Owens reist dennoch nach Berlin. Er will es allen zeigen, und jeder Nazi weniger auf dem Siegertreppchen, sei ein gutes Zeichen.

Der deutsche Titel “Zeit für Legenden” ist leider etwas schmalzig geraten, im Original heißt der Film von Stephen Hopkins schlicht “Race”. Interessant ist er aber natürlich trotzdem. Er zeigt, wie Jesse Owens sich mit allen damaligen Widrigkeiten auseinandersetzen musste. Schließlich hätten die Deutschen gern andere – nicht schwarze – Sieger Gold gewinnen sehen. Er gibt aber auch einen kleinen Einblick, wie die Deutschen ihre Spiele für ihre Propaganda missbrauchten.
Als die Nazis erreichen, dass das US-Team die beiden Juden aus der Staffellauf-Liste streicht, muss sich aus Owens entscheiden, wie er damit umgeht.
“Zeit für Legenden” ist ein solides, sehenswertes Porträt und Drama. Einige Rollen sind auch mit deutschen Schauspielern besetzt. Joseph Goebbels wird von Barnaby Metschurat gespielt, der deutscher Rennläufer Carl Long von David Kross.

Zeit für Legenden
D / Kanada / Frankreich 2015, Regie: Stephen Hopkins
Universum, 118 Minuten, ab 0
7/10

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