RTZapper

ntv Nachrichten: Bombenfund in Köln

Donnerstag, den 23. Januar 2020
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DI 21.01.2020 | 10.00 Uhr | ntv

USA-Iran-Konflikt? Gerade nicht wichtig.
Feuer und Überschwemmungen in Australien? Jetzt nicht.
Klima-Debatte? Kurz mal vergessen.
Weil: ntv wurde evakuiert. In Köln wird eine Bombe entschärft.

Dienstagvormittag auf ntv. Der Moderator Christoph Teuner meldete sich nicht aus dem Studio, sondern direkt vom Rheinufer. Denn da, auf der anderen Rheinseite sahen wir das Thema des Tages: Die Bombe, die zu entschärfen war. Weil das ntv-Studio evakutiert worden ist, wurde live von draußen gesendet.
Und wenn man das Ereignis schon mal vor der Haustür hat, dann berichtet man auch ausführlich darüber.
Christoph Teuner schaltet zu einem Reporter, der ganz nah dran steht, an der Bombe. Na ja, in Wirklichkeit steht auch er auf der anderen Seite des Rheins und sieht die Bombenstelle auch nur aus der Ferne – wenn überhaupt.
Wir sehen im Nebel einen Bagger, der baggert. Und wir erfahren, dass bald die Hohenzollernbrücke gesperrt wird. Alles sehr spannend. Für längere Zeit gibt es kein anderes Thema mehr.

Aber so ist es ja immer: Sind die Journalisten unmittelbar von einem Ereignis betroffen, machen sie das ganz große Ding draus. Da wird eine Bombenentschärfung in Köln zum ganz großen Ding, obwohl nur 15 Anwohner betroffen waren – aber eben auch ntv. Und darauf kommt es doch an.
Vielleicht kann ntv mal live aus Oranienburg berichten, wenn mal wieder 12.000 Menschen raus müssen. Aber ist halt ziemlich weit weg vom Sendezentrum in Köln.

-> Ausschnitte auf Youtube

Hits: 112

RTelenovela

2019

Dienstag, den 31. Dezember 2019
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DIE BESTE PARTY
Thommis 40.

DAS BESTE KONZERT/EVENT
AnnenMayKantereit in Hannover
“Die Hand ist ein einsamer Jäger” in Berlin

DER BESTE SONG
Juju feat. Henning May: Vermissen
außerdem:
Bosse: Ich warte auf dich
NF: The Search
Provinz: Reicht dir das
8kids: Wir bleiben Kids
Tim Bendzko: Hoch
White Lies: Tokyo
Sarah Connor: Vincent
Max Herre feat. Veronika Fischer: Nachts
Kate Miller-Heidke: Zero Gravity

DAS BESTE ALBUM

DER BESTE FILM
Midsommar
außerdem:
Systemsprenger
Der Fall Collini

DER SCHLECHTESTE FILM
Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu
außerdem:
Glass
Mein Bester & ich

BESTE TV-SENDUNG
Sense 8, Netflix
außerdem
Prince Charming, TV Now
Eurovision Song Contest 2019, Das Erste
Käthe und ich: Dornröschen, Das Erste
Druck – Staffel 3, Funk
Die Geschichte eines Abends, NDR

SCHLECHTESTE TV-SENDUNG
Tatort: Der höllische Heinz, Das Erste
außerdem
About you Awards – Die größten Social Media Stars 2019, ProSieben
Mein bester Streich: Prominent & reingelegt, ProSieben
Sorry für alles, ZDF
Goodbye Deutschland – Die Auswanderer: Laura und der Wendler, VOX
Der Bulle und das Biest, Sat.1

BESTER RADIOSENDER
radioeins

BESTES BUCH
Jan Weiler: Kühn hat Ärger
außerdem:
Ulrike Herwig: Das Leben ist manchmal woanders
Juan Moreno: Tausend Zeilen Lüge – Das System Relotius und der deutsche Journalismus

BESTER AUGENBLICK
Spaziergang durch die Lindenstraße (Video)

SCHLECHTESTER AUGENBLICK
Bad Segeberg: Auto kaputt.

Hits: 224

RTZapper

Küsst euch! Die große Show zum CSD

Montag, den 8. Juli 2019
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SO 07.07.2019 | 21.45 Uhr | WDR

Jochen Schropp ist Britney Breakfast und steht als Dragqueen auf der Bühne. Und er tanzt und schwingt seine Hüften. Und das alles übertragen vom WDR. Das hätte sich Jochen Schropp noch vor einem Jahr vermutlich auch nicht erträumen lassen, dann hat er sich geoutet. Gut so!
Gut auch, dass sich Schwule, Lesben, Transleute, Bisexuelle so zeigen und so feiern können, wie sie sind und wie sie sich in der Öffentlichkeit zeigen wollen.

50 Jahre nach Stonewall und zum Jubiläum des Christopher Street Days gab es am Sonntagabend im WDR die Show “Küsst euch!”. Zwar konnte man sich offenbar nicht durchringen, zum 50. Jubiläum auch die ColognePride, also den Kölner CSD mal wieder live zu übertragen (im Gegensatz zum rbb nicht mal im Livestream), aber immerhin schenkte der Sender der Community diese Show.

Denn natürlich ist noch längst nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen – auch wenn es heißt, inzwischen seien alle und jedermann so tolerant, dass keiner mehr Probleme habe. Aber immer noch ist das Outing für viele ein großes Problem. Und diese Show zeigte auch, dass es vor allem die stillen Helden sind, die etwas für die Gleichberechtigung getan haben. Zu Gast war ein Paar, das damals noch festgenommen worden ist – nur weil sie schwul und zusammen waren. Jochen Schropp erzählte von seinem Outing 2018, Claudia Roth berichtete davon, wie sie einst mit Rio Reiser in einer WG lebte, Conchita darüber, wie sie Grenzen der Geschlechter sprengt.

“Küsst euch!” war eine große Party, ein großes Treffen der Community, eine unterhaltsame Show. Sie zeigte aber auch, dass der Kampf um Anerkennung einfacher geworden ist, aber auch nie wirklich ganz vorbei ist.

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KeineWochenShow

#131 – Wir ziehen in die Lindenstraße!

Sonntag, den 7. Juli 2019
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Bevor im März 2020 die Ära der “Lindenstraße” in Deutschland endet, haben wir der Serie in Köln-Bocklemünd einen Besuch abgestattet. Wir haben uns ein wenig in der Außenkulisse umgehen. In KeineWochenShow gibt es einen kleinen Eindruck davon.

Natürlich geht es auch diesmal wieder um Politik: Geht Uschi von der Leyen zur EU? Will in Krangen echt keiner in den Ortsbeirat? Gibt es in Liebenwalde wirklich keinen, der gegen den aktuellen Bürgermeister antreten will? Haben Parteien wirklich nichts Besseres zu tun, als so schnell wie möglich Wahlplakate aufzuhängen? Und um den Song der CDU in Brandenburg für ihren Boss geht es auch.

Natürlich darf auch DAS Thema der Woche nicht fehlen: Heidi Klum und Tom Kaulitz sind schon verheiratet! Außerdem fragen wir uns, ob ein kostenloser Nahverkehr möglich ist und schauen auf die “Fridays for Future”-Demo in Oranienburg.
Das und mehr in KeineWochenShow #131 auf Youtube.

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RTelenovela

Köln (6): Brüsseler Rummelplatz

Donnerstag, den 4. Juli 2019
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(5) -> 3.7.2019

Ich möchte nicht am Brüsseler Platz in Köln wohnen.
Es ist eine laue Sommernacht nach einem sehr heißen Tag. Wir laufen durch das Belgische Viertel und kommen zum Brüsseler Platz. Der Lärmpegel steigt schlagartig.
Hunderte Menschen stehen auf dem Platz und unterhalten sich, trinken, hören Musik. Es ist ein unglaublich lautes Stimmengewirr. Drumherum gibt es Spätis und Kneipen, wo sich noch mehr Leute aufhalten.
Es ist der blanke Wahnsinn, und ich möchte nicht wissen, wie lange dieser Lautstärkepegel anhält.
Es hießt, das Real gehöre zu den Lieblingsorten der Kölner, aber vor allem der Touristen. Und dass es dort so voll ist, zeigt auch, dass da was dran ist.
Bei mir hat dieser Ort eher ein seltsames Unbehagen ausgelöst.

Wir holten uns aus einem Kiosk ein bisschen was zu trinken und suchten uns dann auf dem Platz einen Platz zum Sitzen. Wir fanden ihn neben einem Spielplatz. Da waren ein paar Bänke frei.
Wir waren mitten im Gespräch, als plötzlich eine Gruppe junger Leute vor uns stand. Sie wiesen uns darauf hin, dass man am Spielplatz nicht sitzen und etwas trinken dürfe, schon gar keinen Alkohol. Da hinten sei schon das Ordnungsamt.
Harte Sitten, da in Köln. Aber vermutlich sind die auch unterwegs, um Falschparker aufzuschreiben (bis 1 Uhr!) und um für Ruhe zu sorgen. Letzteres dürfte ihnen nicht so leicht gelingen.

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RTelenovela

Köln (5): Pssst, bitte nicht über die Philharmonie latschen!

Mittwoch, den 3. Juli 2019
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(4) -> 2.7.2019

Als wir in Köln die Domplatte erreichen, läuten die Glocken des Doms unentwegt. Natürlich müssen wir, wenn wir schon dort sind, auch in den Dom rein. Offenbar findet ein Gottesdienst statt, aber wir sagen, dass wir dabei sein möchten. Wir setzen uns auf eine Bank, und schon geht es los.
Die Orgel spielt, ein Chor singt. Der Pfarrer und die Ministranten kommen Weihrauch schwenkend durch die Kirche zur Kanzel gelaufen.
Ohne Mikro wäre niemand zu verstehen, zumal das Domradio den Gottesdienst überträgt. Immer wieder stehen wir auf, um zu beten oder irgendeinen Segen oder Spruch in Empfang zu nehmen – oder um zu singen.
Nach etwa 20 Minuten schleichen wir uns raus.

Direkt neben dem ist die Kölner Philharmonie. Unterirdisch. Die Decke der Philharmonie ist gleichzeitig der Fußboden des Heinrich-Böll-Platzes. Blöderweise muss der seit einigen Jahren etwa 1000-mal im Jahr gesperrt werden. Wegen Tritt- und Rollgeräuschen, die unten im Saal gehört werden. Ob die Planer wenigstens eine schallende Ohrfeige bekommen haben, ist nicht bekannt. Ein paar Ordner standen auch wieder auf dem Platz, als wir drüber laufen wollten.
Wir liefen dran vorbei – auf die Hohenzollernbrücke. Die ist dafür bekannt, dass Liebespaare ihre Schlösser daran befestigen. Inzwischen aber sind da so viele Schlösser dran, dass kein Platz mehr ist. Das wirkt dann leider ziemlich albern, weil man die einzelnen Schlösser gar nicht mehr wahrnimmt. Einfach nur noch bekloppt, und hoffentlich bricht die Brücke nicht irgendwann mal ein…

Wer in eine Kneipe in Köln geht, kann gar nicht anders, als ein Kölsch zu trinken. Wenn die Kellnerin kommt, fragt sie zwar, aber wenn man was anderes will, überhört sie das und stellt einem trotzdem ein Kölsch hin. Was man dann auch trinkt, und das eigentlich auch gar nicht so schlecht schmeckt. Und noch eins nimmt. Prost!

Hits: 211

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Lindenstraße

Mittwoch, den 3. Juli 2019
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SA 29.06.2019 | WDR-Produktionsgelände Bocklemünd

Ende Dezember 2019 ist Schluss. Dann wird in Köln-Bocklemünd die allerletzte Szene für die “Lindenstraße” gedreht. Im März 2020 soll sie im Ersten ausgestrahlt werden. Im 35. Jahr der Serie zieht die ARD den Stecker. Dass das ein gewaltiger Fehler ist, sei mal dahingestellt.
Bevor es aber vorbeigeht, wollte ich endlich mal hin. Ich habe jede Folge gesehen, seit Anfang an bin ich dabei. Die Serie hat mich ein Leben lang begleitet. Sonntag für Sonntag war ich in dieser Lindenstraße – aber nur am Fernseher. Aber ich wollte sie mal real sehen.
Dazu muss man sich für eine Führung anmelden – sie führt über das WDR-Produktionsgelände, die Außenkulisse der “Lindenstraße” ist ein Teil davon.

Die Illusion ist ziemlich perfekt. Wer in der Mitte der Lindenstraße steht, könnte meinen, die Straße sei wirklich echt. Auf einer Seite stehen die beiden Mehrfamilienhäuser Nummer 1 und 3. Letzteres mit freundlicher blauer Farbe, die Nummer 1 eher noch oldschool. An der Ecke steht das Arztpraxis-Gebäude, in dem oben Dr. Dressler lebt und unten Dr. Brooks praktiziert. Das Gebäude sieht schon ein bisschen abgewrackt aus – aber so ist das ja auch im wahren Leben, dass Sanierungsbedarf besteht.

Auf der anderen Seite ist der Naro-Supermarkt, der aber, wenn man durch die Scheiben sieht, nur eine Fototapete ist. Am anderen Seite ist das Akropolis, das ehrlicherweise eher nicht so einladend aussieht, weil die Kneipe gar keine offenen Fenster hat. Der Biergarten sieht erstaunlich klein aus. Die Kneipe ist eingerüstet – da scheint sich noch mal was zu tun.

In den Querstraßen vorn und hinten sind die bespielbaren Kulissen – das Café Beyer, die Bar von Murat, das ehemalige Reisebüro. Auf der anderen Seite das Bistro und der Friseur. Daneben ist das Astor-Kino, hinter der Fassade befinden sich aber in Wirklichkeit die Studios.
Denn die Straße ist ansonsten tatsächlich nur Kulisse. Wer ins Haus Nr. 3 treten will, tritt ins Nichts. Hinter den Fenstern ist nicht wirklich was.

Interessant ist die Kulisse Lindenstraße 5: Das Haus ist eingerüstet und verhüllt. Dahinter soll ein neues Hotel entstehen, über das auch in den aktuelle Folgen diskutiert wird. Im Sommer 2020 soll der Bau fertig sein. So steht es auf einem Schild. Das bedeutet, dass wir die Fertigstellung wohl nicht mehr erleben werden.
Es gibt noch mehr interessante Details: So steht vor dem Supermarkt eine Zeitungsbox. Die Zeitungen darin sind aber allesamt von 2015. Die Filmplakate am Kino sind auch schon ein bisschen älter.
Der Tomatensalat XXL kostet im Akropolis 12,30 Euro, der Hirtensalat 12,90 Euro. Nicht gerade preiswert.
Das Klingelschild an Haus Nr. 3 ist immer auf dem neuesten Stand, und ich glaube, es ist eine Herausforderung für den Postboten, wenn in drei der zehn Wohnungen Beimers wohnen.

Bespielbar ist auch der Hinterhof des Hauses Nr. 3. Dort steht jetzt eine Holzsauna. Was es damit auf sich hat, wissen wir allerdings noch nicht. Man sieht dort aber auch, dass außerhalb der Kameraperspektiven der Blick auf das Hinterhaus offenbart, dass es sich wirklich nur um eine Kulisse handelt.

Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man plötzlich so richtig in dieser Kulisse, in dieser Straße steht. Deshalb hat mich natürlich eine Frage ganz besonders interessiert: Was passiert eigentlich 2020 mit der Außenkulisse, mit der Lindenstraße? Dazu könne sie nichts sagen, meinte die junge Frau, die uns über das WDR-Gelände führte. Sie dürfe dazu nichts sagen.
Abriss? Ohne die Lindenstraße sieht es in Bocklemünd so oder so ziemlich düster aus. Aber vielleicht kann man ja damit noch was anfangen…

Hits: 388