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Bahnfans mit leuchtenden Augen

Montag, den 18. Mai 2009
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Wirtschaft: Zehntausende Brandenburger nutzten den „Tag des offenen Unternehmens“ für Firmenbesuche

MAZ, 18.5.2009

Trotz oft schlechten Wetters strömten die Brandenburger in die Betriebe. Etwa 500 Firmen beteiligten sich.

POTSDAM
Eisenbahnexperten unter sich. Ein Dialog zwischen einem Vater und seinem etwa zehnjährigen Sohn, aufgeschnappt in einem ausgestellten Eisenbahnwaggon: „Papa, ist das hier ein 422?“ „Nein, das ist ein 442.“ Der Sohn schüttelt skeptisch den Kopf: „Aber der 442er, mit dem ich gefahren bin, hatte keine Toilette.“
Solche Gespräche waren am Sonnabend auf dem Gelände des Schienenfahrzeugherstellers Bombardier-Transportation in Hennigsdorf (Oberhavel) häufig zu hören. Mit leuchtenden Augen schlenderten vor allem große und kleine Männer an den Werkshallen, den alten Lokomotiven und den modernen Eisenbahnwaggons vorbei. Das Unternehmen war eines von landesweit fast 500, die am Sonnabend zum „Tag der offenen Unternehmen“ einluden: von der „A bis Z Oberflächenveredelung“ in Zehdenick (Oberhavel) bis zu „Zweirad-Hübner“ in Cottbus .
Regen, Wind und nasskaltes Wetter können die Brandenburger an diesem Sonnabendvormittag nicht schrecken. Trotz dunkler Wolken pilgern sie zu Zehntausenden zu den vielen Firmen, die sich präsentieren. „An diesem Tag geht es auch um die Zukunft nach der Krise“, gibt Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) am Morgen beim Besuch der Elektro-Firma Gottschalk in Prenzlau (Uckermark) gewissermaßen das Motto vor.

Von einer Krise ist auf dem Bombardier-Gelände in Hennigsdorf wenig zu spüren. „Die Leute sollen sich davon überzeugen, dass wir ein faszinierendes Werk haben“, sagt Standortleiter Marc Diening vor den Besuchern auf der Festwiese. Er verweist darauf, dass in Hennigsdorf nicht nur Züge gebaut, sondern auch neue entwickelt würden. Mit etwa 2000 Beschäftigten ist Bombardier einer der größten Arbeitergeber Brandenburgs. „Wir bekennen uns zu der gewaltigen Verantwortung, die wir in der Region haben“, so Diening weiter. Währenddessen reißt der Himmel über Hennigsdorf auf, die Sonne kämpft sich durch.
Karl Völker aus Berlin steht mit seinem Enkel vor einer Traditionslok. Großes Staunen. „Die Kinder sind neugierig“, sagt der ehemalige AEG-Angestellte und kann nicht verhehlen: „Aber auch ich finde es hier sehr interessant.“ Am beeindruckendsten findet er die Sauberkeit in den Hallen. „Früher war es hier sehr viel dreckiger“, sagt Völker und läuft langsam weiter. Auf der Festwiese wurden in der Zwischenzeit die ersten Testfahrten auf diversen Loks verlost. Einmal im Führerstand die Knöpfe drücken – ein Traum für viele und ein Mekka für Eisenbahnfans.

Im Bäckerhandwerk ist von den schwierigen Zeiten momentan auch wenig zu spüren. In Falkensee (Havelland) jedenfalls entstand auf dem Gelände des Biobackhauses an der Bahnhofstraße erst vor einigen Monaten ein Hallenanbau. Die Kapazität reichte nicht mehr aus. Allein 3500 Brote und 20000 Brötchen werden dort pro Tag gebacken. 120 Leute sind im Biobackhaus mit seinen neun Filialen beschäftigt.
Die achtjährige Sarah nutzt die Gunst der Stunde und probiert sich an einem Teigschneckchen. Auf den ersten Blick recht einfach: den Teig kneten und rollen, so dass vier kleine, längliche Würstchen entstehen sollten. „Eigentlich möchte ich Tierpflegerin werden“ sagte Sarah, während sie sich mit dem Teig abmüht. Helfen lassen will sie sich nicht, das wäre schließlich gegen ihre Ehre. Als aber aus dem als Schneckchen geplanten Backwerk allmählich ein Türmchen wird, greifen die Profibäcker dann doch kurz ein.
„Wir möchten die Leute überraschen“, sagt Bäckermeister und Firmengründer Hans-Jürgen Leib. „Viele denken, wir sind nur ein kleiner Laden, dann kommen sie aber zu uns nach hinten und sehen, was alles dahinter steckt.“ Die Neugierde scheint groß zu sein: Allein bis zum Mittag kommen etwa 50 Neugierige in die Falkenseer Bäckerei.

Doch nicht überall ist der „Tag des offenen Unternehmens“ ein Erfolg. Beatrice Barenthin wartet in ihrem Friseurgeschäft an der Karl-Marx-Straße in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) an diesem Vormittag vergeblich auf Gäste, die sich über Haarschneidetechniken und Berufschancen informieren wollten. „Bei uns waren bislang nur die üblichen Kunden“, sagt Barenthin, und die Enttäuschung ist ihr anzumerken. „Wir hatten Plakate aufgehängt und Flyer verteilt.“ Woran liegt es, das trotzdem niemand kommt? „Ich denke, viele sind heute bei den Jugendweihen“ mutmaßt Barenthin. „Vielleicht ist das Interesse aber auch nicht vorhanden.“ Was jedoch nicht bedeutet, dass es in Neuruppin einen Mangel an Azubi-Anwärtern gäbe. Vier bis fünf Lehrlinge stellt die Friseurgenossenschaft, zu der Beatrice Barenthins Geschäft gehört, jährlich ein, im „Juniorsalon“ dürfen die angehenden Friseure die Haare der Kunden schneiden.
Ob das Geschäft noch einmal am „Tag der offenen Unternehmen“ teilnimmt, ist noch unklar: „Mehr als präsent zu sein, können wir nicht“, sagt Beatrice Barenthin.

aRTikel

Schönwalde punktet, Ketzin muss nacharbeiten

Freitag, den 24. April 2009
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Teil 1 -> 18.4.2009

Internet: Der MAZ-Test: Wie präsentieren sich die Städte und Gemeinden des Osthavellandes auf ihren Homepages? / Teil 2

MAZ Falkensee, 24.4.2009

Wie aktuell und übersichtlich sind die Internetseiten der Städte und Gemeinden im Osthavelland? Die MAZ vergibt Schulnoten.

HAVELLAND
Gemeinsam mit dem Softwareentwickler Jörg Stöber schaute sich Robert Tiesler auf den örtlichen Internetseiten um. Nachdem im ersten Teil bereits Brieselang, Dallgow-Döberitz, Falkensee und Friesack ihre Noten erhalten haben, folgt heute der zweite Teil.

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Ketzin
www.ketzin.de

Layout: Das Design ist schlicht und optisch wenig ansprechend. Der Nutzer stößt eher zufällig auf die Begrüßung des Bürgermeisters unter „Verwaltung“ und „Begrüßung“. Die Seite ist zwar nicht unübersichtlich, aber manche Links der Hauptnavigation führen zu fremden Seiten, die sich auch nicht nur auf Ketzin beziehen.

Nutzwert: Nicht immer aktuell. Einige Ausschreibungen sind von 2007. Politisch ist die Seite aber auf neuestem Stand, auch die Amtsblätter sind zu finden. Die Termine wurden bis zum Jahresende 2009 vorgetragen. Unklar ist, ob sie später noch überarbeitet werden, falls etwas ausfällt. Nette Zugabe: das Wetter in Ketzin.

Barrierefreiheit: Das Programm Flash ist zwingend erforderlich, sonst lässt sich die Seite nicht bedienen, weil die Navigation fehlt. Für einige Rechner ist die Seite somit nicht nutzbar. Barrierefreiheit ist absolut nicht gegeben, weil die Seite dafür zu kompliziert aufgebaut ist.

Noten: Inhalt 2,5
Umsetzung 6

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Nauen
www.nauen.de

Layout: Mittelmaß. Es werden teilweise kontrastarme Schriften verwendet, die schwer zu lesen sind. Die Navigation ist unklar. Die Unterpunkte sind unscheinbar im oberen Teil, eine dritte Navigationsleiste erscheint im Fuß. Auch hier findet der Nutzer die Begrüßung nur zufällig.

Nutzwert: Der Besucher wird mit dem Schriftzug „Funkstadt Nauen“ begrüßt. Weshalb wird Nauen so genannt? Inhaltlich geht die Seite auf solche Fragen nicht ein. Die Terminliste erscheint außerdem unübersichtlich. Bei wiederkehrenden Events werden unklare Daten eingegeben. Ein zweiter Veranstaltungskalender steht unter „Kultur“ und „Freizeit“. Der ist wenig hilfreich, da dort nur Tage ohne Orte und Uhrzeiten angegeben sind. Schön ist der Altstadtbummel mit neuen und alten Fotos.

Barrierefreiheit: Der Nutzer muss erst den Popupblocker ausschalten, um die Seite ansehen zu können. Sie ist kompliziert aufgebaut, besteht aus vielen Tabellen und ist damit nicht barrierefrei. Die Einzelseiten sind auch nicht extra nach ihrem Inhalt ausgezeichnet, was die Orientierung auf der Seite erleichtern würde. Gut dagegen ist die vorhandene Textversion.

Noten: Inhalt 3
Umsetzung 4,5

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Schönwalde-Glien
www.schoenwalde-glien.de

Layout: Die Startseite ist originell. Die Rubriken sind übersichtlich und klar strukturiert, es ist immer offensichtlich, wo sich der Nutzer gerade befindet.

Nutzwert: Die Informationen sind umfassend. Zu finden sind alle Ansprechpartner, Gesetzestexte und Paragrafen. Die Visitenkartendateien der Gemeindemitarbeiter können direkt in das eigene Mailprogramm übertragen werden. Im Bereich „Bürger“ erscheint der Titel der Rubrik „Lebenslagen“ etwas unbestimmt. Der Veranstaltungskalender ist bis Anfang 2010 geführt. Das Branchenbuch ist noch ausbaufähig. Interessant: die Einwohnerstatistik der Gemeinde – allerdings steht sie unter „Wirtschaft“. Kleines Manko: Es fehlen Bilder. Der Bürgermeister und die Sparkasse können doch nicht das einzige sein, was Schönwalde optisch zu bieten hat.

Barrierefreiheit: Überzeugend. Die Codestrukturierung ist auf der Höhe der Zeit, die Seite ist dadurch für Bildschirmleseprogramme optimiert, die auch Sehbehinderten die Nutzung ermöglichen. Alle Infos sind zu diesem Zweck korrekt ausgewiesen. Auch eine Schnellnavigation für solche Leseprogramme ist vorhanden.

Noten: Inhalt 1,3
Umsetzung 1,2

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Wustermark
www.wustermark.de

Layout: Ein Seitenkopf mit dem Ortsnamen fehlt. Nur das Wappen im oberen Teil der Seite deutet darauf hin, wo sich der Nutzer überhaupt befindet. Die Navigation auf der linken Seite ist unklar aufgebaut, in den Rubriken sind unter anderem „Veranstaltungen“, „Seniorenrat“ und „Rangierbahnhof Wustermark“ aufgelistet. Generell treten viele Unklarheiten auf. Während des Surfens weiß der Nutzer nicht, auf welcher Unterseite er sich gerade bewegt.

Nutzwert: Der Formularserver auf der Gemeindeseite enthält alle wichtigen Infos, inklusive E-Mail-Adressen der Ansprechpartner. Zudem gibt es alle wichtigen Daten zum Ort, zur Kommunalpolitik, Touristik und Wirtschaft.

Barrierefreiheit: Die Seite basiert auf verschachtelten Seiten und Tabellen. Leseprogramme haben damit Probleme. Nicht barrierefrei.

Noten: Inhalt 2,5
Umsetzung 5

aRTikel

Gute Noten für Brieselang, aber in Dallgow ist noch viel zu tun

Samstag, den 18. April 2009
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Internet: Der große MAZ-Test – Wie präsentieren sich die Städte und Gemeinden des Osthavellandes im Netz?

MAZ Falkensee, 18.4.2009

Wie aktuell und übersichtlich sind die Internetseiten der Städte und Gemeinden im Osthavelland? Die MAZ vergibt Schulnoten.

HAVELLAND
Acht Internetseiten unterzogen sich dem Test von Softwareentwickler Jörg Stöber und Robert Tiesler. Die Veröffentlichung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge. In einer der folgenden Ausgaben finden Sie den zweiten Teil mit Ketzin, Nauen, Schönwalde-Glien und Wustermark.

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Brieselang
www.gemeindebrieselang.de

Layout : Die Seite weist eine klare Gliederung auf, auch wenn sie manchmal ein wenig altbacken aussieht. An einigen Stellen, besonders bei vielen der Unterseiten, fallen Abweichungen vom eigentlichen Layout auf.

Nutzwert: Der Nutzer hat oft verschiedene Möglichkeiten, um den Inhalt zu finden, den er sucht. Die aktuelle Gemeindevertretung wird umfassend erklärt, jedoch fehlen noch die Beschlüsse von 2009. Ansonsten sind sie alle als PDF abrufbar. Auch der Rest der Seite ist ansonsten auf erfreulich aktuellem Stand. Auf der Terminseite fehlt gerade bei wiederkehrenden Veranstaltungen eine klare Übersichtlichkeit. Da liegt daran, dass scheinbar willkürlich Anfangs- und Endtage eingetragen wurden. Der Nutzer findet auf der Seite alle wichtigen Formulare, Satzungen und Amtsblätter. Nett: Bilder vom Erntefest und das „Bild der Woche“ auf der Startseite. Negativ: Der umständliche Name der Seite und die Gemeinde hat keine Rechte an der Seite www.brieselang.de.

Barrierefreiheit: In dieser Hinsicht eine sehr gute Seite. Die Codestrukturierung ist auf der Höhe der Zeit, für Screenreader optimiert. Alle Infos sind semantisch korrekt dargestellt mit Über- und Unterüberschriften. Eine Schnellnavigation für Screenreader ist vorhanden.

Noten: Inhalt: 1
Umsetzung: 2

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Dallgow-Döberitz
www.dallgow.de

Layout: Die Seite weist keine klare Struktur auf, ein Design ist im Prinzip nicht vorhanden, das Layout ist extrem schlicht. Die Navigation steht unübersichtlich im Seitenkopf. Die Seite kommt ohne Fotos aus – von Bürgermeister Jürgen Hemberger auf der Startseite mal abgesehen. Die Trennung zwischen den Kategorien „Termine“ und „Veranstaltungen“ ist unklar. Der Nutzer erkennt auf den ersten Blick keinen Unterschied, zumal selbst im Gästebuch weitere vereinzelte Terminhinweise zu finden sind.

Nutzwert: Die Termine sind auf dem aktuellen Stand, allerdings nicht sehr umfangreich. Wiederholungstermine werden am Ende der Seite aufgeführt, was somit durchaus übersichtlich ist. Der Nutzer findet umfangreiche Infos zur Verwaltung und Gemeindevertretung, auf den Seiten der Ausschüsse fehlen allerdings die Vornamen (Herr/Frau X). Die Linksammlung ist umfangreich, allerdings teilweise überholt und im Großen und Ganzen doch ziemlich willkürlich und überflüssig.

Barrierefreiheit : Diese ist nicht gegeben. Die Seite verwendet Frames (Teilbereiche) und wird in weitere Seiten aufgeteilt. Probleme können auftreten, wenn der Nutzer über die Suchmaschinen auf die falsche Seite kommt. Dann ist die Navigation nicht mehr erreichbar. Für Screenreader ist sie überhaupt nicht optimiert, es gibt keine semantische Auszeichnung der Inhalte.

Noten: Infos: 3
Umsetzung: 5

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Falkensee
www.stadt-falkensee.de

Layout: Der Slogan „Stadt im Aufwind“ schlägt sich im Internetauftritt leider nicht nieder. Es ist nicht sofort ersichtlich, was die Haupt- und was die Unternavigation ist, die Liste der verschiedenen Navigationslisten reicht bis zu fünf Ebenen tief. Da wird es unübersichtlich. Das Design ist ziemlich langweilig. Erstaunlich: Die barrierearme Version ist schöner.

Nutzwert: Einige Rubriken auf der Startseite bleiben unklar: Unter der Überschrift „Veranstaltungen“ stehen auch allgemeine Nachrichten. Außerdem gibt es noch eine Extrarubrik: „Meldungen aus Falkensee“ Dort wiederum tauchen auch Veranstaltungshinweise auf. Der eigentliche Veranstaltungskalender befindet sich jedoch unter der Rubrik „Kultur & Sport“. Daneben gibt es alle wichtigen Infos aus der Stadtverwaltung und der SVV, allerdings nur als PDF. Ein nettes Gimmick: Falkensee aus der Luft.

Barrierefreiheit: Die barrierefreie Version der Seite ist auch für nichtbehinderte Menschen zu empfehlen, sie ist schöner als das Original. Barrierearmut ist gegeben.

Noten: Infos: 2
Umsetzung: 3

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Friesack
www.amt-friesack.de

Layout: Die Seite macht zumindest keinen unmodernen Eindruck. Sie wirkt relativ übersichtlich. Sie teilt sich in verschiedene Bereiche mit eigenen Navigationen auf, der Nutzer kommt nur über Dropdownliste wieder zurück. Dafür, dass Ämter, Gemeinden und Ortsteile eingebunden sind, ist die Seite dennoch recht übersichtlich.

Nutzwert: Die Seite ist nicht optimiert für Suchmaschinen und kämpft mit extrem veralteten Versionen von www.friesack.de in den Ranglisten. Somit ist auch nicht gleich ersichtlich, welche der diversen Friesack-Seiten die richtige ist. Auffallend ist der umfangreiche Formularserver zum Runterladen. Zu finden sind alle Infos des Amtes sowie weitergehende Informationen zu den Städten und Gemeinden im Amt.

Barrierefreiheit: Ohne ein Programm, das Javascript entschlüsselt, ist die Seite nicht benutzbar. Einige Rechner unterstützen kein Java, manche Nutzer deaktivieren es wegen der Sicherheit. Es fehlt ein Hinweis auf Notwendigkeit von Java. Barrierearmut ist somit praktisch nicht gegeben. Die Verwendung von Frames (Teilbereiche), die Aufteilung der Seite in mehrere verschiedene Seiten erschwert die Nutzung. Probleme können auftreten, wenn man über die Suchmaschinen auf die falsche Seite kommt. Das Navigieren wird dann schwerer. Auch der Kontrast der Schriften ist mitunter mangelhaft.

Noten: Inhalt: 1
Umsetzung 3,5

Von Berlin in die weite Welt des Havellandes
Internet: Jörg Stöber testete acht Homepages

MAZ Falkensee, 18.4.2009

HAVELLAND
In Schönwalde-Glien ist die Internetseite der Gemeinde vor einigen Wochen neu gestaltet worden. Auch in Brieselang hat sich einiges getan. In Nauen und Wustermark arbeitet die Verwaltung an der Aktualität. Die Ketziner wollen noch 2009 ihre Seite überarbeiten. Gemeinsam mit dem Berliner Softwareentwickler Jörg Stöber schaute sich MAZ-Volontär Robert Tiesler auf den Internetseiten der Städte und Gemeinden im Osthavelland um.
Acht Adressen standen auf dem Zettel von Jörg Stöber. Der 28-Jährige untersuchte fast fünf Stunden lang die Internetseiten von Brieselang, Dallgow-Döberitz, Falkensee, Friesack, Ketzin, Nauen, Schönwalde-Glien und Wustermark. Der Test erfolgte in den Kategorien Layout und Übersichtlichkeit, Nutzwert und Aktualität sowie Barrierefreiheit.
Letztere ist seit einem Jahr ein großes Thema: „Die Barrierearmut auf den Internetseiten ist gesetzlich vorgeschrieben“, sagte Jörg Stöber. „Minderheiten dürfen nicht ausgeschlossen werden.“ Allerdings weiß er, dass die Umsetzung schwierig ist, wenn eine Gemeinde nicht viel Geld hat. „Die Seite hat dann auch einen erhöhten Pflegeaufwand.“ Drei der acht Homepages waren so gut wie barrierefrei. Die Hälfte der überprüften Internetseiten schnitten gut ab. „Der Rest ist in Sachen Layout noch auf einem sehr alten Stand“, so Jörg Stöber. „Friesack schien mehrere Anläufe gebraucht zu haben, bis dort eine brauchbare Seite entstanden war.“ Er rät den Friesackern dringend, die alten Versionen, die sowohl inhaltlich als auch von der Aufmachung keinen Standard mehr erfüllen, abzuschalten.
Stöber hat bei seiner Arbeit generell die Erfahrung gemacht, dass nach der Jahrtausendwende viele schlechte Seiten entstanden sind. „Zur Boomzeit rund um das Jahr 2000 schwammen alle auf der Webseitenwelle.“ Für viel Geld seien schlechte Internetauftritte abgeliefert worden.
Jörg Stöber ist Diplomkaufmann, sein Wissen über Computer und das Internet verschaffte er sich im Nebenstudium. Er ist einer von zwei Gesellschaftern der Firma Escriptum und entwickelt vor allem Software.

aRTikel

Die meisten blinken nicht

Mittwoch, den 15. April 2009
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Verkehr: Am Kreisel in der Poststraße in Falkensee verhalten sich viele Fahrer falsch
MAZ Falkensee, 15.4.2009

FALKENSEE
Blinken oder nicht blinken? Das ist die große Frage am Kreisverkehr in der Falkenseer Poststraße – und mehr als die Hälfte der Verkehrsteilnehmer beantwortet sie falsch. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer zufälligen Beobachtung. Autofahrer, die mit ihrem Wagen von der Bahnhofstraße in Richtung Hansastraße unterwegs sind, sind anscheinend verunsichert oder aber falsch informiert. Denn ohne Weiteres ist es möglich, auch geradeaus durch den Kreisel zu rollen – blinken sei nicht nötig, denken wohl die meisten.
Die MAZ legte sich auf die Lauer und beobachtete eine Stunde lang den Feierabendverkehr auf der Poststraße. In dieser Zeit rollten 327 Fahrzeuge von der Kreuzung an der Bahnhofstraße zur Hansastraße. Und tatsächlich: Nur 157 von ihnen, das sind 48 Prozent, blinkten nach rechts, so wie es die Vorschrift besagt. 170-mal (52 Prozent) blieb der Richtungsanzeiger aus.
Reinhard Schaal, Fahrschullehrer in Falkensee, bringt es auf den Punkt: „Beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr muss immer geblinkt werden“, sagt er. „Es gilt auf jeden Fall als Rechtsabbiegen, auch wenn der Verkehr in Wirklichkeit geradeaus rollt.“
Selbst die Straße querende Fußgänger auf der Poststraße haben Vortritt, wenn die Autos, Motorräder und Lkw den Kreisel verlassen.
Die MAZ wagte auf der Westseite des Kreisels den Selbstversuch – zu Fuß über die Poststraße. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Fußgänger gehen als zweiter Sieger über den Damm. Weder der ältere Herr im grauen Audi noch die junge Dame im dunklen Golf und der Schlipsträger im schwarzen Mercedes nahmen den unmotorisierten Verkehrsteilnehmer zur Kenntnis, rauschten an ihm vorbei.
Fahrschullehrer Schaal kennt das: „Die meisten Leute akzeptieren diesen Kreisverkehr an der Poststraße stadtauswärts aber nicht als solchen.“ Er merke das oft bei seinen Fahrschülern. „Sie sind irritiert, wenn ich sage, dass sie an der zweiten Ausfahrt rechts raus fahren sollen“, sagt der Fahrlehrer. „Das könnte sogar eine echte Prüfungsfalle sein.“
Aber auch das richtige Blinken kann zum Problem werden. Autofahrer, die aus der Scharenbergstraße kommen, sind oft über die zu früh blinkenden Autos im Kreisel irritiert, wenn sie an der Scharenbergstraße vorbei auf die Hansastraße abbiegen. Günter Siegert vom Falkenseer Tiefbauamt kennt die Situation, weiß aber auch keinen Ausweg. „Das ist nicht zu verhindern, dass an der Stelle zu früh geblinkt wird“, sagt er. Unfälle habe es an der Stelle jedoch noch keine gegeben.
Auch die Kritik am Standort des Kreisels weist Günter Siegert zurück: „Wir hatten keine Möglichkeit, ihn an eine andere Stelle zu verschieben, da wir Rücksicht auf die Gebäude nehmen mussten“, erklärt er.

RTelenovela

Volojahre (18): Abschied von Falkensee – diesmal wohl für länger

Donnerstag, den 9. April 2009
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(17) -> 30.3.2009

Etwas mehr als zwei Monate sind vergangen. Gestern hieß es: Abschied nehmen von Falkensee – das zweite Mal. Doch diesmal wird es wohl wirklich ein Abschied für länger.
Nach meinem Urlaub wird die Wirtschaftsredaktion in Potsdam meine nächste Station sein.
Zu guter Letzt beschäftigte ich mich mit einem eher ungewöhnlichen Thema: An einem Kreisverkehr in Falkensee können die Autofahrer auf einer Seite geradeaus durchrauschen. Was dazu führt, dass viele nicht blinken. Wir wollten rausfinden, wie das denn nun wirklich ist. Eine Stunde lang stand ich also an dem Kreisverkehr und führte eine Strichliste.
Was am Ende auf dem Papier stand, wird irgendwann nach Ostern zu lesen sein.
Nur so viel: Es war heiß, denn leider fand ich kein echtes Schattenplätzchen an der Straße. Aber vielleicht habe ich ja so schon die erste Sommerbräune 2009 abbekommen.

aRTikel

Ab fünf Uhr ist der Morgen schön

Samstag, den 4. April 2009
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Falkenseer Köpfe: Radio-Eins-Frühmoderator Tom Böttcher (41) lebt seit zehn Jahren in Finkenkrug

MAZ Falkensee, 4.4.2009

Er wollte raus aus Berlin. Als Tom Böttcher 1999 nach Falkensee zog, galt er bei Freunden deshalb als Freak.

FALKENSEE
Radio-Eins-Morgenmoderator Marco Seiffert ist bestürzt: Was denn, die Lokalzeitung bringt ein Porträt über seinen Kollegen Tom Böttcher? „Das muss gut überlegt sein, denn die Veröffentlichung kann zu dramatischen Auflagenverlusten führen.“ Doch die Lokalzeitung scheut das Risiko nicht, denn dieser Tom Böttcher ist Falkensees Lokalmatador beim Potsdamer Radiosender. Seit zwei Jahren moderieren die beiden gemeinsam bei Radio Eins, aber auch schon beim Jugendsender Fritz waren sie ein Team.
Um 5 Uhr beginnt „Der schöne Morgen“. Gegen 3.15 Uhr klingelt bei Tom Böttcher der Wecker. Eine kurze Nacht. Manchmal legt er sich am Tage noch mal ein paar Minuten aufs Ohr.
Die Stimmung im Studio ist entspannt. Die Moderatoren stehen sich gegenüber, zwischen ihnen steht das Mischpult. Tom Böttcher ist an dem Morgen der Herr der Regler. Sie führen ein Telefoninterview. Seiffert hebt kurz den Arm. Das bedeutet, er möchte die nächste Frage an den Gast stellen. Gesten reichen, um sich zu verständigen. Tom Böttcher mag seinen Job, und er mag auch den Radiosender, für den er arbeitet. „Bei uns ist nichts gekünstelt, unsere Hörer werden morgens nicht angeblökt.“ Seit 2004 ist er bei Radio Eins.
Früh war dem heute 41-Jährigen klar, dass der Journalismus sein Ding ist. „Ich wusste, dass mir das Spaß macht“, sagt er. „Als Kind habe ich Fußball-Radioreportagen nachgesprochen.“ Nach dem Abi folgte erst mal eine Ausbildung zum Kaufmann. Danach entschied er sich für die Deutsche Journalistenschule in München und Berlin und arbeitete für das Spandauer Volksblatt und den SFB-Jugendsender Radio 4U. Später, bei Fritz, war Böttcher Redakteur und Reporter, seit 1994 moderierte er. Vor fünf Jahren wechselte er innerhalb des RBB zu Radio Eins. „Irgendwann ist man zu alt für Fritz“, sagt er.
„Kinoking“ Knut Elstermann stößt zu den Morgenmoderatoren ins Studio. Gleich beginnt die Kinorubrik. Schon im Vorgespräch ist klar: Jetzt kommt ein Filmverriss. Während Elstermann auf Sendung ist, beobachtet Tom Böttcher die Studiouhr. Der Programmplan muss eingehalten werden.
Manchmal rufen bei Gewinnspielen Hörer aus Falkensee an. Für Böttcher ein Stück Heimat. Vor zehn Jahren zog er mit seiner Frau von Berlin nach Finkenkrug. „Wir wollten immer an den Rand der Großstadt“, sagt er. „Wir haben uns viel angesehen, aber Falkensee war ein Highlight.“ Inzwischen sind seine beiden Kinder vier und zehn Jahre alt. „Falkensee ist eine tolle Familienstadt. Ich habe bei den meisten Leuten das Gefühl, dass sie sehr bewusst leben.“ Nur das Zentrum, das findet Böttcher „verbesserungswürdig.“ Eine Meile zum Flanieren fehlt. „Ich wünsche mir eine Kaffee- und Kneipenkultur.“ Hin und wieder kehrt er im „Schrääg rüber“ ein. Als er 1999 nach Falkensee rauszog, galt er im Freundeskreis als Freak. „Das ist ja mutig, haben sie gesagt“, erinnert er sich. „Inzwischen haben sie ihre Meinung geändert.“ Nicht nur das: Einige Freunde sind ebenfalls ins Grüne gezogen.
Dass Tom Böttcher erkannt wird, wenn er in Falkensee einkaufen geht, kommt selten vor. Und wenn, kennen die Menschen seine Stimme nicht zwingend vom Radio, sondern vom Basketball. Tom Böttcher ist auch Hallensprecher bei Alba Berlin in der neuen Arena am Ostbahnhof. Nachdem er für Fritz 1995 als Reporter von einigen der Spiele berichtete, fragten ihn die Albatrosse, ob er den Job übernehmen wolle. Aus dieser Zeit stammt auch der Spitzname Teoman. „Teoman Alebegovic war beim Europacup 1995 der entscheidende Alba-Basketballer.“ Nachdem Alba den Pokal gewonnen hatte, beschloss der Moderator, als Tom Teoman Böttcher auf Sendung zu gehen. Noch heute wird er in der Sporthalle so gerufen.
Auch wenn Böttcher momentan zufrieden ist bei Radio Eins, Träume hat er trotzdem: „Schriftsteller. Das wäre toll.“ Aber erst später, irgendwann mal: „Wenn ich Zeit habe, mich in meine Hängematte zu legen, um stundenlang drüber nachzudenken.“

RTZapper

ProChrist 2009 – Zweifeln und Staunen: Ersehnt – Kann man Gott beweisen?

Mittwoch, den 1. April 2009
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DI 31.03.2009 | 19.30 Uhr | ERF eins

Einmal im Jahr zeigt die Freikirche, wie man am besten großes Fernsehen mit astreiner Kirchen-PR vermengt. Mit den Veranstaltungen in der Reihe “ProChrist” sollen neue Mitglieder geworben werden. Oder mit den Worten der Freikirchler: sich für Gott öffnen.
Achtmal wird “ProChrist” in diesem Jahr aus Chemnitz übertragen. Neben der Live-Ausstrahlung auf dem Religionssender ERF eins sind etwa 1000 Gemeinden in Europa dabei, darunter auch Oranienburg und Falkensee. Dort wird das Event auf große Leinwände übertragen.
Das Konzept bei den Freikirchen-Events ist immer gleich: Erst die große Show mit Gesang. Dann die langsame Hinführung zum Thema mit einem Betroffeneninterview. Am Ende die Predigt. Die lange Predigt.
Das Thema am Dienstag hieß: “Ersehnt – Kann man Gott beweisen?”
Die Show beginnt wie der Eurovision Song Contest: eine riesige Halle, lange Kamerafahrten über die Menge, eine Megabühne mit einem Orchester und einem Chor, die mindestens 200 Leute umfassen. Klotzen statt kleckern.
Moderator Jürgen Werth erklärt leicht onkelhaft worum es geht: Gibt es den wissenschaftlichen Beweis, dass es Gott gibt? Aber erst mal beten: “Herr, viele wissen gar nicht, ob es dich gibt.”
Später kam der Mikrobiologe Siegfried Scherer zu Wort. Mit 15 ist er aus der Kirche ausgetreten, dann aber, bei biologischen Experimenten in der Schule, überkam ihm die Ehrfurcht vor den Dingen, die er rausfand. Er hat gesehen, wie wunderbar die Natur ist, und das kann doch nicht zufällig sein.
Nun ja, ich denke das auch oft. Komme aber zu einem anderes Ergebnis als Scherer. Und was ist nun mit dem Beweis? In der Wissenschaft müssse sich das Ergebnis eines Experimentes immer wiederholen. Das sei bei Gott aber nicht möglich. Andererseits könne man auch nicht beweisen, dass es ihn nicht gibt. Die Auferstehung von Jesus könne auch nicht bewiesen werden, so Scherer, man könne es glauben oder nicht.
Ein bisschen schwammig, das Ganze. Überzeugend jedenfalls nicht. Weiter findet Scherer, dass Gott auch nicht in den Biologie-Unterricht gehöre, da müsse die Evolutionstheorie unterrichtet werden. Gott gehöre in den Religionsunterricht. Zum Schluss sagte Scherer noch, er sei durch die Forschung dem Glauben näher gekommen. Was irgendwie überraschend ist, wenn er als Forscher genau die Frage nicht beantworten kann, um die es den ganzen Abend gehen sollte.
Und dann, nach 25 Minuten, kam er: Ulrich Parzany, der Prediger der Freikirche. Ganz ohne Ankündigung.
Die Show war passé, nun erzählte nur noch Parzany. Während der 50-minütigen Rede gab es genau einen Umschnitt der Kamera und einen kurzen Einspieler. Also nur noch er: Parzany. Keine Ablenkungen, bitte.
Parzany ist ein brillanter Redner, er weiß genau, wie er Mimik, Gestik und seine Stimme einsetzen muss, um eine Wirkung zu erzielen. Er plaudert, er lächelt, dann wird er wieder ernst, spricht lauter, nervöser, wird sogar wütend, macht wilde Armbewegungen, wenn er etwas bekräftigen will. So packt er seine Schäfchen. Auch durch Wörter wie cool und Body statt Körper. Zeitgemäß eben, sehen ja auch Jugendliche zu.
Parzany legt gleich los. Der Beweis, dass es Gott nicht gibt? Das ziehe nicht mehr, das verdumme nur die Menschen.
Er erzählt die Geschichte von einer Mutter im 19. Jahrhundert. Ihr Kind lag totkrank mit Diphterie im Bett, hochansteckend. Die Mutter durfte nicht zu ihr, doch das Kind rief nach ihr, herzzerreißend. Die Mutter konnte nicht anders, nahm das Kind in den Arm, steckte sich an. Beide starben. Parzanys großer Augenblick. Beide. Starben. – Pause. Schweigen. Ein erschütterndes Bild der Liebe, so der Prediger. Der Beweis dafür, was Gott bewegen könne. Wieso das so ist, sagt er nicht. Wieso da nun gerade Gott seine Hand im Spiel hatte.
Parzany spricht von der Pest der Gottesvergessenheit und wird laut und energisch. Wer sich abwende, stecke sich an. Parzanys Haltung und Stimme sind drohend, machen Angst.
Und der Beweis? Wie gesagt, es gibt ihn nicht. Zumal folgender Vergleich hinkt: Ein Mann könne sich bei seiner Frau (ein eventueller Mann anstelle der Frau wird hier natürlich nicht in Betracht gezogen, aber das ist ein Thema für sich) auch nie sicher sein, ob sie es ehrlich meine, wenn sie sagt: Ich liebe dich. Bei der Liebe zu Gott sei das auch so. Wobei natürlich ein realer Partner mit einem (zumindest nicht bewiesenen) Gott schlecht zu vergleichen ist.
Die Predigt endet, wie immer, mit der direkten Ansprache, der Werbung. Jetzt komm! Er, der Herr, wolle anfangen, mit dir zu sprechen, so Parzany. Wenn man das wolle, solle man aufstehen, nach vorne gehen. Wo immer man sei – in Chemnitz vor Ort oder in den 1000 Gemeinden. Klaviermusik setzt ein, es wird gesungen. Tatsächlich füllt sich die Fläche vor der Bühne. Als einer der Willigen sich mitten auf das auf den Boden gemalte Kreuz stellt, schiebt ihn Parzany zur Seite. Sah wahrscheinlich blöd aus im Fernsehen.
Das war dann das Ende der Show. Nach großem Entertainment verengte sich der Fokus radikal auf den einen Redner mit seiner Botschaft. Clever ausgeführt, sicherlich oft die gewollte Wirkung nicht verfehlend. Auch wenn die Argumente letztlich doch erstaunlich schwammig waren. Andererseits ist offenbar genau das die Botschaft: einfach dran glauben.
Die Freikirche weiß, wie Leute umgarnt und angeworben werden können.
Der Spuk geht noch bis zum Sonntag.