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Geradeaus oder links? Ach, probieren Sie’s selbst!

Dienstag, den 14. Oktober 2014
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Der Baustellen- und Schilderirrsinn in der Gegend zwischen Schwante und Kremmen geht weiter. Offenbar sieht inzwischen auch der Landesbetrieb Straßenwesen nicht mehr durch.
Auf der Strecke Zwischen Schwante und Groß-Ziethen weist ein Schild darauf hin, dass man rechts in eine Sackgasse abbiege, ab Amalienfelde alles dicht sei und der Weg nach Nauen geradeaus weiterführe.
Ein Schild weiter wird der Autofahrer darauf hingewiesen, dass man geradeaus in eine Sackgasse fährt, in Staffelde Schluss sei und der Weg nach Nauen doch eher linksherum führt.
Vermutlich ist es ein Test für Autofahrer, welchem Hinweis sie mehr vertrauen.
Oder hat irgendwer noch einen Plan?

aRTikel

Lara-Marie und Marc kommen groß raus

Donnerstag, den 23. Januar 2014
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Zwei Kremmener Schüler üben schon für ihre Auftritte beim Karneval

MAZ Oranienburg, 23.1.2014

KREMMEN
Die Hebefigur sitzt schon ganz gut. Wenn Lara-Marie auf Marcs Schultern sitzt, dann fühlt sie sich sicher. Ein bisschen Zeit zum Üben haben sie aber noch, denn ihren nächsten großen Auftritt als Tanzpaar haben die beiden erst am 8. Februar.
Die 13-jährige Lara-Marie Volgnandt aus dem Ortsteil Amalienfelde und der ein Jahr ältere Marc Meißner aus Kremmen sind bei den großen Shows des Karneval-Clubs Kremmen (KCK) dabei und zeigen dort, was sie tänzerisch drauf haben. Es wird wohl ein volkstümlich-bayerisches Musikmedley werden, zu dem sie sich bewegen. „Ich werde wohl eine kurze Bayern-Lederhose tragen“, erzählt Marc. „Aber ich habe sie bisher noch nicht anprobiert“, ergänzt er und lächelt ein bisschen. Sonst trägt er so was nicht. „Aber für den Abend ist das okay.“

Seit dem vergangenen Jahr tanzen sie zusammen. „Wir haben für das 50. Jubiläum unseres Vereins ein Tanzpaar gesucht“, erzählt der KCK-Vorsitzende Reiko Meißner. Die Wahl fiel auf seinen Sohn sowie auf Lara-Marie. „Die beiden passen gut zusammen.“ Die beiden nicken zustimmend.
Marc hat schon mit fünf Jahren getanzt. „Das war auch hier, beim Karneval“, erinnert er sich. „Der Biene-Maja-Tanz.“ Das Faschings-Gen liegt offenbar in der Familie. „Ich mag vor allem, dass man ausgelassenen Spaß haben kann“, sagt Marc auf die Frage, was ihm am Karneval gefällt. „Man kann mal die Sau rauslassen. In der Schule ist immer alles recht streng, da wollen wir dann mal Spaß haben. Außerdem finde ich das Gefühl, auf der Bühne zu stehen, toll.“ Allerdings tanzt er ausschließlich beim Karneval. Er besucht momentan die 9. Klasse des Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums. „Ansonsten habe ich nicht die Zeit dazu.“ Jeden Sonnabend kommt er für zwei Stunden zum Training in die Schulsporthalle – vor allem, um mit Lara-Marie zu üben.
Die 13-Jährige, die in die 8. Klasse der Kremmener Goethe-Oberschule geht, tanzt schon seit fünf Jahren. „Meine Freundin hat mich damals dazu gebracht“, erzählt sie. „Sie meinte, das sei ganz cool.“ Und das war es dann tatsächlich, denn Lara-Marie blieb am Ball. „Paartanz mache ich am liebsten“, erklärt sie.

Vertrauen ist dabei besonders wichtig. „Man ist ja recht nah beieinander“, sagt Marc. „Man hat viel Körperkontakt.“ Das sei am Anfang noch eine Überwindungsfrage gewesen. „Ich muss ja auch ab und zu fest zupacken“, sagt er lächelnd. „Nach drei oder vier Proben war das aber kein Problem mehr.“ Das Vertrauen untereinander sei sehr stark. „Das muss einfach da sein“, so Marc. Ein paar Stürze bei den Hebefiguren gab es aber schon mal. „Ich saß bei ihm auf der Schulter, und wir haben uns irgendwie verhakelt, da bin ich runtergeflogen“, erinnert sich Lara-Marie. „Das tat mir sehr leid, denn das wollte ich nicht“, ergänzt ihr Tanzpartner. „Ich muss sie festhalten.“ Vor dem Auftritt am 8. Februar sind sie sehr aufgeregt. „Wir sind schon ein wenig nervös“, gesteht Marc. Bis Aschermittwoch sind sie tanzend unterwegs, dann ist erst mal Schluss. „Erst im Herbst geht es weiter“, sagt Marc.
Dann bleibt auch Zeit für andere Hobbys. Marc näht zu Hause gern Klamotten, möchte später gern Designer werden. Lara-Marie kümmert sich in Beetz um ihr Pflegepferd.

aRTikel

Prinz Tino und Prinzessin Jennifer regieren Kremmen

Freitag, den 8. Februar 2013
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Das Prinzenpaar lässt sich am Wochenende beim Karneval feiern

MAZ Oranienburg, 8.2.2013

Noch bis zum Aschermittwoch sind der 31-jährige Vehle- fanzer und die 25-jäh- rige Kremmenerin in Amt und Würden.

KREMMEN
Wer wissen möchte, wo sich eigentlich der Schlüssel zum Kremmener Rathaus befindet, der kann ja mal bei Jennifer Prahl und Tino Zimmermann nachfragen. Die 25-Jährige aus Kremmen und der 31-jährige Vehlefanzer sind in diesem Jahr das Prinzenpaar des Karneval Club Kremmen „Rot-Weiß“ (KCK), und als solche sind sie bis Aschermittwoch im Besitz des Rathausschlüssels, der ihnen am 11. 11. des vergangenen Jahres beim Sessionauftakt übergeben wurde – natürlich nur symbolisch.

„Es ist immer sehr schwierig, ein Paar zu finden, das mitmacht“, erzählt Vereinspräsident Reiko Meißner. „Jennifer hat schon mal ausgeholfen, da haben wir sie noch mal gefragt.“ Tino Zimmermann sagte im vergangenen November in letzter Minute zu. Er arbeitet in der Gärtnerei der Prahls in Amalienfelde. Er und Jennifer kennen sich deshalb auch schon länger. Die beiden repräsentieren nun den Verein, sie sind die Oberhäupter im Kremmener Karneval.
Jennifer Prahl war bereits Erntekönigin und sitzt im Komitee des Erntefestes. „Es ist schön, wenn man was für seine Stadt tun kann“, sagt sie. In Bergfelde leitet sie die öffentliche Schulbibliothek, außerdem spielt sie Handball beim SV Eichstädt. Nach einem Kreuzbandriss war die Saison dort allerdings schnell erledigt. Sie lacht: „Deshalb lasse ich mich jetzt als Prinzessin durch die Gegend tragen.“

Tino Zimmermann nimmt das gelassen hin. Er ist Verkäufer und Gärtner in Amalienfelde. „Der Job macht mir Spaß“, sagt er. Er musste ein bisschen überlegen, ob er den Prinzenjob wirklich machen möchte. Immerhin ist er – und eigentlich darf man das an dieser Stelle ja nicht wirklich sagen – vergeben und hat eine Tochter.
Morgen wird das Prinzenpaar die beiden Karnevalsveranstaltungen in der Kremmener Stadtparkhalle begleiten, am Sonntag sind sie in Schmachtenhagen auf dem Bauernmarkt. „Das Schönste bisher war die Autofahrt am 11. 11.“, erzählt Jennifer Prahl. „Die Leute winken, und alle gucken.“ Tino Zimmermann wurde danach oft in der Gärtnerei angesprochen. Die beiden amtieren bis zum Aschermittwoch. Zur 50. Session gibt es bereits Nachfolger. Genaueres will Präsident Reiko Meißner aber noch nicht verraten.

www.karneval-kremmen.de

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Amalienfelder Zufallsgenerator

Mittwoch, den 5. September 2012
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Schon seit Jahren beglückt eine Anzeigetafel auf der B273 in Amalienfelde die Autofahrer mit einer wichtigen Information: der aktuellen Geschwindigkeit.
Dienstagabend muss da irgendwas schiefgelaufen sein. Von weitem sah ich es schon. Tempo 119. Ich zuckte zusammen und sah auf meinen Tacho: Das konnte nicht stimmen, gerade hatte ich gebremst und fuhr nun keine 60 Sachen mehr.
Die Anzeige hatte unterdessen Neuigkeiten: Tempo 98. Tempo 104. Und dann: “Lo”.

Bei Geräten wie einer Waage bedeutet “Lo”, dass man die Batterien wechseln soll. Ob das auch für eine Geschwindigkeitsanzeige an Bundesstraßen gilt?

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Auf der Suche nach der Hausmannskost

Samstag, den 14. Juli 2012
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Nach meinem Drums-Alive-Kurs in Kremmen wollte ich mir mal was gönnen. So eine richtige Mahlzeit hatte ich sowieso noch nicht, also sollte es was Deftiges sein.
Mein Plan: Fährste doch einmal mal in den “Knast”, das Kremmener Theaterbistro. Ich habe mich schon drauf gefreut. Als ich jedoch davor stand, fiel mir ein: Heute ist ja Mittwoch, und mittwochs hat der “Knast” zu.

Nun war guter Rat teuer. Wo gibt es noch eine Kneipe, wo man relativ preiswert Hausmannskost bekommt?
In Amalienfelde gibt es an der B273 ein italienisches Lokal. Es saßen sogar zwei Leute davor an einem der Tische. Aber ich wollte ja Hausmannskost und nichts Italienisches.
In Schwante bog ich in den Lindenweg, fuhr über die Bahngleise und musste feststellen, dass auch diese Kneipe in dem Viertel dicht ist. Jalousien unten, auf Wiedersehen.

Germendorf hat mehrere Kneipen, eine davon bietet – so weit ich mich erinnern kann – Hausmannskost. Allerdings war die Straße gesperrt, die B273 abgefräst, so muss ich die Strecke umfahren.
Schließlich entschied ich mich für die Altstadtklause in Oranienburg. Leider gibt es dort keine Frische Wurst mehr, wie ich sie vor Jahren dort mal gegessen habe. Inzwischen scheint es neue Betreiber zu geben, und die Auswahl ist relativ unspektakulär. So entschied ich mich dann, quasi als Notlösung – für eine Currywurst mit Pommes und einen Salat. Letzterer war ganz lecker, die Currywurst kauft man dann doch besser am Imbiss, die Pommes waren recht blass und trocken.

Falls jemand einen guten Tipp hat, wo es in Oberhavel preiswerte Hausmannskost gibt, der möge sich melden!

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Sommerpause

Sonntag, den 3. Juli 2011
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Ein Sonnabend im Juli. Die Sonne scheint. Strandwetter. 30 Grad. Keine Wolke am Himmel.
Das ist ein Sonnabend im Juli, wie gesagt. Allerdings nicht der heutige Sonnabend. Der heutige Sonnabend sah ein wenig anders aus: Es ist düster. Regen. Dauerregen. Wind. 13 Grad. Der Himmel ist eine einzige Wolkenfront.
Der Sommer macht grad Pause.

Im Kremmener Scheunenviertel waren die Wege voller Pfützen. Der Wind pfiff um die Ohren der Leute. Ein Regenschirm half nicht viel, er hielt dem Wind nicht stand.
Der Rand der Bundesstraße in Kremmen war ein einziges Wasserparadies. Hier und da lagen Äste auf der Straße. In Amalienfelde mussten die Autofahrer im Slalom fahren, um den Baumresten auszuweichen.

Grillen am Abend? Abgesagt. Stattdessen gingen wir Essen. Das Konzert der Puhdys in Oranienburg schien stattgefunden zu haben, zumindest war die Musik zu hören. In Berlin dagegen sind mehrere Events abgesagt worden.

Schietwetter. Da wollen wir doch gleich mal fragen: Wann wirds mal wieder richtig Sommer?

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Cabriotour 2008

Sonntag, den 27. Juli 2008
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Das wurde aber auch mal Zeit: Der Sommer ist da! Und hoffentlich bleibt er auch bis nächstes Wochenende, wenn wir an die Nordsee fahren…
Um nach der BMW-Nichtkauf-Enttäuschung doch noch das schöne Feeling zu bekommen, lieh ich mir den Cabrio meiner Eltern und erkundete mit Sabi die Region.
Selbst im offenen Auto ist es keineswegs kühl. Im Gegenteil, die Sonne brennt einem auf dem Kopf, ohne Mütze (und Sonnencreme!) geht gar nichts.
Und wir haben viel gesehen. Amalienfelde hat so viele Fußgänger, dass man am Ortsausgang Richtung Kremmen eine zweite Mittelinsel bauen muss. Aber vielleicht will man die bösen Autofahrer auch nur zum scharfen Abbremsen zwingen.
Erster Zwischenstopp: Zechlinerhütte. In dem kleinen Ort in der Nähe von Rheinsberg haben wir irgendwann Anfang der 80er mal Urlaub gemacht. Da war ich noch klein und kann mich dementsprechend nicht wirklich an Einzelheiten erinnern. An dem dortigen See wurde ein rauschendes Strandfest gefeiert. Das heißt, vielleicht wurde es am Abend rauschend, am Nachmittag war es das noch nicht. So verzichteten wir auch darauf, die vier Euro Eintritt zu zahlen: Die seltsame Schlagertante, die irgendwelche Hits nachsang, war auch von draußen gut genug zu hören. Wir fanden ein schöneres Plätzchen in einer Gaststätte mit Seeterrasse. Unzählige Leute bedienten hier, und wer sich darüber wunderte, musste nur mal in die Speisekarte sehen: alles Azubis. Der Laden wird offenbar von den Azubis geschmissen, und das scheint nicht so teuer zu sein…
Zweiter Zwischenstopp: Rheinsberg. Ein wunderschöner Ort mit einem noch wunderschöneren Schlosspark. Die Fassaden des Schlosses sind inzwischen fertigrestauriert. Im Park lässt es sich sehr schön spazieren. Heute wurde eine Art Spukabend im Park vorbereitet, so dass überall irgendwelche Scheinwerfer rumstanden – und ein Bett. Wir haben darauf verzichtet auszuprobieren, was wohl passiert, wenn man sich da einfach mal reinlegt.
Dann hatten wir noch zweieinhalb Stunden Zeit, bis der Film im Flatower Autokino begann. Wir nutzten sie für eine Fahrt durch die Region. Ich gebe zu, ich hielt den Weg, den ich im Kopf hatte, für kürzer: Von Rheinsberg aus ging es nach Alt Ruppin. Dort wird gerade die Straße neu gemacht, die Umleitung führt durch dunkle Wälder, in dem einen die Fledermäuse um die Ohren fliegen. Ein wenig gruselig.
In Neuruppin bekommt McDonald’s nun auch ein Café, das keiner braucht (ich jedenfalls nicht). Deshalb hat dort nur der Drive-In geöffnet.
Weiter ging es über die Autobahn, die B 167 entlang. Die Strecke von Dabergotz bis Bückwitz ist mir nicht ganz unbekannt: Als ich im Herbst 1998 immer zum Bund nach Havelberg musste, führte mich mein Weg von der A 24 aus immer hier entlang. Eine sehr verlassene Gegend, selbst Dabergotz, direkt an der Autobahn gelegen, wirkt wie tod. Hier will ich nicht leben.
Heute bogen wir an der B 5 in Bückwitz allerdings nicht nach rechts, Richtung Neustadt, sondern nach links, Richtung Nauen.
43 Kilometer bis Nauen. Uff. ganz schön weit, hätte ich nicht gedacht. Auf dem Weg dorthin fährt man auch durch Friesack. Den Ort kannte ich bisher nur vom Schreiben und Hören, die haben eine eigene Disco. Bald habe ich einen Termin dort, und jetzt weiß ich: Man fährt eine halbe Ewigkeit dorthin. Selbst von Nauen aus, braucht man eine Zeitlang. Später kommt noch Ribbeck, bekannt durch Herrn von Ribbeck zu Ribbeck im Havelland – und den Birnbaum natürlich. Tatsächlich steht an der B 5 in Ribbeck ein Schild “Kirche/Birnbaum”. Jemand, der die Geschichte nicht kennt, wird sich sicher wundern, dass ein Birnbaum ausgeschildert ist.
Weiter über Nauen zum Flatower Autokino. Während des Films warteten draußen schon die nächsten Gäste, denn in der Nacht sollte auf dem Gelände noch ein Technoevent steigen. Auch auf dem Sportplatz von Flatow muss ein rauschendes Fest gefeiert worden sein. Die Musik und die Gesänge schallten bis zu uns rüber. Fast hätten wir das Filmfinale verpasst. Über Flatow und Staffelde zog ein seltsames helles Etwas hinweg. Ein heller Stern, der sich relativ schnell von Süden nach Norden bewegte. Es war kein Flugzeug, denn es blinkte nicht. Vielleicht ein Satellit?
Und noch eine Premiere: Mein erster Besuch auf dem Autohof in Vehlefanz. Fast hätte ich dort meine Bankkarte eingebüßt, weil das Kassiergerät sie anfangs nicht mehr rausrücken wollte. Seltsamerweise steht auf der Rechnung “Autohof Schwante”, obwohl die Tankstelle zwischen Vehlefanz und Eichstädt liegt. Schwante ist noch ein Ort weiter weg. Aber die müssen ja wissen, was sie schreiben…
Inzwischen hatten wir auch die Heizung im Auto angestellt. Herrlich! Im Auto ist es warm, während der kühle Wind über unsere Köpfe weht.
So mag ich das.