Monatsarchiv für April 2021

RTelenovela

Wenn die Ampel nicht weiß, dass du da bist

Montag, den 26. April 2021
Tags: ,

Es scheint Autofahrer zu geben, die mit offenen Augen schlafen. Oder ihr Hirn kurz abzuschalten, wenn sie an der roten Ampel stehen.
Neulich in der Oranienburger Saarlandstraße. Ich fahre von der Dropebrücke in Richtung Zentrum. An der Linksabbieger-Ampel stehen schon ein paar Autos, ich reihe mich ein.

Die Nachbarspur wird grün. Wird rot.
Die Querstraße wird grün. Wird rot.
Die Nachbarspur wird grün. Wird rot.
Die Querstraße wird grün. Wird rot.
Nur bei uns: rot. Und kein Grün.

Unterdessen ist die Linksabbiegerspur voll, es kommt kein Auto mehr von hinten nach. Man könnte nun denken: Die Ampel ist kaputt. Aber ich ahne, was wirklich los ist: Das erste Auto steht zu weit vom Haltestrich entfernt, und die Ampel weiß schlicht nicht, dass da jemand wartet.
Ich blicke nach hinten und schere rechts aus, fahre nach vorne. Und tatsächlich: Das erste Auto steht zwei bis drei Meter vor der Linie. Kein Wunder, dass da nichts grün wird. Der ältere Herr am Steuer schaut irgendwie rum, aber es scheint ihm auch nichts aufzufallen. Und erstaunlicherweise hupt auch niemand – wo doch sonst alle so ungeduldig sind.

Ich fahre geradeaus und nehme dafür einen kleinen Umweg in Kauf. Wie lange die anderen noch vor der roten Ampel standen – ich weiß es nicht.

Hits: 311

RTZapper

Mirella Schulze rettet die Welt

Montag, den 26. April 2021
Tags:

MI 21.04.2021 | TV Now

Eigentlich sagt der Titel dieser Serie bei TV Now schon alles über die Serie selbst aus: pseudo-lustig, man schmunzelt ein bisschen, aber letztlich dann doch piefig und altbacken, so typisch Deutsch eben.
Das ist “Mirella Schulze rettet die Welt”. Der Titel soll irgendwie skurril sein, ein Gegensatz von der modernen Welt der Welt zur deutschen Piefigkeit – Mirella und Schulze.

Und das sind auch die Leute in dieser 8-teiligen Serie. Mirella ist auf ihrer Schule und in ihrer Familie berüchtigt dafür, dass sie sehr auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit achtet. Sie gilt als deutsches Gegenstück zu Greta Thunberg, zumindest in ihrem Umfeld. Und natürlich geht sie damit alles auch ein bisschen auf den Geist. Zumal ihre Mutter bei einer dieser umweltverschmutzenden Firmen arbeitet. Aber auch die wird durch Mirella durcheinandergewirbelt.

Eigentlich sieht man bei den modernen Streamingdiensten, wie moderne Serien heute funktionieren. Aber bei TV Now scheint das anders zu sein. “Mirella Schulze rettet die Welt” ist leider nicht mehr als seichte RTL-Unterhaltung. Weder in der Machart innovativ, noch in der Erzählung überraschend, und überaus lustig schon gar nicht. Da gibt es eine Familie mit Streitigkeiten, Mirella startet eine Aktion, alle wundern oder empören sich, und das war es auch schon.
Dafür, dass Comedyexperte Ralf Husmann für das Drehbuch verantwortlich ist, bietet diese Serie im Ergebnis erstaunlich wenig guten Witz. “Mirella Schulze rettet die Welt” ist genau wie der Titel: sehr durchschnittlich.

-> Die Serie bei TV Now

Hits: 180

KeineWochenShow

#225 – Alle nicht ganz dicht?!

Sonntag, den 25. April 2021
Tags: , , , ,

Was für eine Woche! Am Donnerstagabend sind auf Youtube 53 Videos von Schauspielerinnen und Schauspielern erschienen – unter dem Hashtag #allesdichtmachen. In den Filmen wird auf verschiedenste Weise über die Coronamaßnahmen, die Regierung, die Medien gesprochen. Oft ironisch oder zynisch. Klar, dass wir darüber in KeineWochenShow sprechen – vor allem über Jan-Josef Liefers, der meint, es gebe nur eine Medienmeinung.

Ansonsten hat sich die CDU/CSU endlich mal auf einen Kanzlerkandidaten einigen können – nach einer ewigen Hängepartie. Aber ist Laschet der richtige Mann? Und warum ging das bei Baerbock und den Grünen so geräuschlos daher?
Und über das Coronavirus sprechen wir auch noch – und über die Bundesnotbremse.
Über den Machtkampf in der Union, über Öffnungsmaßnahmen und -projekte und über Corona und die Auswirkungen auf den Landtag in Potsdam spricht Frank Bommert im Interview. Der Sommerfelder ist CDU-Chef in Oberhavel und Vize-Chef in Brandenburg.

Wir sprechen aber auch über den Schalke-04-Abstieg, über die FDP in Oberhavel und die Pressefreiheit, über Willi Herren und mehr – in KeineWochenShow #225 auf Youtube.

Hits: 230

RTelenovela

Bockige Tunnelblockade

Sonntag, den 25. April 2021
Tags: ,

Nichts geht mehr in der Oranienburger Schulstraße. Momentan ist sie wegen der Bauarbeiten in der Stralsunder Straße keine Einbahnstraße. Da wird es an einigen Stellen schon mal ein bisschen eng.

Ein Auto kommt aus der Mittelstraße und will gleich links in den Tunnel zum Hinterhof-Parkplatz einbiegen. Dort kommt aber auch ein Auto. Beide bleiben sie stehen.
Im Auto im Tunnel sitzt ein älterer Herr, der einfach mal abwartet. Im anderen Auto ein junger Mann, der einfach mal abwartet. Ich sitze im Auto daneben, will eigentlich von meinem Parkplatz und im Tunnel wenden, um wegzukommen, aber das geht ja gerade nicht, weil die beiden anderen da stehen und sich anstarren. Und nichts machen.
Klar, der Autofahrer, der in den Tunnel will, hätte auch schnell mal geradeaus vorfahren können, damit der ältere Herr den Tunnel räumen kann. Als dahinter aber ein weiteres Auto stand, hatte sich das erledigt.

Also fuhr ich aus meiner Parklücke, fuhr ein wenig weiter in die Schulstraße, wendete und fuhr in Richtung Mittelstraße. Am Tunnel musste ich warten. Vorne kam ich nicht vorbei, rechts im Tunnel stand der ältere Herr mit seinem Wagen.
Und da standen wir nun. Ich gucke zum älteren Herren, aber der machte einfach mal nichts. Die anderen konnten nur noch aufwendig was machen, weil sich da inzwischen ein kleiner Stau gebildet hatte.

Es tat sich gar nichts.
Ich stieg also aus, lief zum Auto des Herren im Tunnel und machte ihm klar, dass nichts passieren werde, solange er nicht zurücksetzen würde. Sonst würden wir da uns noch eine Stunde lang nichtstuend anstarren.
Und, oh Wunder, die kleine, höfliche, aber bestimmte Ansprache hat etwas gebracht. Der ältere Herr fuhr rückwärts, die anderen konnten in den Tunnel und den Weg freimachen, ich konnte dann auch losfahren, und am Ende war auch der Tunnelblockierer dran.
Ende gut, alles gut.

Hits: 201

ORA aktuell

Coronavirus: Nur negativ zum Oranienburger Einkauf

Sonntag, den 25. April 2021
Tags:

Am Sonnabend trat auch in Oranienburg die sogenannte “Bundesnotbremse” in Kraft. Somit gelten teilweise andere oder schärfere Regeln zur Eindämmung des Coronavirus.

So gilt weiterhin eine Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr. Neu ist, dass zwischen 22 und 0 Uhr Einzelne noch spazieren gehen oder joggen dürfen. Zudem gelten weiterhin diverse Ausnahmen.
Einkaufen im Einzelhandel ist nur mit negativem Test und Terminbuchung („Click & Meet“) erlaubt. Das gilt nun auch in Baumärkten – oder auch beim Friseur.
Die Testpflicht gilt nicht für komplett Geimpfte.

In Oberhavel sinkt unterdessen der Inzidenzwert. Am Sonnabend lag er bei 103,8. Wenn der Wert fünf Tage unter 100 liegt, könnten die Regeln gelockert werden.

Hits: 171

RTZapper

9-1-1: Lone Star

Sonntag, den 25. April 2021
Tags:

MI 21.04.2021 | 22.20 Uhr | ProSieben

Serien über eine Feuerwache in den USA sind inzwischen auch nichts mehr Neues, wobei keine bislang an “Chicago Fire” heranreicht. Eine dieser Serien ist “9-1-1: Lone Star”, die erste Staffel lief mittwochs bei ProSieben. In dieser Woche lief die letzte Folge. Es handelt sich um einen Ableger von “9-1-1”, das ebenfalls auf ProSieben zu sehen war.

Hier kommt einiges zusammen. Captain Owen Strand ist am 11. September in New York im Einsatz gewesen und baute danach eine neue Mannschaft auf. Nun soll er nach Austin, dort muss nach einem Unglück ebenfalls eine neue Mannschaft aufgebaut werden. Strand nimmt auch seinen Sohn TK mit, der nach der Trennung von seinem Freund in einen Drogensumpf geraten war. Strand selbst bekommt unterdessen die Diagnose Lungenkrebs.
Für die Feuerwache wird eine Mannschaft aus vielen sehr verschiedenen Menschen zusammengestellt. Mit dabei ist ein Muslimin, ein Transsexueller, ein Legastheniker und ein Überlebender der Katastrophe, die die vorherige Mannschaft ausgelöscht hatte.
Gemeinsam bilden sie das neue Team, das viele Einsätze absolvieren muss – plus diverse Intrigen, ohne die eine solche Serie nicht auskommt.

“9-1-1: Lone Star” wäre eine herkömmliche Feuerwehr- und Rettungsserie, wäre da nicht die Zusammenstellung der Mannschaft. Denn sie alle müssen sich auch erst mal zusammenraufen und mit ihren jeweiligen Problemen klarkommen – allein voran Strand mit seiner Chemo, die er quasi nebenher macht.
Manchmal könnten diese Storys etwas tiefgründiger sein, einige der Geschichten könnten gern ausführlicher erzählt werden. Hinzu kommen die dramatischen Einätze, manchmal sind sie skurril – und manchmal sogar in gewisser Hinsicht außerirdisch.

-> Die Sendung (Folge 10) bei Joyn (bis ca. 12. Mai 2021)
-> Die Serie bei Sky Ticket

Hits: 179

aRTikel

Der Konservative mit der Streitaxt: Frank Bommert wird 60

Samstag, den 24. April 2021
Tags: , ,

Frank Bommert sitzt für die CDU im Landtag, er ist Kreisvorsitzender seiner Partei in Oberhavel und schaut keine Provokationen. Und nebenbei führt er auch seine Metallbaufirma. An Rente denkt er noch lange nicht. Am Sonntag wird der Sommerfelder 60 Jahre alt.

MAZ-online, 23.4.2021

Sommerfeld.
Früher dachte er, mit 60 sei man ja alt. Seit Sonntag, weiß er, wie das ist. „Ich fühle mich Null wie 60“, sagt Frank Bommert. „Und ich könnte mir auch nicht vorstellen, in fünf Jahren in Rente zu gehen.“ Da ist er sich schon sicher. Es wäre sicher eine große Feier gewesen, denn der Sommerfelder Unternehmer und Politiker ist eine Größe in der Region – bei den einen beliebt, bei den anderen, vorsichtig gesagt, unter kritischer Beobachtung.

Frank Bommert ist Vorsitzender der CDU in Oberhavel, er ist Mitglied des Kreistages und dort stellvertretender Fraktionschef seiner Partei. Außerdem sitzt er im Aufsichtsrat der Oberhavel-Holding. Seit 2009 ist er auch landespolitisch aktiv. Er ist Landtagsabgeordneter, stellvertretender CDU-Chef in Brandenburg und Vize-Fraktionsvorsitzender, außerdem leitet er den Wirtschaftsausschuss des Landtages. Seinen politischen Start hatte er jedoch in der DSU – was auch viel mit seinem Vater zu tun hatte, wie er erzählt.

Geboren wurde er am 25. April 1961 in Hennigsdorf. Er lebt schon immer in Sommerfeld. Bereits seit 1908 gehört seiner Familie das Gehöft im Dorf. „Ich lebte in einem wohlbehüteten, bürgerlichen Elternhaus“, erzählt er. Seine Eltern hatten einen landwirtschaftlichen Betrieb. Urlaub gab es deshalb kaum. In der Nachbarschaft hatte er zwei Freunde, gemeinsam stromerten sie durchs Dorf. Er besuchte zunächst die Schule in Sommerfeld, später die Beetzer Schule. Nach der 10. Klasse begann er 1977 bei der Baumechanik in Hennigsdorf eine Lehre zum Instandhaltungsmechaniker. „Wir haben Maschinen gewartet.“ Sein eigentliches Ziel war aber die Selbstständigkeit. In der DDR war ihm das in den 80ern noch nicht vergönnt, so arbeitete er weiter in Hennigsdorf. „Wir waren aber auch ein tolles Team.“
Im März 1990 stand fest: Er kann seine eigene Firma eröffnen. „Ich wollte nicht mehr, dass mir jemand sagt: Mach’ das und das.“ Am Anfang arbeitete er alleine, in besten Zeiten hatte er zwölf Mitarbeiter. Inzwischen sind sie zu fünft. In seiner Metallbaufirma werden Wintergärten eingebaut, Fenster, Türen, Terrassendächer. Das größte Projekt in den 30 Jahren: die Fenster und Türen für das Gebäude der S-Bahn Berlin GmbH in der Hauptstadt. Die Zukunft ist auch schon gesichert: „Mein Sohn wird die Firma weiterführen. Das größte Problem ist heute eigentlich die Mitarbeitergewinnung.“

Die Wende brachte aber nicht nur die Selbstständigkeit. Es war auch die Zeit, in der Frank Bommert die Politik für sich entdeckte. „Damals hat man viel über Politik gesprochen.“ Sein Vater war einst Anhänger vom CSU-Politiker Franz-Josef Strauß. „Der war ein beeindruckender Redner.“ 1990 wollte sich die CSU auch in der DDR etablieren. Stattdessen entstand die DSU, die Deutsche Soziale Union. „Die wurde in Hohen Neuendorf bei Zahnarzt Thomas Schmidt im Keller gegründet“, erinnert sich Frank Bommert. In Sommerfeld holte er bei der Wahl im Frühjahr 1990 gleich mal 18 Prozent. Damals ging es ihm vor allem um seinen Heimatort. Entscheidungen mussten getroffen werden, damals entstand der Wohnpark, am Ortsrand entstand ein Hotel. „Das war eine spannende Zeit. Es herrschte eine Aufbruchstimmung.“
Später ging die DSU in der CDU auf, deren Mitglied Bommert dann 1993 wurde. Um die Jahrtausendwende begann sein Engagement im Kreistag, er wurde unter Wolfgang Krüger Vizechef der CDU in Oberhavel. 2004 bewarb er sich erstmals um einen Sitz im Landtag, aber er verlor die CDU-interne Kandidatenabstimmung. „Ehrlich gesagt, war ich froh, dass ich es nicht geworden bin. Damals war ich noch nicht so weit.“ 2009 schaffte er es dann aber in den Landtag. Außerdem wurde der Kreisvorsitzender seiner Partei in Oberhavel.
„Im Landtag hatte ich ein bisschen Glück, dass wir in die Opposition gegangen sind“, sagt er rückblickend. In der Opposition sei die Arbeit einfacher, in einer Regierungskoalition müsse man sich viel untereinander abstimmen. „Mein wichtiges Projekt war die Einführung der Meistergründungsprämie“, sagt er. „Dafür haben wir fünf Jahre gekämpft.“ Er sei ein treibender Keil gewesen. Gerade will er sich dafür einsetzen, Modellregionen zu schaffen, in denen die Menschen nach Coronatests in Lokale oder Theater gehen können.

Viele sehen Frank Bommert als der „Rechtsaußen der CDU“. „Wenn es heißt, ich gehöre zum konservativen Flügel, dann würde ich sagen: ja.“ Aber das gehöre bei einer Partei dazu, dass verschiedene Meinungen aufeinander treffen. „Für viele ist es ein Problem, dass ich sage, was ich denke. Manche würden das anders machen.“ Es gebe das Zitat eines Politikers, in dem es über ihn heiße: „Wo andere das Florett ziehen, nimmt Frank Bommert die rostige Streitaxt.“ Er selbst findet das lustig und würde es wohl auch nicht abstreiten. Aber: „Jemand von der SPD sagte mal, dass man meine Absprachefestigkeit schätze. Und das stimmt: Was ich sage, da stehe ich auch zu.“
Für Wirbel sorgte sein Facebook-Statement nach der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen, bei der FDP-Mann Thomas Kemmerich mit den AfD-Stimmen gewählt worden war. „Geile Nummer, das Ende von diesem dunkelrot-rot-grünen Spuk“, schrieb er. Viele haben ihm das übel genommen, und auch das „Rechtsaußen“-Stichwort fiel wieder. Bommert sagt, man habe ihm das falsch ausgelegt. Es sei ihm um die (zwischenzeitliche) Abwahl von Bodo Ramelow (Linke) gegangen, nicht um die AfD. „Zur AfD gibt es im Landtag eine starke Abgrenzung“, sagt der Sommerfelder. Mit dem neuen Fraktionschef Berndt sei der Ton bei der AfD noch rauer geworden.
Bei den Linken habe er dagegen zu viele Erinnerungen an die Repressalien der SED in der DDR. Aber Bommert sagt auch: „Zum Parlament gehört auch eine gesunde Opposition.“ So lange die Geschichte nicht verklärt werde. 2024 will er auf jeden Fall noch mal antreten.

Sommerfeld dagegen ist der Ort, wo er sich erdet. Am liebsten sitzt er in seinem Wintergarten oder auf der Terrasse. Oder er fährt zum Kremmener Spargelhof. „Da treffe ich auch viele Leute von hier.“ In Sommerfeld werfen ihm einige Leute vor, er würde sich im Dorf nicht mehr engagieren. „Mein Engagement ist zeitlich begrenzt“, sagt er. „Ich habe ja auch noch die Firma.“ Aber er trage Kremmener Interessen in den Landkreis oder in den Landtag.
Frank Bommert hat zwei Kinder. Sein Sohn ist 34, mit seiner neuen Partnerin bekam er eine Tochter, die nun zwei Jahre alt ist. „Ihr geht es gut“, sagt er. Sie musste mehrere schwere Herz-Operationen über sich ergehen lassen. „Das war schon bitter. Wenn sie das Kind zur OP bringen und es übergeben, da haut es einen weg.“ Das sind die Momente, in denen Stille und Nachdenklichkeit einkehrt.
In der Politik wird es den stillen Bommert aber eher selten geben. „Ich bin in die Politik reingewachsen, sie ist mir zu einer Herzenssache geworden.“ Deshalb ist auch klar: Wenn Frank Bommert am Sonntag 60 wird, ist noch lange nicht Schluss.

Hits: 157