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Tim Pieper: Tiefe Havel

(2) -> 14.6.2018

Überall auf ein Binnenfrachtschiff im Havelkanal bei Paretz. Der Kapitän sieht, wie ein Mann von der Brücke auf das Schiff springt – und er weiß, das wird ein Problem.
Wenig später treibt das Schiff führerlos im Kanal, der Kapitän ist tot. Die Kripo in Potsdam nimmt die Ermittlungen auf. Hauptkommissar Toni Senftleben ermittelt im Berufsschiffermilieu. Schnell wird klar: Drogen scheinen eine Rolle zu spielen, in Brandenburg an der Havel muss eine Übergabe stattgefunden haben. Und welche Rolle spielt Sandro, der vorbestrafte junge Mann, der auf einem Pferdehof arbeitet?

Der Buchtitel “Tiefe Havel” ist das Langweiligste an diesem Krimi. Aber die Verlage setzen offenbar darauf, Krimireihen nichtssagende Titel zu geben, die sich ähneln. Band 2 hieß “Kalte Havel”. Band 4 wird “Stille Havel” heißen.
Die Geschichte um die Ermittlungen sind sehr spannend. Nicht nur der Fall an sich ist packend. Auch unter den Ermittlern gibt es Probleme. Toni Sanftleben hat den Eindruck, dass einer seiner Mitarbeiter nicht bei der Sache ist. Und dann ist da noch sein Alkoholproblem und die offene Frage, wie es mit ihm und seiner Frau weitergeht.
Durch die relativ kurzen Kapitel und den Sprüngen zwischen den Handlungsorten und Handelnden entdeckt Tempo, und irgendwann will man den Roman gar nicht mehr aus der Hand legen.

Tim Pieper: Tiefe Havel
emons, 284 Seiten
9/10

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