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Katharina Peters: Strandmord

(6) -> 28.2.2018

Um dem Titel des Buches gerecht zu werden: Am Strand zwischen Glowe und Juliusruh auf Rügen wird eine Leiche gefunden. Die weibliche Person ist nackt und übel zugerichtet.
Für die Kommissarin Romy Beccare ist das eine schwierige Sache, denn sie fühlt sich an einen Fall erinnert, in den sie vor 15 Jahren selbst involviert war – als Lockvogel. Die Sache damals war eng, und nun wird diese Sache wieder in ihr Gedächtnis geholt. Denn: Der Täter ist nicht mehr in Haft, und er lebt nun in Neustrelitz.
Doch im Laufe der Ermittlungen kommt heraus, dass die Tote andere Leute erpresst und merkwürdige sexuelle Neigungen hatte. Da eine echte Spur zu finden, erweist sich als schwierig.

Bedauerlicherweise scheint sich die Autorin Katharina Peters inzwischen mit ihrem Rügen-Schauplatz ein bisschen zu langweilen. Denn wirklicher Lokalkolorit kommt in ihrem 7. Rügen-Krimi kaum noch auf. Der Fundort, der Wohnort der Kommissarin, ein paar Ermittlungen. Aber das meiste scheint sich inzwischen auch an anderen Orten abzuspielen. Das, was so ein Heimatkrimi ausmacht, kommt bei der Autorin leider immer seltener zur Geltung. Es scheint, als ob sie Kriminalfälle zusammenbaut und sie dann einer ihrer diversen Buchreihen irgendwie zuordnet. Das wirkt immer beliebiger.
Der Fall selbst ist relativ spannend, der Leser wird auf die üblichen falschen Fährten gelockt, aber einen richtigen Pfiff und Thrill hat das selten. Erst gegen Ende nimmt das alles noch mal ein wenig Fahrt auf.

Katharina Peters: Strandmord
aufbau taschenbuch, 333 Seiten
6/10

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