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Rügen 2018 (7): Durch den Winterwunderwald

(6) -> 1.4.2018

1. April, und es schneit. Und hört nicht mehr auf. Binz verwandelte sich zu Ostern noch einmal in ein Winterwunderland.
Rechtzeitig zum Beginn unseres Tagesausfluges stellte dann auch die Bäderbahn den Betrieb ein. Auf dem Schneematsch wären die Fahrten wohl zu gefährlich geworden. so mussten wir im Schneetreiben über den Binzer Klünderberg zum Bahnhof des Rasenden Roland laufen.

Überall auf Rügen ist Ostersonntag wohl der Bahnverkehr eingestellt gewesen – nicht so zwischen Lauterbach und Göhren. Der Rasende Roland, die Kleinbahn auf Rügen, fuhr.
Die Frau vom Fahrkartenverkauf musste zwischendurch raus zum Schneeschippen. Schließlich sollte gleich der nächste Zug einrollen, und da musste der Bahnsteig einigermaßen frei sein.

Der Zug rollte dann in die Granitz, in den Winterwunderwald. Es schneite noch immer. Alles war weiß – die Felder, die Hänge, die Bäume und die zugefrorenen Tümpel. Am Bahnhof vom Jagdschloss Granitz standen Leute, auf denen sich auf den Kapuzen Schnee sammelte.
In Sellin schienen wir in eine wärmere Zone gefahren zu sein. Der Schnee stand nicht mehr ganz so hoch, es war mehr Matsch als noch in Binz zu sehen.
Als der Zug Göhren erreichte und wir dann zum Strand liegen, pfiff uns der Schnee um die Ohren. Die Ostsee toste mit riesigen Wellen auf den Strand zu. Der war sehr viel schmaler als sonst, das Beachvolleyballfeld war zu einem Viertel im Wasser verschwunden.
Schneesturm, wilde See – ein Wetter wie im tiefsten Winter. Anfang April! Aber ein tolles Erlebnis. Trotzdem oder gerade deshalb.

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